Frage von marrypopkins, 95

Erbschaftssteuer - Ermittlung des Verkehrwertes einer Immobilie?

Hallo,

eine Frage an die Immobilen- bzw Erschaftssteuerexperten.

Eine Verwandtin (alleinige Erbin) hat eine Immobilie (Eigentum) inkl Grundstück von einem Erblasser (kürzlich verstorben) geerbt.

Wie wird nun der konkrete Verkehrswert der Immobilie ermittelt, um daraus die fällige Erbschaftssteuer abzuleiten?

Muss hierzu nach Möglichkeit vor der Abgabe der Erbschaftsteuererklärung ein Baugutachter bestellt werden, der den aktuellen Verkehrwert ermittelt, oder hat ein Gutachten keinen Einfluß hierdrauf?

(Ich habe gelesen dass die Wertermittlung vom Finanzamt selbst durchgeführt wird, völlig unabhängig ob man einen externen Gutachter herangezogen hat.)

Falls aber ein externes Gutachten Einfluß darauf hat, sollte man den Wert der Immobilie evtl. zuerst vom Finanzamt schätzen lassen und ggf später mit einem Widerspruch den Gutachter bestellen?

Falls ja, woher weiß man ob der Wert der Immobile vom Finanzamt tatsächlich zu hoch angesetzt wurde (evtl fällt die Schätzung des Gutachters ja noch höher aus)?

Antwort
von Colombo1999, 56

Sie kann zu einem Sachverständigen oder Gutachter, öffentlich bestellt und vereidigt, gehen und ein Verkehrswertgutachten nach §194 BauGB erstellen lassen. Die Kosten bemessen sich am Preis des Hauses.

Das Finanzamt sieht eine Immobilie, wenn es um Steuern geht, gern wie einen Palast.

Einen Makler sollte sie damit nur beauftragen, wenn das Haus veräußert werden soll. Aber das Finanzamt wird sicher kaum die Bewertung eines Maklers akzeptieren, wohl aber die eines ö.b.u.v. Gutachters.

Sie sollte in jedem Fall auch mit ihrem Steuerberater sprechen.

Antwort
von Silo123, 7

Die erste Frage wäre erstmal, wie das Verwandschaftverhältnis der Erbin zum Erblasser war.

Handelt es sich um die Tochter  oder Gattin geht das oft ziemlich problemlos, da hohe Freibeträge existieren, wenn es sich um keine große Immobilie handelt (ein Einfamiliehaus geht dann oft durch, selbst, wenn danach nicht selbst bewohnt) In solchen Fällen akzeptiert das Finanzamt tatsächlich häufig eine Einschätzung der Erbin, die dann einfach einen plausiblen Betrag einträgt und fertig.

Wenn abzusehen ist, daß keine Erbschaftsteuer anfällt und die Werte plausibel sind, ist es damit oft erledigt.

Falls andere Konstellation : siehe Beiträge der anderen

Antwort
von schelm1, 29


(Ich habe gelesen dass die Wertermittlung vom Finanzamt selbst
durchgeführt wird, völlig unabhängig ob man einen externen Gutachter
herangezogen hat.)




Falls aber ein externes Gutachten Einfluß darauf hat, sollte man den

Wert der Immobilie evtl. zuerst vom Finanzamt schätzen lassen und ggf
später mit einem Widerspruch den Gutachter bestellen? 




Ihr Gedankengang ist stimmig!

Sollte der Gutachterwert in solchem Falle höher ausfallen, dann darf man diese Ereknntnis "in seinem Herzen bewahren" und muß die nicht gleich bis zum Finanzamt hin "rausposaunen"!



Antwort
von wilees, 60

Fragt einen Makler zu welchem Preis sich dieses Haus verkaufen ließe.

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