Frage von Xizul, 822

EOS SAF/Telekom Inkasso Unternehmen Betrug?

Zwar kommt das reichlich spät(Uhrzeit), aber ich habe gerade Briefe entdeckt und anscheinend habe ich vom Inkasso Unternehmen EOS SAF eine Mahnung erhalten... Von Telekom.

Es geht um eine Rechnung, die ich bereits im Dezember beglichen habe. Ich habe mir bei Telekom ein neues Handy bestellt, als mein Vertrag ablief und zunächst die Zahlung für das Handy selbst verzogen, es aber im November und Dezember 2015 gezahlt. Mir wurde sogar vom Telekom Mitarbeiter am Telefon versichert, dass es keine Probleme gibt, da ich eigentlich alles hätte gleichzeitig sollen, was ich nicht stemmen konnte. Ich sollte am Ende des Monats(November) einen Teil zahlen und am 15. Dezember nochmals, was ich getan habe. Damit war die Rechnung beglichen.

Nun bekam ich bereits zwei Mahnungen von EOS SAF in denen es um DIESE Rechnung geht, die jedoch beglichen ist. Kann ich das als Abzocke geltend machen und einfach zur Seite legen?

Expertenantwort
von Telekomhilft, Business Partner, 692

Hallo Xizul,

nein, dieser Brief ist keine 'Abzocke'. EOS SAF arbeitet in unserem Auftrag, also werden auch keine Zahlungen doppelt eingezogen. Da du dein Gerät ja in zwei Raten gezahlt hast, kann ich mir vorstellen, dass sich das einfach überschnitten hat. Bitte wende dich in diesem Fall direkt an unsere Kollegen von EOS SAF, die haben alle Informationen und können sich mit uns zu diesem Sachverhalt auch in Kontakt setzen. Also keine Panik, das klärt sich sicher auf.

Viele Grüße

Alexandra J. von Telekom hilft

Antwort
von kevin1905, 651

Darfst du beiseite legen, wenn bei der Telekom nichts mehr offen ist.

Antwort
von Baltarsar, 496

Nein es ist weder Abzocke noch kannst du es beiseite legen und nicht mehr beachten.

Erspare dir viel Stress und Ärger und mache folgendes:

1. kopiere einfach den Beleg das die Rechnung beglichen ist, schicke das EOS schriftlich per Einschreiben mit einem Anschreiben, dass die Angelegenheit bereits seit 15. Dezember 2015 beglichen ist. Und weise sie an, sich mit ihrem Auftraggeber diesbezüglich in Verbindung zu setzen.

2. Kopier das Schreiben von EOS und Kopie Beleg der beglichenen Rechnung in einen Briefumschlag packen und sende es dem Kundendienst der Telekom per Einschreiben zu und bitte diese, die Angelegenheit mit EOS zu klären und dir das Ergebnis dieser Klärung schriftlich mitzuteilen.

All das ganze Papier packst du für dich in Kopie auch nochmal in einen Ordner und hebst diesen sehr gut auf.

Sollte sich, nach Klärung, EOS nochmal bei dir melden, kannst du ihnen gegenüber im Ton etwas schärfer werden, denn die sind schon recht überheblich und frech, wenn man mit denen Kontakt hat. Lass dich davon aber nicht ärgern. Wenn du dir keiner Schuld bewusst bist und keine offene Rechnung hast.

Weiße EOS einfach auch mal darauf hin, dass wenn sie weiter vorgehen, obwohl die Angelegenheit geklärt ist, sie gegen das Kostenminimierungsgebot verstoßen und sämtliche entstehenden Kosten selbst tragen müssen. Und wenn das noch nicht zieht, drohe ihnen an, Beschwerde an den Verbraucherschutz zu stellen und ggf. rechtliche Schritte bzgl. der Belästigung in Betracht zu ziehen.

Schließlich hast du dir nichts zu schulden kommen lassen. Klären musst du die Angelegenheit jedoch dennoch. Warum deine Mutter die Briefe vor dir versteckt hat, ist mir allerdings unbegreiflich. Vielleicht steckt da auch etwas ganz anderes dahinter.

Ich würde auf jedenfall vorher auch mal in Ruhe mit deiner Mutter reden und fragen, warum sie dir die Briefe vorenthalten hat.

Kommentar von Xizul ,

Ich denke das mit den Briefen "verstecken" liegt daran, dass wir uns nicht oft sehen und sie das immer zur Seite tut und vergisst, dass die Briefe je ankamen. Die waren ja auch noch versiegelt.

Und danke für die Informationen. Ich wollte so oder so morgen bei der Telekom anrufen und nachfragen was an der Sache dran ist, weil die Rechnung ist beglichen. Ich zahle doch nicht nochmal 300€ plus 88€ Mahngebühren. Vielen Danke.

Kommentar von kleinewanduhr ,

Du willst bei der Telekom anrufen? Nutz nichts, denn Du hast keinen Nachweis über das gesprochene Wort - man kann oder wird Dir viel erzählen oder versprechen. Und dann?
Auch ein Anruf bei EOS bringt nichts! Die wollen ja die 88.-€ verdienen!

Mach es lieber wie Baltarsar geschrieben hat, alles schriftlich! Nur so haste Nachweise. Klaro?

Kommentar von Xizul ,

Trotz allem werde ich bei der Telekom anrufen und das mit ihnen mündlich klären, da ich auch von ihnen verlangen kann, da ich so mehr Informationen erhalten kann, was meine Zahlungen angeht und schicke es ihnen auch schriftlich hin. Ich habe die Überweisungen und etc., dass ich bezahlt habe.

Das Gespräch, was ich nämlich mit dem Mitarbeiter hatte im November, wurde von diesem protokolliert, weil ich drum gebeten habe und er mir auch sagte, dass es protokolliert wird um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Was wohl letztendlich nicht geklappt hat.

Kommentar von kleinewanduhr ,

Was wohl letztendlich nicht geklappt hat.

Siehste, genau das meinte ich: Schlussendlich ist keiner für Dich zuständig, nichts wird weitergegeben oder notiert. Deshalb mein Tipp:
Wenn Anrufe in einem Callcenter landen - besser schriftlich (wegen der Beweislage).

Kommentar von mepeisen ,

Nein es ist weder Abzocke noch kannst du es beiseite legen und nicht mehr beachten.

Eine längst beglichene Forderung doppelt einfordern ist also keine Abzocke? Es gibt auch keine Rechtspflicht, sich auf offensichtlichen Unfug hin zu melden. Wo nimmst du das her? Dass es vielleicht besser ist, mag zwar sein. Trotzdem muss man sich tatsächlich erst vor Gericht äußern, wenn man sich wehren will.

Was du empfiehlst, ist in Teilen überflüssig. gerade der doppelte Brief, einmal an EOS, einmal an die Telekom, ist zu viel. Wieso zwei mal Briefporto ausgeben? Ergibt keinen Sinn. Ich würde sogar maximal nur eine eMail an EOS schicken. Weil es auch total egal ist, ob die nun ankommt oder nicht. Eine eMail mit einem Satz "Weit vor Ihrer Einschaltung wurde das alles längst bezahlt. Schleichen Sie sich und lassen Sie mich in Ruhe, andernfalls gehe ich zur Polizei und zeige Sie wegen Nötigung an. Klären Sie das mit der Telekom. Von mir gibt es keinen Cent."

Das ist auch deutlich genug für diese Hamburger. Selbst die eMail muss man nicht verschicken, sie kürzt das alles nur etwas ab. Danach schweigt man. Brieffreundschaften zeigen dem Inkasso nur, dass man sich eventuell weichkochen lässt und bewirken nur eine Flut aus lustigen Zusatzbriefchen mit wilden Begründungen, warum man doch angeblich gesetzlich verpflichtet sei, die Inkassogebühren trotzdem zu zahlen.

Kommentar von Baltarsar ,

Lies einfach die Expertenantwort zu diesem Thema. Aus der Antwort kannst du auch noch ein bisschen etwas lernen.

Nicht alles ist gleich Unfug oder Abzocke. Es kann sich auch etwas überschneiden.

Und daher, wenn man es genau wissen will bzw. geklärt haben möchte, muss man sich eben auch um die Angelegenheit kümmern und sich mit den Stellen auch in Verbindung setzen.

Den Kopf in den Sand zu stecken und alles einfach zu missachten bringt überhaupt nichts, vorallem keinerlei Lösung zu der Thematik bzw. Problematik.

Mir ist aber auch bewusst, dass es sehr einfach ist und unglaublich schnell geht, Unternehmen ersteinmal Unfug, Betrug oder dergleichen zu unterstellen.

Man sollte damit aber vorsichtig sein, wenn man sich mit den Abläufen von Unternehmen nicht auskennt. Auch sollte man nicht ausblenden, dass bei der Telekom und auch bei EOS nur Menschen arbeiten.

Auch wenn EOS an Freundlichkeit massiv spart und die Telekom nun nicht gerade für ihren guten Service bekannt ist, sollte man sehr vorsichtig sein, vorschnelle Aussagen zu treffen.

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