frosch07 am 08.09.2007 um 22:10 Uhr
wo habt ihr euch belesen oder tipps geholt? Und woher wusstest ihr dass das verhalten, genau richtig ist in diesem moment?Und in welchen momenten habt ihr an euch gezweifelt?
Es gibt kein richtig oder falsch in der Erziehung, außer jedliche Art von Gewalt. "Gesunder Menschenverstand" hilft jedoch.
Nun, meist hab ich überlegt, wie ich selbst erzogen wurde.Positives habe ich in die Erziehung meiner Kinder einfliessen lassen, negatives gestrichen. Bücher über Erziehungsfragen gibt es mittlerweile tausende, gelesen habe ich unter anderem "Kinder brauchen Grenzen". Ob man in der Erziehung immer alles richtig macht, glaube ich nicht. Fehler macht man immer, aber man lernt an Erfahrung. So gibt es Dinge, die ich beim Ältesten (20) erlaubt habe, die ich aber den Jüngeren nicht mehr erlauben würde, eben weil ich damit negative Erfahrungen gemacht habe. So habe ich mich vom Ältesten, als er 16 war, bequatschen lassen für ihn einen Handyvertrag abzuschliessen. Gut, ich hielt ihn damals auch für sehr vernünftig. Aber dann kam die 1. Rechnung u.dann die 2. ...!! Den Fehler mach ich nicht nochmal. Solche Beispiele gibt es 100- Fach u. man lernt daraus. Und jedes Kind ist anders, was beim einen hilft nutzt beim nächsten vielleicht garnichts.
frosch07 am 8. September 2007 22:27 ja ich bin gespannt was meine kleine später alles für mich bereit hält.ich selber bin ein scheidungskind und habe versucht es allen recht zumachen weil ich auch immer irgentwie unter druck stand....naja ich hoffe das meine tochter nicht so denken wird und muss.danke für deine offenheit

Man erzieht Kinder mit einem riesengroßen Herzen, viel Verstand und jeder Menge Humor ;o))
Sowas machen die Muttergefühle und die eigene Intuition von alleine. Tipps kann man sich notfalls auch bei Freunden und Eltern holen.
Man kann es nicht erklären, aber als Mutter entscheidest Du immer richtig!

Es gibt kein Patentrezept für die Erziehung von Kindern, weil jedes Elternteil (auch innerhalb der Familie)andere vermittlungsfähige Werte in den Focus stellt. Aber die "Hälfte der Miete" hast Du schon, wenn Du Deinem Kind Liebe, Vertrauen und vor allem Aufmerksamkeit schenkst. Ab einem gewissen Alter sollte Kinder auch in familiäre Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden, kleine Aufgabe übernehmen etc. Wenn sie das Gefühl haben, auch als Persönlichkeit wahrgenommen zu werden, ist man als Eltern schon sehr weit.
Bei einem Fehlverhalten der Kinder ist es sinnvoll, dem Kind eine Erklärung mitzugeben, damit es versteht, was es falsch gemacht hat.
Wichtig ist auch die eigene Flexibilität der Eltern. Jeder Mensch ist anders, und man sollte sein Kind in jedem Fall als eigenständige Persönlichkeit erkennen und auch so behandeln. Es ist meiner Ansicht nach falsch, seine eigenen Ideen und Vorstellung auf das Kind zu transportieren. Das führt dazu, dass der Nachwuchs sich bevormundet fühlt. Es ist immer ein Drahtseilakt zwischen dem Mitgeben von Werten für den Lebensweg und gleichzeitig die Persönlichkeit entfalten lassen. Und wenn man selbst mal Fehler gemacht hat, sollte man sie auch gegenüber dem Kind offen und ehrlich eingestehen. Allemal besser, als auf der eigenen Meinung zu beharren aus Angst vor Autoritätsverlust. Kinder müssen spüren, dass sie ein vollwertiges Familienmitglied sind. Denn die Familie ist für ein Kind der erste Gesellschaftskreis in den sie reinwachsen und in dem sie Schutz suchen. Ebenso sind Regelmässigkeiten sehr wichtig. Zum Beispiel: gemeinsame Mahlzeiten, Familienzusammenkünfte (für Spiele) etc. Versuche herauszufinden, welche Dinge Dein Kind gerne macht, welche Neigungen und Begabungen es hat und fördere diese entsprechend. Ein negatives Beispiel ist hierzu folgendes: Es sollte kein Klavier lernen, nur weil Du das Instrument gerne hörst. Achte drauf, dass Dein Kind genügend Freizeit hat und diese auch mit Gleichaltrigen verbringt. Interessiere Dich auch für das, was Dein Kind interessiert. So können wir Erwachsenen auch unseren Horizont erweitern wir wachsen mit nachfolgenden Generation mit. Jetzt ist es doch ein Roman geworden. Bei Rückfragen kannst Du mich gerne anmailen.

Mit liebevoller Konsequenz hat das bei uns bisher recht gut funktioniert.

Ich habe meine Kinder nie bewußt erzogen, nur hin und wieder Grenzen gesetzt und ihnen das sichere Gefühl gegeben, daß sie geliebt werden und daß ich immer für sie da bin.
Es sind wie von selbst prächtige Kinder geworden, die jetzt etwa 30-40jährig selbst Kinder haben.
Auf www.ane.de gibt es den Sonderbrief "Mit Respekt geht´s besser - Kinder gewaltfrei erziehen" und auch andere Sonderbriefe, z.Bsp. über die Erziehung in der Pubertät kostenfrei zu bestellen. Herausgeber ist der Arbeitskreis Neue Erziehung e.V. Berlin und das ganze wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugens in Berlin. Wirklich supergute lebensnahe und gut umsetzbare Vorschläge zur Erziehung, sowie 1 Seite mit den Rechten des Kindes und vielen Adressen die weiterhelfen können. liebe grüße und viel Freude mit Ihrem Kind /Ihren Kindern Schildkroete
frosch07 am 8. September 2007 23:57 das ist ein super tipp.danke dir von herzen
Ich lese gern hier nach: http://www.familienhandbuch.de/cmain/a_Hauptseite.html
An mir zweifle ich, wenn ich wieder merke, dass sich mein Kind anders als erwartet verhält und ich viele der Eigenschaften, die ich an mir nicht schätze, bei ihm wiederfinde.
Und da ich für mich kein gutes Konzept gefunden habe, habe ich Schwierigkeiten, meinem Kind da weiterzuhelfen.
Bis meine Tochter 16 Jahre alt war habe ich immer nach Gefühl gehandelt und erzogen. Bis dahin war sie auch relativ pflegeleicht und es gab auch nie größere Probleme. Dann hatte sie Umgang mit einer Gruppe Jugendlicher, wo sie jede Menge Mist mit nach Hause brachte, vor uns Eltern keinen Respekt mehr hatte. Da habe ich mir Hilfe beim Jugendamt und auch bei einer Erziehungsberatungsstelle geholt. Und im nachhinein bin ich auf froh darüber, das ich mir in dieser Situation professionelle Hilfe geholt habe. Kann ich hier jeden nur raten, wenn man wirklich nicht mehr weiter weiß, sich an die verschiedenen Hilfestellen zu wenden.
" Das geheimnis glücklicher Kinder" "Kinder lernen aus den Folgen" Bin Erzieherin und trotzdem immer mal wieder für neue Sichtweisen offen.Diese Bücher sind mit sehr viel Humor geschrieben und so richtig aus dem Leben gegriffen. Praktische Beispiele helfen beim Verstehen und Umsetzen.