Frage von Lina2706, 19

Erbrecht mit Verzichtserklärung ?

Hallo. Nach den plötzlichen Ableben meines Schwiegervater Stellen wir uns ganz viele fragen. Und wissen nicht genau was wir tun solln. Vorab:1.frage: mein mann hat damals mit seiner scgestern Auf sein Haus verzichtet. Es gibt nur noch eine Ehefrau Und ihn und seine Schwester. Wie verhält es sich zum Haus? Haben die beiden trotzdem anspruch? Wenn ja auf was? Verwandtschaft verlangt zum größten Teil daß er das Erbe ausschlägt. Aus Anstand seiner Mutter gegenüber.

2.das haus wo wir drinne wohnen hat mein Mann al vorweggenommene erbfolge übertragen bekomm. Rückfall an sein vater bei Todesfall meines Mannes. Unsere Tochter ist in Erbfolge laut notariellen Vertrag ausgeschlossen.
Wie verhält sich das nun mit unseren haus. An wen geht es wenn mal wenn mein mann (hoffentlich nicht) Was zustoßen tut? Bitte helft uns wir haben nur noch Fragezeichen... Mit besten dank im voraus.

Antwort
von sergius, 5

1. Der Erbverzicht ihres Mannes wäre nur wirksam, wenn er seinerzeit vor einem Notar erklärt und von diesem beurkundet worden wäre. Wenn das - wie mir scheint - nur in einer nicht noitariellen Erklärung geschehen ist, wäre das ohne rechtliche Wirkung. Ihr Mann könnte sich allenfalls "moralisch" an seinen Verzicht gebunden fühlen. Das läge dann in seiner Entscheidung.  Wenn es sich so verhält und der Schwiegervater kein Testament hinterlassen hat, wäre er jetzt nach gesetzlicher Erbfolge wie folgt beerbt worden: Ehefrau 1/2, Ihr Mann und seine Schwester zu je 1/4. Diese Erbfolge würde auch das Haus umfassen. Offenbar möchte die Verwandtschaft, dass die Mutter Alleinerbin wird und drängt daher auf Erbausschlagung.ihres Mannes. Diese würde aber nicht bewirken, dass dann das Erbteil ihres Mannes dessen Mutter zuwächst, sondern an seine Stelle würde ihr Kind treten. Ihr Mann sollte die Erbschaft nur ausschlagen, wenn ihn (und die ebenfalls ausschlagende Schwester)  im Gegenzug die Mutter (mgl. durch notariellen Erbvertrag) zu ihren Erben einsetzt. Sonst bestehrt die "Gefahr", dass durch eine andere Erbfolgeregelung der Mutter ihm später sein Anteil am Haus verloren geht.

2. Es hängt vom Wortlaut der damaligen Vereinbarung ab, ob der Rückfall des übertragenene Hauses nur gilt, so langew der Vater lebt oder auch noch danach. da müssen sie mal in den Vertrag schauen oder den damaligen Notar befragen.

Antwort
von Ronox, 6

Wie verhält es sich zum
Haus? Haben die beiden trotzdem anspruch?

Das kommt darauf an, was damals vereinbart wurde und ob es sich tatsächlich um einen echten Erbverzicht handelt. Auf einzelne Nachlassgegenstände kann nicht verzichtet werden. Sollte kein Testament vorhanden sein, würde die gesetzliche Erbfolge eintreten, wodurch die Ehefrau einen Erbteil von 1/2 und die beiden Kinder jeweils 1/4 erhalten würden.

Wie verhält sich das nun mit unseren haus.
An wen geht es wenn mal wenn mein mann (hoffentlich nicht)
Was zustoßen tut?

Der (bedingte) Rückübereignungsanspruch des Vaters deines Mannes erlischt in solchen Konstellationen normalerweise mit dem Tod des Vaters. Aber auch hierbei kommt es auch darauf an, was damals vereinbart wurde. Das Hausgrundstück steht zumindest im Eigentum deines Mannes und würde auch ganz regulär nach seinem Tod vererbt werden (an dich und etwaige Kinder).

Antwort
von almutweber, 3

Bei allem Verständnis für Ihre Aufgeregtheit. Aber Sie schreiben so fehlerhaft, dass man sich Ihr Anliegen mehr oder weniger zusammenreimen muss. Was in aller Welt ist ein "Rückfall an sein vater bei Todesfall....? Meinen Sie Rückgabe? Bitte ein bisschen mehr Sorgfalt, dann kriegen Sie auch eine genauere Antwort.

Ob ich Sie verstanden habe, weiß ich nicht. Daher verweise ich Sie erst mal auf die gesetzliche Erbfolge, da ich nicht weiß, wie sicher der von Ihnen angegebene Erbverzicht ist. War das nur mündlich? Gibt es eine notarielle Vereinbarung? Was die Verwandtschaft verlangt, ist übrigens nichts, was mit dem Gesetz zu tun hat. Lassen Sie sich von denen mal nicht beeinflussen.

Verwandtenerbrecht

In
der Regel erben nach der gesetzlichen Erbfolge die Verwandten (neben
dem Ehegatten). Die Verwandten werden in Erbenordnungen eingeteilt. Das
Gesetz unterscheidet folgende Ordnungen (Bezeichnung der Verwandtschaft im Beispiel immer aus der Sicht des Erblassers):

    Ordnung: Abkömmlinge des Erblassers ( sämtliche vom Erblasser abstammende Personen, also Kinder, einschließlich der nichtehelichen und der adoptierten Kinder, Enkel, Urenkel etc.; nicht hingegen Stiefkinder oder Ziehkinder), § 1924 BGB
    Ordnung: Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge ( Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Neffe, Nichte, Großneffe, Großnichte usw.), § 1925
    BGB. Leben zur Zeit des Erbfalls beide Eltern noch, erben deren Kinder
    (also in der Regel die Geschwister des Verstorbenen) nichts. Lebt nur
    noch ein Elternteil, bekommt er die Hälfte, und der Rest wird auf die
    Abkömmlinge des verstorbenen Elternteils aufgeteilt. Falls keine Kinder
    vorhanden sind, erbt der überlebende Elternteil allein.
    Ordnung: Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge ( Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Cousin, Cousine usw.), § 1926 BGB
    Ordnung: Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge ( Urgroßvater, Urgroßmutter, Großonkel, Großtante usw.), § 1928 BGB
    und fernere Ordnungen: entferntere Voreltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, § 1929 BGB

Grundlegend ist nach dieser formalen Unterscheidung jetzt das
Ordnungssystem. Danach ist ein Verwandter nicht zur Erbfolge berufen,
wenn ein (auch mit ihm selbst) Verwandter der vorhergehenden Ordnung
vorhanden ist (§ 1930 BGB). Verwandte erster Ordnung schließen somit alle anderen Verwandten aus. Eine Ausnahme gilt beim Ehegattenerbrecht.

Innerhalb der Ordnung gilt das Repräsentationsprinzip. Danach schließt ein zur Zeit des Erbfalls
(also beim Tod des Erblassers) lebender Angehöriger alle durch ihn mit
dem Erblasser verwandten Personen aus. Hinterlässt der Erblasser
beispielsweise Sohn und Enkel, so schließt der überlebende Sohn den
(durch ihn mit dem Erblasser verwandten) Enkel aus.

Die Verteilung des Nachlasses erfolgt in den verschiedenen Ordnungen etwas unterschiedlich.

Innerhalb der 1. Ordnung gilt das sog. Stammesprinzip. Die
Erben, die über denselben Verwandten mit dem Erblasser verwandt sind,
bilden jeweils einen Stamm. Mit anderen Worten: Jedes Kind des
Erblassers eröffnet einen neuen Stamm, jeder Stamm erbt zu gleichen
Teilen.

Innerhalb der 2. und der 3. Ordnung gilt das sog. Erbrecht nach Linien.
Der Nachlass wird auf die beiden Elternteile des Erblassers zu gleichen
Teilen aufgeteilt. Leben diese noch zum Zeitpunkt des Erbfalles, erben
sie allein, d. h. der Bruder/die Schwester des Erblassers sind von der
Erbfolge durch die Eltern ausgeschlossen. Analog gilt dies für die 3.
Ordnung, bei der der Nachlass auf die vier Großelternteile zu gleichen
Teilen aufgeteilt wird. Lebt zum Zeitpunkt des Erbfalles ein oder beide
Elternteile (einer, mehrere oder alle Großelterteile für die 3. Ordnung)
nicht mehr, so wird der auf den/die verstorbenen
Eltern(Großeltern-)Teil(e) entfallende Erbteil(e) auf dessen Abkömmlinge
wie im Fall des Erbrechts nach dem Stammesprinzip aufgeteilt.

Ab der 4. Ordnung erbt nur noch derjenige allein, der mit dem
Erblasser am nächsten verwandt ist; mehrere gleich nah Verwandte erben
zu gleichen Teilen. Nah verwandt bedeutet, dass Verwandte nach folgendem
Schema gesucht werden: Urgroßeltern, deren Kinder, deren Enkel, deren
Urenkel, ..., Ururgroßeltern, deren Kinder, deren Enkel, deren Urenkel,
..., Urururgroßeltern, deren Enkel, deren Urenkel, ... . Sobald nach
diesem Schema eine Person gefunden wurde, wird innerhalb desselben
Verwandtschaftsverhältnis noch weiter gesucht. Alle so gefundenen
Personen, die also alle auf die gleiche Art und Weise mit dem
Verstorbenen verwandt sind, erben zu gleichen Teilen.

Antwort
von SquadStein, 3

Das solltet Ihr in einer Ersberatung bei einem Fachanwalt für Erbrecht sortieren (Kosten ca. 200 € oder etwas mehr).

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