Frage von SockebautHaus, 15

Erdwärmekollektoren zusätzlich zur zentralen Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung?

Hallo zusammen,

wir sind auf der Suche nach der besten Heizung für unseren Neubau - leider hab ich wenig Ahnung davon. Wohnfläche werden ca. 220 m². Es soll eine Fußbodenheizung werden und im Bad zusätzlich Handtuchtrockner. Im Wohnraum werden wir zusätzlich einen Tunnel-Kaminofen einbauen.

Unser Favorit wäre eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmekollektoren. Leider sind wir uns nicht sicher ob wir das flächenmäßig abbilden können. Zwar haben wir 850 m² Grundstücksfläche, allerdings müssten dann davon ca. 400 nicht mit Terasse, Pflastersteinen, Bäumen usw. überbaut werden, richtig?

Außerdem planen wir eine zentrale Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung (auch für Kfw 55).

Meine Frage wäre, sind dann trotzdem 400m² Erdwärmekollektoren nötig? Und: Macht die Kombi Wärmerückgewinnung + Sole-Wasser-Wärmepumpe überhaupt Sinn?

Ich hoffe es sind alle Infos enthalten. Nur noch so am Rande, es wäre auch ein Gasanschluss vorhanden. Grundwasser-Wärmepume kommt wegen der Tiefe sehr wahrscheinlich nicht in Fragen.

Vielen Dank und schöne Grüße

Socke

Antwort
von Simko, 4

Auf diese Art wird man wohl die "beste Heizung" nicht finden können, denn die gibt es nicht.
Allerdings existiert eine besonders geeignete Lösung.

Hierzu müsste allerdings zunächst eine Grundlagenermittlung (tatsächlicher Energie- u. Leistungsbedarf für Hzg u. WW ) vorliegen, denn die ist völlig unabhängig von der technischen Lösung für Hzg u. WW.
Bis dahin alles nur Schätzungen, Vermutungen, Annahmen, quasi Rätselraten.
M.E. keine geeignete Grundlage für die Findung einer wirtschaftlichen Lösung.

KfW 55 wird man wohl nur mit E-Gas primärenergetisch nicht erreichen. Hier wäre dann meist eine STA zu mindest für WW zusätzlich erforderlich, die in EFH/ZFH jedoch meist unwirtschaftlich ist.
Wer viel Kochen muß, für Den könnte Gas dennoch evtl interessant sein.

Bei KfW 55 oder besser, sind meist vollmodulierende Splitt-LWP geeignet. Allerdings bereitet nicht selten die WW Bereitung Probleme, sofern diese mit ein und dem selben Wärmeerzeuger wie für Hzg realisiert wird.

Weder EnEV noch KfW garantieren dem Bauherren Wirtschaftlichkeit!
Die Annahme, dass Geschenke verteilt werden, ist weltfremd bzw. irrig.
Bei meiner Gutachtertätigkeit begegnen mir zunehmend Objekte mit KfW "XY" Standard, die tatsächlich deutlich mehr verbrauchen, als eigentlich zu erwarten wäre.
Haben sich dann die erhöhten Investitionskosten tatsächlich gelohnt?

Antwort
von Erdbeerman82, 6

Wenn sie für ein gut gedämmtes Haus mit kontrollierter Wohnraumlüftung eine Heizung suchen, empfiehlt sich auch ein ganz simples Brennwertgerät. Niedrige Beschaffungskosten bei niedrigem Gasverbrauch, zusätzlich könnten sie ja noch eine Solaranlage installieren. Sie müssen bedenken, je besser ihr Haus gedämmt ist, umso länger braucht es, bis sich die Wärmepumpe amortisiert.

Antwort
von Erdbeerman82, 11

Zu ersten Frage, die 400 m2 dürfen nicht überbaut werden, richtig.
Eine zentrale Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung hat keinen Einfluss auf die größe der Erdkollektoren. Für die Wärme der Wohnraumbelüftung wird die Energie der Erdkollektoren beansprucht. Warme Abluft wird durch einen Kreuzwärmetauscher geführt und erwärmt die Zuluft.

Kommentar von Erdbeerman82 ,

Grundsätzlich ist eine Sole/Wasser- Wärmepumpen mit Erdsonden zu empfehlen. So können Sie auch in Zukunft Ihr Grundstück frei verwalten.

Antwort
von pharao1961, 10

Meine Bauherren wählen in der Regel Luft-Wasser-Wärmepumpe (ebenfalls mit zentraler Lüftungsanlage und FB-Heizung). Die Kosten für Erdwärmekollektoren oder Tiefenbohrung werden in der Regel zu hoch.

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