Frage von tivoll,

Enorme Heizkostennachzahlung

Meine Mutter bewohnt eine 46qm Wohnung,seit 2006 soll sie ständig Heizkosten in enormen Höhen nachzahlen.Wir haben einen Anwalt eingeschaltet, haben jedoch verloren, weil die erste Nachzahlungssache ein Musterverfahren war, werden die anderen Jahre jetzt auch fällig.Jetzt kam die neue Abrechnung wieder von 680€.Das Gericht hat beschlossen, die Einheiten sind verbraucht worden, aber Umstände wie schlechte Lage der Wohnung und Einrohrheizung würden das noch etwas begünstigend für diesen Verbrauch sein.Sie zahlt montl.54€ vorraus. Zu den Nachzahlungen würde sie als einzelne Person einen Verbrauch von 1300 hoch gerechnet haben.Ist das ein normaler Wert?Ich weiß so langsam nicht mehr weiter.Sie ist Rentnerin und sowas muß sie im Alter noch mit erleben wie der Vermieter recht bekommt, es ist unglaublich.Hätte der Vermieter uns bei Besichtigung der Wohnung und vor dem Mietvertrag darauf hinweisen müssen, das es auf Grund der Wohnung zu einer enormen Nachzahlung trotz Vorrauszahlung kommen kann.Gibt es da rechtliche Vorschriften, wo wir den Vermieter vielleicht festnageln können?Kann mir jetzt die Verbraucherzentrale noch helfen?Kann mir nicht vorstellen, diesen Verbrauch für andere Mieter durch die Einrohrheizung rechtlich zahlen zu müsen.Vielen Dank für Antworten

Antwort von outfreyn,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wieso wurden denn die Vorauszahlungen nicht angepasst? Wenn ich weiß, dass die tatsächlichen Kosten jahrelang höher waren als die Summe der monatlichen Vorauszahlung, kann man doch die monatliche Umlage anpassen.

Das muss im Zweifelsfall von Euch ausgehen - der Vermieter ist gesetzlich nicht gezwungen, überhaupt irgendwelche Nebenkostenvorauszahlungen zu fordern. Es ist ihm nur untersagt, überhöhte Nebenkostenvorauszahlungen zu verlangen.

Kommentar von tivoll,

Klar wir haben sofort den Anwalt eingeschaltet und es wurden Überprüfungen gemacht, es ist aber nicht andem warum sie die Kosten erhöhen sollte, sondern die Lage und die Umstände der Einrohrheizung sind geprüft worden.Deshalb hat man die Erhöhung nicht gemacht, da für eine Person so ein Verbrauch doch nicht nachvollziehbar ist oder?.Sie ist Rentnerin und hat keine fette Rente um mal eben so zu erhöhen, sie wohnt in einer Seniorenanlage so das das eigentlich nen guter Wohnort sein sollte.Ich wollte nur wissen ob der Vermieter hätte hinweisen müssen, aber scheinbar werde ich nichts erreichen.

Antwort von LittleArrow,

@tivoli: Hat Deine Mutter einen Wäschekondenstrockner in der Wohnung stehen? Wenn ja, dann antworte bitte.

Antwort von co2online Partner,

Unter dem externen Link http://www.bfw-gohl.de/?Informationen:VDI_2077 finden Sie das Thema „Rohrwärme“ gut beschrieben. Vielleicht sind diese Infos für Sie hilfreich. Falls der Link nicht direkt funktioniert, einfach nach "Rohrwärme" suchen.

Kommentar von tivoll,

vielen lieben Dank für die Info.

Antwort von Tabaluga1961,

nun ja - Gefühle sind hier fehl am Platz. Weitere Fragen stellen sich. Wie ist das Haus isoliert??? Dach + Dachdecke.

Einrohrheizung ist natürlich sehr ungünstig, aber es gibt da nix zu rütteln. Überlegt einen Umzug in ein modereres Haus.

Kommentar von Tabaluga1961,

wer hat denn die HK Abr. gemacht. WElche Erfassungsgeräte sind eingebaut?? Verdunster oder elektronisch.

Kommentar von tivoll,

Natürlich Techem, da sind elektronische Messgeräte, aber die sind schon geprüft worden, mit dem Hinweisbauseitig Ventile lassen Wärme durch es fließt wärme durch!Aber hat wahrscheinlich beim Gericht auch nicht mehr die Aufmerksamkeit bekommen.

Kommentar von tivoll,

eben nicht isoliert,hat 2 außenwände und nen flachdach,fenster undicht usw.aber das sieht man ja leider alles später oder zu spät.Deshalb sagen die ja vom Gericht zu den Heizkosten kommen nat.noch leider die Umstände schlecht Lage der Wohnung und das sie halt pech hat, das die Zähler mitzählen wenn der Untermieter die Heizung aufdreht.Dumm gelaufen.Hab heut mal die Rechnung mit dem Vorjahr verglichen,komischerweise ist dieses Jahr alles günstiger gewesen von Brennstoff und die Werte die die da nehmen und trotzdem kommt so ne enorme Menge zusammen und der Gesamtheizkostenverbrauch fürs Haus liegt bei 29000 und letztes Jahr bei 35000.Ich werd das einfach mal prüfen lassen, aber wer macht sowas mal eben schnell.Danke für deinen Tip

Kommentar von Tabaluga1961,

ha - da isset. Elektronische sind bei Einrohrheizung unvorteilhaft. Am besten frag mal bei techem nach, die müssen das wissen, 1. das es eine einrohrheizung ist und 2. die Lösung abrechnungstechnisch.

Antwort von co2online Partner,

Die Heizspiegelkampagne, die vom Bundesumweltministerium gefördert wird, bietet die kostenlose Überprüfung der Heizkostenabrechnung oder Energierechnung an. Es müssen Belege für mindestens 365 Tage vorliegen. Bewertet werden der Heizenergieverbrauch und die Heizkosten auf Angemessenheit. Ein entsprechender Gutschein ist unter www.heizspiegel.de verfügbar. Mit dem Gutachten erhält man auch ein Schreiben, das an den Vermieter weitergeleitet werden kann, um ihn über die Ergebnisse der Überprüfung und Einsparpotenzial am Gebäude zu informieren. Ganz neu ist übrigens, dass das Heizgutachten auch die Heiznebenkosten (Messdienstleister, Betriebsstrom) bewertet und etwaige Überzahlungen sichtbar macht!

Kommentar von tivoll,

Hallo, es ist so, wie ich schon beschrieben habe.In diesem Haus ist eine Einrohrheizung,sobald die unteren Mieter aufdrehen, zählt es durch die bei meiner Mutter mit warm werdenden Rohre fleißig mit.Der sachverständige hat beim Gericht auskunft gegeben das pro qm 35 Euro normal wären.Da frag ich mich doch, gehts noch?Klar ist sie älter,jedoch kontrollier ich ständig seit der 1 Abrechnung ihr Heizverhalten,sie hat die Wohnung nicht zu warm, sondern im gegenteil, sie spart eher und sitzt im kalten,weil sie Angst vor diesen riesen Nachzahlungen hat.Wir hätten damals erhöhen müssen, aber man glaubt ja immer noch an die Gerechtigkeit, so das wir dachten wenn es vor Gericht geht werden wir gute Chancen haben.Jedoch finde ich ist es doch für ne einzelne Person 100 € als Vorrauszahlung sehr hoch angemessen oder, das zahl ich ja für 4 Personen.Also werd mal da nachsehen, was Sie mir geraten haben.Were jetzt die Wohnung kündigen, da die AWO nicht entgegen kommt und evtl.ne andere Wohnung innerhalb des Hauses gibt.Auf einer Art gut, wer weiß was da wieder los wär, aber es ist ja immer ne finanz.Sache bei Rentnern und erst mal ne Wohnung finden.Ich weiß auch nicht mehr so groß weiter.Werd noch Einspruch in die Abrechnung macchen und nächste Woche beim Anwalt wieder vorsprechen, was wir noch machen könnten.Aber danke schon mal für Ihre Beantwortung, den manche geben keinen Rat sondern geben nur besserwisserische Sachen an,das hilft nicht unbedingt weiter.

Antwort von Padri,

Wie outfreyn schon schrieb, muss die monatliche Vorauszahlung angepasst werden, dann entstehen hohe Nachzahlungen erst gar nicht. Dies kann auch Ihre Mutter tun und nicht warten bis sich der Vermieter meldet. Bedenken Sie bitte, dass Rentner in aller Regel höhere Heizkosten haben als Berufstätige, da sie eben im Winter den ganzen Tag zu Hause sind und die Heizung an haben. Zudem bewegen sich ältere Menschen weniger und haben oftmals ein ganz anderes Temperaturgefühl als Jüngere. Das alles trägt dazu bei, dass Ihre Mutter hohe Heizkosten hat. Das hat nicht immer nur etwas mit der Wohnung zu tun und der Lage schon gar nicht.

Antwort von ErsterSchnee,

Warum wohnt sie denn dann noch da?

Und der Vermieter muß Euch nicht darauf hinweisen, da müßt Ihr schon selber fragen. Und was soll die Verbraucherzentrale machen, wenn schon das Gericht entschieden hat?

Kommentar von tivoll,

Wir suchen schon seit der ersten Abrechnung andere Wohn.aber das problem ist als Rentner mußt so einige bedingungen der Ämter einhalten.So schlau waren wir schon.Der Vermieter hat uns nichts über höhere Nachzahlungen gesagt, haben da schon gefragt.Im Grunde genommen, ist der froh diese Bude vermietet zu haben und es ist noch zu bemerken es ist eine Seniorenanlagen.Es geht einfach darum nicht aufzugeben und sich diese erneute abrechnung gefallen zu lassen, deshalb wollte ich die Verbraucherzentrale noch aufsuchen, da sich meine Mutter immer mehr verschuldet.Werden jetzt kündigen, aber die Sache steht ja trotzdem noch aus.

Kommentar von Padri,

Die Verbraucherzentrale ist für Mietsachen nicht zuständig! Und was bitte sollen die machen, wenn schon Urteile vom Gericht vorliegen?

Antwort von Mangar,

muss sie mehr vorraus zahlen..

Kommentar von tivoll,

Ist klar, aber wenn sie noch mehr erhöht deckt sie auch nur die Kosten ab die sie verbraucht haben soll, da ist nur der Rahmen abgedeckt was sie an Vorrauszahlung und Nachzahlung hat.Das hilft bestimmt in einer gewissen Weise, wenn sie ne fette Rente hätte.

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