Frage von StephanieUnge, 238

Er will zur Bunderwehr ich bin dagegen?

Hey. Mein Freund will unbedingt zur Bundeswehr aber ich will das nicht. Ich will weder dass er auf Leute schießt, noch dass er in den Krieg muss. Vor allem sind wir schon länger zusammen und du beide wissen dass das auch noch länger hält. Das bedeutet Hochzeit und Kinder stehen eigentlich fest in Planung. Und mit Frau und Kinder geht man nicht in den Krieg. Er ist dann viel zu lange weg hat keine Zeit für seine Frau und Kinder und er könnte natürlich jeder Zeit sterben. Gibt es irgendeine Möglichkeit bei der Bundeswehr dass er hier bleiben kann ohne in den Krieg zu müssen? 😔

Antwort
von Nomex64, 110

Du möchtest also nicht das dein Freund etwas für das Land tut das euch, also dir und deinen zukünftigen Kindern, eine relativ hohe Sicherheit gibt, verglichen mit dem Rest der Welt.

Du möchtest ihm verbieten seine Traum zu leben.

Ich möchte dir dein Wolkenkuckucksheim nicht einreißen, aber absolute Sicherheit gibt es nicht. Sterben kann man auch zu Hause, die Gefahr ist statistisch weit größer als im Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Ich kenne einige Soldaten die in glücklichen Beziehungen leben, wenn das nicht klappt dann liegt es nicht an der Bundeswehr.

Ich kenne auch einige Freunde die in internationalen Unternehmen arbeiten, die sind teilweise seltener zu Hause als meine Freunde die Soldaten sind. Also auch kein Argument, es sei den du suchst jemanden der nur zu Hause rumlümmelt.

In welchen Krieg soll den dein Freund derzeit gehen. Es gab erst einen Einsatz den man als Krieg bezeichnen könnte, das war ISAF. Auch dort wurden die Soldaten nicht hingeschickt um Menschen zu töten die Aufgabe war eine ganz andere. Vielleicht mal Johannes Clair dazu lesen.

Er könnte ja alternativ zur Polizei gehen. Würdest du dich dann besser fühlen?

Ich glaube deine Probleme liegen ganz wo anders, solltest dich darüber mal mit Profis unterhalten.

Kommentar von daria78 ,

Am besten finde ich den Satz "und mit Frau und Kinder geht man nicht in den Krieg".

Kommentar von KaeteK ,

Wenn es mal Krieg geben sollte, fragt dich keiner mehr danach, ob du willst.

Antwort
von Prettylilthing, 37

Er ist ja selbst wenn er mal in den Krieg müsste nicht für immer verschwunden...weiss bei der BW die Grenze leider nicht kann mir aber nicht vorstellen das sie sich von der US Army groß unterscheidet und da sind es 9 maximal 11 Monate und dann komme sie wieder.

Antwort
von habakuk63, 113

Die allermeisten Soldaten haben Familie. Du solltest auch prüfen, ob du lieber ein Polizisten oder Feuerwehrmann heiraten würdest. Da ist das Berufsrisiko des Todes erheblich höher.

Kommentar von StephanieUnge ,

es geht eher darum dass er dann immer so lange weg ist

Kommentar von Nomex64 ,

Soldaten haben heute eine 41h-Woche die öfter zu Hause als mancher Handwerker. 

Antwort
von Ostsee1982, 99

Es ist sein Wunsch und den kannst du ihm nicht vebieten, da kannst du dagegen sein soviel du möchtest. Du kannst lediglich für dich selbst entscheiden was das für dich bedeutet, ob du damit zurechtkommst und welche Konsequenzen es im Fall des Falles haben wird.

Antwort
von mstockerl15, 71

Nur weil er bei der Bundeswehr ist, heißt es nicht das er weg ist. :) Ich war damals z.b. 30km von meinen Heimatort entfernt stationiert. Man kann es angeben und es wird in aller Regel auch beachtet. ;)

Zu meiner Zeit war es auch so, dass man eigentlich nur ins Ausland geschickt wurde, wenn man es wollte. Für viele ist es neben dem Abenteuer halt auch noch ein fetter Verdienst nebenbei. ;)

Klar kommt es darauf an, was dein Freund gerne machen will. In der Marine ist er wohl tatsächlich oft, lange weg. Im Heer dagegen ist man eher immer zu Hause. 

Mit einer Familie ist das sogar noch leichter, da die Bundeswehr mittlerweile ein Berufsheer ist, müssen sie sich um die Leute werben und ihnen einiges bieten. 

Mein Rat wäre also: informiert sich gemeinsam, was ein Eintritt bei der Bundeswehr für beide bedeutet und wägt ab, ob die Vorteile für Beide überwiegen. 

Kommentar von fiona2401 ,

mein bruder war über 600km weit weg^^

Kommentar von mstockerl15 ,

Hat dein Bruder auch angegeben, dass er gerne heimatnah stationiert werden möchte? 

Antwort
von zonkie, 182

Wir führen aktuell keine aktiven Kriege oder? Meist sind das Hilfsmissionen.
Grade gestern hab ich mich mit einen Freund unterhalten und wollte wissen ob er Einsätze hinter sich hat... "ja da un da .. war sehr langweilig"

Er musste weder auf Menschen schießen noch wurde er bedroht .. er gammelte auf dem Gelände ab und hat sich mit der Lokalen Armee getroffen.

Natürlich kann man verstehen das dir der Gedanke nicht schön vorkommt. Aber SO schlimm ist es meist doch nicht.

Kommentar von StephanieUnge ,

es ist halt sc***e wenn er Familie hat und ewig lang weg ist das soll nicht sein

Kommentar von zonkie ,

Informiert euch doch erst mal wie es denn in der Realität inzwischen abläuft. Eventuell muss man nicht mehr zwingend in den Auslandseinsatz .. oder auch nur für kurze Zeit. Eventuell gibt es Besonderheiten für Familien.

Der Bund hat sicher Infoveranstaltungen die man besuchen kann ..Vorallem da es keine Wehrpflicht mehr gibt hat sich der Ton dort geändert. (Freund sagte z.b. das bei Ihm 20% nach wenigen Wochen wieder aufhören)

Und stell ich mich mal auf die Seite deines Freundes .. es ist auch schxxxx wenn du ihn zwingst seinen Wunsch aufzugeben.

Antwort
von konstanze85, 130

Er hat doch deutlich gesagt, was er gern machen will. Klar kannst Du sagen, dss Dir das nicht passt, aber letztendlich trifft er die Entscheidung.

Ich persönlich kenne einige Paare, wo der Partner bei der Bundeswehr war und die halten auch immer noch.

Antwort
von CaptnCaptn, 129

Informiere dich doch einfach mal wann das letzte Mal Soldaten von uns erschossen wurden bzw. andere erschossen haben und vorallem die Zahlen dazu. Die Chancen sind verschwindend gering das er erschossen wird oder jemand erschießen muss. Und ja, es gibt auch Posten bei denen man das Land nicht verlassen muss das wird einem aber auch alles auf der Beratungsstelle erklärt.

Ich finde es gut wenn er zum Bund will, ich habe dort sehr viele gute Erfahrungen gemacht und man lernt was echte Kameradschaft ist. Ja Auslandseinsätze sind nicht unbedingt spaßig, aber wie gesagt mit dem richtigen Posten muss man das Land nicht verlassen.

Antwort
von Fielkeinnameein, 115

Hallo,

da musst du keine Angst haben. Ein winziger Prozentsatz der Soldaten geht wirklich in einen Einsatz. Die meisten machen vor allem eines, Steuergelder verschwenden. 

Allerdings ist es sein Leben und wenn er zur Bundeswehr will dann kann er das tun. 

Mfg

Antwort
von HelenMontgomery, 4

Natürlich ist es letztlich seine Entscheidung und wenn es sein Wunsch ist, wird er sicher seine Gründe haben. Das ist aber nichts was so von heute auf morgen Beschlossen werden sollte. Hat er denn Erfahrung in diesem Berufsfeld? Ist er sich dem Risiko bewusst und hat alles gut durchdacht? Du solltest mit ihm über letzteres reden. Er soll dir erklären wieso ihm dieser Beruf so wichtig ist. Wenn er gute Argumente bringen kann, dann wird er es wohl ernst meinen. 

Bei der Bundeswehr gibt es auch zahlreiche andere Berufe bei denen man nicht an der Front ist. Kommt natürlich auch darauf an welchen Schulabschluss / Berufsausbildung etc. er hat. 

Die Universität der Bundeswehr ist übrigens in München. 

Also, in folgenden Bereichen ist man (meist) in Deutschland: 

- im Bereich der Rüstungsforschung und Informationstechnik- Entwicklung (z.B als Ingenieur, Mechaniker oder Informatiker) 

- Als Buchhalter, Assistent 

- oder zum Beispiel auch im Recruitment, als Publizist mit Psychologischer Ausbildung

Auf der Internetseite des Bundes gibt es einen Berufswahltest, bei dem man sogar zwischen zivilen und militärischen Beschäftigungen auswählen kann. 

 https://www.bundeswehrkarriere.de/karriere#auswahl=

In der Anfangsphase dauern die Auslandseinsätze im praktischen militärischen Bereich zwischen 6-8 Monate, kommt man später zu einer bestimmten Einheit kann es auch schon mal länger sein. Sollte er sich also dafür entscheiden, müsst ihr euch beide im Klaren sein, was das für Euch und mögliche Wunschkinder bedeutet. 

Ich hoffe ich konnte Dir etwas Helfen.

LG Helen

Antwort
von Nayes2020, 116

1. Wenn Väter nicht in den Krieg ziehen sollten... hätten wir keine Soldaten xD

2. Die Bundeswehr bietet viele Möglichkeiten. man muss kein Fußsoldat sein. Die bieten wirklich eine menge an. Dein Freund ist da nicht ganz blöd. da die Bundeswehr kein schlechter Arbeitgeber ist. im gegenteil sogar.

Kommentar von StephanieUnge ,

mir ist nur wichrig dass er nicht in den krieg geht was gäb es da denn für gute möglichkeiten

Kommentar von Nayes2020 ,

alter da gibts alles xD. klingt blöd aber die bieten soviel an.

von krankenpfleger bis Mechatroniker bis Pilot bis Elektroingeniuer bis informatiker.

Kommt drauf an was dein Freund interessiert.

surfe doch mal auf der Inetseite der Bundeswehr-karriere.de

dort kannst du mal sehen was sie alles anbieten. du kennst ja deinen Freund.

Bundeswehr ist wirklich ein guter Arbeitgeber. die bezahlen bei Bedarf dein Studium,Wohnung, Sold etc

da gibts wirklich schlechtere "Firmen"

Kommentar von Fielkeinnameein ,
da die Bundeswehr kein schlechter Arbeitgeber ist. im gegenteil sogar.

Irgendwie muss man die Leute ja anlocken. 

Kommentar von Nayes2020 ,

und was ist falsch daran?

Du sollst für dein land sterben verdienst aber nicht mal den Mindestlohn? ach und nach Rente sollst du lieber nicht fragen?

Wie wir sollen uns um deine Frau und Kind kümmern? sind doch nicht meine.

Also lieber so als eine Wehrpflicht^^

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Es hat einen Grund warum niemand mehr zu Bundeswehr wollte und sie es jetzt schmackhafter machen mussten.

Natürlich nicht aber wenn man zur Bundeswehr geht sollte man das nicht wegen des Geldes tun und die meisten gehen nur wegen des Geldes dort hin. 

Diese Leute gehen freiwillig dort hin also sehe ich keinen Grund warum der Dienst bei der Bundeswehr höher bezahlt werden sollte. Seit 1992 sind in Auslandseinsätzen 37 Bundeswehrangehörige durch "Fremdeinwürkung" ums Leben gekommen also tue mal bitte als würde man da groß sein Leben riskieren. 

Antwort
von Apfelkind86, 19

Das bedeutet Hochzeit und Kinder stehen eigentlich fest in Planung. Und mit Frau und Kinder geht man nicht in den Krieg.

Stimmt, deshalb gehst du ja auch nicht mit in Einsätze.

Ansonsten: Im Krieg kämpfen nicht nur kinderlose Männer!

Antwort
von Lukimo, 20

Bei mir ist es andersrum ich möchte zur Bundeswehr und mein Freund möchte das nicht. 

Kommentar von StephanieUnge ,

dann macht er sich Sorgen dass die was passiert und du bist dann ja auch oft sehr lange weg und bist nur unter anderem männern

Kommentar von Lukimo ,

Aber wenn möchte ich auch kein Berufssoldat oder saz werden sonder irgendwas im Büro...

Antwort
von unkissedfrog, 12

Du kannst zwar gegen diese Entscheidung sein, aber letztendlich ist es sein Leben, dass er notfalls im Kampf verliert. Sofern nicht gesundheitliche Gründe gegen einen Eintritt in die Bundeswehr sprechen, hast Du vermutlich keine wirkliche Chance, es zu verhindern. 

Antwort
von Piratin2000, 28

Wenn man deine Frage betrachtet mit der er-schlägt-dich-Sache, ist das doch ne super Möglichkeit ihn loszuwerden. Er kann dann seine Aggressionen ablassen und du kannst dich an ein Leben ohne ihn gewöhnen, ganz langsam anstatt plötzlich.

Antwort
von Tommy9413, 40

Moin wie lange und wo möchte er den hin ?
Man kann zumm Herr,Luftwaffe oder Marine dann kommt noch ob er sich Heimatnah staionieren lässt bzw kann wäre das erste Gut was er tun kann.
Außerdem beinhaltet Bundeswehr heutzutage in Deutschland nicht mehr Krieg und Menschen töten sondern Humanitäre Hilfe und Katastrophen Schutz/Hilfe gegen überschwemmungen und so weiter.
Die Schießausbildung erhält jeder Deutsche Soldat für den Fall der Fälle dient aber nur zur Selbstverteidigung oder zum Schutz unschuldiger Zivilisten oder Kameraden gegen Terroristen oder Amokläüfer je nachdem wie das Ablaufen könnte.
Also würde ich mir keine Sorgen machen das er jemals ein erschießen würde etc.
Falls du mehr fragen hast frag ruhig versuche es zu beantwotten soweit ich kann.

Antwort
von Ottavio, 31

Du siehst das völlig richtig. In einigen Ländern, in denen die BW eingesetzt ist (Afghanistan, Syrien, Mali, ...) herrscht Krieg, und die BW ist daran beteiligt. Es werden immer mehr. Viele Soldaten, die von Kriegseinsätzen heimkehren, haben hinterher eine psychische Störung.

Die Braut des Soldaten ist sein Gewehr, und mit dieser Braut wird keiner glücklich, sondern höchstens aggressiv. Allerdings: Wer kann schon von sich sagen, er sei im Sarg heimgeflogen worden ?

Expertenantwort
von ponter, Community-Experte für Bundeswehr, 20

Es wurde bereits das Meiste gesagt.

Mein Freund will unbedingt zur Bundeswehr aber ich will das nicht. Ich will weder dass er auf Leute schießt,

Was du willst, ist nicht relevant. Es geht um die Zukunft deines Freundes. Wenn er sich bei der BW eine Karriere aufbauen möchte und sich der möglichen Konsequenzen bewusst ist, dann solltest du das akzeptieren.

Entscheided sich dein Freund dir zuliebe für eine andere Tätigkeit, dann könnte er das eventl. später ebenfalls bereuen. Auch das wäre vielleicht wenig förderlich für eure Beziehung.

Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, geht es um deine berufliche Zukunft.

Antwort
von blondii148, 238

Das weiss ich ehrlichgesagt nicht, aber ich fände es schade, wenn du deinem "Mann" die Chance verspielst das zu tun, was er möchte.

Man lebt nur ein Mal und aus diesem Grund soll man all das, was man auch erreichen oder erleben will, tun!

Finde es aber wirklich sehr gut von dir, dass du nach einer Alternative fragst und nicht wie du es ihm ausreden könntest.

Ich hoffe ihr könnt einen guten Kompromiss eingehen.

LG Blondii

Antwort
von SebRmR, 62

Die Bundeswehr hat auch Zivilangestelte, die schießen nicht und müssen nicht in den Krieg.

Antwort
von sojosa, 50

Ich glaub dir dass dir das nicht gefällt, doch wenn das sein Wunsch ist und du ihn liebst, solltest du ihn gehen lassen.

Antwort
von daria78, 51

Die Frauen der Piloten, der Feuerwehrmänner, der Elektrotechniker, der Polizisten, der Taucher etc. etc. könnten alle protestieren, denn in diesen Berufen gibt es genauso Risiken.

Aber meistens gibt es da was Verrücktes, das nennt sich freier Willen und ich glaube nicht, dass du glücklich wärst, wenn dein Freund dir ein Verbot erteilt für etwas, was dich wirklich interessiert. Frauen dürfen genauso wenig ihre Männer "unterdrücken", wie umgekehrt, tun es aber oft unter irgendwelchen Vorwänden. 

Wieso fragst du ihn nicht einfach über seine (vielleicht) künftigen Tätigkeiten aus? Dann wärst du auch informiert über die Bundeswehr.

Dass dein Freund mit einem festen Job nicht 24 Stunden am Tag für dich zur Verfügung stehen kann ist klar. Jeder hat auch noch Interessen außerhalb der Beziehung, über die der Partner nicht bestimmen sollte.

Antwort
von LienusMan, 36

So pauschal kann wohl niemand was damit anfangen.

Was will dein Mann denn genau machen?

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