Frage von RautenMiro,

Entschädigungszahlung u Darlehnsverzicht bei V u V

Fall lautet so:

Jemand kauft völlig überteuert Eigentumswohnungen. Alle Immobilien sind schon mehr als 10 Jahre im Eigentum.

Die finanzierende Bank hat offene Valuta von 260.000 und würde entgegenkommender Weise auf 80.000 verzichten, wenn über eine andere Bank weiterfinanziert wurde (Bank sieht wohl ein, dass sie Mitschuld hat).

Dann gibt es einen Vermittler, der hieran natürlich auch ganz kräftig verdient hat. Der Vermittler würde aus einem Entschädigungsfonds auch einen Betrag von 60.000 an den Eigentümer zahlen.

Ich sehe die Entschädigungszahlung als Einnahmen bei V+V. Wie sieht es aber mit dem Darlehensverzicht der Bank aus. Wenn ihr die Entschädigung anders sieht ruhig posten...

Ach so .. bitte keine Antworten von Leuten die gar nichts wissen o geh zum Steuerberater... (ich bin selber einer...aber nicht Allwissend), hier schreiben jedenfalls regelmäßig welche....

Hilfreichste Antwort von kegus,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich hab da was gefunden, das könnte Dein Fall sein. Und zwar eine Verfügung vom LfSt Bayern, 16.7.2008, S 2211.1.1 - 2/2 St 32/St 33, zu finden unter Haufe-Index 2026308, wenn Du hast.

Danach handelt es sich um eine Entschädigungszahlung, die sowohl für den überteuerten Kaufpreis als auch für die überhöhten Schuldzinsen gezahlt wird. Die KP-Entschädigung führt nach der Verfügung zu einer Minderung der AK, resp. AfA-BMG, die Zins-Entschädigung zu negativen Werbungskosten. Bezug wird genommen auf ein BGH-Urteil v. 16.5.2006, XI ZR 6/04, DB 2006 S. 1424 (BGH, nicht BFH).

M.E. betrifft das sowohl den Darlehensverzicht der Bank als auch die Zahlung des Vermittlers aus dem Entschädigungsfonds.

Kommentar von EnnoBecker,

"Zins-Entschädigung zu negativen Werbungskosten"
 
Weia! Das ist dann womöglich ein Geschenk, das man sich nicht leisten kann, was?

Kommentar von RautenMiro,

Danke kegus... DH u Sternchen

Antwort von EnnoBecker,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also haben wir insgesamt 140.000 an Einnahmen? 80 durch Darlehensverzicht und 60 als Entschädigung? Und das im Zusammenhang mit einem Grundstück, das sich schon länger als 10 Jahre im PV befindet? Richtig so?
 
Aus dem Bauch heraus würde ich sagen - die 60 sind nachträgliche Minderung der AK und damit steuerverstrickt in Bezug auf die künftigen Abschreibungen, H 7.3 EStR "Nachträgliche AHK" und H 7.4 "Afa nach nacchträglichen AHK".
 
Die 80 von der Bank - hm... ich würde behaupten: Dito.
 
Eine weitere Steuerverstrickung würde ich in beiden Fällen aber ausschließen.
 
Sicher bin ich mir aber auch nicht.

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