Frage von pollkadots, 47

Erektile Dysfunktion in die "Krankenkassenakte"?

Mein Mann weigert deswegen zum Arzt zu gehen weil er meint, er bekomme später Probleme, wenn er in eine private Krankenkasse wechseln muss (er macht sich in den nächsten Jahren selbständig). Sein Bruder soll wohl nach einer depressiven Phase mal Potenzmittel verschrieben bekommen haben (also gehe ich davon aus, dass auch geguckt wurde, ob ein anderer Grund vorliegt) und als er sich privat versichern lassen musste gab es riesiegen Stress, weil erektile Dysfunktion in seiner Akte stand. Er musste dann mit dem Angestellten, der sich um die Anmeldung kümmert, lang und breit über sein "Problem" reden bzw. ihm erkären, dass er kein wirklichen Problem hat sondern es nur vorrübergehend war. Jedenfals holt mein Mann sich die blauen Pillen jetzt im Internet (ohne Rezept) was mir schon Sorgen bereitet (was da wohl genau drin ist?). Auch frage ich mich, ob seine Story überhaupt so stimmen kann - immerhin gibt es doch sowas wie eine ärztliche Schweigepflicht, oder habe ich da was falsch verstanden?

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Antwort
von Deichgoettin, 27

wenn er in eine private Krankenkasse wechseln muss

Er muß überhaupt nicht in eine private Krankenkasse wechseln!

Jedenfals holt mein Mann sich die blauen Pillen jetzt im Internet (ohne Rezept) was mir schon Sorgen bereitet (was da wohl genau drin ist?).

Du hast vollkommen recht. Illegale blaue Pillen können alle möglichen Inhaltsstoffe haben. Außerdem ist es nicht ratsam und mehr als leichtsinnig diese Medikamente ohne ärztliche Indikation zu schlucken!

immerhin gibt es doch sowas wie eine ärztliche Schweigepflicht,

Bei einem Wechsel in eine PKV ist Dein Mann verpflichtet, der PKV ein Formular "Entbindung der Schweigepflicht" vorzulegen. Das kann man nicht umgehen.

Kommentar von pollkadots ,

Danke für deine schnelle Antwort, dass mit der Entbindung der Schweigepflicht wusste ich nicht, macht ja eigentlich Sinn. Trotzdem war es dem Bruder von meinem Mann wohl sehr unangenehm darüber mit einem Büroangestellten (nichts gegen Leute, die im Büro arbeiten, ich meine ja nur, dass diese Person keine medizinische Fachkraft war) reden zu müssen.

Das mit Selbständigkeit und Krankenkassenwahl habe ich gerade gegoogelt, wenn er sich also für eine freiwillige Mitgliedschaft entscheidet, sollte sein "Problem" nicht zum Thema werden, habe ich das richtig verstanden? Ich finde es sowieso krass, dass man wegen erektiler Dysfunktion Schwierigkeiten mit der Krankenkasse bekommen kann - die zahlt ja so oder so nicht für Potenzmittel...

Ich werde mich wohl noch mal mit ihm darüber unterhalten müssen, was jetzt nicht gerade einfach ist, da er da SEHR stur ist. Wenn er nicht zum Arzt will, kriegen ihn wohl auch keine 10 Pferde hin...

Kommentar von Deichgoettin ,

Männer.....:-))

Das hast Du richtig verstanden. Selbstverständlich kann Dein Mann als freiwilliges Mitglied in der GKV versichert bleiben. Vorallem ist es zu überlegen, ob es nicht sogar sinnvoller ist. Im Alter sind oft die Ausgaben für die PKV (nicht selten um die 800 €) nicht mehr bezahlbar und er hat dann keine Chance so einfach die KK zu wechseln.

Was den Arztbesuch Deines Mannes angeht. Mach ihm klar, das die blauen Pillen keine Smarties sind. Normalerweise werden solche Medikamente nur Patienten verschrieben, die ein wirkliches gesundheitliches Problem haben - z.B. Transplantatpatienten. *
Die Nebenwirkungen - vor allem die der illegalen Pillen - sind wirklich ernst zu nehmen!

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