Frage von maybeiam, 189

England aus der EU?

Was ist eigentlich so schlimm daran, dass England aus der EU ausgestiegen sind? Was sind mögliche Folgen/Katastrophen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von KaterKarlo2016, 46

Guten Abend,

unter anderem können Sie dies aus diesem Leitartikel rauslesen:

http://www.focus.de/finanzen/news/tid-29151/d-d-ccc_aid_903330.html

Auszug:

Besonders die in Großbritannien ansässigen Unternehmen aus dem In- und Ausland werden die Rede des Premiers gespannt verfolgen. Denn Wohl und Wehe der Wirtschaft hängt nicht zuletzt an der EU-Mitgliedschaft. „Jede größere Firma, die sich entscheiden muss, ob sie sich in Großbritannien oder woanders niederlässt, wird die möglichen Folgen eines EU-Austritts abwägen“, so die Citigroup. DieBritenhätten schon jetzt die am wenigsten attraktiven Investitionsbedingungen von allen G20-Staaten.

Der Citigroup zufolge würde es bei einem „Brexit“ für Großbritannien erst recht ungemütlich – aus den folgenden Gründen.

– Der Handel zwischen Großbritannien und EU

Befürworter eines Austritts sind sicher, dass die EU den Briten im Fall einen Austritts einen speziellen Handelsdeal anbieten würde. Das werde die negativen Folgen eines Austritts für das Königreich begrenzen. Die

europäische

Gemeinschaft könnte es sich nicht leisten, Abstriche beim Handel mit dem Königreich zu machen, sagen sie. Die Citigroup glaubt, dass es genau andersherum ist: „Wenn der Handel zwischen Großbritannien und der EU behindert wäre, wäre die Wirkung für die Briten um einiges verheerender als für die anderen EU-Wirtschaften“, schreiben die Analysten. Denn der Export von Gütern und Dienstleistungen in andere EU-Staaten macht 15 Prozent des britischen Bruttoinlandsprodukts aus – umgekehrt tragen Exporte der EU-Staaten nach Großbritannien im Schnitt gerade einmal 2,5 Prozent zu ihrem Bruttoinlandesprodukt bei.

Wahrscheinlicher wäre deshalb, dass die Briten mit der EU eine ähnliche wirtschaftliche Partnerschaft anstreben müssten wie die Schweiz – mit einer Vielzahl von bilateralen Verträgen.

– Handel mit anderen Staaten

Großbritannien könnte sich – befreit von der Regulierung der Arbeits- und Produktmärkte durch die EU – nach einem Austritt auf den Handel mit Nicht-EU-Mitgliedern stürzen, glauben die „Brexit“-Sympathisanten. Doch diese Hoffnung werde sich nicht erfüllen, argumentieren die Experten der Citigroup. Sie weisen darauf hin, dass andere EU-Länder jetzt schon erfolgreicher im Export in Nicht-EU-Staaten seien – trotz der EU-Regulierung. Der Anteil von technologischen Industrien in Großbritannien sei einer der niedrigsten innerhalb der EU15-Länder. „Wir bezweifeln, dass das auf die Mitgliedschaft in der EU zurückzuführen ist – geschweige denn, dass es durch einen Austritt behoben würde.“

– Direktinvestitionen aus dem Ausland

Jede Unsicherheit über die Zukunft Großbritanniens innerhalb der EU wird nach Einschätzung der Citigroup negative Effekte auf den Zufluss von Direktinvestitionen aus dem Ausland haben. Ausländisches Kapital machte 2011 mit 1,2 Billionen Dollar schon 50 Prozent des BIPs im Königreich aus – so viel wie in keinem anderen der zehn größten EU-Länder. Britannien profitiere davon sowohl in Form von neuen Jobs als auch über den Transfer von Wissen und Technologien. In Firmen mit ausländischen Eigentümern lägen die Investitionen pro Mitarbeiter beispielsweise um 89 Prozent höher als in Unternehmen in britischer Hand, schreibt die Citigroup.

KaterKarlo2016

Antwort
von TechnikSpezi, 78

Die ersten Folgen sind jetzt schon zu sehen.

Der Dax sinkt und sinkt. Die Deutsche Bank, BMW... viele machen riesige Verluste.

Der Pfund ist nur noch so wenig wert wie vor unglaublich vielen Jahren.

Die normalen Reaktionen bei sowas halt. Wenn in den USA, z.B. in Kalifornien irgendwelche Anlagen brennen die z.B. Erdöl fördern, dann wird bei uns auch direkt das Benzin wieder teurer.

Antwort
von Derhanse1, 75

Wir exportieren Ca. 80 Millionen Euro in das Land ca. 10tausen Menschen die war herstellen können im schlimmsten Fall Ihren Job verlieren
Dar die vermutlich die waren dann nicht mehr bezahlen können

Antwort
von Modem1, 46

Was wir wissen ,wissen wir über unsere Medien.Hellseher sind wir ja nicht.Aber schlimm?Das müssen die Briten selbst wissen was sie tun: London: Die Geschäftsleute in der Hauptstadt stimmen zu 75% für die EU! Denen ging es unter EU Bedingungen Bestens.Bei den kleinen Leuten war die Begeisterung sehr begrenzt. Für die EU kann der Austritt zwei Szenarien haben: Geht es den Engländern wirklich schlechter in der Zukunft: Dann wäre das gut für die EU Verfechter in den jetzigen Mitgliedsstaaten.Passiert das nicht und den geht es ohne EU besser... animiert das EU Staaten welche jetzt schon kaum Anhänger im Lande haben die EU auch zu verlassen. 

Kommentar von Crack ,

Bei den kleinen Leuten war die Begeisterung sehr begrenzt.

Was aber lange nicht auf alle Landesteile zutrifft,
siehe z.B. Schottland und Nordirland.

Kommentar von Modem1 ,

Irische Butter schmeckt noch nach Butter  ,aber was sonst haben die zu bieten

Kommentar von Crack ,

Nur irische Butter? Denkst Du das ist alles?

Du hast keine Ahnung.

Kommentar von Modem1 ,

Die sind dafür da sie eine Menge Subventionen von der EU bekommen oder meinst du aus lauter Liebe zur EU?Das ist mein Standpunkt. 

Kommentar von Crack ,

Dann sind Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und alle anderen Nettozahler der EU also nur deshalb Mitglieder weil sie keine Subventionen bekommen? Hassen die dann die EU?

Ich denke Du hast das Grundlegende um das es geht nicht verstanden.

Kommentar von Modem1 ,

Das Grundlegende ist die Demokratie. Wie wär es denn hier mal mit einer Volksabstimmung? Ach nee die brauchen wir ja nicht weil das Volk das Grundlegende einfach nicht versteht.Deshalb wird so etwas von Kommisaren bestimmt was "gut?" für die Bürger ist.Ich fand es erfrischend das endlich das Volk abstimmen konnte.Und so sollte es in Zukunft sein.

Kommentar von Crack ,

Ein Volksentscheid ist unter bestimmten Umständen auch in D möglich. Allerdings sehe ich darin eher Nach- als Vorteile, zumindest dann wenn man das Referendum in GB als Beispiel nimmt.

Der Ton mit dem dort Wahlkampf geführt wurde war teilweise weit unter der Gürtellinie. Ein idiotischer Mitläufer erschoss sogar eine Politikerin, [in D wurden bisher "nur" Flüchtlingsheime angezündet].
Was genau jetzt so toll oder erfrischend an 51,9% zu 48,1% sein soll erschließt sich mir auch nicht.
Damit hat man das Land gespalten, mehr hat man nicht erreicht.

Die Schotten denken jetzt erneut über einen Austritt aus dem Königreich aus, alle Stimmbezirke dort waren gegen den Brexit - sie sagten Ja zur EU! Ähnlich in Nordirland, auch hier ein deutliches Nein zum Austritt, ein Zusammenschluss Nordirlands mit der Republik Irland und damit die Abspaltung vom Königreich ist denkbar. Beide zusammen machen mehr als 1/3 des Vereinigen Königreiches aus um mal die Bedeutung klar werden zu lassen...
Die Folgen aus dieser Entscheidung wird die Zukunft zeigen - einen Gewinner wird es aber ganz sicher nicht geben...

Welche Nachteile Volksentscheide haben können kannst Du hier nachlesen: http://www.fixmbr.de/10-argumente-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volk...

Antwort
von 1988Ritter, 15

Der größte Schlamassel wird bei dem Brexit sein, dass GB aus dem europäischen Binnenmarkt fällt.

Sämtliche Handelsgüter sind zukünftig mit Zöllen zu belegen.

Daraus resultiert eine Verteuerung der Waren, was dann die Absatzmärkte schwächt, und zwangsläufig zu einer höheren Arbeitslosigkeit führen wird.

Ich habe die Zahlen jetzt nicht genau im Kopf, aber der Warenverkehr zwischen GB und Deutschland betrug im letzten Jahr 80 Milliarden Euro an Waren von Deutschland nach GB, und 40 Milliarden Euro an Waren von GB nach Deutschland.

Kommentar von Crack ,

Sämtliche Handelsgüter sind zukünftig mit Zöllen zu belegen.

Dafür kann man eine Freihandelszone schaffen,
weder GB noch der EU nützen Zollabgaben.

Kommentar von 1988Ritter ,

Schlupflöcher wurden schon vorab ausgeschlossen.

Antwort
von Stuck1234, 87

Die Folgen wird England jetzt zu tragen haben.
Mit der Zeit wird sich schon zeigen ob das so clever war die EU zu verlassen.
(nein war es nicht) aber man will ja nicht den teufel an die wand malen ;)

Antwort
von peterobm, 61

Noch sind die NICHT ausgestiegen. Das wird aber in Kürze in Angriff genommen und kann noch ne Zeit dauern. 

die ersten Auswirkungen hat es bereits gegeben. Pfund und Euro gefallen

Antwort
von katarofuma, 44

Außer wirtschaftliche Vorteile hat die EU doch nichts zu bieten ...
Von Plänen wie Trinkwasser privatisieren uns zu verbieten mit der Maut nur Ausländer zu belasten oder ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen ist ein Eingriff in die Souveränität Deutschlands...
Vielen Briten geht es halt um die Zuwanderung wobei ich dieses Problem nicht sehe bzw es für mich kein Problem darstellt allerdings kann jeder in der EU so gut wie über alle Grenzen was erstmal gut ist da wir Geld sparen durch Personal welches wir nicht brauchen aber auch durch leichtere Transporte in andere Länder... Dennoch verstehe ich die Briten das die raus aus der EU wollten denn ich würde auch für einen Deutschland Austritt stimmen aber das ist eine andere Sache nun ja die Welt dreht sich weiter ob mit den Briten in der EU oder nicht

Antwort
von blub1404, 114

Jetzt schon zu sehen: Pfund Kurs massiv runtergefallen, Dax runtergefallen, Zoll zwischen EU und UK, Möglicher Austritt von Nordirland und Schottland aus UK und zurück zur EU, weniger Integrierung in der Wirtschaft.

Antwort
von Infomercial, 36

Nichts. Bis darauf, daß die Brüsseler Deppen in Zukunft etwas weniger Einfluß auf England haben.

Ich wette darauf - das tue ich wirklich, bei IG-Markets mit CFDs - daß das Pfund als auch der DAX in spätestens 4 bis 5 Monaten den Verlust wieder rein haben. Is eh alles nur menschendummes Paranoiagehabe an der Börse.

Zölle - gabs vorher schon mal, ging auch, und wir hatten keine 5 Millionen Hartz-Empfänger ... zzgl. den 4 Millionen Arbeitslosen.

England wird uns nicht angreifen, wir werden Englang nicht angreifen. Die Pässe mußte man auch zu EU-Zeiten auf englischen Flughäfen bei der Einreise zeigen. Es haben auch schon zuvor Menschen von außerhalb dort gearbeitet.

Das einzig Schlechte, was passiere kann, wird künstlich und gezielt durch die EU-Kasper in Brüssel eingefädelt. Warum muß es denn Zölle geben, nur weil ein Land nicht in der EU ist??? Einfach mal über solche Kindergartenfragen nachdenken.

Antwort
von Gatios, 69

Frage gibt es schon honey. Sucht bitte nach der Frage: Brexit*

Antwort
von Joshi2855, 57

http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-so-laeuft-grossbritanniens-eu-austr...

Von vor 14 stunden, da wird alles gesagt.

Kommentar von Modem1 ,

Unverschämtheit: Alle Brexit Freunde sind Rechtspopulisten. Wer soll da noch die Wahrheit sagen?Typisch für die parteiische Presse. 

Kommentar von Crack ,

@Modem1

An welcher Stelle des Links willst Du das denn gelesen haben?

Einbildung als Argumentationshilfe?
Ist es schon so weit?

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