Frage von GgGgGgGgGgG,

Erbe antreten

Mein Schwiegervater ist gestorben, meine Schwiegermutter hat einen Erbschein beantragt und erhalten. Mein Mann hat keinen Erbschein erhalten. Das Amtsgericht sagt, dass meine Schwiegermutter als Antragstellerin nur einen Erbschein erhält und ihre Kinder informieren muss. Nun wird sich mein Mann entweder von seiner Mutter eine Kopie holen oder wir fordern eine Abschrift an. Wie lange hat er Zeit, das Erbe anzutreten bzw. wenn es aus Geld besteht, sich auszahlen zu lassen? Er würde am liebsten den Tod der Mutter abwarten, weil er ihr nicht zu nahe treten will. Gibt es Fristen, in denen der Anspruch z.B. verfallen würde?

Antwort von ichweisnix,

Zunächstmal ist entscheidend, wer überhaupt erbe ist. Ich gehe mal davon aus, das es kein Testament gibt und somit die gesetzliche Erbfolge greift.

Wie lange hat er Zeit, das Erbe anzutreten bzw. wenn es aus Geld besteht, sich auszahlen zu lassen?

Das Erbe wird nicht ausgezahlt, sondern fällt den Erben mit den Erbfall automatisch zu.

Nun wird sich mein Mann entweder von seiner Mutter eine Kopie holen oder wir fordern eine Abschrift an.

Das wundert mich ein wenig. Normalerweise sollte der Antrag von allen Erben gemeinschaftlich gestellt werden, d.h. alle Erben auf den Erbschein unterschreiben. Ansonsten besteht nämlich noch die Möglichkeit, das ein Erbe innerhalb der 6 Wochenfrist ausschlägt.

Er würde am liebsten den Tod der Mutter abwarten, weil er ihr nicht zu nahe treten will.

Die beiden müssen sich zusammensetzen, da sie als Erbengemeinschaft nur gemeinsam handeln können. Wie sie das regeln ist, solange Einigkeit besteht Sache der Erbengemeinschaft. D.h. Ihr Mann kann der Mutter eine Vollmacht ausstellen, oder er kann seinen Erbteil auch komplett auf seine Mutter übertragen. Auch wäre ein Erbvertrag derart möglich, das das Erbe auf die Mutter übertragen und Ihr Mann entsprechend bindend als Erbe der Mutter eingesetzt wird. Die letzen beiden Punkte müssen kostenpflichtig über einen Notar laufen.

Gibt es Fristen, in denen der Anspruch z.B. verfallen würde?

Für die Herausgabeansprüche gegen den Erbschaftsbesitzer gibt es eine Frist von 30 Jahren. Das hängt damit zusammen, das das Erbe als solches keine Forderung ist, sondern eine Rechtsnachfolge. Anders sieht es bei Pflichtteilen und Vermächtnisen aus, diese verjähren innerhalb von 3 Jahren.

Antwort von Klimalyge,

ja, da gibt es fristen, hat er noch andere Geschwister?

wenn die es auch so halten, ist es ja egal, dann erben alle von der mutter

nur wenn die Geschwister jetzt ihr erbe haben wollen, würde dein mann übervorteilt, da sie nachher ja auch noch erben würden

Antwort von sunny34961,

Man hat 6 Wochen Zeit, sich zu überlegen, ob er das Erbe annimmt oder nicht, wenn er nicht bescheid gibt, dass er es ablehnt bekommt er es nach den 6 Wochen aber automatisch, und kann es dann auch nicht wieder abgeben.

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