Frage von Alien404, 91

English lernen wie ein Muttersprachler geht das?

Halo ich möchte english so gut wie ein Muttersprachler reden. Wie gelingt mir das ich schau sehr viele Filme auf english und lerne auch neue Vokabeln aber es dauert zu lange was hilft noch und was ist am beste.

Antwort
von Dahika, 17

Leider geht das letztlich nur, wenn du eine Zeitlang in England lebst. Englisch ist eine idiomatische Sprache und die Idioms lernt man leider nicht wie Vokabeln. Man kann es versuchen - ich habe ein ganzes Buch voller Idioms - aber es geht nicht. Man muss sie einfach im lebendigen Sprechen anwenden.

Natürlich kann man sich auch anders ausdrücken, die Idioms umschreiben, aber dann merken die Briten/Amis. etc.. , dass man zwar wunderbar Englisch reden kann, aber halt kein  native Speaker ist.

Darum ist Englisch übrigens eine schwere Sprache. Jedenfalls, wenn man sie auf Native Speaker Niveau sprechen will. Man lernt sie nur im Lande selbst perfekt.

Aber um Englisch sehr gut zu beherrschen, hilft es, viel zu lesen, und viele Filme etc.. zu gucken. Leider ist das aber nur das passive Englisch. Vom guten Verstehen zum Reden ist es leider ein großer Sprung. Das ist bei uns im Sprechenlernen aber nicht anders. Kleine Kinder verstehen schon viel, was man ihnen sagt, aber wenn sie reden müssen, kommt dann halt oft nur:
"Hansi, Eis haben." heraus.

Oder wie meine Nichte mal sagte: "Au bau ha."  Das hieß: der Kater Tommi, der ein krankes Auge hat, ist über den Weihnachtsbaum in den Garten gesprungen und weg. " Ha = weg.

Ich verstehe (fast) alles im Englischen, lese es auch mühelos. Aber mein aktives Sprechen ist in letzter Zeit mangels Übung arg rostig geworden.

Antwort
von holjan, 5

Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich durchaus der Meinung, das es möglich die Sprache auf einem Niveau zu beherrschen, das einem Muttersprachler nahe oder gar gleich kommt.

Voraussetzung ist natürlich auch ein gewisses Sprachverständnis, Interesse, Übung und Geduld. 

Mit Filmen und Serien in der entsprechenden Sprache, aber auch dem Lesen von Büchern ist man schon mal auf einem guten Weg. 

Das Sprachgefühl, kann dadurch deutlich gesteigert werden, aber auch das Aufnehmen neuer Vokabeln wird dadurch gefördert, da man die Bedeutung jeweils relativ problemlos aus dem Zusammenhang heraus erkennt.

Deutlich schwerer als das problemlose Verstehen ist das aktive Sprechen.

Ich bin z.b. seit jeher ziemlich interessiert an der englischen Sprache. Habe schon in frühen Jugendjahren wenig bis keine Probleme gehabt englische Texte zu lesen und zu verstehen, konnte auch Filmen/Serien in englischer Sprache problemlos folgen.

Als jemand der sich auch für Computergames begeistern kann, hatte ich über die Jahre häufig die Gelegenheit auch auf internationaler Basis mit anderen zusammen zu spielen. Vielen fiel bei der schriftlichen Kommunikation gar nicht auf,  das ich kein Muttersprachler bin.

Da das immer so gut geklappt hatte, schloss ich mich in einem Spiel dann auch einst einer englischsprachigen Gemeinschaft (Gilde, Clan) an und wie es so üblich ist in vielen Spielen, trifft man sich dann auch in diversen Sprachprogrammen (Teamspeak, Ventrillo etc.).

Ich erinnere mich daran, wie schwierig es für mich plötzlich war, mich mit den anwesenden Muttersprachlern zu unterhalten. Zum einen war ich gehemmt (man will ja auf keinen Fall was falsch sagen), zum anderen gelang es mir nicht schnell genug die richtigen Worte zu finden.

Mir fiel also auf, das ich noch viel zu sehr überlegen musste, wie was formuliert werden muss...einfach auch nur Vokabeln abzurufen um ungezwungen mitreden zu können.

Wenn sich dabei dann auch noch nebenbei auf's Spiel konzentriert werden musste, ging gar nichts mehr.

Das hat mich seinerzeit ziemlich geschockt und demotiviert, da ich davon ausging, das ich die Sprache doch längst super beherrschen würde und überhaupt nicht damit gerechnet hatte, das es so schwierig ist, aktiv zu sprechen.

Ich habe mir daraufhin angewöhnt gelegentlich Dialoge in Englisch mit mir selbst zu führen. Quasi also Gespräche simuliert und dabei aktiv gesprochen. Auch habe ich die Gelegenheit ergriffen mich auf einen Job zu bewerben in dem nur Englisch gesprochen wird, was auch nicht unwesentlich half, das aktive Sprechen zu üben.

Mit der Zeit klappte dann die aktive Kommunikation mit den Muttersprachlern auch besser. Mittlerweile habe ich keinerlei Hemmungen mehr und kann mich selbst, wenn ich eigentlich auf etwas anderes konzentriert bin mit Muttersprachlern unterhalten.

Manchmal träume ich auf Englisch und manchmal finde ich sogar gar nicht mehr die richtigen deutschen Worte, wenn ich bestimmte Situationen beschreiben will, weil ich die englische Sprache mittlerweile so sehr in meinen Alltag integriert habe.

Ob ein Muttersprachler, der eine Herkunft nicht kennt, den Unterschied bemerkt weiß ich nicht. Ist aber auch nicht wichtig für mich.

Das was für mich wichtig war, war einen Stand zu erreichen auf dem ich nicht mehr darüber nachdenken muss was ich sagen will bzw. im Kopf nicht mehr aktiv umdenken muss, sondern quasi die Sprache sozusagen ins Blut übergeht - man intuitiv spricht und versteht.

Das hat aber viele Jahre gebraucht (ich bin jetzt 38...beschäftige mich aktiv seit ca 25 Jahren mit der Sprache).

Mein Tipp: dranbleiben und versuchen die englische Sprache soviel wie möglich in den Alltag zu integrieren. Wenn man die Gelegenheit hat Urlaub im englischsprachigen Ausland zu machen oder dort einige Zeit zu leben ist das sicherlich hilfreich, aber wie gesagt - für notwendig halte ich es in der heutigen Zeit nicht mehr.

Antwort
von emily2001, 24

Hallo,

Sprachaufenthalt! Am besten mit einer gut bewerteten Schule...

https://duckduckgo.com/?q=gut+bewertete+englischschulen+f%C3%BCr+ausl%C3%A4nder+...

Ich kann dir auch St. Clare´s Hall in Oxford empfehlen.

Emmy

Kommentar von emily2001 ,
Antwort
von LordofDarkness, 31

Wie ein Muttersprachler wirst du Englisch niemals lernen. Unser Gehirn funktioniert im Kindesalter noch anders, deswegen lernst du deine eigene Muttersprache (ich gehe mal, trotz deiner recht bedenklichen Schreibfehler, von Deutsch aus) auch, ohne Vokabeln und Grammatik pauken zu müssen. Daher kann man einem Kind auch problemlos zwei oder sogar drei Sprachen aus verschiedenen Sprachfamilien gleichzeitig beibringen, ohne dass es diese miteinander vermischt. Ab einem bestimmten Alter geht das nicht mehr, und man muss alles in mühevoller und langwieriger Kleinarbeit erlernen.

Was für dich am besten ist, kommt auf dein aktuelles Leistungsniveau an. Ein Auslandsaufenthalt in einem englisch-sprachigen Land ist die beste Möglichkeit, die Sprache sozusagen im Alltag zu lernen. Hierfür sind aber schon gewisse Artikulationsfähigkeiten nötig, sonst stolpert man nur von einer peinlichen und unverständlichen Situation in die nächste.

Wenn du noch nicht so weit bist, hilft eventuell auch ein Lernprogramm wie Duolingo. Das ist kostenlos, funktioniert auch als App, und du kannst mit Duolingo gezielt deine Schwachpunkte finden & bekämpfen, Vokabeln erlernen, und durch die Vervollständigung von Sätzen auch praktisch anwenden. Eine weitere Option wäre Memrise - das ist aber nicht so durchstrukturiert wie Duolingo.

Wie weit du schon bist, weißt nur du selber - das kann hier keiner beurteilen.

Kommentar von Alien404 ,

Mein jetziges Niveau ist b1

Kommentar von earnest ,

Man sollte gerade bei Sprachen nie "nie" sagen ...

Antwort
von mlramsl, 22

Englisch ist zwar im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen eine sehr leichte, aber wie ein Muttersprachler zu reden ist dann trotzdem schwer.

Ich kann dir mal an meinem Beispiel erklären wie ich es gelernt habe (mein Englisch ist zwar nicht perfekt, aber das ist es ja von keinem und jeder macht mal Fehler, auch im Deutschen).

Meine mum war früher Dolmetscherin (Englisch) und hat mir schon in sehr jungem Alter Englisch beigebracht und andauernd mit mir Englisch geredet. Natürlich war das eine große Hilfe, aber der Großteil kam erst später dazu. Ich war immer gut in Englisch in der Schule, bis zur 8. Klasse, wo meine Noten nicht so toll waren (3-4). Ich weiß nicht weshalb, aber es hat mir eigentlich nie was ausgemacht, mein gesprochenes Englisch war noch immer besser als das von denen in meiner Klasse. Ich war darauf auch sehr stolz. Damals war ich aber noch lange nicht auf dem Niveau auf dem ich heute bin.

Nach einiger Zeit habe ich angefangen ALLES, wirklich ALLES auf Englisch zu lesen. Dann habe ich Serien (sehr hilfreich) und Filme auch auf Englisch geschaut. Nach einiger Zeit habe ich auch Leute aus UK und USA in Foren etc. kennengelernt und dann mit ihnen auf Englisch geredet und geschrieben. Das hilft auch immer sehr viel. Heute bin ich schon da, dass mein Englisch besser ist als mein Deutsch (obwohl ich 8+4 Jahre in Deutschland gelebt habe (ich komme eigentlich nicht aus Deutschland, auch nicht aus einem Englischsprachigem Land)). Ich denke auch auf Englisch und mache so gut wie alles auf dieser Sprache.

Noch was: Vokabeln lernen ist zwar gut, aber bringt so nicht viel. Zumindest aktiv nicht. Du musst das Vokabular passiv lernen (also durch Filme, Bücher etc.) Und da darfst du dann auch nicht jedes Wort nachschlagen, du musst es aus den Kontext verstehen, so lernt man es ja wenn man ein Kind ist. Damit lernst du nämlich auch sofort die Zusammenhänge und wie es im Satz benutzt wird. Natürlich kannst du auch mal nachschlagen, aber dann am besten in einem einsprachigen Wörterbuch (englisch-englisch). Dann kannst du Sachen zwar nicht direkt übersetzen, aber weißt was es heißt, wie Muttesprachler eben.

Wie immer ist Übung am wichtigsten. Üben, üben, üben. Man kann es schaffen, auch wenn es schwer ist. Im Ausland wäre es natürlich am leichtesten, aber nicht jeder hat eine Chance darauf.

Viel Glück!

Kommentar von Dahika ,

Englisch ist zwar im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen eine sehr leichte,

genau das ist falsch. Englisch ist eine schwere Sprache, jedenfalls, wenn man sie annähernd perfekt sprechen will.

Kommentar von mlramsl ,

Also ich lerne Chinesisch und Russisch und bin Muttersprachlerin in Ungarisch. Ich glaube im Gegensatz dazu ist Englisch ziemlich leicht... Sorry, aber ist so. Ich kenne Leute die in ihren 8 Jahren Englischunterricht am Gymnasium gelernt haben FAST perfekt zu sprechen. Natürlich ist es schwer, jede Sprache ist Schwer, aber relativ gesehen gehört sie noch zu den einfacheren (eg. kein neues Alphabet, keine Zeichensprache, keine Suffixsprache, öfter ähnliche Syntax wie im Deutschen)

Kommentar von Dahika ,

Ich kenne Leute die in ihren 8 Jahren Englischunterricht am Gymnasium gelernt haben FAST perfekt zu sprechen.

Unsinn. Vielleicht merkst du den Unterschied nicht, aber ein gebürtiger Brite merkt ihn sofort.

Kommentar von mlramsl ,

deshalb ja das fast. ich bemerke die fehler. Klar. Ich habe auch schon Englischlehrer gehabt die nicht wirklich englisch konnten. Und woher weißt DU sowas wenn du selbst keiner bist? Um ehrlich u sein ging es garnicht darum und du redest wieder über was ganz anderes und suchst nur Fehler. Ich hab echt keine Lust und Zeit darauf. Von mir aus kannst du machen und denken was du willst....

Antwort
von Kickflip99, 37

Wirklich wie ein Muttersprachler geht nur wenn man viele Jahre in einem englischsprachigen Land lebt. Selbst dann ist es schwierig. Ein Muttersprachler hat üblicherweise einen extrem höheren passiven Wortschatz.
Man kann die Grammatik etc lernen und ist dann vielleicht sogar besser als viele Muttersprachler, aber beim Sprachverständnis und Ausdruck werden sie lange überlegen sein.

Kommentar von Alien404 ,

Wenn ich zB in die USA oder nach GB ziehe und dort 20 Jahre lebe meinst du ich könnte dann genauso gut reden und verstehen wie ein Muttersprachler

Kommentar von Dahika ,

na, da hoffe ich doch, dass das schneller geht als 20 Jahre. 100% akzentfrei wirst du es nicht lernen, weil sich die Sprachmuskulatur anders ausgebildet hat. Aber absolut fließend: natürlich.

Kommentar von Kickflip99 ,

Wenn du dich darum bemühst und Talent hast mit Sicherheit

Kommentar von earnest ,

Wenn du damit sagen möchtest, jeder mit Talent und Fleiß könne im Endeffekt das Niveau eines native speaker erreichen, dann irrst du dich, kickflipp.

Kommentar von Dahika ,

so ist es. Das liegt an den Idioms.

Kommentar von Kickflip99 ,

Mit Talent und Fleiß kann man alles, ja. Abgesehen davon war meine Antwort sehr zurückhaltend formuliert.

Antwort
von kulerjunge, 36

Ich weiß dass es etwas schwerer ist zu dieser gelegenheit zu kommen, aber versuch mal urlaub in wales oder den anderen englischen länder zu machen und dich dort mit engländern zu unterhalten

Expertenantwort
von earnest, Community-Experte für Englisch & Sprache, 8

Hi.

Ich möchte dich nicht entmutigen, aber das wird dir wahrscheinlich nicht gelingen. Es sei denn, du bist ein Sprachgenie. 

Mit "fließend Englisch" kannst du aber schon einigermaßen zufrieden sein.

Gruß, earnest

Antwort
von HalloHalloHi, 27

Versuch, auf Englisch zu denken.

Ich selber habs auch nicht anders gemacht als du. Hab auch sehr viel gelesen. Mittlerweile könnte mich keiner mehr von einem unterscheiden.

Englisch schreibt man im Deutschen übrigens noch mit sch :D

Viel Glück bei deinem Unterfangen.

Kommentar von Dahika ,

Mittlerweile könnte mich keiner mehr von einem unterscheiden.

Nun mach mal halblang. Vielleicht kann dich jemand aus Wanne Eickel nicht von einem gebürtigen Briten unterscheiden, aber ein Native Speaker erkennt es sofort.

Kommentar von HalloHalloHi ,

Höre ich da Neid heraus oder wieso musst du mich persönlich angreifen, nur weil ich eine Tatsache aus meinem - dir übrigens vollkommen fremden - Leben darstelle?

Ich glaube, ich weiß über die Reaktionen von Native Speakern auf meine Englischkenntnisse etwas besser Bescheid als du. Ab einem gewissen Punkt wäre niemand von selbst darauf gekommen und jeder war überrascht, dass ich kein Muttersprachler bin.

Antwort
von Rhenukia, 29

Vielleicht erst mal Deutsch lernen wie ein Muttersprachler? :)
Ansonsten Austausch

Kommentar von Alien404 ,

warum?

Antwort
von Keana, 20

Oft Urlaub machen in Grobritannien, Malta oder Amerika.

Englische Songs bei youtube mitsingen :-)


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