Frage von Dani8878, 43

Erbschaft, Immobilie?

Hallo,

eine Frage zum Thema Erbrecht etc.

Hypothetischer Sachverhalt:

Eltern besitzen ein Haus, um das es geht. 3 Kinder sind als Erben berechtigt.

Kind A: Möchte das Haus, wohnt darin, Hilft bei Verwaltung und Instandsetzung.

Kind B: Möchte das Haus am liebsten verkaufen, seit 20 Jahren ausgezogen.

Kind C: Enthält sich bisher, keine abschließende Meinung, seit 12 Jahren ausgezogen.

Jetzt möchten die Eltern unter Umständen eine Erbengemeinschaft für das Objekt, aber unter diesen Voraussetzungen weiß niemand, ob das auch tatsächlich gut geht. Welche Möglichkeiten gibt sonst noch? Vielleicht könnte jemand kurz die Möglichkeiten und Konsequenzen aufzeigen? Was würde eine Überschreibung der Immobilie zu Lebzeiten der Eltern auf Kind A zur Folge haben?

Danke im Voraus.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Dani8878,

Schau mal bitte hier:
Erbrecht Erbschaft

Antwort
von kabbes69, 22

Die einfachste Lösung wäre wohl der Verkauf an A, unter der Voraussetzung, dass sich A,B und C auf einen Kaufpreis einigen können. Lebenslanges Wohnrecht für Eltern, evtl direkt mit einer Vorsorgevollmacht für A bei Pflegebedürftigkeit der Eltern. B und C sollten das Geld dann auf die Höhe Kante legen, je nachdem wie die finanzielle Situation aussieht, wenn für beide Elternteile Heimkosten anfallen würden. Am besten Mal einen Beratungstermin bei einem Notar machen. A ist dann Hauseigentümer und müsste B und C ausbezahlen. 

Antwort
von wfwbinder, 11

1. Es wird an A vererbt und im Testament festgelegt, was A an Ausgleich an B und C zu zahlen hat.

2. Man schenkt das Haus A mit Einräumung eines Wohnrechts, ggf. gehen B und C leer aus, oder kleine Zahlung von Tod der Eltern innerhalb 10 Jahren.

3. A kauft jetzt von den Eltern, die dann die Wohnung mieten. Das verbliebene Geld wird dann im Falle des Todes gleichmäßig unter den Kinder geteilt.

Wenn man lange genug nachdenkt ergeben sich noch weitere Lösungen.

Ich würde vermutlich 1. bevorzugen.

Antwort
von januarbisjuli, 10

Wenn vorher keine anderweitigen Bestimmungen testamentarisch festgehalten werden, steht nach dem Tod der Eltern jedem Kind gleiche Anteile am Haus zu. Möchte Kind A das Haus behalten, muss es ein Drittel des derzeitigen Marktwertes jeweils an Kind B und Kind C zahlen. Wenn B und C nicht so streng auf ihre Rechte beharren, können sie sich auch anders einig werden. Normal ist es aber schon, dass die anderen beiden dann ausbezahlt werden.

Wenn es zu Lebzeiten auf Kind A (oder wen auch immer) überschrieben wird, umgeht man die Erbschaftssteuer. Ist also an sich eine gute Idee. Das Haus ist dann nicht mehr Teil des Erbes.

Wenn ein notariell beglaubigtes Testament erstellt wird, können individuelle Wünsche, wer was erbt rechtens gemacht werden.

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