Erbausschlagung mit Abfindungszahlung, oder welche Möglichkeiten gibt es aus der Erbengeminschaft gegen eine Zahlung auszuscheiden?

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4 Antworten

Im Prinzip wäre es am einfachsten, wenn die Frau, die das Haus bekommen soll, ein Angebot für die Zahlung macht. Das kann sie notariell machen und die beiden anderen können dem Angebot jeweils in ihrer eigenen Stadt zustimmen.

Noch einfacher wäre es tatsächlich mit der Ausschlagung, aber dann müsste die Erbin ja zahlen können.

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Kommentar von Samtpfote17
20.03.2016, 09:23

Und wie genau würde DAS von statten gehen? Und was ist dann mit der eigentlichen Erbauseinandersetzung? Bis jetzt sind 3 Wochen seit dem Tod des Onkels vergangen, so das es noch nicht zu dieser notariellen "auseinandersetzung" gekommmen ist. Und genau DIE möchten wir zumindest vermeiden. Wie die Schwester vom Onkel sich einigen möchte, wissen wir nicht. Im Grunde wäre eine Lösung die unter den uns wichtigen Aspekten und die evtl. auch für die Schwester des Onkels machbar wäre am besten.

LG Samtpfote

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Die wichtigste Frage wäre m.E. erstmal, dass ihr den Wert des Hauses klärt. Ihr seid euch ja grundsätzlich einig, dass die Schwester das Haus bekommen soll. Das klingt ja alles soweit gut.

Sobald ihr euch über den Preis einig seid, wäre die Erbauseinandersetzungsvereinbarung wohl das einfachste für euch. Da Grundbesitz betroffen ist, muss das beim Notar erfolgen. Dieser wird euch auch den Vertrag erstellen. Bei Interesse kannst Du ein Beispiel für eine Auseinandersetzungsvereinbarung lesen: http://www.hereditas.net/wissen/erbengemeinschaft-aufloesen/auseinandersetzungsvereinbarung/

Etwas Aufwand wirst Du allerdings haben. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass ihr dafür etwas bekommt. Einfach nur hin und weg finde ich persönlich auch etwas verachtend gegenüber dem Erblasser - aber das ist meine persönliche Meinung.

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Kommentar von Samtpfote17
21.03.2016, 15:28

Danke für die Info. Den Wert des Hauses habe ich ja auch schon geschrieben. Also wird eh nicht viel dabei herumkommen. Uns geht es wirklich draum das mein Mann nicht extra da runter fahren muss, um sich mit denen beim Notar einzufinden, denn dafür ist ganz und gar keine Zeit und mein Mann müsste einen Urlaubstag opfern, von denen uns eh schon einge dieses Jahr fehlen. Darum mein Hauptmerkmal des nicht extra runterfahren und dem persönlichen Erscheinen meines Mannes beim Notar. In dem Haus des Onkels war mein Mann noch nie drin und zu dem Onkel bestand eh kein Kontakt...also keine Verachtung.

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Hallo!

Das mal Geld fließen muss das ist der Schwester meines Mannes so
oder so klar. Das sie meinen Mann ca. 1/4 des Wertes und der Schwester
des Onkels die Hälfte "auszahlen" bzw. es "abkaufen" muss, ist seiner Schwester klar. Wiehoch dieser Betrag dann ist, würde damit zusammenhängen, welche Kosten z.B. Beerdigung, etc. schon vom Gesamterbenbetrag beglichen wurden. Somit kann dieser Betrag höher oder geringer ausfallen. Zum Erbe gehört ein marodes Haus mit Minigrundstück, Wert ca. 6000€, ca. 2000€ Bargutgaben auf dem Konto (dies wird schon genutzt um die günstigstiges Urnenbestatung zu bezahlen!). Und dann würde noch die Sachen im Haus dazukommen, die aber zu Geld zu machen wohl seeeehr lange Zeit und Geduld in Ansspruch nehmen würde. Pi mal Daumen könnten mein Mann mit einem Betrag von 1000-15000€ rechnen, wenn überhaupt. Das ganzen notariellen Kosten soll ja auch wie auch immer mit dem Erbe verrechnet werden.

Uns ist es allerdings am liebsten, das mein Mann einen
Betrag X (z.B. 1300€) fix bekommt, er aberdann mit dieser ganzen
weiteren Erbauseinandersetzung NIX mehr zu tun hat. Sprich, nicht bei
einem Notar dort (200km entfernt) auftauchen muss und sich auch nicht an
dort entstehenden Notarkosten mehr beteilen muss. So dass die Schwester
meines Mannes und die Schwester des Onkels sich dann zu zweit weiter
darüber dikutieren können, wie sie sich einigen, mein Mann dann damit
aber nix mehr zu tun hat, aber trotzdem seinen Betrag X bekommt. Ob die
Schwester des Onkles auch eine dieser von mir in der Frage beschriebenen
Möglichkeiten nutzen möchte, sei nun dahin gestellt.

LG Samtpfote

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Zunächstmal wäre der sinnvollste Weg eine "normale" Auseinandersetzung.

die normale Erbauseinandersetzung (kostspielig und sehr Zeitaufwenig !)

Das kann man so pauschal nicht sagen. Entscheidend ist, ob sich alle Erben einig sind oder nicht. Sind sich die Erben einig, ist es der billigste und einfachste Weg.

Sofern die Erbengemeinschaft noch nicht als solche im Grundbuch steht, kann innerhalb bestimmter Fristen mit Zustimmung aller Erben auch ein einzelner Erben als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden. In diesen Fall benötigt man für die Umschreibung des Grundbuchs keinen Notar.

Die Abschichtung ist eine Sonderform der Auseinandersetzung, bei der nur ein Erbe ausscheidet und der Erbteil den übrigen Erben im Verhältnis zuwächst. Auch hier benötigt man keinen Notar.

Es ist allerdings so, das man sollte die Abfindung ratenweise gezahlt und durch Grundbucheintrag gesichert werden, man dafür einen Notar benötigt.

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Kommentar von Samtpfote17
20.03.2016, 09:16

Hallo, aber das mein Mann dort unten (200 km entfernt) bei einem Notar persönlich erscheinen muss, genau DAS möchten wir umgehen. Uns ist es am liebsten das er einen Betrag X bekommt, aber dafür mit dem Erben und der damit verbunden auseinandersetzung NIX mehr zu tun hat und ihm auch keine weiteren Kosten damit entstehen. Wie sich dann Die Schwester die das Haus mit Grundstück haben möchte mit der Schwester des Onkles darüber einigt wie und wieviel sie der zahlen muss und wie die dann das Erbe weiter abwickeln möchten, damit möchten WIR NICHTS mehr zu tun haben. Und wer von den 2 Erben müsste meinem Mann diesen Betrag X überhaupt bezahlen?

LG Samtpfote

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