Frage von SilviaAper, 41

Erbschaft, Kind begünstigt, Betrag festlegen, Mutter im Leistungsbezug?

Mein Sohn hatte mit knapp 8 Jahren ein wenig Geld geerbt, ich war verpflichtet es anzulegen so dass er es mit 18. Jahren bekommt. Damals bezog ich für uns Hartz IV. Nun rückt der Zeitpunkt näher das mein Sohn das Geld bekommt und wir sind aus dem Leistungsbezug da ich in fester Arbeit stehe. Nun meine Frage, kann mein Sohn den Betrag komplett einbehalten oder müssen wir davon ausgehen dass das Amt Forderungen erhebt?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Blindi56, 15

Nach meinen Informationen muss man erhaltenes Geld, das nicht auf Darlehensbasis war, niemals zurückzahlen. Ansonsten gilt der Tag des Geldzuflusses als Stichtag dafür, nicht mehr bezugsberechtigt zu sein, und da der Sohn das Erbe erst lange nach Leistungsbezug bekommt, zählt das gar nicht.

Man muss ein Erbe nur anzeigen, wenn man es als "Einmaleistung" während der Bezugsberechtigung bekommt, oder:

Sofern der Erbe eine aus Sachwerten bestehende Erbschaft nicht zeitnah verwerten - also zu Geld machen - kann, kommt eine Erbringung der Leistungen als Darlehen gemäß § 24 Abs. 5 SGB II in Betracht. Hierbei kann der Leistungsträger gegebenenfalls Teile der Erbmasse als dingliche Sicherheit für die als Darlehen erbrachten Leistungen beanspruchen.

Quelle: http://www.sozialleistungen.info/hartz-iv-4-alg-ii-2/erbschaft.html
Antwort
von BellAnna89, 20

Wenn ihr jetzt nicht mehr abhängig seid, kann das Amt euch auch nichts wollen, immerhin wart ihr während des Bezugs nicht im Besitz, und das ist der ausschlaggebende Punkt.

Kommentar von SilviaAper ,

Ich weiß es nicht, aber haben die vom Amt nicht sowas wie einen Titel das sie somit nach den Jahren noch einen Anspruch erheben können?

Kommentar von BellAnna89 ,

Nur wenn du tatsächlich das Geld zur Verfügung gehabt hättest zum Zeitpunkt des Bezugs

Kommentar von Blindi56 ,

Dazu, siehe meine Antwort, habe ich nur gefunden, dass ein Erbe, das auch Sachwerten besteht undn nicht rechtzeitig ausgezahlt werden kann, dazu führen KANN, dass das Amt etwas zurückfordert.

Aber das scheint nur Fälle zu betreffen, in denen die Erben zur Erstattung hinzugezogen werden können, wenn ein ERBLASSER quasi die Erbmasse "unterschlagen" hat, während er Hartz 4 bezog...

Antwort
von Skibomor, 25

Ich gebe zu, dass ich hier nicht DIE Expertin bin - aber wenn man euch nicht schon früher (während des Leistungsbezuges) etwas weggenommen hat, dann sollte deinem Sohn das Geld bleiben.

Kommentar von SilviaAper ,

Nein, die haben damals nichte weggenommen oder gefordert, da ich wie gesagt verpflichtet war (vom Nachlassgericht) das Geld anzulegen.

Kommentar von Skibomor ,

Wenn die Ämter von dem Geld sowieso wussten, dann passiert euch jetzt erst recht nichts.

Kommentar von SilviaAper ,

Die hatten es aber versucht, ich sollte für meinen Sohn Wohngeld beantragen da er ja nun ein Einkommen hatte. Mit dem Schreiben mit der Verpflichtung zum festlegen des Geldes war dann alles erledigt, zumindest zu dem Zeitpunkt.

Kommentar von Blindi56 ,

Klar,die hatten davon gehört, dass es ein Erbe gibt. Das hätte man bei sofortiger Auszahlung auch angeben müssen und hätte für den Sohn keinen Anspruch mehr gehabt, im Gegenteil. Mit der Tatsache, dass es festgelegt ist, fiel es als Einkommen weg. Und das bleibt dann auch so!

Er hatte zur Zeit der Bezugsberechtigung kein Einkommen durch das Erbe und das ist dem Amt bekannt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten