Frage von Beutelkind 05.06.2012

Er soll es lassen...

  • Hilfreichste Antwort von sophia40 06.06.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ach Beutelkind, Du hast nun schon so viel gelesen ich möchte Dir noch was sagen,.

    Egal in welchen Punkt der Hundeerziehung ** **viele Wege führen nach Rom****

    Es gibt nicht nur einen Weg das ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite schwer weil jeder etwas anderes sagt. Guck mal mein Mike der läuft immer nur auf einer Seite am liebsten. Ich muss ihm auf andere Weise Sicherheit geben wenn etwas kommt. Dann stelle ich mich vor ihn und schütze ihn. Alle meine anderen Hunde haben gelernt sowohl rechts als auch Links neben mir zu laufen. Wenn nun etwas kommt was sie verunsichert, dann laufen sie schnell auf die andere Seite damit ich zwischen ihnen und den Hinderniss bin, um nachher wieder auf die ursprüngliche Seite zu gehen. Mein Max der ist später überall vorbei gelaufen ohne je wieder die Seite zu wechseln. Ihm war die ganze Umwelt egal wenn er an der Leine war.

    Es gibt Dinge dich kann ich nicht die bringe ich nicht fertig zu tun in der Erziehung. Es aber auch Menschen die mich auslachen bin sogar mal bespuckt worden weil ich Leckerlis füttere und so viel mit Futter aufbaue. Aber ich komme ans Ziel und werde für meine Hunde gelobt. Ein anderer kommt anderes ans Ziel und hat auch tolle Hunde.

    Wichtig ist das der Hund die Leine an sich als etwas gutes empfindet. Leine gehen muss toll sein schön und Sicherheit geben.- Wenn ich Sitz sage dann ist mir das egal ob mein Hund vor neben mir oder erst einen Salto macht und dann sitz macht. Das kannst Du selbst entscheiden. Wenn ich aber möchte, dass mein Hund direkt neben mir sitzt dann rufe ich ihn erst klopfe an mein Bein und sagen dann Sitz.

    Hör auf Dein Herz wenn Du Deinen Hund anschaust und überlege was zu tun ist. Guck mal der Hund muss lernen mein Mensch gibt mir Sicherheit mein Mensch ist für mich da, ich brauche nicht kontrollieren ich brauche keine Angst zu haben.

    Wie Du da hinkommst ist Deine Sache. Ob mit Leckerlis oder mit Blockieren oder mit Ignoranz . Viele Wege führen nach Rom , deshalb sagen von 10 Hundetrainern 15 etwas anderes und jeder denkt er ist der Beste :-))

  • Antwort von YarlungTsangpo 05.06.2012
    25 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es wird dir alles nichts nutzen - Du musst lernen deinen Buben auch an der Leine - durch souveränes Führen - durch "Uebernehmen" von Situationen - Sicherheit zu vermitteln.

    Hunde welche an der Leine "tillen" oder eine Art "Bespassungrogramm" zur Aufmerksamkeit-Erregung pro Hundehalter brauchen haben die Leinenfuehrigkeit, das sicher Fühlen trotz Einschränkung der Bewegung an der Leine nicht richtig gelernt.

    Das ist ein Punkt an dem Du mit Einfühlungsvermögen, Vertrauen in dich und deinen Hund, sowie mit dem Wissen "wie" noch arbeiten kannst und musst.

    Denn alles andere - mit Zwangsmaßnahmen, mit Leinenruck und an der Leine Zurückziehen oder die Arbeitsweise auf harten Drill und Kommandos - führt bei - auf irgend welche Weise verunsicherten Hunden (Leine) in die Leinenaggression.

    Du bist zwar in einer Hundeschule, aber du weißt über fachliche Eignungen streiten sich ja sogar die Hundeschulen untereinander. Kastration wird nicht zur Lösung deines Problemes führen, sondern nur ein an der Leine sich auch sicher fuehlender, souveräner Hund.

    Solche haben es nicht nötig zu "tillen" und mit Stärke-Macker-Methoden sich möglichst alles vom Hals zu halten.

    Tipp: wähle in deiner Region einen Animal-learn-Trainer oder einen Trainer der Richtung IBH-Hundeschulen

    Bei solchen kannst du ohne "Dogma" und jedweden Zwang lernen wie man einen Hund sicher und ignorant gegenüber anderen Hunden und Umweltsituationen an der Leine macht. Das ist eine spezielle Führungsweise, welche Du dir beibringen lassen solltest.

    Das sind vielerlei Dinge um "Tillen an der Leine" erst gar nicht entstehen zu lassen. Es beginnt damit, dass ein Hund - anders als auf jedem Hundeplatz nicht unbedingt immer "links" geführt wird, sondern je nach Situation ist der Mensch und Leinenhalter auch einmal "dazwischen" und übernimmt eine Situation...

    Vor allem aber muss und wird dem Hund die Chance gelassen - auch an der Leine gefuehrt - einem Gegenüber seine artgerechte Hundesprache, die Koerperspravhe einzusetzen um Situationen ohne jedes "tillen" auf diese Weise zu klären.

    Es gibt viel zu lernen - also auf ohne jede Verzoeherung zu einem entsprechenden Trainer!!

    Schau, auch ich war eigens bei einem Seminar mit meinen Hunden in der Schweiz um genaus diese Führungsweise kennen zu lernen. Schade, dass solche Schulmethoden für Leinenhalter nicht schon 20 Jahre früher vermittelt wurden...

    Ich kann das nur empfehlen!

  • Antwort von taigafee 06.06.2012
    16 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    liebes beutelkind. da ich leider nie ein von yarlung empfohlenes seminar besuchen konnte, habe ich begonnen, meinen hund gut zu beobachten. ich denke, das verhalten deines hundes könnte auch mit fehlern zusammenhängen, die in der hundeschule gemacht werden. den meisten traue ich nicht viel zu.

    ich würde nur noch außerhalb mit leine üben. ich glaube, dass du noch zuwenig in deine eigene intuition und die verbindung zu deinem hund vertraust. leider kann ich dir nur diesen rat geben, wenn die seminare zu weit weg sind, dich noch mehr in den hund einzufühlen und angstlos, aber sensibel mit deinem hund zusammen zu arbeiten. wie yarlung immer sagt: wir können viel von unseren hunden lernen. und da würde ich ansetzen. klingt erstmal schwammig, aber war eigentlich der satz, der mir am meisten gebracht hat.

    viel erfolg!

  • Antwort von Portbatus 05.06.2012
    14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Beutelkind, diese Phänomen ist wohl altbekannt, wenn man länger etwas nicht "geübt" oder praktziert hat, verliert es sich.

    Darum kann ich dir nur raten, alle Befehle und Angewohnheiten, auf die du Wert legst, immer lebendig zu halten, durch ständige Wiederholung, so einmal alle 1-3 Tage, je nachdem wie genau es sitzt.

    Wenn er bestimmt Unarten hat, zurück auf Start und wieder von vorne anfangen. An der langen Leine mindestens 1-2 Wochen lang vertiefen, bis es 100% sitzt. Erst an ruhigen Ort, dann an Orten mit Ablenkung, üben, üben, üben. Bitte sei in deinem Sinne sehr konsequent, es lohnt sich und es ist Hundesprache pur. Er nutzt jede Nachlässigkeit von dir aus und "belohnt" sie mit seiner Nachlässigkeit.

    So macht es meiner mit mir, wenn ich mal unachtsam bin.

    Ja, Hunde-Erziehung läuft nur auf Gegenseitigkeit ;-D), bei allen, nicht nur bei dir.

    Dazu kommt, dass er gerade in dieser Zeit (9Mo), je nach Rasse, dich ab und an einmal durch testen will. Bei dem einen früher oder etwas später. Da er immer noch "zahnt", was schmerzhaft ist, reagiert er auch schon öfters noch einmal etwas überraschend, was "normal" ist.

    Ich verstehe den Begriff tillt, hier nicht. Löschen ist wohl nicht gemeint.

    Was du tun kannst, zu Hause und im Feld oder besser zuerst zu Hause. Fördere seinen Blickkontakt. Immer wenn er dich anschaut, belohnst du es mit einem Lächeln, seinem Namen, streicheln, ein paar freundlichen Worten, ab und an mit einem Leckerchen, Anfangs vermehrt, später weniger.

    Dann übe täglich so 100-200m Bei Fuß, zuerst mit Leine, später ohne Leine.

    Dazu hast du ein ganz tolles Leckerchen in der linken Hand, in der Rechten die Leine, die du im Laufe der Zeit, so nach Tagen, immer näher an dein Knie ziehst. Er darf an dem Leckerchen lecken, bekommt es aber erst, wenn er dich anschaut und den Kopf bei deinem Knie hat, so nach 5-10-20m. Je nach Konzentration hörst du damit nach 100m auf, später länger.

    Und immer wieder, wo du auch immer bist, den Blickkontakt fördern, egal ob in der Küche, im Bad oder im Garten, auf der Straße usw. das tun Hunde untereinander auch.

    Meiner weiß immer, auch im Nebenraum, wenn ich den Bürostuhl bewege, schaut er wo ich bin und sucht meinen Blick, wie ich seinen. Egal ob da 5 oder 500m dazwischen sind.

    Ziel ist, dadurch hast du eine gute Verbindung und kannst sofort einen Wortbefehl oder ein Sichtzeichen machen. Er ist immer bereit und kommt so schwerer auf "dumme" Gedanken.

    Beutelkind den Gedanken an eine Kastration, streiche ihn bitte aus deinem Hinterkopf oder willst du später einen Prügelknaben oder Mobbinopfer haben, denn du hast dann später nur noch mehr Probleme und kannst ihn weniger frei laufen lassen.

  • Antwort von TygerLylly 06.06.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Prinzip ist das ganz einfach: Wenn eine "brenzlige Situation" kommt läufst du zwischen deinem Hund und dieser Situation. Das Grundvertrauen scheint ja da zu sein, das könnte als Maßnahme schon fast reichen. Ich hatte seit Einzug von Anouk wieder das Problem mit Piwi an der Leine, wenn andere Hunde entgegen kamen. Piwi und Lilou laufen rechts, Anouk links und höchstens auf meiner Höhe, eher hinter mir. Gestern habe ich Piwi bei einem entgegenkommenden Hund einfach mal nach links (vom fremden Hund weg) deponiert und kurz gehalten, Anouk auf meine Höhe kommen lassen und Lilou lange Leine gegeben (was eig nicht richtig ist, sie interessiert sich aber null für andere Hunde und natürlich nicht so lang, dass es bis zum anderen Hund gereicht hätte). Und siehe da, wir konnten den Hund völlig gesittet passieren (und weil der im Dreieick sprang musste ich mir ein fettes Grinsen echt verkneifen ;) )

    Ganz viele "Unarten" bei Hunden lassen sich beheben, wenn man hinterfragt "Wer trägt Verantwortung für wen?" Es sollte immer so sein, dass man selber die Verantwortung für den Hund hat und sowas zeichnet sich oft dadurch aus, wer näher am Geschehen ist. Also achte immer peinlichst darauf, wo sich dein Hund befindet (auch an der Leine). Diese Verantwortungssache ist der Grund, warum ich Anouk hinter mir laufen lasse. Er soll mehrmals gebissen haben, ist aber definitiv nicht generell böse. Ich vermute, dass er viel Verantwortung tragen musste und damit überfordert war. Aus dem Grund achte ich bei ihm total pingelig auf solche Kleinigkeiten und seit 2,5 Wochen leben wir harmonisch zusammen...

    Eine Kastration macht da übrigens wenig Sinn und zeichnet die Hundeschule nicht gerade aus...

  • Antwort von Anti1988 05.06.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein kurzer Ruck an der Leine. Dann stellst du dich vor ihn und bedrängst IHN. Somit zeigst du ihm seine Grenzen. Einfach hinstellen und ihn mit breitem Kreuz ein paar Schritte zurück drängen... das geht natürlich nur, wenn er nicht allzu ängstlich ist. Sonst entwickelt er eine Angst dir gegenüber. Immer schön das Fuß gehen lernen. Oder zB wenn andere Hunde kommen, ihn dir gegenüber Sitz machen lassen und mit Leckerchen in der Hand schön im Sitz lassen, bis die anderen Hunde vorbei sind.

    Leinen verunsichern die meisten Hunde. Viele sind lieb und spielfreudig, wenn sie frei laufen und an der Leine echte Rabauken. Eine Kastration kann Abhilfe schaffen, aber das eigentliche Problem NIE aus der Welt schaffen. Ihr müsst halt immer schön weiter üben. Leinenführigkeit ist eines der schwersten Sachen, die ein Hund zu lernen hat.

  • Antwort von sophia40 06.06.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo liebes Beutelkind,

    es ist schwer, wenn man nicht sagen kann ob es Unsicherheit ist oder nicht. Da Du aber schreibst, dass der Kleine es von Anfang an so gemacht hat, also auch schon als Welpe gehe ich einfach mal ganz frech und unprofessionell :-)) :-)) von Unsicherheit aus.

    Viele Hunde sind an der Leine Unsicher weil sie das Gefühl haben den Besitzer führen zu müssen. Man sagt ja immer man soll die Leine nicht kürzer nehmen, nicht in die Leine greifen und keine Signale geben. Ist auch richtig so. Aber ich habe es genau so gemacht.

    Also Sally ist genau so ein Hund.. Ich habe mit Ihr an der nomalen Leine geübt sie hält Blickkontakt und läuft ganz toll.Dann habe ich bewusst geübt das es ganz toll ist, wenn ich die Leine kürzer nehme. Das habe ich gemacht weil man als Mensch ja oft die Leine kürzer nimmt wenn etwas kommt. Also habe ich in einer Ruhigen Umgebung geübt bin stehen geblieben habe die Leine kürzer genommen . Jedes mal wenn sie mich angeschaut hat oder ganz lieb neben mir gelaufen ist gabs ein Stück Apfel ( das ist ihr Liebstes was sie bekommen kann ). Dann hab ich die Leine wieder normal gelassen. Dann hab ich wieder ihren Namen gesagt und die Leine kürzer genommen. Das hab ich eine Woche lang ohne Ablenkung gemacht. Dann langsam mit Ablenkung. Hab ein Stück Apfel auf den Weg gelegt und sie musste an kurzer Leine vorbei laufen. Das hab ich gesteigert dann.

    So, wenn jetzt ein Hund kommt dann nehme ich die Leine kürzer und sie läuft ganz lieb mit. Ich schaue vom Hund weg und laufe weiter egal was sie tut. Wenn der Hund rechts von mir kommt schaue ich nach Links . Kommt der Hund links schaue ich nach rechts.Dabei lege ich mir eine Hand auf meinen Bauchnabel und achte auf eine ruhige und tiefe Atmung. Und siehe da, Sally hat anfangs gebellt wie eine Irre. Als sie ruhig war, habe ich dann noch gewartet und sie dann gelobt. Sie hat also gelernt aha wenn ich ruhig bin dann gibts was tolles. Nun ist sie immmer früher ruhig. Oft läuft sie schon neben mir ganz im Vertrauen und ganz ruhig ohne Anspannung.

    Guck mal wenn Du nichts siehst, dann sieht auch Dein Hund nichts.Wenn Du ruhig bist ist es auch Dein Hund. Die Fehler der Menschen deren Hunde bellen sind Folgende:

    Hund muss an Hundeseite vorbei laufen. Der Mensch nimmt den Hund nicht auf die andere Seite.

    Der Mensch greift hektisch in die Leine.

    Läuft schneller, redet mit den Hund so alla: sei schön lieb. Oder AUS AUS AUS ich will nichts hören. Der Hund lernt nur aha mein Mensch ist total aufgeregt dann helfe ich ihm mal und belle den anderen Hund weg.

    Der Mensch schaut immer in Richtung des anderen Hundes.Woraufhin der Hund dann auch da hinschaut.

    Überleg mal für den Hund muss es so aussehen als Wenn aha mein Mensch schaut hin er fixiert den anderen Hund er bedroht den anderen Hund na dann auf gehts ich mache mit.

    Das sind die Fehler. Laufe ruhig und normal achte auf Deine Atmung und auf ein entspanntes Gesicht. Spanne nicht die Muskeln an .

    Und übe es von Fern nach Nah. Ich kann auch noch nicht direkt vorbei laufen.Aber auf der anderen Strassenseit oder weiter enfernt schaut Sally kurz nach den anderen Hund schaut dann mich an und läuft weiter, als wäre nichts. Wenn Du es so machst erst wenn der Hund weiter weg ist dann immer näher, dann klappt das auch. Wirste sehen.

    Wenn ein Weg eng ist dann gehe ich entweder zurück und stelle mich inrendwo hin bis der andere weg ist oder ich stelle mich vor Sally das der andere vorbei kann.

  • Antwort von Liberty66 06.06.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Unser Rüde (unkastrierter Border) läuft grundsätzlich ohne Leine. Er hat eine Prüfung abgelegt und die Leinenbefreiung der Stadt Hamburg. An rüpelnden Hunden läuft er gerne schnell vorbei wie wir auch. Eine Kastration - unter welchen Bedingungen auch immer - würde ich niemals befürworten.

  • Antwort von ArwensStern66 06.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Dein Hund fühlt sich an der Leine unsicherund unwohl.

    Versuch es mal mit Longentraining für Hunde, dass hört sich erstmal blöd an, ist aber äußerst interessant.

    Such eine Hundeschule in eurer Nähe, die soetwas anbietet.

    http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2012/0527/00_hund_l...

  • Antwort von EvaWindisch 06.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich führe die Hunde mittels Körpersprache souverän und glaubwürdig und in ihrem Sinne. Und das ist auch der entscheidende Punkt. So muss ich ihnen nichts beibringen, sondern ich mache mich so interessant, dass die Hunde letztendlich sagen:"DIE isses!". So können sie sich entspannt dem Führenden hingeben und einklinken, ohne dauernd zu ziehen. Eva Windisch - Hundetrainerin - Mit Hunden sein

  • Antwort von princ01 05.06.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    lass ihn kastrieren, er wird ruhiger und annehmlicher, außerdem kommt auch ein hund in der pupertät und befriedigt sich auch selber und das stinkt. der hund muß sich an die leine gewöhnen, wenn sein muß unter zwang, es besteht außerdem leinen zwang, gerade um diese zeit, glaube bis august allgemein in deutschland, wegen andere jung tiere. dann ist es von gemeinde zu gemeinde verschieden ob grundsätzlicher leinen zwang gibt oder nicht. frage beim ordnungsamt nach. wirst du ohne leine erwischt, wird es teuer.

  • Antwort von LucieTommy 06.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo liebes Beutelkind,

    tja, nun ist Dein Junge also offenbar voll in der Pubertät und will überall seine Grenzen gesetzt bekommen... Schwierige Zeit.

    Wie benimmt sich Dein Wuff eigentlich an der Leine, wenn keine anderen Hunde in der Nähe sind?

    Es kann gut sein, dass ich mich irre, aber ich habe den Eindruck, als würdest Du Deinem Hund sehr, sehr oft Freilauf gönnen und ihn so selten wie möglich an die Leine nehmen - was ja im Grunde fantastisch ist, wenn der Hund schon gelernt hat, sich an der Leine vernünftig zu verhalten, aber eben kontraproduktiv ist, wenn er das erst noch lernen muss.

    Ich würde mal in Erwägung ziehen, tatsächlich den Freilauf für einige Zeit, sagen wir mal: zwei Wochen, komplett zu unterbinden. Und in dieser Zeit wirklich jeden Gang an der Leine zu machen - jaaaaaaa, ich weiß, furchtbar öde, aber so bekommt er doch ein Gefühl dafür, wie er sich verhalten soll. Zuerst möglichst ohne Hundekontakte, erst nach ein paar Tagen mal Kontakt - wenn möglich mit ruhigen, ebenfalls angeleinten Hunden. Würde Dir dafür auch meinen Benji zur Verfügung stellen - aber ich fürchte, der Anfahrtsweg wäre doch wohl zu weit... Und bei diesem Kontakt würde ich darauf achten, dass die Hunde sich nicht begrüßen sondern Dein Wuff lernt, einfach an Deiner Seite, also im "Fuß", an einem anderen Hund vorbei zu gehen.

    So auf die Art würde ich ein Training aufbauen.

    Im Übrigen: ich weiß, dass Du zunächst mal gegen Kastration, auch gegen die hormonelle, die ja nach einigen Monaten nachlässt, eingestellt bist. Aber ich habe mir auch überlegt: wenn man mal bei den Menschen schaut, da geraten die Kids auch immer früher in die Pubertät, obwohl sie geistig eigentlich noch weiiiiiiiiiiit entfernt davon sind, auch nur als halbwegs erwachsen zu gelten. Wie, wenn das bei Hunden ähnlich sein könnte? Wenn vielleicht manche Hunde geistig noch nicht reif genug sind um mit dem klar zu kommen, was die Hormone mit ihnen anstellen? Dann wäre so eine chemische Kastration doch das Mittel der Wahl, weil man einfach das Hormonchaos auf eine Zeit verschiebt, in der der Hund schon Vieles von dem gelernt hat, was von ihm erwartet wird. Das mal nur so als Gedankenspiel eingeworfen...

  • Antwort von Joliebertone 06.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Beutelkind,

    also, als allererstes würde ich mal die Hundeschule wechseln.

    Wenn die sich nicht in der Lage fühlen, Dir zu zeigen, was man machen kann, dann sind es definitiv die falschen für Dich.

    Und dann zum Thema Leine. Natürlich ist er verunsichert. Er würde bei Gefahr ja nicht flüchten können. Damit ihn aber keiner angreift, macht er schon mal prophylaktisch Rabatz.

    Das aus ihm raus zu bekommen ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Mit Geduld werdet Ihr das zusammen schaffen. Dir traue ich das durchaus zu. Hab schon einiges von Dir gelesen.

    Ich empfehle Dir folgendes:

    1. jegliches Futter ohne Ausnahme nur noch aus der Hand als Belohnung
    2. Setz Dich mit Deinem angeleinten hungrigen Hund an eine Stelle, wo viele Hunde unterwegs sind und halte seine Aufmerksamkeit. Belohnung durch Leckerchen, wenn er Dich anschaut. Das machst Du jeden Tag eine Weile, ich weiß, ist langweilig, aber Du wirst Dich über die Erfolge freuen.

    Er braucht die Sicherheit, dass ihm nichts passiert, wenn er angeleint ist. Dass braucht Übung.

    Du kannst die Übungen erweitern, in dem Du ihn absitzen läßt und Dich ein Stück weg bewegst. Aber den richtigen Zeitpunkt dafür mußt Du selbst herausfinden.

    Wenn er bereits tillt, gehst Du mit ihm in eine andere Richtung, so dass er das Gefühl hat, trotz Leine ausweichen zu können. Hierbei versuchst Du, wieder seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Am besten Du suchst Dir ein Laut-Zeichen, bei dem es immer Leckerchen gibt.

    Auf keinen Fall solltest Du ihn anschreien, denn dann meint er, Du machst mit ihm zusammen Radau gegen den anderen. Jegliche Form von Gewalt ist natürlich total kontraproduktiv und von Dir eh unerwünscht.. Damit machen wir unsere Hunde ja noch unsicherer.

    Ich habe drei die auch manchmal Rabatz schlagen durch diese Übungen wird es immer seltener und wir haben immer öfter Erfolge.

    Wünsche Dir viel Erfolg

    Viele Grüße Jolie

  • Antwort von polditier 06.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich würde den Hund nicht überall freilaufen lassen.Meine Erfahrungen sind,das die meisten ihre läufigen Hündinnen auch nicht im Griff haben und schon ist es passiert. So schnell kannst du meistens gar nicht reargieren und schon ist das große Theater da.Meist heisst es dann von den Haltern der weiblichen Hunde -- können sie ihren Hund nicht anleinen? Obwohl die Hündin auch frei lief... Es gibt eigentlich keine sinnvolle Zwangsmaßnahme außer das Anleinen. Wir haben es mit Trockenfutter in der Tasche versucht und unser Hund ist bei den nächsten Hündinnen blind und taub. Ob gegen den natürlichen Trieb eine Hundeschule hilft,wage ich zu bezweifeln. Ein Chip mit HOrmonen kann nach 6 Monaten wieder inplantiert werden und man sieht ob die Wirkung was bringt oder nicht. Die Kastration ist endgültig und man kann sie nicht rückgängig machen. Bei unserer Dackelhündin war das in Sekunden passiert ohne das jemand rechtzeitig reagieren konnte. Dann hatte ich nach einigen Monaten 4 Junge, die ich mit der Flasche aufgezogen habe.Deshalb kann ich nur raten,den Hund anzuleinen,denn das bringt nur Ärger mit dem Halter der Hündin.Ich denke auch,den Hund der auf Kommando zurückkommt oder stehenbleibt bei einer läufigen Hündin,den gibt es nicht.

  • Antwort von SimpleMan 06.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kastrieren ändert nichts am Verhalten. Man kann nicht davon ausgehen das ein Rüde sein Leben lang mit anderen Rüden spielt, der Kampf als Kommunikationsmittel mag dem Menschen unangenehm erscheinen, ist aber natürlich und letztlich in einigen Fällen unausweichlich. Der Hund bleibt nicht sein Leben lang Welpe, auch durch Kastration nicht. Wenn der Hund an der Leine aggressiv ist, abmachen und beobachten....geht natürlich nur mit einem Bekannten der möglichst selbst einen groben ( aber friedlichen )Hund haben sollte. Meist bricht dann das Säbelgerassel schnell in sich zusammen. Wiederholst du diese Situation oft genug vergisst der Hund u.U. später sein schlechtes Leinenverhalten, weil er weiß das die Leine ihn nicht hält ( schützt )....

    ( haltet mich fest !!! Sonst wachse ich über mich hinaus !!!)

    Leine ab....

    ....oh

    ...hallo : )

  • Antwort von Locke334 05.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Verrätst du uns auch die Rasse ?

  • Antwort von arabella70 07.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Schöne Frage, Beutelkind, aber was bedeutet tillen?

  • Antwort von Schneeflocke88 06.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    du schreibt, dass ihr sehr viel freilaufend unterwegs seit und das problem mit der leine schon von anfang an da war... logisch, die leine ist für den hund immer unangenehm, jeder hund muss erst lernen, dass die leine gar nicht so schlimm ist. dadurch, dass ihr so viel frei lauft, habt ihr das ganze unwissentlich verstärkt... die leine muss etwas ganz normales werden, etwas was jeden tag immer und immer wieder da ist, genauso wie das halsband..die sache mit der kastration finde ich den absoluten ober hammer! in der hundeschule würden die mich nie wieder sehen! hier ist es eine einfache erziehungssache... such dir eine gute hundeschule mit trainer/in der/ die auch wirklich weiß, was er/sie tut.... + der hund muss erstmal in normalen situationen, wo am besten niemand ist lernen an der leine zu laufen und erst viel später geht das langsam aber sicher auch bei stressigen situationen

  • Antwort von sSHiIiVvAa 06.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Zu deinem Problem will ich gar nicht viel sagen da hier schon alles gesagt, und wirklich gute Tips gekommen sind.

    Was ich allerdings sagen will ist ein großes Respekt an dich. Das Thema Kastration ist in aller Munde und von fast jedem Hundetrainer wird einem dies nahegelegt. Egal ob anbulanter Tiertrainer oder gar in einer Hundeschule (man sieht es sogar beim werten Herrn Rütter im Tv), sobald ein Problem auftritt und man mit einem unkastrierten Rüden kommt gibt es scheinbar keine Trainingsmethoden und es ist kein Fortschritt zu erziehlen solang dieser nicht zuvor kastriert wird - schwachsinn!

    MIt einer Kastration machts du das ganze nur noch schlimmer - du nimmst dem Hund nämlich nicht nur Hormone weg die er eventuell nicht braucht sondern auch ganz viele entscheidende, die für die Stress- und Angstbewältigung zuständig sind. Deshalb kommt es oft genug vor das ängstliche Hunde vorallem die, die mit Angsagression zu kämpfen haben nach einer Kastration noch viel schlimmer reagieren als davor.

    So wie du eure Rüdenbegegnung beschreibst machst du das schon richtig und das es mal kracht ist auch ganz normal aber ich denke du kommst gut damit zurrecht und finde es prima das du dich nicht hast überreden lassen sondern deinem eigenen Instinkt gefolgt bist - dafür Daumen hoch.

  • Antwort von Liberty66 06.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ruhig auf Platz legen = bedeutet "du hast Pause", ruhig am anderen Hund vorbeigehen mit Abstand und dabei selbst zwischen den Hunden gehen, d. h. deinen Hund auf der anderen Seite führen. Nicht vor anderen Hunden stehenbleiben und Aktionen provozieren. Ruhig mit deinem Hund ausweichen nach dem Motto "geht uns nix an". Wenn er ruhig mitgeht, loben. Wenn er sehr aggressiv sein sollte, versuchen mit Leckerlis und Aufmerksamkeitsübung abzulenken und seine Aufmerksamkeit auf dich zu lenken, das bei Hundebegegnungen an der Leine gezielt trainieren. Wenn er weiter aufmümpfig ist bei Hundebegegnungen, wenn er anfängt zu rüpeln, einmal an einer Laterne etc. anbinden und sich entfernen. Schauen, ob sich der Hund beruhigt und ob seine übersteigerte Reaktion nicht vielleicht dir bzw. deinem Schutz gilt und nicht dem anderen Hund. Wenn es so ist, musst du an deiner Führungsrolle und Souveränität arbeiten. Dein Schäferhundmix braucht auf jeden Fall eine klare Führung. Viel Glück!

  • Antwort von CUT23 05.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich würds sein lassen mit der Kastration, bei Bekannten von mir is schon ein Kater an der Kastration verreckt. Wenn, dann hormon Chip, wenn überhaupt....vielleicht hat er einfach keine Lust zur Schule zu gehen, wie so viele Menschenkinder auch ;)

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