Frage von rebeccaberndt, 164

entsteht vollkommene schlaflosigkeit durch depressionen?

hallo. ich habe seit knapp einem jahr depressionen und sehr starke schlafstoerungen. ich kann grundsaetzlich erst gar nicht einschlafen und wenn doch, werde ich entweder viel zu frueh wieder wach oder ich schlafe bis zu 12 (!) stunden am stueck. ich traeume unschoene dinge und fuehle mich nach meinem schlaf total matschig. auch jetzt bin ich wach, ohne die letzte nacht auch nur eine sekunde geschlafen zu haben. diese schlafstoerungen werden immer staerker und enden jetzt langsam in vollkommener schlaflosigkeit. ich habe schon oft gehoert, dass schlafprobleme bei depressionen fast schon 'standard' sind, aber ist das wirklich so schlimm? kann die psyche, in dem fall durch die depression, den eigenen schlaf derart negativ beeinflussen? habt ihr erfahrungen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Jenna2699, 51

Ich habe ein ganz ähnliches Problemwie du. Zu meinder Depression kam vor längerem eine Schlafstörung und, ja, das kann durchaus so stak sein, wie du es oben beschrieben hast. Ich z.B. schlafe manchmal drei Nächte am Stück überhauptnicht (tagsüber natürlich auch nicht). Dabei ist es nichteinmal so, dass mich abends immer etwas besonders stark bescjäftigt oder wachhält, ich schlafe einfach nicht. Gerade bei Depressionen ist das absolut schlimm, denn wenn man daraufhin tagsüber schlaff und ausgelaugt ist und auch viel weniger als sonst schafft, fühlt man sich noch viel schlechter, als man es sowieso schon tut. Dagegen solltest du auf jeden Fall Medikamente nehmen, um das Ganze zumindest einzuschränken. Ich nehme momentan Melatonin (circadin). Ich finde das recht gut, da Melatonin sowieso das natürliche Schlafhormon ist, das mir bloß fehlt, und und ich deswegen nicht noch mehr Unnatürliches in meinen Organismus pumpe (muss noch mehr andere Tabletten nehmen). Es gibt auch Melatonin Tabletten, die zusätzlich noch eine antidepressive Wirkung haben. Ich kann mal schauen, wie die heißen, dann schreib ichs hier auch noch rein :)

Kommentar von rebeccaberndt ,

hast du auch sonstige koerperliche symptome durch die depression?

Kommentar von Jenna2699 ,

Hab dir ne pn geschickt :)

Kommentar von Jenna2699 ,

Achja, die "Weiterentwicklung" aus Melatonin, die auch eine antidepressive Wirkung haben soll, heißt Agomelatin :)

Kommentar von Jenna2699 ,

Danke für den Stern :) <3

Antwort
von voayager, 54

Die vollkommene Schlaflosigkeit gibt es fast nie. Viele Schlafgestörte meinen nicht zu schlafen, bemerken nicht, dass sie zeitweilig sehr wohl schliefen, es allerdings nicht bemerken. Da der Schlaf zerhackt und oberflächlich ist, verwischen sich meist die Grenzen zwischen Wachsein und Schlaf. 

Ich würde an deiner Stelle ein rezeptfreies Antihistaminikum einnehmen, statt wach rumzuliegen und sich so zu quälen. Auch ein Versuch mit Akupunktur kann hilfreich sein. Dabei wird eine Nadel in die kleine Vertiefung am Hinterkopf eingestochen, gedreht und verbleibt dort für 10 Minuten z.B.

Antwort
von NameInUse, 81

Ja, die Psyche kann solche Macht haben. Am besten besprichst Du das mit Deinem behandelnden Arzt, der kann Dir dann ggf auch was verschreiben, was sich mit Deinem Antidepressivium verträgt. Wenn Du nichts nehmen willst, dann kannst Du es mit Entspannungstechniken versuchen oder machst beides.

Antwort
von newcomer, 73

nun das kann durchaus zusammen hängen. Manche  Depressionen werden durch zu viele Gedanken ausgelöst sprich man denkt über Alltagssorgen Probleme usw ständig nach weil man verlernt hat was im Leben wichtig und weniger entscheidend ist. Man will für jedes kleine Problemchen eine Lösung. Dabei kreisen immer mehr Gedanken im Kopf rum bis Gehirn sagt "STOP" jetzt blokiere ich jede Entscheidung -> Depression

Wenn schon solche Gedanken zu depressionen füren wäre es nicht verwunderlich wenn diese am Einschlafen hindern denn man möchte vor dem Schlafen noch schnell alle Probleme gelöst haben.

Nur mit Gruppen Gesprächstherapien und vorübergehend Medikamenten kommt man mit Therapeuten und Psychologen raus und wieder so lebensfroh werden wie man im Leben mal war

Kommentar von newcomer ,

http://gesundheitsnetz-ostalbkreis.de/sixcms/detail.php?_topnav=67160&_sub1=...

Depression: Gruppentherapie gegen das ständige Grübeln

Mindestens vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an

Depressionen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind inzwischen sehr gut -

allerdings ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls hoch. Besonders

Menschen mit einer Neigung zum Grübeln sind gefährdet. Speziell für sie

hat das Zentrum für Psychotherapie der Ruhr-Universität jetzt eine neue

Form der Gruppentherapie entwickelt.

Menschen, die depressive Phasen erlebt haben oder wegen Depressionen

behandelt wurden, aktuell jedoch nicht depressiv sind oder nur noch

unter einer Restsymptomatik leiden, können sich ab dem 2. März 2009

unter Tel. 0234/32-22323 informieren und einen Termin für ein erstes

Gespräch vereinbaren. Die Gruppentherapie findet wöchentlich insgesamt

elf Mal statt. Das neue Behandlungsprogramm zielt darauf ab, anhaltende

depressive Symptome zu vermindern und Rückfälle zu verhindern. "Wir

haben auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse und praktischer

Erfahrungen ein Gruppenprogramm entwickelt, bei dem wir intensiver als

in anderen Behandlungen Patienten darin unterstützen, eine grüblerische

Auseinandersetzung mit sich selbst zu überwinden", erklärt

Psychotherapeut Dipl.-Psych. Tobias Teismann, der die Behandlungsstudie

gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrike Willutzki leitet. Dabei geht es darum,

den Betroffenen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihre Aufmerksamkeit

selbst lenken können, selbst entscheiden können, worauf sie sich

konzentrieren wollen, anstatt sich vom Grübeln gefangen nehmen zu

lassen. Außerdem werden positive Annahmen über das Grübeln bewusst

gemacht und hinterfragt, etwa die Annahme, das Grübeln würde helfen,

Probleme zu lösen. "Wir setzen uns im Gegensatz zu anderen Therapien

mehr mit dem Prozess des Grübelns selbst auseinander als mit den

Inhalten der Grübelei", erklärt Tobias Teismann.

Kommentar von Mignon2 ,

Die Fragestellerin hat ihre Therapie eigenmächtig und ohne Absprache mit dem Arzt selbst geändert (Angst vor Gewichtszunahme und angeblich keine Wirkung). Kein Wunder, dass sich ihre Beschwerden verschlimmert haben.

Kommentar von newcomer ,

manche Menschen müssen erst richtig am Boden sein bevor sie Hilfe annehmen und auch bereit für eine Therapie sind. Wollte ihr nur Möglichkeiten nennen wie sie da wieder raus kommt

Kommentar von rebeccaberndt ,

??????????

Kommentar von newcomer ,

Es gibt psychische Probleme be denen man selbst nicht in der Lage ist diese zu lösen. Häufig trifft das auch auf Depressionen zu. Da dies durch Betroffene und Ärzten seit langen bekannt ist haben sich Gruppengespräche und andere Therapiearten als Vorteilhaft erwiesen. Manche Patienten wollen wegen falschen Ehrgeiz und Stolz nichts damit zu tun haben und versuchen selbst da raus zu kommen. Selbst diese Versuche ziehen sie aber noch mehr runter. Erst dann ersuchen sie nach Hilfe

Kommentar von Mignon2 ,

Die Fragestellerin ist für eine Therapie leider noch nicht bereit. Ihre Essstörungen beherrschen ihr Leben. Sie macht sich mehr Sorgen um ihr Gewicht als um ihre Psyche. Insofern ist ihr leider nicht zu helfen.

Kommentar von voayager ,

Sorry, das stimmt nicht. Sie ist bereit für eine Therapie, doch dazu braucht es allerdings einen Termin, der nicht grad so vergeben wird. Behaupte also nicht einfach was, was so nicht stimmt.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Medizin, 30

Hallo! Depressionen machen Schlafstörungen - das ist bekannt und medizinisch belegt. 

Ich wünsche Dir ein erholsames und frohes Weihnachtsfest.

Antwort
von pilot350, 62

Ein- und durchschlafstörungen sind die merkmale einer akuten depression. Teile das unbedingt deinem arzt mit. 

Kommentar von rebeccaberndt ,

mein arzt weiß davon. das bedeutet, es ist also auch typisch fuer eine depression, dass man gar nicht einschlafen kann und somit eventuell die ganze nacht nicht schlaeft?

Kommentar von pilot350 ,

Das ist eine der nebenwirkungen der depression.

Kommentar von rebeccaberndt ,

und was ist mit paranoiden vorstellungen, eingebildeten krankheiten und 'zukunftsvisionen'? kann man die auch einer psychischen krankheit zuordnen?

Kommentar von pilot350 ,

Das zu diagnostizieren bedarf weiterer gespräche. Welche paranoiden vorstellungen, krankheiten, visionen?

Kommentar von rebeccaberndt ,

nun ja, paranoia in form von 'jemand verfolgt mich' und eingebildete, koerperliche krankheiten + psychosomatische beschwerden; zukunftsvisionen in der hinsicht, dass ich mich in der 'zukunft' krank im bett liegen sehe et cetera und allgemeine, permanente angst.

Kommentar von pilot350 ,

Psychosomatisch kommt von depressionen, ängste können ebenfalls damit verbunden sein, vielleicht sind auch schizoaffektive störungen vorhanden. Es gibt hier einen kommentar der besagt, dass du selbständig deine behandlung verändert hast und das der gtund sei für dein schlechtes befinden. Das wichtigste einer behandlung ist sich auf diese einzulassen und auch die medikamente einzunehmen. Gerade psychopharmake haben erst eine wirkung nach vielen wochen, so ab 4 bis 6.

Antwort
von Rossi39, 53

Du solltest unbedingt ein Schlaftraining machen! Es ist oft umgekehrt: die Depression kommt von den Schlafproblemen!

Kommentar von rebeccaberndt ,

die depression war zuerst da, glaub mir das.

Antwort
von RedBacko, 84

Ja, unsere Psyche hat leider Gottes sehr viel zu sagen in unseren Körper. 

Ich kann dir nur empfehlen, dass du vor dem schlafen gehen eventuell etwas entspannendes machst, wie zum Beispiel ein Buch lesen. Etwas, dass dich an etwas anderes denken lässt, vielleicht sogar so sehr fesselt, dass du im Schlaf darüber nachdenkst und vergisst somit den Auslöser deiner Depressionen. 

Noch besser wäre natürlich den Depressionen auf den Grund gehen und versuchen sie einfach... loszuwerden. Natürlich leichter gesagt als getan, aber Ablenkung ist ein wunderbares Mittel dafür. 

Falls es wirklich zu schlimm wird kannst du natürlich auch zu einem Arzt gehen, der kann dir a.) Professionell helfen deine Depressionen los zu werden und b.) Dir Schlafmittel verschreiben, dies ist jedoch nicht zu empfehlen. Danach fühlst du dich noch matschiger als vorher. 

Hoffe du findest eine Lösung! 

Antwort
von Mignon2, 57

Du solltest dein Schlafproblem und deine angeblichen Depressionen mit deinen Eltern besprechen. Ob du Depressionen hast, kann nur ein Arzt feststellen, nicht aber du selbst. Geh gemeinsam mit deinen Eltern zum Arzt. Er wird beides therapieren können. Es ist aber grundsätzlich richtig, dass Schlafstörungen mit Depressionen zusammenhängen (können). Laien im Internet können dir leider nicht helfen. Wenn du hier unterschiedliche Ratschläge erhältst, kannst du gar nicht beurteilen, was für dich richtig oder falsch ist.

Gute Besserung!

Kommentar von rebeccaberndt ,

meine depression ist diagnostiziert. satz mit x - war wohl nix.

Kommentar von Mignon2 ,

Gut. Dann besprich deine Schlafstörungen mit deinem behandelnden Arzt. Er kann Abhilfe schaffen. Ich bin etwas verwundert, dass deine Eltern nicht schon mit ihm darüber gesprochen haben.

Kommentar von rebeccaberndt ,

ich habe vor sechs monaten antidepressiva bekommen. das hat nur die schlafprobleme beseitigt, weil es wirklich unfassbar muede macht, und weil es keine sonstige wirkung zeigte, hab ich es nach kurzer zeit abgesetzt. außerdem beguenstigt es gewichtszunahme, und das moechte ich nicht riskieren.

Kommentar von Mignon2 ,

Wenn du die "Anordnungen" des Arztes nicht befolgst und eine "Eigentherapie" für richtiger und wichtiger hältst, darfst du dich nicht wundern, wenn deine Probleme nicht nur nicht weggehen, sondern sich verstärken. Toll, ein Kind/eine Jugendliche meint, die Therapie eines Arztes (mit langjährigem Studium und Berufserfahrungen) ändern und beurteilen zu können, was gut ist und was nicht!

Was sagen deine Eltern dazu oder kümmern sie sich nicht um dich?

Kommentar von rebeccaberndt ,

jaja. ich habe sehr wohl die anordnung meines (haus)arztes befolgt, aber ich nehme ungern ein medikament, das eine so große liste an nebenwirkungen hat, dass ich aus zeitgruenden nur teilweise daraus zitieren koennte. ich habe bereits eine essstoerung und es waere unvorstellbar schrecklich, wenn ich durch tabletten fett werden wuerde. so einfach ist das alles nicht. aber du weißt es mit sicherheit besser. 😊

Kommentar von pilot350 ,

leider schmerzen Depressionen nicht so sehr wie Zahnschmerzen, sonst wäre die Einnahme unverzichtbar.

Kommentar von voayager ,

Antidepressiva sollte man möglichst meiden.

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