Mein Lebensgefährte hat am Freitag seine Kündigung zum 30.11. (fristgerecht) bekommen. Komischerweise haben seine Chefs ihm bereits am Freitag ohne weitere Begründung seinen Schlüssel abgenommen. Diese Woche feiert er seine restlichen Urlaubstage ab, aber ab kommendem Montag müsste er eigentlich wieder arbeiten, ganz normal bis zum 30.11. halt. Nur kommt er ohne Schlüssel in die Filiale, in der er beschäftigt war, gar nicht rein, zumal er immer der erste ist, der morgens anfangen muss. Er hat seine Chefs per Einschreiben, das er am Samstag abgeschickt hat, aufgefordert, ihm bis heute schriftlich mitzuteilen, wo und wann er sich am Montag zur Arbeit einfinden soll. Eine Antwort hat er nicht bekommen. Wasmeint Ihr, was soll er denn jetzt machen?

Erst mal dort antreten und die Arbeitskraft anbieten. Ganz wichtig! Wenn sie ihn dann wieder wegschicken; das ganze am nächsten Tag nochmal, solange bis sie ihm sagen, was los ist in der verbleibenden Zeit
Er muss zur Arbeit gehen, damit ihm der Chef nicht einen Strick draus drehen kann, wenn er weg bleibt. Kann ja sein, das ein anderer aufschlisst.
Er soll hingehen wie immer un seine Arbeitskkaft anbieten.
Tja, das ist komisch. Ich würde abwarten! Es kann sich ja Morgen oder Samstag noch jemand melden, und wenn nicht, dann würde ich am Montag normal zur Arbeit gehen.
Manchmal gibt es bis zum Ende des Vertrags ein ruhendes Arbeitsverhältnis. Das sollte ihm allerdings mitgeteilt werden. Ansonsten sicherheitshalber pünktlich auf Arbeit erscheinen.
Pünktlich zur Arbeit erscheinen, was sonst?
Wie gesagt, er kommt da gar nicht rein und seine Kollegen beginnen erst Stunden später als er, das ist eine ganz kleine Filiale.
Das weißt du im Moment nicht, evtl. haben die AG jemand anderen die Aufgabe übertragen so früh da zu sein. Zum anderen, dann wartet er halt am ersten Tag und klärt dann mit den Chefs persönlich wie es weiter gehen soll. Wegbleiben ist in jedem Fall schlecht, damit setzt er sich bewusst ins Unrecht.

Ich würde normal zur Arbeit gehen. Dann mit den Chefs reden, wie sie sich das vorstellen. Vielleicht ist bis zum 30.11. unbezahlter Urlaub geplant? Auf jedem Fall scheint da kein Vertrauensverhältnis mehr zu bestehen.
Ohje, das ist aber seltsam...Ich würd morgens nochmal anrufen und wenn sich wieder keiner meldet und mir Bescheid geben würde wär ich genauso unverschämt und würd mich krank schreiben lassen und die Krankmeldung per Fax hin schicken. Da ist zwar nicht schön und sollte nicht gemacht werden, aber die Chefs benehmen sich auch nicht gerade "kollegial" und so ist man sicher.

an seiner stelle würde ich genau um die uhr zeit vor den laden stehen wie ich sonst immer da war.der chef weis ja das er ihn den schlüssel abgenommen hat, also,so finde ich, ist er auch in der verantwortung.denn durchs schlüsselloch kriechen kann dein mann ja nun nicht.der chef wird bestimmt zu der zeit da stehn.

Man wird erwarten, dass er sich bei Dienstbeginn dort einfindet und ihm jemand aufschließt, der schon vor ihm da ist oder mit ihm gelichzeitg dort bei Dienstbeginn eintrifft. - Wo ist da ein Problem?
Es ist niemand vor ihm da. Da arbeiten nur noch zwei andere Kollegen und die beginnen ihren Dienst zwei Stunden später.
firstguardian am 22. Oktober 2009 11:04 Er kann pünktlich da sein und rein, wenn ihm jemand öffnet. Öffnet ihm nach längerer Zeit des Wartens niemand, so sollte er dies telefonisch seiner Geschäftsleitung mitteilen und um Rat bitten.
Ich würde entweder anrufen oder - noch besser - persönlich nachfragen, wie der Ablauf der nächsten Wochen aussehen soll. Wann er an die Arbeit kommt, wie er Zutritt zu den Räumen erhält etc. Vielleicht haben die einfach schlechte Erfahrung gemacht, dass gekündigte Arbeitnehmer Schaden angerichtet (Datenklau, "IT-Bomben") haben und kassieren zur Vermeidung dessen generell die Schlüssel ein.
Er kommt aber doch gar nicht rein, soll er sich da zwei Stunden vor die verschlossene Tür stellen?
Woher weisst Du das? Er muss ja hingehen um zu sehen ob er rein kommt oder nicht.
Weil seine Chefs in einer ganz anderen Stadt in der Hauptzentrale sitzen und seine beiden Kollegen immer erst zwei Stunden später anfangen, als seine Arbeitszeit ist. Und wenn sie ihm den Schlüssel abnehmen und er trotzdem reingeht, ist das dann nicht Hausfriedensbruch?
Er muss zur Arbeit gehen, nichts weiter. Wenn sein Chef ihn dann nicht reinlässt oder dafür sorgt, dass er rein kann ist es etwas anderes, aber er muss erstmal erscheinen! Wenn er nicht hingeht, bleibt er unerlaubt der Arbeit fern. Sein Chef ist doch nicht verpflichtet ihm einen Schlüssel zu geben, er könnte ja selbst aufschließen oder einen anderen hin schicken.
Außerdem hat er ja bis dahin noch genug Zeit bei seinem Chef anzurufen und ihn zu fragen, wann er an seinem Arbeitsplatz sein soll und wie er rein kommt.
Kurze Rückinfo für alle, die es interessiert, wir haben uns heute von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten lassen. Der sagt: NICHT mehr zur Arbeit gehen. Wenn einem der Schlüssel abgenommen wird und nicht gesagt wird, wann und wo man wieder arbeiten kommen soll, schriftlich die Arbeitskraft anbieten (haben wir per Mail und Einschreiben gemacht). Wenn darauf keine Antwort vom Chef kommt, nicht hingehen. Mehr als seine Arbeitskraft anbieten kann man nicht, man müsse sich aber auch nicht vom Chef verar.... lassen.