Frage von Crunky149, 76

Erbe, Pflichtanteil an Son?

Hallo liebe CC,

Eine bekannte von meiner Mutter liegt zurzeit im Krankenhaus und wird wahrscheinlich bald sterben. Meine Mama und Sie haben damals ein Testament geschrieben und gesagt, dass meine Mutter Ihr ganzes Geld erben soll. Sie liegt gerade im Krankenhaus und kann nichts raus und wird wahrscheinlich auch nicht mehr lebend das Krankenhaus verlassen.

Jetzt hat mir meine Mama erzählt, dass die Frau noch einen Son hat aber Sie nie Kontakt mit Ihren Son hatte, weil Sie Ihn mit einen alter von 3 Jahren weggegeben hat. Sie will eigentlich nicht das er was erbt und will das ganze Geld meiner Mutter geben.

Sie hat ingesamt 20000€ auf einen Sparbuch bei der Postbank und mein Opa hat eine Vollmacht für das Sparkonto. Er war auch da und wollte das Sparbuch auflösen und das ganze Geld abheben. Die Bank hat das irgendwie nicht zugelassen.

GIbts es eine möglichkeit, dass der Sohn seinen Pflichtanteil nicht bekommt oder mein Opa das ganze Geld von der Postbank abheben kann?

Antwort
von Gerneso, 25

weil Sie Ihn mit einen alter von 3 Jahren weggegeben hat.

Was heißt weg gegeben? Zur Adoption freigegeben? Wenn der Sohn inzwischen adoptiert wurde, hat er auch kein Anrecht mehr auf das Erbe seiner leiblichen Mutter.

Kommentar von Crunky149 ,

Genau

Kommentar von schelm1 ,

Von Adoption steht da keine Silbe!

Das von der Erbin "mitverfaßte" Testament und die Fragestellung lassen den Rückschluß zu, dass es sich um einen im zarten Alter von 3 Jahren einfach so wegegebenen (Fürsorgeeinrichtung o.ä.) leiblichen Abkömmling handelt, um dessen berechtigte Erbansprüche man sich, wohl  ganz zu Recht, zu sorgen scheint.

Antwort
von Vampire321, 24

Wie schon gesagt wurde: wenn er adoptiert wurde steht ihm gar nix zu!

Wenn nicht, kann sie ihren Sohn, der als dreijähriger sicherlich nichts dazu könnte, das seine Mutter ihn weggegeben hat Anteil auf den gesetzlichen Pflichtteil!

Mich würde ja mal interessieren, was einem durch den Kopf geht sein eigenes Kind auch Jahre nachdem man es weggegeben hat so mit Missachtung zu strafen!

ICH würde anstelle deiner Mutter mit dem Geld nicht glücklich werden!

Hier tun sich echt menschliche Abgründe auf!

P.s.:

Ich hoffe deine Mutter vergisst die Erbschaftsteuer nicht!!!

Es sollen doch alle was davon haben 

Antwort
von skatefreakM, 32

Dein Opa kann nur Maximal 2000€ vom Sparbuch abheben. Falls er mehr abheben will muss er einen Antrag stellen und das kostet etwas da dort widerrum Zinsen ins Spiel kommen.

Liebe Grüße

Kommentar von schelm1 ,

So wie es scheint, war da mal bei der Bank jemand hellwach!

Kommentar von skatefreakM ,

Ich bin Bänker aber danke !:)

Kommentar von schelm1 ,

Dein Opa kann nur Maximal 2000€ vom Sparbuch abheben.

Das kann  man unschwer aus Ihrer Kenntnis vorschußzinsfreier Verfügungszulässigkeit für Spareinlagen schließen!

Antwort
von SchwarzerTee, 28

Solange die Dame noch lebt, und wenn sie über ihr Konto frei verfügen kann, müsste es möglich sein, dass sie jemandem eine Vollmacht gibt, das Geld abzuheben.

Vielleicht war die vorhandene Vollmacht so ausgestellt, dass zwar Geld abgehoben, aber nicht das Konto aufgelöst werden kann? Oder vielleicht gibt es einen Sperrbetrag? Die Bank müsste darüber Auskunft erteilen.

Wenn das Geld noch auf dem Konto ist, nachdem die Dame gestorben ist, gelten die üblichen Regeln fürs Erben. Danach hat der Sohn einen Anspruch auf den Pflichtteil, wenn er nicht gerade versucht hat, seine Mutter umzubringen (oder ähnliches - d.h., die Regeln fürs Enterben sind sehr streng, aus gutem Grunde).

Antwort
von schelm1, 24

Weshalb soll denn der "früh wegegebene "Sohn um sein ihm gesetzlich zustehendes Pflichtteil betrogen werden?

Die Bank scheint wohl bereis "Wind" von dieser verwerflichen Absicht bekommen zu haben.

Der gesetzliche Erbanspruch des Sohnes würde die Hälfte des Vermögens betragen.

Soweit er aufgrund des Testamentes enterbt wurden, stünden ihm immerhin noch auf das Sparguthaben bezogen, € 5.000 zu.


Meine Mama und Sie haben damals ein Testament geschrieben und gesagt, dass meine Mutter Ihr ganzes Geld erben soll.

Der Sohn könnte dieses ominöse Testament anfechten und soweit Ihre Mutter als Pflegerin aufgetreten ist, beim Nachlaßgeericht erhebliche Zweifel auslösen was ein solches Testament hinsichtlich seiner Gültigkeit angeht, wenn es denn formal überhaupt Gültigkeit haben sollte!?!.

In solchem Falle würde dann doch der leibliche Abkömmling, wie es das Erbrecht vorsieht, zu seinem vollen Recht gelangen.

Bis dahin  sollten Sie, bzw. die Frau Mama, das evtl. Erbe noch nicht fest für sich einplanen!



Antwort
von Jungleerika, 4

Hi!

Du bist Dir bewußt, daß ein Testament wegen Formfehlern ungültig sein kann? Zitat: "Meine Mama und Sie haben damals ein Testament geschrieben und gesagt, dass meine Mutter Ihr ganzes Geld erben soll.
" Zitat Ende.

Sollte dies Testament keine Fehler aufweisen, wird es automatisch ungültig, sobald ein neueres Testament auftaucht, was keine Formfehler aufweist.

Mündliche Absprachen und Absichtserklärungen sind in solchen Fällen nichts Wert.

Wem welcher Teil zustehen würde, da haben sich schon die anderen User drüber ausgelassen, welche besonderheiten beispielsweise bei Adoption durch andere Eltern bestehen, weis ich nicht (steht bestimmt im Netz!)

Du / Ihr seit Euch darüber im klaren, daß nur vererbt werden kann, was da ist?

Wenn der Großvater mit der Vollmacht alles Vermögen an sich reißt/ verschenkt/verprasst wird es schwierig.

Gruß,

E.

Antwort
von webya, 11

Der Sohn hat einen Pflichteilsanspruch und der kann ihm auch nicht streitig gemacht werden. Also in diesem Fall 10.000€. 

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