Frage von SinaMilly, 228

Englisches Vollblut im Gelände bremsen?

Hey, ich hab da mal eine Frage, und zwar hab ich vor fast einem Jahr mein erstes eigenes Pferd bekommen. Sie ist ein Englisches Vollblut und kommt von der Rennbahn, sie wurde verkauft weil sie zu langsam war....Naja auf jeden Fall ist sie super lieb und total entspannt aber wenn ich im Gelände mit ihr galoppieren will (wir reiten fast nur alleine aus) dann wird sie immer ziemlich schnell und ist nur über relativ harte Paraden in den Griff zu kriegen...Das will ich aber eigentlich nicht machen aber über Stimme und Sitz bekomme ich sie nur sehr selten gebremst...Mir wurde auch schon der Tipp gegeben dass Jockeys immer pfeifen damit die Pferde wissen, dass sie durchparieren sollen, das klappt bei ihr auch super auf dem Platz oder beim longieren und oft auch im Gelände von Trab auf Schritt...Nur mit dem Galopp kommen wir immer noch nicht zurecht und das finde ich mittlerweile sehr deprimierend da wir fast nur am ausreiten sind...Gefährlich ist das Ganze allerdings auch nicht da sie genau weiß wann ich kurz davor bin runter zu fliegen und dann bremst sie aber ich finde es muss ja nicht jedes Mal fast zum Sturz kommen... Habt ihr einen Tipp (oder auch mehrere) wie ich sie besser durchparieren kann? Wäre euch super dankbar für jegliche Unterstützung!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 70

Mal sehen, ob ich dir zu helfen weiß...

Ich habe einige Zeit Galopper im Training geritten und kann nur bestätigen, was Islidur sagt: Rennpferde müssen durchaus regulierbar sein. Der Trainer gibt ganz genau vor, wie viel und wie schnell und in welcher Reihenfolge geritten wird.

Natürlich werden sie im Galopp nicht mit weicher Hand geritten - aber da bist Du ja dran. Allerdings würde ich dann bei einem Galopp im Gelände doch mal lieber fester zupacken, als das was passiert. Davon wird das Pferd nicht " hart im Maul". Im Training galoppieren die Pferde längst nicht jeden Tag, und oft nur ganz locker und langsam. Da sind sie immer weich. 

Ähnlich wie  ausgebildete Springpferde auch - viele davon sind im Viereck wie Butter;  aber kaum zu halten, wenn sie auf den Sprung anziehen.

So - von wegen " Pferde retten", das wäre nicht mein Gedanke dabei. Aber ich würde es durchaus in Erwägung ziehen, so ein ausgebrauchtes Rennpferd zu kaufen, einfach, weil ich sie so gern geritten habe!

Meine Erfahrungen imTraining würde ich dann mit in den Alltag nehmen. Zwar habe ich so ein Pferd bisher nie im Gelände geritten, aber ich weiß ja, wie die so " ticken". Daher würde ich zunächst den Alltag wohl so ähnlich strukturieren  wie den Trainingsplan des Rennpferdes.

Und, was hier auch öfter erwähnt wurde, dafür sorgen, dass das Pferd regelmäßig rennen kann - nicht an der Longe, sondern unterm Reiter. 

( weiteres später, ich muss jetzt weg...)

Kommentar von SinaMilly ,

wow danke ich glaub das war bis jetzt der mit hilfreichste beitrag:D ich hab nur ein schlechtes gefühl dabei wenn ich immer so harte paraden gebe...

es war auch keine rettungsaktion, eine bekannte meiner mutter hat sich am gleichen rennstall ein pferd gekauft und gesagt dass die noch eins verkaufen wollen... da haben wir dann mal vorbei geschaut und ich hab ihr sofort vertraut (hab mich so ganz intelligent zuerst ohne sattel drauf gesetzt da es keinen richtigen gab :D) wir haben uns von allen bestätigen lassen dass sie das bravste pferd vom stall ist und dann haben wir sie mitgenommen, es war liebe auf den 1. blick^^ keinesfalls eine rettungsaktion, aber ich würde mir immer wieder einen blüter holen es sind einfach so wunderbare pferde!

wie sieht das training eines rennpferdes denn so aus- hab mich damit um ehrlich zu sein nie genauer beschäftigt

rennen darf sie manchmal auch auf unserer extra galoppstrecke, ca 1 km nur geradeaus aber nicht jeden tag, vielleicht ein bis zwei mal in der woche wenn der boden gut ist... 

aber wie gesagt, vielen dank für die tipps:)

Kommentar von Urlewas ,

Gerne- das Thema stößt bei mir auf Herzblut... :-)

Ihr habt ne Galoppstrecke? super!

Was dem Pferd nämlich gut täte, ist ab und zu (!) mal volles Tempo zu gehen , möglichst auch eine längere Stecke. Vielleicht kannst Du dir zu dem Zweck auch einen Trainingssattel vom Rennplatz  besorgen - sitzen kann man den Renngalopp ja nicht, und da hat man erstaunlicherweise tatsächlich mehr Halt auf dem entsprechenden Sattel. Die Bügel schnallt man nicht so kurz wie ein Jockey, sondern so, dass die Knie noch gut am Sattel liegen. 

Ich bin nun nicht der Super Fachmann, aber ich erzähle mal, wie das im Training so war:

Wir sind immer zu mehreren geritten, die Reihenfolge wurde vorher festgelegt. ( ich war natürlich nie Vorne, sondern der Rennreiter). Im Training überholen wäre eine Todsünde, das geht gar nicht! Das  wäre  auf der kleinen Trainingsbahn ( besonders bei Regen) halsbrecherisch geworden! 

Der Trainer gab dem ersten Anweisung, wie schnell und wie lange geritten wurde. Man ging immer zuerst mindestens 15  - 20 Minuten Schritt am langen Zügel. Auch beendet wurde das Training immer mit einer ausgiebigen Schrittphase am hingegebenen Zügel. Guter, langer Schritt mit gutem Untertritt war gewünscht, denn " ein Pferd, das keinen Schritt hat, hat auch keinen Galopp", hieß es. 

An den Tagen nach dem Rennen hatte das Pferd ausschließlich Schritt zu gehen, zur Erholung.

An den nächsten beiden Tagen wurde dann auch etwas leichtgetrabt. Beim leichttraben war es gewünscht, die Pferde zwar nicht aufgerichtet wie ein Dressurpferd, aber doch leicht an die Hamd zu reiten.

Nach einer halben Woche kam dann auch ein leichter Galopp dazu, und der wurde in Dauer und Tempo im Laufe der folgenden Woche gesteigert. 

In den letzten 1-2 Tagen wurde das Pensum wieder recht niedrig gehalten, um Kraft zu sammeln. Beim Rennen verausgaben sich die Pferde dann total und das ganze beginnt wieder mit dem Schritttag.... Also im 2- wöchigen Rhyrmus. Allerdings gab es da auch ein Pferd, das lief jede Woche, was man normal nicht macht,  weil es die Pferde kaput machen würde. Aber dieses eine Pferd schien das regelrecht so zu brauchen. 

Dieses sich ab und zu verausgaben mit anschließenden Achritttagen würde ich, wenn ich ein Reitpferd draus machen will, lange beibehalten.

Man muss auch mal dran denken: das Dressurtraining lebt von vielen Übergängen und Wendungen. Das Rennpferd dagegen wechselt jeden Tag die Gangart höchstens 3 mal, vom Schritt ins leichttraben, vom leichttraben in den Galopp und vom Galopp läufst wieder aus zum Schritt am langen Zügel.

Wenn man dann noch überlegt, dass jedes(!) normale Pferd eine viertel Stunde am Stück galoppieren können sollte, dann verstehst Du, warum dien Pferd, was gewohnt war, alle 14 Tafe alles zu geben, nicht zufrieden ist, wenn du kaum mal 5 Minuten Mittelgalopp reitest. Und im Kreis an der Longe - nee... nicht wirklich toll. Klar, ok zum Gymnastizieren - aber nicht, um den gestreckten Galopp zu ersetzen.

Im Winter, wenn die Bahn gefroren war, sind eine die normale Reithalle gegangen . Da mußten wir in dem Tempo, mit dem man grade noch sicher rum kam, 20 Runden reiten, durch die ganze Bahn wechseln mit fliegendem Wechsel und 20 Runden in die andere Richtung. Und das war nur die kleine Notlösung...

Ich würde daher so ein Pferd daher als Abwechslung zur Dressur regelmäßig so lange ( nach Möglichkeit mit hohem Tempo) im Galopp reiten, bis es echt genug hat. Dadurch wird es normalerweise ausgeglichen und besser regulierbar.

Paraden geben kann man im gestreckten Galopp gar nicht. Daher bleibt es nicht aus, dass Du mit der Hand bremsen mußt bei hohem Tempo. Da wirst Du eventuell ( zumindest längere Zeit) mit Kompromissen leben müssen. Das Pferd ist gewohnt, mit Zügelbrücke  galoppiert zu werden, und dass der Reiter dann die Füße nach vorne steckt und sich in den Zügel hängt zum Bremsen.

Damit das im Gelände anders wird, würde ich mir vielen Übergängen da draußen versuchen zu üben, wenn das Pferd etwas  Muskelkater hat von einem ausführlichen Galopp der letzten Tage.

Habe ich übrigens ähnlich bei einem " normalen " Pferd mal so ähnlich gemacht. Das Pferd schien Sooo wild - bis es ein paar mal so lange am Stück galoppieren durfte, bis ich zum Treiben  kam. Seit dem war es zufrieden und weich wie Butter. Da brauchst Du bei einem Rennpferd natürlich Monate, vielleicht sogar Jahre...

Aber ich glaub, Ihr macht das schon, du und dein Pferd :-)

Kommentar von SinaMilly ,

ich kann mich nur abermals bedanken- das sind super tipps! 

leider gibt es hier keine längere strecke auf der man vernünftig galoppieren kann als die 1 km lange aber wir wollen wahrscheinlich bald den stall wechseln wo das dann hoffentlich besser wird...

wir wollen aber auch bald bei ihrem alten rennstall fragen ob wir bei denen mal ab und zu auf die bahn können damit sie mal wirklich gas geben kann^^

ich versuche auch schon immer möglichst lange zu galoppieren aber wenn da dann noch andere auf den vergleichsweise echt winzigen platz mit drauf kommen wird das ganze immer sehr eng...ab mai wird unser springplatz dann wieder freigegeben da hab ich dann auch mehr platz zur verfügung um das alles mal umzusetzen^^

ich hoffe das klappt alles ohne größere probleme, nochmal vielen vielen dank!

Kommentar von Urlewas ,

Freut mich wirklich, wenn ich helfen kann...

Klar,  Platz für gestreckten Galopp ist schwer zu finden. 

Aber so ein Hochleistungssportler hat auch ein vergrößertes Herz und ein riesiges Lungenvolumen. Wenigstens diese kann man ja durch ab und an, wenn du allein bist, durch ausdauerndes galoppieren auslasten. Das Abtrainieren sollte schrittweise passieren. Das machen  auch Vielseitigkeitsreiter so vor der Winterpause. 

Und, hab noch was nachgedacht,  wegen dem Maul: ich denke, dass das feste Ziehen, was sich beim fröhlichenGalopp manchmal kaum  vermeiden läßt, liegt vermutlich einfach am Adrenalin. Da spürt das Pferd einfach nichts als die Freude am Laufen; daher tut es  ihm dann auch  nicht weh, wenn du fester zugreifst. Und nachher reagiert  es ja dann wieder  sensibel, wird also nicht " abgestumpft".

Kommentar von Urlewas ,

Freut mich, wenn ich dir die eine oder andere hilfreiche Anregung geben konnte. Danke für den Stern!

Kommentar von SinaMilly ,

Also ich hab das mit dem bremsen jetzt mal versucht, hab eine neue ca 1.5 bis 2 km lange strecke gefunden...leider war sie da noch schneller als sonst was mich sehr unvorbereitet getroffen hat:D deswegen hing ich auch eher mehr drauf als dass ich da elegant drauf saß :D pferdi liess sich aber nicht beirren und zieht nochmal an^^ hab dann versucht mich so weit wie möglich wieder in die richtige position zu bringen und etwas stärker zu bremsen...nach ca 200-300 m bremsweg gings dann auch aber ich denke da sie so schnell war ist das nicht so extrem schlimm, wir habens ja beidd überlebt:D

Kommentar von Urlewas ,

Richtige Position...

Weißt Du, so ein Jockey sitzt ja nie so elegant  da drauf wie ein Dressurreiter. Der hat ja den Hintern  in der Luft, stemmt die Füße zum bremsen nach vorn und hängt unter Umständen sein ganzes Gewicht in die Zügel. Damals hat man mir gesagt, zur Not solle ich die Zügel über Kreuz nehmen. War zum Glück nie nötig ( ich hätte auch nicht gewußt, wie ich es schaffen sollte, umzugreifen😉).

Mit einem normalen Sattel ist es ja auch noch etwas schwieriger.

Dass man bei hohem Tempo einen etwas größeren Bremsweg hat, ist klar. Da ist wichtig, dass man eine übersichtliche Strecke hat, wo man niemand gefährdet.

An den Tagen nach einem Rennen reitet man ja recht gemütlich, auch einen Art ruhigen Arbeitsgalopp. Wenn das Pferd sich nun lange nicht " auspowern " konnte, ist es natürlich froh, mal richtig ausgreifen zu können. 

Und klar - Solange Du nicht zum Treiben kommst, hat dein  Pferd sich immer noch nicht richtig austoben können. Es war es ja gewohnt, dass man auf der Zielgeraden alles gibt, bevor Schluss ist.

So was ähnliches kenne ich sogar von einem ehemaligen Springpferd. Wenn zum Abschluss einer gelungenen Stunde Dressur locker leichtgetrabt wird, fängt der das spinnen an. Weil er weiß, jetzt ist Schluss, er würde aber gerne weiter machen...

Ich wünsche Dir sehr, dass Ihr beide da gut zusammenfindet! Brauchst halt Geduld und viel Platz.

Kommentar von SinaMilly ,

Danke😊

Antwort
von xttenere, 123

Wird nicht ganz einfach werden.

Als erstes würde ich das Pferd nicht mehr galopieren im Gelände, sondern nur noch gemütlich traben.

Als nächstes, würd ich mir einen guten Reitlehrer oder Trainer nehmen  und zusammen mit dem Pferd nochmals ganz von vorn mit der Ausbildung beginnen.

Das Tier wurde als Rennpferd gezüchtet, und als Rennpferd ausgebildet und trainiert.

Das normale Arbeitstempo muss es noch lernen...und Du lernst dabei auch dazu....man lernt nämlich nie aus in der Reiterei.

Kommentar von SinaMilly ,

wir haben schon mit der ausbildung begonnen als ich sie bekommen habe, mittlerweile geht sie super am zügel auch im gelände nur galopp eben nicht:D

ich galoppier auch erst seit vielleicht 2 monaten im gelände vorher immer nur schritt und trab:)

da mir viele den tipp mit dem Trainer gegeben haben werde ich mich mal umhorchen ob ich jemanden finde^^

aber vielen dank für deine Tipps:)

Kommentar von xttenere ,

Gerne geschehen. Pass auf Dich auf !

Kommentar von SinaMilly ,

mach ich, danke:)

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 105

Hol dir einen guten Rl. Ob Galopper, Warmblüter, Norweger, Noriker, Haflinger oder PRE, die Grundregeln sind für alle gleich, nur das Blutpferde eine harte Hand nun gar nicht ertragen. Weniger als andere Pferde.

Kommentar von SinaMilly ,

das hab ich auch schon gemerkt mit der harten hand:D wie gesagt ich werde mich dann wohl doch mal nach nem neuen rl umsehen müssen:)

Antwort
von beglo1705, 122

An den Hilfen wie Schenkel und  Gewicht arbeiten, so lange bis sie das drin hat und auch nicht mehr vergisst. Vorher sind Ausritte und dann noch allein lebensgefährlich ja fast lebensmüde!

Deine Stute ist nicht ausgebildet, feine Hilfen anzunehmen. Sie wurde früh auf der Rennbahn eingesetzt, da ist es nicht Vordergründig, ein wohlerzogenes, feinfühliges und rittiges Pferd zu haben, sondern eine, die nach vorn prescht, um Preisgeld mit nach Hause zu nehmen.

Ich persönlich würde in diesem Fall einen professionellen Bereiter zu Rate ziehen, der dir und deinem Pferd hilft, das Problem in den Griff zu bekommen.

Ach ja, und vertrau nicht zu sehr darauf, dass dein Pferd immer bremsen wird kurz bevor du stürzt. Da ist oftmals mehr Glück als Verstand dabei.

Kommentar von SinaMilly ,

schenkel und gewicht kennt sie und reagiert normalerweise auch super drauf:) ausgebildet wird sie grade noch, da sind feine hilfen an der tagesordnung, sie nimmt sie sehr gut an. das mit dem bereiter haben wir auch schon überlegt^^

vertrauen werde ich ihr allerdings immer da sie auch mir vertraut und wir kennen uns beide in und auswendig:) ich denke nicht dass es an glück liegt sondern wirklich an ihr, aber danke für deine tipps:)

Antwort
von LyciaKarma, 94

Och Mensch.. wieso müssen dauernd irgendwelche Leute Pferde "retten", mit denen sie gar nicht klar kommen? 

Such dir einen Trainer und Bereiter, der Erfahrung mit Ex-Rennpferden hat. Alleine kriegst du das nicht hin. Außerdem im Gelände nicht mehr galoppieren, das wird lebensgefährlich.

Kommentar von SinaMilly ,

bis auf im gelände galoppieren komm ich super mit ihr klar, bin bis jetzt die einzige die sie auf ihrem rücken akzeptiert, bei allen anderen buckelt sie. wie gesagt neuer trainer wird gesucht

Antwort
von nicinini, 109

Du solltest mehr auf dem Platz üben, ganz viele Paraden, üben üben üben. So was braucht Geduld ansonsten kannst du halt erstmal im Gelände nicht galoppieren. Erstmal üben! Ansonsten hilft es noch zu hoffen das sie im Alter ruhiger wird. Was passiert denn wenn ein anderes Pferd vor dir ist und durchpariert?

Kommentar von SinaMilly ,

auf dem platz funktioniert das ja alles wunderbar da ist sie auch super ruhig nuuuur halt im gelände nicht :D

das mit dem alter wird leider noch etwas dauern da sie erst 6 ist^^

mit anderen pferden haben wir noch nie versucht zu galoppieren, da sie nur mit ihrem besten freund raus geht welcher leider ein kleiner tinker ist der in dem tempo galoppiert in dem sie trabt....

aber ich werds vllt mal ausprobieren, danke:)

Kommentar von nicinini ,

seid vorsichtig. immerhin ist sie zum überholen ausgebildet. aber wenn ihr evtl mal Abteilungsreiten zwischendurch übt, könnte es ja klappen.

Kommentar von SinaMilly ,

ja wir probieren es vllt mal aus, wunder geschehen ja immer:D

Kommentar von Urlewas ,

So lange das Pferd im Sport war, durfte es nur alle 14 Tage mal überholen - im Training reitet man im Lot,  und überholen gibt's nicht!

Kommentar von nicinini ,

lern ich auch noch was :) hab bisher nur bei einzeltrainings zugeschaut

Antwort
von katjesr5, 86

Hallo

mal abgesehen von den anderen Tipps: hast du schonmal probiert die Zügel lang zu lassen und ggf. zusätzlich mit Stimme zu beruhigen? Die meisten Galopper kennen es so dass beim Zieldurchlauf die Zügel locker gelassen werden/ durchhängen. Das ist dann quasi deren Zeichen "so habe fertig". Je mehr man vorne zieht, desto mehr regen sich die meisten auf und geben Gas.
Natürlich das nur eine, ich nenns mal, Zusatzlösung/-variante und heißt nicht dass man das Pferd nicht weiter dressurmäßig reiten/ausbilden sollte..

Kommentar von SinaMilly ,

erstmal danke für den tipp:) ich reite sie generell im gelände mit langen bzw mittellangen zügeln, auch im galopp, hab einmal  versucht länger zu lassen....höhö gab nochmal ne beschleunigung wie vom schritt in den galopp.D

Kommentar von Urlewas ,

Alles klar - nur das vor dem Ziel   erst noch der Endspurt kommt - Mit oft ziemlich schlabbernden  Zügeln...

Zügel wegschmeißen zum Anhalten funktioniert meiner Erfahrung nach eher bei Springpferden.

Kommentar von katjesr5 ,

Bei den 2 Pferden die ich geritten bin bzw. das eine ist nach wie vor meine RB, funktioniert das gut. Wenn sie aufgedreht ist, lasse ich ihr die Zügel lockerer und rede ruhig mit ihr. Es war zumindest ein Versuch wert

Antwort
von Isildur, 60

Hallo,

ist dein Pferd denn von einem Fachmann umgeschult worden? Pferde von der Bahn lassen sich i.d.R. sehr gut kontrollieren und auch in größeren Gruppen schön zurück nehmen - würde sonst sowohl beim Training als auch beim Rennen in einer Katastrophe enden.

An deiner Stelle würde ich versuchen, mal bei einem (Ex)jockey oder einem Trainer für Rennpferde Unterricht zu bekommen, denn die Hilfen unterscheiden sich doch stark.

Leider werden viele Galopper nicht sauber umgeschult, weil sie sich ja schon irgendwie reiten lassen.

Ein weitere Hinweis: Das Pferd was du da hats, war ein Hochleistungssportler. Das was Otoonormalverbraucher von denen verlangt ist ein Klacks.
Bei vielen hilft es, wenn sie auch mal wirklich das machen dürfen, wofür sie aufgezogen und gezüchtet worden sind

Kommentar von SinaMilly ,

also sie wird grad von mir umgeschult und ich bin definitiv kein fachmann :D aber bis jetzt klappt alles super.

das mit dem jockey hab ich auch schon überlegt, meine mutter kennt einen vom alten rennstall von meinem pferd...den könnte ich vielleicht mal fragen...

das haben wir auch schon gemerkt, sie kriegt jetzt extra energie reduziertes  futter und kein hafer oder so^^ ich bewege sie auch am tag meisten relativ lange, oft erst intensiv auf dem platz und dann nochmal ins gelände...manchmal darf sie dann auch dampf ablassen, meistens an der longe...also bis jetzt hat sie sich nie ´beschwert´und ist meistens auch sehr ausgeglichen:)

aber der tipp mit dem jockey ist super, werde ich auf jeden fall nachfragen, vielen dank!

Kommentar von LyciaKarma ,
 sie kriegt jetzt extra energie reduziertes  futter und kein hafer oder so

Das ist der falsche Ansatz - der richtige wäre, dass sie auch mal rennen darf. Kontrolliert. Man muss das eben in Bahnen lenken können, was sie tun will.

.manchmal darf sie dann auch dampf ablassen, meistens an der longe

"Dampf ablassen" macht man weder unterm Reiter noch an der Longe. 

Ein gestreckter Galopp mag gut mal drin sein, aber an der Longe sollen die Pferde ordentlich laufen und arbeiten, sonst ist es extrem schädlich für den Bewegungsapparat. 

Dampf ablassen können die auf der Koppel.

Kommentar von SinaMilly ,

auf koppel bzw. paddock kommt sie jeden tag ewig lange

Kommentar von Isildur ,

Wenn du einen Spitzensportler die Nahrungsenergie kürzt, mag er zwar weniger Kraft haben, dass wird trotzdem nicht viel daran ändern, dass er gerne Leistung bringen würde. In meinem Jahrgang war eine Profisportlerin, die ist selbst nach Verletzungspause und "Kaltstart" ganz locker flockig unsere Laufprüfungen mitgelaufen - einfach aus "Spaß an der Freude". Das sind reine Powerpakete auf Vierbeinen. Triff dich mit dem Jockey, der wird dich sicherlich beraen können

Antwort
von dogmama, 78

dann wird sie immer ziemlich schnell und ist nur über relativ harte Paraden in den Griff zu kriegen

ich frage mich, warum Du Dir einen Galopper kaufst und es Dich dann stört dass das Pferd laufen will. Galopper sind so gezüchtet, schnell laufen liegt diesen Pferden im Blut. Wenn man gemütliche Ausritte bevorzugt kauft man sich kein englisches Vollblut.

Du wirst ohne fachkundige Hilfe nicht weiterkommen, und ob der Mensch einem Pferd etwas abtrainieren kann worauf es seit Jahrhunderten gezüchtet wurde, ist mehr als fraglich!

Kommentar von SinaMilly ,

mich stört es keinesfalls dass sie laufen will, ich liebe es sogar allerdings hätte ich gerne etwas Kontrolle darüber, was wohl nicht zu viel verlangt ist;) Und ich hab sie mir nicht selbst gekauft meine Eltern haben sie mir geschenkt ;D

Antwort
von herja, 79

Hi,

das wird bei einem ehemaligen Rennpferd sehr, sehr schwierig werden, wenn überhaupt möglich sein.

Wirklich helfen kann dir da nur ein erfahrener Trainer, der solch ein Problem schon mehrmals gelöst hat.

Kommentar von Dahika ,

Ja und nein. anständig geritten sind Exgalopper die anständigsten Pferde auf dem Planeten. Man muss halt einen RL finden, der sich der feinen und reellen Reiterei verschrieben hat. guck mal bei den Xenophonleuten.

Kommentar von herja ,

Naja, das Pferd wird ja nicht unanständig geritten! Es macht eben nur das, wozu es gezüchtet und ausgebildet wurde.

Das ist in etwa so, als willst du einen Jagdhund das Jagen abgewöhnen.

Kommentar von SinaMilly ,

sie ist ja nur ein paar rennen gelaufen und ist auch sonst super anständig nur halt im gelände...naja :D

eine RL hab ich zwar aber ich weiß nicht genau ob sie die richtige für uns ist, da sie sehr viel mit druck arbeitet aber meine stute auf druck nur mit buckeln reagiert was ja eig. relativ verständlich ist...ich hab auch noch von keinem gehört der mit sowas mal zu tun hatte, da es bei uns nicht so viele blüter gibt....

Antwort
von KatrinNKS, 76

Ich würde dir auch zu einem Profi raten, der Erfahrungen mit Rennpferden hat. Alles andere könnte wirklich mal zu einer Gefahr für euch beide werden. Ein Profi kann dir auch sagen, ob es ggf. ein Problem von dir ist, bzw. in der Kommunikation zwischen dir und deiner Stute.

Ich würde das Problem ansonsten bei der Bodenarbeit angehen. Übe mit ihr Galopp und Paraden, in dem du ein bestimmtes Zeichen einführst, welches du mit ihr ganz sicher und in Ruhe aufbaust. Und erst wenn es an der Longe klappt, würde ich es dort versuchen, wo sie sich gut durchparieren lässt.

Sitzt es sicher und ich meine wirklich sicher! Auch nach dem 5 und 6 mal, DANN würde ich erst wieder im Gelände beginnen. Das muss eine Routine werden und nicht erst dann enden, wenn es zur Gefahr wird.

Kommentar von SinaMilly ,

das problem ist dass wir ja bereits ein zeichen haben, und zwar das pfeifen welches sie schon seit jahren kennt...

Kommentar von KatrinNKS ,

Aber was ja abgenutzt ist. Daher würde ich es entweder noch mal neu aufbauen oder eben ein neues Zeichen einführen.

Kommentar von SinaMilly ,

hab ich ja gemacht, habs zuerst an der longe geübt ( nachdem ich sie ca ein halbes jahr hatte), als es da dann geklappt hat beim reiten auf dem platz dann im gelände....normalerweise reagiert sie super drauf, man kann sie auch prima damit beruhigen wenn sie mal etwas nervös ist:D noch dazu reagiert sie meistens auch auf ein einfaches halt bzw alle möglichen wörter wenn man sie beruhigend ausspricht

Antwort
von Jipslica, 86

Hallo, ich bin zwar kein Pferdeprofi, aber eine Freundin von mir hatte auch mal Probleme mit ihrem Pferd in diese Richtung. Sie hat es dann irgendwann zum Stillstand gebracht. Danach ist sie etwas schritt gegangen, aufgestiegen und einige Stunden durchgaloppiert und getrabt, in den Schritt ist sie in dieser Zeit nicht gegangen. Jedes mal wenn das Pferd langsamer wurde hat sie es wieder und wieder angetrieben. Das Pferd war danach durchgeschwitzt und schaumig, von da an hat es sich zweimal überlegt, ob es wirklich nochmals durchbrennen möchte... Vielleicht würde das auch helfen, das Pferd merkt sich ja, wann es seinen Willen bekommt und wann nicht, wenn du den Willen nicht durchsetzen kannst, tu so, als wäre es auch dein Wille und zieh es länger durch als dem Pferd lieb ist.

Kommentar von beglo1705 ,

Für die Motivation und das Vertrauen des Tieres ist diese "Methode" alles andere, als förderlich.

Kommentar von Dahika ,

stimmt. Du hast keine Ahnung. So erziehst du Durchgänger.

Kommentar von Jipslica ,

Wie gesagt, ich habe nicht viel Ahnung von Pferden, ist halt die Erfahrung die sie gemacht hat... Das Pferd ist danach bei ihr nicht mehr durchgegangen, bei der Reitbeteiligung jedoch schon.

Kommentar von beglo1705 ,

Eben. Somit ist die Ursache nicht behoben.

Kommentar von SinaMilly ,

vielen dank für den lieb gemeinten tipp aber so möchte ich ihr das nicht beibringen...

Kommentar von Urlewas ,

Würde bei diesem Pferd vermutlich sind nicht klappen - eher dreht es durch.

Kommentar von SinaMilly ,

bzw es freut sich und wird immer schneller :D

Kommentar von MissDeathMetal ,

die methode kenne ich auch und auf dem Platz setze ich das oftmals auch so durch. Gerade bei Pferden die meinen, sie könnten so der Arbeit entgehen. Die dürfen dann noch ein paar Runden ackern bis sie schwitzen... danach überlegen sie sich das zweimal. Bei vielen Schulpferden hilfreich, da andere Reiter die ganze Zeit nur noch am Bremsen waren und das Pferd so nicht mehr arbeiten musste. Wenn der dann mal was leisten musste war das doof... 

Bei einem Vollblut und im Gelände würde ich das aber nicht empfehlen. Meine würde mir bis München durchrennen und die einzige, die sich das zweimal überlegen würde wäre ich. Zudem ist für ein Galopper das galoppieren aber gerader Bahn keine große Leistung. Die galoppiert dir durch bis nächsten Montag... 

Wenn das Pferd wirklich nur im Gelände diese Problematik zeigt würde ich mich tatsächlich an den Jockey wenden. Die kennen das Training der Pferde und wissen ob das Pferd etwas nicht verstehen kann oder sehr wohl weiß, was es tun soll und es nur nicht macht. Ohne euch gesehen zu haben (wie sie rennt & wie du bremst) urteile ich darüber nicht weiter :) Der Jockey hilft euch bestimmt weiter

Kommentar von SinaMilly ,

genau das wäre auch mein problem :D

also sie rennt sehr freudig auch gerne mal mit ein paar freudenhopsern und ich bremse öhm...ja also ich fange erst leicht an und bremse dann immer ´heftiger´damit sie das ganze nicht so überkommt...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community