Frage von cantor, 38

Erbteilung - Auszahlung Geschwister?

Hallo zusammen,

ich habe zusammen mit meiner Schwester unser Elternhaus geerbt. Jeweils zu gleichen teilen. Meine Schwester möchte in jedem Fall verkaufen, ich war unsicher, habe einem Verkauf aber zunächst zugestimmt. Wir haben ein Verkehrsgutachter vom Gutachterausschuss anfertigen lassen. Wir wollten mit einem höheren Preis auf den Markt gehen. Das Gutachten ist erst wenige Tage alt und ich habe meine Meinung geändert und möchte nun meine Schwester auszahlen.

Kann man Schwester auf dem angepeilten höheren Marktpreis bestehen oder ist trotz Meinungsänderung das Gutachten maßgeblich für die Auszahlung? Es gefällt ihr natürlich nicht, dass sie jetzt weniger bekommen soll als möghlicherweise am Markt. Oder ist meine Aussage, dass ich verkaufen will bindend? Kann ich das jederzeit widerrufen?

Grüße Cantor

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von emily2001, 14

Hallo,

ein Gutachten dient der Orientierung. Beim Hausverkauf kann man nie sicher sein, ob man zum Gutachtenpreis verkaufen kann!

Wenn viele Häuser gleichzeitig zum Verkauf angeboten werden, in einer vergleichbaren Lage, kann der Preis nach unten gehen.

Wenn Knappheit herrscht, dann kann man teurer verkaufen...

Den Mittelwert womöglich errechnen. Vielleicht würde die Bewertung durch einen Makler helfen, aber die wollen auch immer verkaufen!

Wenn dein Einverständnis schriftlich bekundet hast, wird es schwierig sein, es zu widerrufen!

Emmy

Antwort
von tommy4gsus, 13

Das ist eine sehr gute Frage.

Soweit ich weiß, müsst ihr beide mit einer bestimmten Lösung einverstanden sein. Notfalls würde ich einen Rechtsbeistand befragen, aber wirklich nur im Notfall. Auf alle Fälle würde ich versuchen, bei der Auszahlung auf das im Gutachten ausgewiesene Geld zu bestehen.

Antwort
von sonnymurmel, 17

Wie das rechtlich aussieht weis ich jetzt  nicht,

aber ich denke

das Gutachten ist maßgebend wenn ihr euch nicht "gütlich" einigen könnt - oder du musst ein Gegengutachten machen lassen.

Kostet aber alles auch wieder Geld (und Nerven) ..........besser man wird sich einig.

Deine Meinungsänderung spielt dabei m.E. keine Rolle.


Lg

Kommentar von cantor ,

Ist es nicht so, dass ein "amtliches" Gutachten, also kein Makler oder sonstwas, immer Grundlage für die Erbteilung ist oder kann der andere sagen, nein, dafür gebe ich es nicht her?

Kommentar von sonnymurmel ,

Ich kann dir aus dem Verwandtenkreis berichten, dass ein amtl. Gutachten angezweifelt wurde und ein Gegengutachten erstellt werden musste.

Die Anwälte hat es gefreut ;-) ........es kam wohl eine Differenz raus, die dann aber wg.der Streitereien " hin und her"drauf ging. Das Ende war eine Zwangsversteigerung.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten