hallo an alle,
ich habe neulich einen bericht gelesen in dem es darum ging, dass die englischge sprache prägnanter, kürzer und genauer ist als die deutsche sprache, d.h. das man im englischen mit weniger wörtern dasselbe ausdrücken kann wie im deutschen mtit vergleichsweise mehr wörtern.
was sagt ihr dazu?

Vergleiche einen englischen Duden mit einer deutschen Ausgabe und du wirst merken, dass das stimmt. ;-) aber dafür ist unsere literatur besser.

Ich habe den Eindruck, dass sie nicht so präzise wie die deutsche Sprache ist, da viele Ausdrücke recht allgemein und "übergreifender" ist. Die oft ellenlangen deutschen Ausdrücke sind zwar umständlich, treffen aber besser die genauen Spezifika.

Das stimmt meiner Erfahrung nach. Im wissenschaftlichen Bereich sind die original englischsprachigen Texte sogar inhaltlich viel leichter zu verstehen, als ihre deutschen Übersetzungen.

Das stimmt. Nur, finde ich, hat man im Deutschen sehr viel mehr Möglichkeiten, etwas exakt auszudrücken.

Englisch ist dank der fehlenden Endungen eine sehr flexible Sprache (übersetz mal "coffee to go" ins Deutsche, das geht so prägnant gar nicht).
Es hat eine einfache Grammatik, so z.B. immer die Satzstellung Subjekt-Prädikat-Objekt, ob nun im Haupt- oder Nebensatz.
Der Hauptgrund dafür, dass Englisch sich als "Weltsprache" durchgesetzt hat, ist meiner Meinung nach aber, dass es eine niederwertige Sprache ist, was nichts schlechtes oder gar beleidigendes bedeutet, sondern lediglich, dass ein Wort wenige Bedeutungen hat, im Gegensatz zu Deutschen beispielsweise, das eine höherwertige Sprache ist (vgl. deutsch "Himmel" und englisch "heaven" und "sky"). Dadurch erlaubt das Englische treffendere, eindeutige Bezeichnungen.
Ich denke aber auch, dass politische Gründe eine Rolle spielen; zur Kolonialzeit war das britische Empire weltbeherrschend, heute ist es die Vormachtstellung der USA, die die Verwendung von Englisch begünstigt.

Der Satzbau im Englischen entspricht i.d.R. der Folge Subjekt-Prädikat-Objekt, was die Lesbarkeit eines Satzes vereinfacht und die Verständlichkeit erhöht. Das Vorurteil, dass die deutsche Sprache nuancierter sei als die englische, ist dagegen ein solches, allerdings mit einem wahren Kern, denn der Durchschnittsengländer benutzt in der täglichen Sprache weniger Worte als der Durchschnittsdeutsche. Wer sich allerdings die Mühe macht, die Times (zum Beispiel) zu lesen, wird schnell feststellen, dass auch die englische Sprache über überraschend viele und nuancierte Begriffe verfügt, die geeignet sind, einem deutschen Schriftsteller Tränen des Neids zu entlocken. Das deutsche Wissenschaftstexte oft so verschwurbelt daher kommen, liegt am Sozialprestige der Verfasser und hat nix mit der Sprache zu tun, sondern mit denen, die sie benutzen!
Ich stimmte Dir zu, wenn Du am Ende gesagt hättest: ".. liegt am gewünschten Sozialprestige der Verfasser und hat nichts mit der Sprache zu tun, sondern auch mit denen, die sie nicht nur nutzen, sondern dahinein ihre implizite, nicht ausgesprochene Erwartung projezieren!"
Das stimmt. Wenn du z.B. eine Übersetzung von einem Goethe siehst, wird dir übel. English ist eben "einfach".
ist das vll. ein grund dass bei organisationen wie z.b. der unesco englisch verwendet / benutzt wird, da diese sprache einfacher ist?

Im Englischen kann man mit relativ geringem Vokabelschatz sehr viel mehr als im Deutschen ausdrücken. Das hängt damit zusammen, daß die Verben to be, to have und to do in ihren Formen be/am/is/are/was/were/been, have/has/had, do/does/did/done allgegenwärtig sind und einen sehr großen Teil des Wortschatzes ausmachen. - Andererseits ist Englisch die Sprache mit den meisten Wörtern in der Welt. Wer also über eine sehr gute Sprachbeherrschung verfügen will, muß sehr viel mehr lernen bzw. wissen. Das macht es dann wiederum viel schwerer. Man hat es leichter, wenn man z.B. eine romanische Sprache spricht, weil wir romanischen Wortschatz ständig in der englischen Sprache wiederfinden: answer - respond - reply. Das ist nur ein Beispiel von sehr, sehr vielen.