Frage von PurpurSound, 39

Erben - Segen oder Fluch?

Hab in einer kürzlichen Doku einen Reichtums-Forscher (ja das gibts offenbar auch g) gesehen der eine erstaunliche These vertrat: V.a. bei grösseren Vermögen sei eine Erbschaft für den/die Erben eher Fluch als Segen. Dieses scheinbare Paradoxon aber ist aus der Realität mancher Promis oder Lottomillionäre bereits durchaus bekannt: Der Fluch des schnellen Geldes... Es würden mich euere Gedanken dazu interessieren!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Suboptimierer, 16

Das Problem wird sein, dass ein ehem. armer Erbe nie gelernt hat, so viel Geld zu managen. Er wird sein Vermögen äußerst unkoordiniert verwalten und läuft Gefahr, Verluste zu fahren. Die Kontakte, die der Verstorbene gepflegt hat, wird ein Neuling nicht 1:1 übernehmen können. Er wird sich nicht auf Anhieb mit allen verstehen und Verhandlungen führen können.

Das sind alles ganz andere Probleme als die häufig aufgezählten, nämlich dass Geld nicht glücklich macht und das man habgierig und arrogant werden würde und bla.

Will der, der vererbt seinem Erbe wirklich etwas Gutes tun, bereitet er den Erben auf sein Erbe vor.

Kommentar von PurpurSound ,

Sicher völlig richtig, ja! Habe das an meiner grossmutter selbst erlebt: sie hatte keine erfahrung im finanzmanagement, und v.a :

sie betrachtete ihre "zinsen" als das ihr verfügbare einkommen und wollte daher immer möglichst hohe gewinne haben. Si fiel sie auf einige schwindler herein und machte viel vermögen kaput...

Antwort
von Andreaslpz, 12

Das ist, denke ich, ein generelles Problem. Man will immer das was man am wenigsten hat. Bei den meisten ist das eben Geld. Wenn man es dann hat, ist es kurzzeitig schön, man kauft sich die Dinge die man schon immer haben wollte. Und dann? Dann geht das Gefühl der Leere los. Mich wundert nicht, das manche Promis regelrecht abdrehen

Antwort
von wfwbinder, 9

Eine Frage der Einstellung und der Erziehung. Ebenso, wann man erbt und ob erwartet, oder unerwartet.

Wer eventuell reich aufgewachsen ist und schon früh wusste das er mal ein großes Erbe antritt, muss darauf vorbereitet werden.

Die Kinder von Wolfgang Grupp (Trigema) wurden schon früh darauf vorbereitet mal die Verantwortung für ein Unternehmen zu tragen. 

Arndt von Bohlen und Hallbach konnte sich nie in die Unternehmenswelt einfinden.

Wenn sich bei mir unerwartet ein Onkel aus Amerika finden würde, der mir ein Vermögen hinterließe, würde ich mit über 60 auch völlig anders reagieren, als wäre mir das vor 30 Jahren passiert.

Ich glaube generelle aussagen kann man nicht treffen.

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