Frage von abeena, 139

Erbschein beantragen Was braucht man wirklich?

Das Nachlassgericht möchte Geburts- und Sterbe-Urkunden von den Eltern. Haben wir nicht , oder Familienbuch haben wir auch nicht. Testament vom verstorbenen Bruder gibt es auch nicht. Und nun? Wir haben lediglich die Sterbeurkunde der Mutter und den Erbschein, als Erbengemeinschaft von der gemeinsamen Mutter. Den Ausweis meines verstorbenen Bruders Mehr Papiere gibt es einfach nicht. Unser Bruder ist in NRW tot aufgefunden worden. Wir wohnen alle in Berlin und wollten den Erbschein mit Amtshilfe beantragen. Erbschein muss man normalerweise vor Ort stellen. So und bekommt man nun keinen Erbschein, wenn man diese alle Urkunden nicht besitzt? Wir haben unseren Vater nie gesehen und er ist irgendwann verstorben. Urkunden gibt es eben nun mal nicht. Wir wissen nicht mal wo er gelebt hat seit Urzeiten.

Von unserer Mutter haben wir die Sterbeurkunde, aber keine Geburtsurkunde. Die brauchten wir auch nicht, als sie starb. Ist das alles noch normal?

Wahrscheinlich ist es billiger zu dem Ort zu fahren, wo mein Bruder gelebt hat, die machen nicht so ein Theater dort. Donnerstag gehe ich zum Anwalt, in der Hoffnung in Berlin etwas zu erreichen. Kennt sich jemand hier aus? Juristen unter euch wären schön. Was machen andere Leute denn ohne Papiere? Danke für eure Ratschläge im Voraus. LG abeena

Antwort
von kabbes69, 128

Die Unterlagen benötigst du auch, wenn du nach NRW fährst. Du kannst dir die Unterlagen bei den jeweils zuständigen Gemeinden nochmals ausstellen lassen, kostet aber auch Gebühren. Am besten bei der Gemeinde beginnen, wo du aufgewachsen bist, dort solltest du evtl eine Abschrift aus dem Familienbuch erhalten können, zumindest Geburtsurkunden von dir und deinen Geschwistern. Die entsprechenden Sterbeurkunden erhälst du bei der für den Sterbeort zuständigen Gemeinde. Du kannst aber auch einen Notar mit der Beantragung des Erbscheines beauftragen. Viel Erfolg.

Kommentar von abeena ,

 Ich mache es dann doch lieber  Vielen Dank für deine Hilfe. Vielenmit einem Notar, weil ehe ein Nachlassverwalter eingesetzt werden muss. Es geht um Gelder aus einer Stiftung , die vererbt werden sollen. Ist eben alles kompliziert und dann fange ich gleich mit einem Anwalt bzw. einem Notar an, bevor ich noch lange nachdenke. Vielen Dank für deine Hilkfe

Kommentar von abeena ,

 Danke für deine gute Auskunft . Heute war ich beim Anwalt und der macht das dann alles. Da es so ist, wenn ein Kind verstirbt geht die Erbfolge erstmal wieder nach oben, das heißt die Elten sind zuerst erbberechtigt ,dafür braucht man die Sterbeurkunden der Eltern. Das wusste ich auch vorher nicht. Da die Sterbeurkunde meines Vaters sicherlich nicht auffindbar sein wird kann man als Geschwister auch eine Eidesstattliche Versicherung abgeben und dann geht das auch. 

Alle anderen Urkunden habe ich jetzt beisammen oder weiß , wo ich sie herbekomme.Mein Anwalt macht das ganz toll und hat mich sehr beruhigt. Eine 6 Wochenfrist für die Beantragung des Erbschein gibt es gar nicht. Diese Frist ist nur einzuhalten, wenn man ein Erbe ausschlagen will. Bei dem Nachlassgericht meiner Stadt hätte ich erst einen Termin am 28 Juni bekommen und dann müsste ich das mit Amtshilfe machen. So mache ich jetzt alles mit Anwalt und Notar,damit geht alles etwas zügiger und vor allen Dingen ist dann alles gleich korrekt. Ich soll mir keinen Stress machen, alles ist regelbar meinte mein Anwalt.Dein Rat war Gold wert. Danke und LG abeena

Kommentar von kabbes69 ,

Gern geschehen:-)

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