morus am 18.12.2008 um 23:47 Uhr
Ein Beispiel, um meine Frage deutlich zu machen: Ein gläubiger Mann sitzt in einem Flugzeug, das abstürzt. Da verspricht er Gott, sein GANZES Vermögen in ein soziales Afrika-Projekt zu stecken, wenn er überlebt. Er überlebt und wiederholt in einer Kirche sein Versprechen. Er kommt gesund nach Hause. Dort erfährt er, dass bei seinem eigenen Sohn eine seltene Krankheit ausgebrochen ist, die nur mit hohem finanziellen Eigenanteil behandelt werden kann. Wie lautete die richtige Entscheidung? Ist er an sein Versprechen an Gott gebunden oder sollte er sein Geld für die Behandlung seines Sohnes ausgeben? Bitte KEINE Antworten, welche die Existenz Gottes von vornherein ausschließen. Wenn ihr das tun wollt, dann bitte nur in der Umfrage.

Was würde Jesus dazu sagen?
Wahrscheinlich: Versprich nicht so einen Mist und tue was nötig ist. Liebe zu Gott zeigst du am besten durch Liebe zu Menschen. Gib dir bei deinem Sohn Mühe und setze dich außerdem für die Armen und Benachteiligten ein.

Er sollte seinen Sohn mit nach Afrika nehmen. Dort sind die Behandlungskosten billiger, und er kann gleichzeitig sein Versprechen halten. Außerdem war das ja sowieso ein Handel.

Ganz ehrlich:
Wieso soll Gott sich auf das Versprechen eines solchen Menschen verlassen, geschweige denn auf ihn hören?
Wieviele Menschen brauchen oder suchen Gott?! Wieviele Menschen sterben leidvoll, an Hunger, Einsamkeit oder wieviele Kriege und Ungerechtigkeiten gibt es auf der Welt?!
So gesehen wäre es vermessen, zu glauben, dass Gott sich von den Abermilliarden von Menschen sich gerade den einen auspickt!
Meine Antwort hierzu bleibt daher offen...
aleph am 18. Dezember 2008 23:53 Nachtrag:
Ich würde den Sohn behandeln und heilen lassen, danach wäre es am Sohn, das Testament des Vaters, das Versprechen umzusetzen!

Erst den Sohn, dann an Afrika. Wenn Gott dann will wird er ihn bestrafen. Vielleicht hat Gott auch gewollt, dass er erst seinem Sohn hilft. Hat ihn deswegen überleben lassen..... Er würde doch nicht erwarten, dass er für sein Leben das Leben seines Sohnes opfert. Gott ist doch gut, oder?

Wer glaubt, Gott würde sich bestechen lassen?
Zudem hat er ja nicht gesagt, wann er sein Vermögen hergibt, vor oder nach der Behandlung des Sohnes.

Weil man in der Not viel verspricht, ohne nachzudenken.

Gott es so gewollt hätte!

Wenn man eigene Kinder hat, ist die Frage wohl schon beantwortet

Er sollte Gott selbst fragen, wie er mit dieser Situation umgehen soll. In der Bibel steht, wir sollen nicht schwören, versprechen gehört für mich auch in diese Richtung - denn es ist sehr selten, das Menschen halten können, was sie versprechen
morus am 29. Dezember 2008 19:04 Aber im ALten Testament gibt Jiftach Gott ein Versprechen, welches zur Folge hat, dass er seine Tochter opfert > Richter 11, 30 ff: Jiftach legte dem Herrn ein Gelübde ab und sagte: Wenn du die Ammoniter wirklich in meine Gewalt gibst und wenn ich wohlbehalten von den Ammonitern zurückkehre, dann soll, was immer mir (als erstes) aus der Tür meines Hauses entgegenkommt, dem Herrn gehören, und ich will es ihm als Brandopfer darbringen. Darauf zog Jiftach gegen die Ammoniter in den Kampf, und der Herr gab sie in seine Gewalt.
Als Jiftach nun nach Mizpa zu seinem Haus zurückkehrte, da kam ihm seine Tochter entgegen; sie tanzte zur Pauke. Sie war sein einziges Kind; er hatte weder einen Sohn noch eine andere Tochter...

In dem Fall ist Gott sicher mit einem Kompromiss einverstanden.
Ein christusgläubiger Mann wird nie mit Gott einen solchen Handel abschließn.

Gott fragen. Er kann schließlich auch heilen.
...Gott das auch wollen würde.

Wenn sein Sohn gesund ist, mkann er ihm ein Vermächtnis auferlegen, nachdem dieser sich für Hilfsprojekte in Afrika einsetzen soll.
Ich glaube nicht an Gott - aber vielleicht hat der Allmächtige auch so aufzeigen wollen, wofür man seine Kapazitäten einsetzen soll. Außerdem heißt es doch liebe Deinen Nächsten - nicht deinen Übernächsten!

Erst das eigene Kind, da es keinen Gott gibt (meine Meinung).

Gott wird das verstehen!

(1. Timotheus 5:8) . . .Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.
Infolgedessen wäre es ungerecht, sein Versprechen, das in einer Situation unter sehr starkem emotionalen Druck gegeben wurde, zu halten. Gott ist gerecht (1. Johannes 4:8) . . .Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist.
(Prediger 7:7) Denn allein Bedrückung kann bewirken, daß ein Weiser unsinnig handelt, . . .
Es wäre sogar möglich, dass jemand unter Druck Dinge verspricht, die er unmöglich halten kann; nur um sein Leben zu retten. Gott aber möchte viel mehr, dass wir seinen Geboten Beachtung schenken und uns daran halten, als große Versprechen zu machen. Jesus mahnte seine Jünger in dieser Hinsicht (Matthäus 9:13) . . .Geht also hin und lernt, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.‘. . .wo er zitiert aus (Hosea 6:6) Denn an liebender Güte habe ich Gefallen gefunden und nicht am Schlachtopfer; und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Ganzbrandopfern. gruß cornyriegel
er das was übrig bleibt spenden kann. Er hat sein Versprechen gehalten, besitzt danach nichts mehr.

Weil mir für meine Kinder egal wäre, in die Hölle zu kommen (wenn ich denn gläubig wäre)
Was kümmern mich andere Menschen wenn sie nur mein Geld wollen.

Wer ist mir wichtiger ?

Das erste Vesprechen ist gültig, wie ein Vertrag.
Ich respektiere Deine Meinung aber mal ehrlich: Wie bist denn Du drauf???
Angelflight am 19. Dezember 2008 00:21 Glaube nicht an Gott, habe keine Kinder, also nur logisch.
gott dein freund und helfer ist... oder waren das die bullen?? naja egal

er als Vater eine Verantwortung dem Sohn gegenüber hat.
Gott versteht das und er verzeiht... auch, wenn es sich etwas kitschig anhört...