Frage von MeloneHZ, 74

Entwicklung und Förderung eines Kindes?

Hallo,

Mein Sohn ist 2,5 Jahre und spricht sehr wenig. Inzwischen erhält er eine Förderung im Kindergarten. Er spielt gerne, lacht sehr viel und weiß ganz klar was er möchte und was nicht. Er kann das ganze Alphabet ( konnte er schon mit zwei obwohl er kaum gesprochen hat), schreibt 5 Buchstaben, zählt bis 10 und erkennt auch die einzelnen Zahlen. Farben kann er in Deutsch und Englisch aufsagen ( Ich bin selbst Türke, aber türkisch reden mag er nicht :) )

Natürlich hat er beschränkten Zugang zu neuen Medien und vieles schnappt er sich durch YouTube. Er sieht sich gerne Viedos mit den erwähnten Themen an. Die Sperre vom IPad löst er selbst. Klar liegen in der Wohnung diese blöden Geräte rum und sobald er es sieht, geht es los.

Heute hatte ich ein Gespräch mit der Heilpädagogin und sie riet mir von einer weiteren Föderung von Buchstaben und Zahlen ab. Es würde seine Sprachentwicklung hemmen.

Ich bin zum ersten Mal Vater und habe keine objektiven Meinungen oder Vergleiche in meiner Umgebung und hoffe durch eine Anonymität des Internets diese objektiven Meinungen zu bekommen.

Also haut bitte in die Tasten und teilt euere Sicht der Dinge. Vielen Dank.

Antwort
von beangato, 32

Die Heilpädagogin hat recht.

Schreiben muss er noch gar nicht können, zählen eigentlich auch nicht. Denn das lernt er alles in der Schule.

Kauft gute Bilderbücher, setzt Euch gemeinsam hin und erzählt kleine Geschichten zu den Bildern - erst Ihr Eltern, dann lasst ihn nacherzählen. Verbessert ihn nicht, auch wenn er was dazu erfindet oder was ganz anderes erzählt.

Geht mit ihm spazieren und sagt ihm, was er sieht. Dann fragt ihn, was er sieht.

So kann das Sprechen gefördert werden.

Antwort
von Akka2323, 35

Dass Dein Sohn die Zahlen aufsagen kann, bedeutet nicht, dass er weiß, was Zahlen und Mengen sind. Guck Dir Bilderbücher mit ihm an, lies ihm vor und lass ihn erzählen, was er sieht, aber keine Aufzählung, wie Tisch, Stuhl, Sonne, sondern ein Kind sitzt auf einem Stuhl, die Mutter kommt und bringt dem Kind etwas, also Handlungen, Abläufe.

Antwort
von Colonia, 15

Hallo, bei manchen Kindern entwickelt sich die Sprache etwas später. Ihr solltet auf jeden Fall oft mit eurem Sohn sprechen und ihm viel vorlesen. Ich würde auch CDs für Kinder empfehlen. Neue Medien bzw. zusätzliche Förderung braucht ein Kind in dem Alter nicht, und die Geräte sollten nicht herumliegen. Es wäre zu überlegen, ob ihr sein Gehör überprüfen lasst. Durch Hörprobleme kann die Sprachentwicklung eines Kindes beeinträchtigt werden. Alles Gute.

Antwort
von sonrec, 30

Kinder die zweisprachig aufwachsen müssen quasi doppelt so viel leisten. Da ist evtl. das Verständnis da, aber die Kinder sprechen später. Mit 2,5 Jahren müssen Kinder noch keine Buchstaben lernen, das kommt erst in der Grundschule, sonst ist es dort zu langweilig, das wäre dann auch ein Problem. Es gibt viel Kindgerechte Beschäftigungen je nach Alter. Da kannst du dich ja mal durchgoogeln. Was immer gut ist: Zusammen singen und dazu Bewegen / Tanzen ( Es geht ein Bibabutzemann....), Klatschspiele, Vorlesen, zusammen Bilderbücher anschauen und das Kind mit einbeziehen, Gedichte und Reime, alle möglichen Famillienspiele/Brettspiele.....Und natürlich wissen die Eltern was das Kind will wenn es auf etwas zeigt usw. Das ist für das Kind bequem und es muss die Dinge ja nicht beim Namen nennen, das kann auch leicht passieren. Also manchmal einfach ein bisschen "dumm" stellen.

Antwort
von violatedsoul, 46

Redet ihr viel mit ihm, lest ihm viel vor?

Kommentar von MeloneHZ ,

Ich denke schon. Aber wie gesagt, es ist das was ich empfinde

Kommentar von violatedsoul ,

Hat er im Kindergarten Freunde oder spielt er lieber für sich allein?

Spricht er euch Worte nach, wenn ihr mit ihm redet oder ihm etwas vorlest?

Woher hat er sein Wissen mit Alphabet, Zahlen, schreiben?

Kommentar von MeloneHZ ,

Ja, das zwischenmenschliche ist alles OK

Kommentar von MeloneHZ ,

Er schnappt sich die Sachen hier und da auf

Kommentar von violatedsoul ,

Also ist er interessiert, was er sieht und hört. Dann nutzt das und fordert ihn auf, euch was zu erzählen. Was er zum Beispiel im Kindergarten gemacht hat. Oder was er unterwegs so sieht auf dem Nachhauseweg, auf dem Spielplatz oder wenn ihr allgemein unterwegs seid.

Wenn er gerne malt, soll er euch sein Bild erklären. Lasst ihn Dinge genau benennen, die er möchte.

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