Erbschaft. Ist das alles so legal, oder muss das als Erbschaft angegeben werden?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Zunächstmal ist es so, das wenn er kein Testament gemacht hat, die Kinder zu gleichen Teilen Erben. Jedes Kind hat einen Erbschaftssteuerfreibetrag von 400000€.

Bezüglich der Sparbücher ist es so, das es auf den Besitz der Sparbücher zum Todeszeitpunkt ankommt. Hat der Erblasser die Sparbücher ausgehändigt, wäre dies ein Vollzug der Schenkung.

Die Kinder können, wenn die Sparbücher auf gleiche Beträge lauten diese natürlich im Zuge der Auseinandersetzung jeweils aushändigen. So das jedes Kind das "sein" Sparbuch hat.

Bei der Mutter ist es deutlich schwieriger. Sind die Kinder volljährig, können sie einstimmig der Mutter das Sparbuch aushändigen und damit die Schenkung vollziehen. Im Falle der Mutter der Kinder wäre zu beachten, das es sich Schenkungssteuerrechtlich um eine nicht mit den Erblasser verwandte Person handelt. Es ist es ein Unterschied, ob eine Schenkung / Erbe vom Vater der Kinder oder durch die Kinder erfolgt. Eine Kettenschenkung ist aber steuerlich nur dann anzuerkennen, wenn für die 2. Schenkung keine Verpflichtung bestand.

Bei minderjährigen Kinder ist es deutlich komplizierter.

Die Bank zahlt das Geld natürlich problemlos an den aus, der im Sparbuch genannt ist und das Sparbuch vorlegt.
Insoweit ist hierfür kein Erbschein erforderlich.







Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rockuser
14.03.2016, 23:37

Ich glaube , ein Rechtsanwalt muss eingeschaltet werden. Geht wohl nicht ohne. Ich habe versucht mich durch das Erbrecht zu lesen, und dann kamen immer diese Ausnahmen.

2 Kinder sind über 18 und eins 17.

Das muss wohl offiziell als Erbe angegeben werden, auch wenn alle vorab gemacht wurde.

0

Seine Kinder hätten das Geld doch sowieso geerbt, auch wenn Euer Freund mit der Mutter nicht verheiratet war. Somit ist da alles im grünen Bereich, weil Kinder sowieso einen recht hohen Freibetrag beim Erben haben und keine Erschaftssteuer zahlen müssen.

Wenn er die Mutter seiner Kinder auch bedacht hat, ist es einfach ein feiner Zug und "SEIN letzter Wille", den es zu respektieren gilt. Da er alles bereits zu Lebzeiten geregelt hat, dürfte alles seine Richtigkeit haben!

Wer möchte da drüber jetzt richten? Es war die alleinige Entscheidung und Angelegenheit eines inzwischen verstorbenen "Freundes"!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

wo kein Kläger kein Richter. Ne Schenkung an die Freundin bzw. Lebenspartnerin; da wird sich viell. das FA interessieren. Die Kinder haben einen  Freibetrag von 400.000€ pro Kind versteht sich. 

Da die Mutter Erziehungsberechtigte ist, ist Sie auch Verwalter gegenüber den Kindern. Bei Volljährigkeit ist in dessen Eigentum über. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rockuser
14.03.2016, 23:23

Danke. Die Familie ist derzeit sehr durch den Wind, weil er vorher nichts gesagt hat. Sie hat~ 50.000€ bekommen und die Kinder zwischen 170.000 und 180.000 (pro Kind). Die möchten nur keine böse Überraschung. Wenn die Freibeträge so hoch sind, ist ja alles Gut.

0

Die Schenkung an die Partnerin wird mit Steuern belegt werden, der Freibtrag liegt bei nur 20.000,-- Euro. Darüber hinaus hat Sie den Betrag zu versteuern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?