Frage von amyluzy, 108

Erdogan/Militärputsch?

Hey Leute ich bin eher jemand der sich nicht so für Politik interessiert doch seitdem es einen Putsch in der Türkei gab fing ich an mich mehr zu interessieren. Ich selbst bin Türkin und meine Eltern sind nicht für aber auch nicht gegen Erdogan doch sehr viele Türken stehen hinter Erdogan und andere Nationalitäten sind eher gegen ihn. Ich würde gerne wissen was so gut oder was so schlecht an Erdogan ist. Außerdem würde ich auch gerne wissen wieso überhaupt dieser Militärputsch entstanden ist. Danke im Voraus!

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 23

@amyluzy, zunächst mein Kompliment: du schreibst ein sehr gutes Deutsch. Da du Türkin bist: wo in der Türkei kann man denn ein so gutes Deutsch lernen?

...sehr viele Türken stehen hinter Erdogan und andere Nationalitäten sind
eher gegen ihn. Ich würde gerne wissen was so gut oder was so schlecht
an Erdogan ist.

Ohne Zweifel haben Erdogan und seine Partei, die AKP, der Türkei wirtschaftliche und soziale Vorteile, einen gewissen Wohlstand gebracht und sind auch den muslimischen Gruppierungen, die einen rein säkularen Staat ablehnen, entgegengekommen. Vielen Türken ist aufgrund der wirtschaftlichen Erfolge der Erdogan- und AKP-Regierung die Aushebelung der Demokratie und die Wendung gegen politische, nationale und religiöse Minderheiten vollkommen egal. Mag man für die in der Türkei lebenden Türken aufgrund der Geschichte ihres Landes noch ein gewisses Verständnis aufbringen, so erregen besonders junge türkischstämmige Bürger in den europäischen Ländern großen Unmut, weil sie, obwohl sie in den Ländern aufgewachsen sind, Schulen besucht haben und in ihrem Leben Demokratie, Rechts- und Sozialstaat kennengelernt haben und erfahren durften, dieses Wissen und diese Erfahrungen rein materiellem und nationalistischen Denken und Empfinden opfern und damit belegen, dass sie in einer modernen freiheitlich-demokratischen Gesellschaft immer noch nicht angekommen sind.

Die Türkei wird, wie viele Länder in Europa, von einer Welle des Nationalismus durchströmt. Davon sind alle Bevölkerungsgruppen betroffen, nicht zuletzt die kurdischstämmigen Türken. Die Fragen und Probleme religiöser oder nationaler Minderheiten wurden allerdings eher verschärft als gelöst. Daher besteht eine große Gefahr für die Türkei, in einen Bürgerkrieg zu schlittern. Diese Politik ist ein Ergebnis der Vorgehensweise Erdogans und seiner Partei, die sich gegen angeblich terroristische Kurden richtet und unter diesem Deckmäntelchen des Terrorismus seit einiger Zeit zu ausufernder Gewalt greift, die auch Frauen und Kinder nicht verschont. Nicht zuletzt die lange zuvor in den türkischen Medien aufgedeckte Zusammenarbeit Erdogans und der AKP mit dem sog. IS ging auf diese gegen die Kurden gerichtete Politik zurück.

Erdogans Bestreben seit langer Zeit ist die Errichtung einer Regierungsform in der Türkei, in der der Präsident im Mittelpunkt steht und die wesentlichen exekutiven Befugnisse ausübt. Dabei fühlte er sich schon lange über das bisherige Recht und Gesetz erhaben, was z. B. in seinem in einem Naturschutzgebiet widerrechtlich erbauten Prunkpalast auch unübersehbaren monumentalen Ausdruck findet. Auch die undiplomatischen Eingriffsversuche Erdogans in die Souveränitätsrechte anderer Länder belegen einen Anflug autokratischen Größenwahns.

Um ein Präsidialsystem zu erreichen, braucht Erdogan im Parlament eine verfassungsändernde Mehrheit, die er bisher nicht hat. Der kürzliche Putsch einer dilettantischen Gruppe von Militärs gab Erdogan und der AKP die günstige Gelegenheit, statt nur die Kurden nun eine ganz neue Bedrohung für die Türkei aufzubauen: die Gülenanhänger, die zu Hintermännern des Putschversuches erklärt wurden. Beweise dafür gibt es nicht! Ähnliches hatten Erdogan und die AKP bereits 2007 ff. erfolglos versucht ("Fall Ergenekon"). Unter dem Vorwurf, ein Gülenanhänger zu sein, werden derzeit zehntausende Gegner Erdogans und der AKP sowie andere Unliebsame unter Missachtung von Recht und Gesetz pauschal verfolgt und in Justiz, Verwaltung und Bildungswesen ausgeschaltet. Anhänger Erdogans und der AKP treten an ihre Stelle. Den Putsch und die angebliche Staatsgefährdung durch die Gülenbewegung hat Erdogan diesmal erfolgreich genutzt, um auf "legalem" Wege ein Präsidialsystem zunächst auf Zeit zu errichten, indem er den in der Verfassung vorgesehenen Notstand erklären ließ, Es ist wahrscheinlich, dass noch vor Ablauf des verlängerbaren Notstandes und nach Beseitigung der meisten politischen Gegner eine Verfassungsänderung das Präsidialsystems Erogans verstetigen wird.  

Kurz: Das Vorgehen der AKP und Erdogans deuten darauf hin, dass eine Präsidialdiktatur in der Türkei errichtet werden soll. Die Art und Weise, wie politische Gegner dieses Vorhabens dabei mit Gewalt, sozialer Diskriminierung, willkürlicher Gefälligkeitsjustiz und Einschränkung der Meinungsfreiheit ausgeschaltet werden, sind klassische Vorbereitungen einer Diktatur.

Außerdem würde ich auch gerne wissen wieso überhaupt dieser Militärputsch entstanden ist.

Ja, das wüsste die ganze Welt auch ganz gerne. Aber Erdogan und seine AKP wissen es nicht oder wollen es nicht wissen. Sie haben einen Hauptfeind bestimmt, auf den sie alle Schuld und allen Hass lenken: die Gülenbewegung. Beweise dafür sind sie bisher schuldig geblieben.

MfG

Arnold

Kommentar von amyluzy ,

Ich bin zwar Türkin doch ich bin hier geboren und lebe auch hier.

Antwort
von DerTroll, 32

zuerst mal zu der Sache, wie der putsch entstanden ist. Das ist nämlich nicht wirklich klar. Es kann sein, daß wirklich viele vom Militär erkannt haben, daß man dagegen vorgehen muß und es deshalb versucht haben. Es kann natürlich auch sein, daß es von Erdogan und seiner Partei nur inszeniert war, damit er sich selber Argumente geschaffen hat, seine angestrebten Rechte umzusetzen. Dafür spricht auch vieles, z.B. daß es nur zwei große Orte gab, wo geputscht wurde, nämlich Istanbul und Ankara...

Warum viele gegen Erdogan sind, sind einfach die diktatorischen und die Freiheit einschränkenenden Vorhaben von ihm. Er ist ja immer mehr auf den Weg zum Alleinherrscher. Und klar hat er auch politische Gegner. Die müßten aber eine vernünftige Oppositonsarbeit leisten können. Aber Erdogan erstickt ja alles im Keim. Und das sogar mit Mitteln, wo er plötzlich irgendwelche Vorwürfe aufbringt, mit denen er sich rechtfertigt, die Leute aus dem Weg zu räumen. Dann entzieht erplötzlich den Abgeordneten die Immunität und läßt alle verhaften (natürlich nur seine Gegner). Ganze Einrichtungen läßt er schließen, wenn sie ihm nicht wohlgesonnen sind. Kritik läßt er nicht zu. Wenn sein handeln negative Konsequenzen hat, gibt er die Schuld anderen. Z.B. hat die Türke jetzt ein wesentlich schlechteres Rating. Das ist ja auch logisch. Und dann meckert er auf einmal auf die Ratingagenturen. Oder zu den Staatschulden bei den Banken. Auf einmal droht er den Banken, daß sie wegen Landesverrates bestraft würden, wenn die auf die Idee kommen sollten, ihre Schulden einzufordern. Oder die Einstellung von Ergogan bezüglich Pressefreiheit sind einfach komisch. Bekanntestes Beispiel war doch der Böhmermann, gegen den er aktiv vorgehen wollte. Oder seine Art von Diplomatie ist ja oftmals schon Erpressung. Also wenn er z.B. sagt "wenn wir keine Visafreiheit haben, dann schicken wir alle Flüchtlinge nach Deutschland" usw. Sein Benehmen ist in vielen Dingen unmöglich. Der macht nicht einmal dort halt, wo es die Pietät gebietet. Wenn ich da an sein Auftreten bei der Trauerfeier von Muhamed Ali denke... Zusammenfassend, er macht eine unmögliche Politik, die langfristig seinem Land schadet. Freiheiten, aufgrund derer die Türkei lange Zeit als fortschrittlich galt und ich sogar zuversichtlich war, daß man zwar mit viel Geduld tatsächlich in Richtung EU-Beitritt schauen könnte, hat er komplett zu nichte gemacht. Er akzeptiert das Rechtssystem anderer Länder nicht usw. Eigentlich könnte ich hier ewig schreiben, was alles gegen ihn spricht. Ich höre zwar auch oft, daß viele Türken ihn gut finden. In meinem Freundeskreis sind auch viele Türken, aber keiner findet ihn gut. Ich kann daher nicht nachvollziehen, warum er in der Türkei, aber auch in anderen Ländern gerade von älteren Türken so viel zuspruch kriegt. Gut er schafft gute Propaganda. Vieles erinnert einen auch an die deutsche Geschichte vor 1945, weil es da schon irgendwie deutliche Parallelen gibt (um mich nur mal ganz vorsichtig auszudrücken, ohne etwas falsches sagen zu wollen, weil man ja sonst sofort Probleme kriegen kann). Fakt ist, am Anfang hat Erdogan tatsächlich einen wirtschaftlichen Aufschwung geschafft. Und das hat sein Volk wohl so stark geprägt, daß leider sehr viele gar nicht weiter hinferfragen wollen, wie man das langfristig bewerten kann und ob es nicht andere wichtige Aspekte geben kann, die man als höherrangiges Gut einstufen müßte. Erdogan hat momentan einfach nur großes Glück, daß er gewisse politische Druckmittel hat. Allerdings ist er kurz davor, daß er das ausgereizt hat. Irgendwann läßt sich die EU nicht mehr darauf ein. Bzw. sie hat schon angefangen, sturer zu sein. Also es waren klare Bedingungen ausgehandelt, unter denen Visafreiheit erfolgen sollte, die hat die Türkei nicht erfüllt. Und trotz des Protestes von Erdogan bleibt die EU ja jetzt schon stur und setzt das nicht um. Noch hat er das Glück, daß man weiterhin bereit ist, mit ihm zu verhandeln. Wenn das jetzt kein so brisantes politisches Thema wäre, sondern so etwas auf privater Ebene passiert, hätte man sich vermutlich längst von ihm abgewendet.  Das Problem bei der Bevölkerung, die ihn mit großer Mehrheit gewählt hat und auch vollständig hinter ihm steht und und jetzt auch so Sachen wie die Todesstrafe für die Puchisten richtig findet, sich nicht allumfassend informieren und nichts kritisch hinterfragen. Und wenn mal kritische Stimmen aufkommen, werden die schnell im Keim erstickt, also Leute gleich verhaftet usw.

Antwort
von alexklusiv, 41

Im Wesentlichen sind Nicht-Türken vor allem deswegen gegen Erdogan, weil er ein 100%iger Patriot ist. Er stellt sein Land vor alles andere und handelt ausschließlich im Interesse der Türkei, ob das für andere Länder, auch verbündete EU- und/oder NATO-Länder, nun vorteilhaft ist oder nicht, wird bei ihm hinten angestellt.

Es ist das gleiche Problem, das viele Westeuropäer mit Putin haben. Allerdings reizt Erdogan die Grenzen seines "Patriotismus" dermaßen aus, dass man ihn auch als Nationalisten bezeichnen könnte, was zwar die "nächste Stufe" vom Patrioten, aber doch etwas völlig Gegensätzliches und negatives ist. Man könnte sagen, dass der Patriot sein Land liebt und der Nationalist die anderen Länder hasst.

Wenn z.B. ein russischer Jet über Syrien von der Türkei abgeschossen wird, der einer ausländischen Verteidigungsstreitmacht angehört, die fast die einzige Chance der Türkei darstellt, sich auch in Zukunft nicht gegen den Islamischen Staat verteidigen zu müssen, grenzt das schon an einen gewissen Wahn. Aber Erdogan ist schlau genug. Er sieht das ein und ist mittlerweile auch wieder nach St. Petersburg geflogen, um sich zu vertragen.

Fazit: Erdogan ist nicht umbedingt ein Demokrat, schon gar nicht würde er sich mit Atatürk identifizieren, da ihm auch sein Glaube sehr wichtig ist. Da er aber auch kein Islamist ist, isoliert er sich mit dieser Politik zu allen Seiten. Die Putschisten wollten das nicht, aber die sind nicht demokratischer als er, es ging ihnen im Wesentlichen einfach darum, den richtigen Moment auszunutzen, um an die Macht zu kommen. Auf keinen Fall sind sie besser als Erdogan.

Aber in einer Welt der Globalisierung wird sich die Türkei so, wie Erdogan sie haben will, nicht entwickeln. Sie wird nicht in die EU kommen, ihre Wirtschaft schmilzt dahin (wobei die Probleme mit Russland jetzt behoben sind) und zu den Beschuldigungen, sie würde Erdöl und Erdgas vom Islamischen Staat kaufen, kann ich nichts sagen, aber auf jeden Fall ist alleine der Gedanke ein großer Grund zur Sorge.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Im Wesentlichen sind Nicht-Türken vor allem deswegen gegen Erdogan, weil er ein 100%iger Patriot ist. Er stellt sein Land vor alles andere und handelt ausschließlich im Interesse der Türkei, ob das für andere Länder, auch verbündete EU- und/oder NATO-Länder, nun vorteilhaft ist oder nicht, wird bei ihm hinten angestellt.

Eine sehr gute Beschreibung Erdogans als eines extremen, rücksichtslosen Nationalisten. Patriotismus dagegen sieht anders aus!

Kommentar von alexklusiv ,

Im weiteren Verlauf meiner Antwort erkläre ich ja, dass der Mann Nationalist und kein Patriot ist;)

Kommentar von ArnoldBentheim ,

In deinem Einleitungssatz setzt du beides gleich. Das ist falsch.

Kommentar von alexklusiv ,

Ich erkläre ausführlich den Unterschied zwischen beidem;) Oder zeige mir die Stelle, wo ich "Patriot" und "Nationalist" gleichstelle oder in eine Reihe stelle.

Antwort
von archibaldesel, 29

Weniger gut an Erdogans Politik sind u. a.

  • Abschaffung der Pressefreiheit
  • Abschaffung der Meinungsfreiheit
  • Abschaffung des Demonstrationsrechts
  • Abschaffung der unabhängig Justiz
  • Willkürliche Verhaftungen
  • Folter
  • Korruption und Vetternwirtschaft

Gut an Erdogans Politik ist:

  • mir fällt gerade gar nichts ein

Wie es zum Militärputsch kam, ist eigentlich noch nicht richtig klar. Das Militär hat(te) in der Türkei immer einen hohen Stellenwert und war ein Machtfaktor. So hatte die Türkei beispielsweise von 1980 - 1989 eine Militärregierung. Auch der Gründer der modernen Türkei, Kemal Atatürk kam aus dem Militär.

Militärs, auch Atatürk, stehen häufig für Laizität, also für Trennung von Staat und Religion. Die türkische Regierungspartei AKP hingegen steht für einen islami(sti)schen Konservatismus. Damit stehen sie im Gegensatz zu vielen Militärs. Das wäre ein möglicher Grund für den Putschversuch.

In Ägypten ist übrigens dasselbe passiert. Die Muslimbruderschaft unter Präsident Mursi hat Ägypten immer weiter in den Islamismus getrieben, bis es dem Militär zu bunt wurde und sie (erfolgreich) geputscht und Mursi und sein Kabinett verhaftet haben.

Antwort
von Ifosil, 31

Er lässt tausende Journalisten, Lehrer und Professoren verhaften oder aus ihren Job entfernen. 
Das sind typische Zeichen für einen Menschen, der versucht einen Staat in eine Diktatur oder Scheindemokratie zu verwandeln. Besonders der Islamische Anstrich, ist gegen die türkische Verfassung und Erdogan tritt diese mit Füßen. 
Auch wichtige Richter werden aus ihren Ämtern entfernt, um in Zukunft die Verfassung ändern zu können. 

Die Türkei ist eigentlich ein Staat, wo Religion und Staat absolut getrennt sind, ähnlich wie bei uns. Dass das Militär geputscht hat, ist einfach ein eingreifen, um diesen Treiben ein Ende zu setzen. Der aber kläglich gescheitert ist. 

Und Erdogan nimmt gleich seinen alten Erzfeind ins Visier um diese Dinge rechtfertigen zu können, was natürlich absolut an den Haaren herbei gezogen ist. 

Antwort
von Monsternuke, 32

Warum der Putsch entstanden ist kann keiner zu 100% sagen. Offiziell heißt es, dass die Gülen Bewegung dafür verantwortlich ist. Der mittlerweile schlimmste Feind von Erdogan.

Warum die Leute ihn so feiern ist eigentlich ganz einfach. Er ist ein starker Führer, hält die Türkei zusammen, steht für Stolz/Ehre, kommt aus "einfachen" Verhältnissen und er ist ein Mann mit dem sich die Menschen identifizieren können.

In Deutschland liegt es wohl eher daran, dass die hier lebenden Türken nicht deutlich genug in der deutschen Gesellschaft aufgenommen werden. Nun haben sie jemanden gefunden, der auf die hier lebenden Türken zu geht und ihnen die Hand gibt. Jemand der sie endlich mal wahr nimmt. Das was wir in Deutschland jahrzehnte lang verpennt haben. Erst Recht die deutschen Politiker.

Antwort
von Lazybear, 24

Also vorweg, bin kein experte, kann daher nur sagen, was ich so sehe und höre! Das gute an erdogan ist, er hat die türkei wirtschaftlich etwas bedeutung gegeben und hat auch einiges für eine bessere lebensqualität getan (zb weniger stromausfälle, etc.) auf der anderen seite, ist erdogan gift für die demokratie und die türkisch europäischen beziehungen! Er erichtet einen scheindemokratischen diktatorischen staat mit einem religiösen anstrich! Die türkei ist das land mit den meisten inhaftierten journalisten der welt (wenn man das nicht weiß, hätte man das eher in china oder russland erwartet, ist aber die türkei), d.h. Er unterdrückt die freie presse, spuckt auf menschenrechte und führt die religion wieder in die regierungsebene, wo sie nichts zu suchen hat! Auf dauer bringt er die türkei um, da er alle Errungenschaften der moderne rückgängig macht und die türkei um viele jahrzehnte zurückwirft! Der militärputsch war ein versuch ihn zu stoppen, da er aber die rechte des militärs immer weiter beschnitten hat, weil er damit rechnete, war es quasi eine verzweiflungstat die scheiterte! Kurz, mit erdogan wird die türkei bald ein land sein, welches undemokratisch regiert wird, ohne opposition, mit einer religiös ausgerichteten regierung in der menschen als religiöse gefangene leben werden (siehe die rolle der frau im islam) ohne westliche orientierung! Die leute jubeln ihm zu aus unverständnis, nationalstolz und oder dummheit, bald müssen aber alle jubeln aus angst, da er mit der todesstrafe gegner dauerhaft beseitigen kann! Lg

Kommentar von amyluzy ,

Ich finde deinen Text sehr verständlich und kurz und knapp zsm gefasst. Danke!!!

Kommentar von Lazybear ,

thx :)

Antwort
von glaubeesnicht, 40

Das kannst du alles im Internet nachlesen!

Für die Türken, die hier in Deutschland leben, ist es sehr bequem, für Erdogan zu sein. Sie sind ja nicht in der Türkei unter der Herrschaft dieses Diktators.

Kommentar von xJetw ,

richtig.

Kommentar von azeri61 ,

Und wie sieht es mit den Türken in der Türkei aus ?

Antwort
von 1988Ritter, 25

Beweisen kann man wenig, aber Meinung haben darf man.

Meine Meinung ist halt, dass Erdogan nicht glaubhaft ist.

Beispiel:

jüngstes Bombenattentat

Wer war betroffen ?

  • Gäste einer kurdischen Hochzeit
  • mit eingeladenen Politikern der kurdischen Opposition

Also Menschen die Erdogan nicht in den Kram passen.

Die Krankenwagen fuhren noch, da liess Herr Erdogan verlauten, die IS war es gewesen.

Kleiner Tipp von mir Herr Erdogan, hätten Sie sich mit der Beschuldigung etwas mehr Zeit gelassen, dann hätte man es als Ermittlungsergebnis werten können, und dann wäre es fast glaubhaft.

Ähnlich bei dem Putsch. Dieser Mini-Putsch war von der Taktik und der Durchführung nicht mal annähernd millitärisch, er war einfach nur dilettantisch.

Aber Herr Erdogan hatte die Liste für die Verhaftungswelle schon in der Schublade.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community