Frage von Paddy1970, 30

Energieausweis für vermietetes Haus?

Hallo Zusammen, ich bin vermieter Frischling und hab denke ich schon einen Fehler aus Unwissendheit gemacht. Ich hab mein Haus Baujahr 1968 im Jahr 2005 Saniert (Isolierfassade; Dach; Solartermie mit Heizungsunterstützung) Fenster waren schon zweifach verglasste Kunststofffenster. Ebenfalls habe ich einen Holzkaminofen mit Wassertasche drin. Heizung ist eine Olbrenner Burderus Baujahr 1994 (Kaminfeger sagt das der Sehr gute Werte hätte) Das alles mal nur nebenbei.

Ich hab seit dem 01.04. Vermietet und der Mieter war sehr begeistert von der Ausstattung usw. . Energieausweis oder ähnliches wurde nicht besprochen usw. Auch jetzt kam seitens des Mieters keine Frage dazu.... da ich aber immer etwas Online Lese bzgl. Energieverbräuchen usw. bin ich auf die Vorlagepflicht und Bußgelder gestoßen und hab jetzt Panik hier einen Fehler gemacht zu haben.

Meine Frage ist jetzt, ich mache den Ausweis im Nachhinein...das sollte ja kein Problem dahrstellen...bin ich damit dann aus dem Schneider? Was für einen Ausweis muss ich mindestens machen Bedarfs oder Verbrauchsnachweis?

Was könnte der Mieter für Forderungen stellen wenn er mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein sollte?

Danke für Antworten vorab. gruß

Antwort
von anitari, 17

Die Vorlagenpflicht besteht doch erst seit 2008.

Du hast also nichts falsch gemacht und mußt dem jetzigen Mieter auch keinen Energieausweis mehr vorlegen.

http://www.energieausweis-energieberater.de/energieausweis-verbrauchsorientiert-...

Kommentar von Paddy1970 ,

Hallo, ich hab bis 30.11.2015 selbst darin gewohnt und jetzt seit dem 01.04.2016 erstmalig Vermietet.

Kommentar von anitari ,

Oh, das 01.04 habe ich als Januar 2004 interpretiert;-)

Na dann man los.

Ich persönlich halte das Ding ja für Humbug und Geldschneiderei.

Antwort
von PoisonArrow, 23

Alle Unterlagen hinsichtlich Verbrauch (Abrechnungen usw) rauskramen und zum Energieberater oder Heizungsbauer hingehen.

Entsprechend der "Ausstattung" Deines Hauses wird dann der Energieausweis erstellt.

Halte ich für Unsinn und rausgeschmissenes Geld - ist aber Vorschrift.

Wenn Du dem Mieter den tatsächlichen Energieverbrauch dargelegt hast und ihm die Kosten in Form von realistischen Abschlägen formuliert hast, dann hat das in meinen Augen einen größeren Aussagewert als irgendeine Zahl, die da rauskommt und dem Mieter eigentlich nichts sagt.

Die Strafe für das Fehlen des Energieausweises ist utopisch hoch (bis 50.000 Euro) - allerdings: ohne Kläger keine Klage.

Hat denn der Mieter jetzt diesen Ausweis nachgefordert?

Der Ausweis ändert ja nichts an der energie-technischen Gesamtsituation des Hauses, er dokumentiert diese ja nur.

Einen Energie-Ausweis bekommt jedes Gebäude, einige haben natürlich ein eher ungünstiges Ergebnis.

Das einzige, was den Wert negativ beeinflussen wird, ist Dein alter Ölkessel, der ist natürlich alles andere als A+.

Grüße, ------>

Kommentar von Paddy1970 ,

Hi, Danke für die Antwort...nein erhat nicht danach gefragt. War auch nie das Thema. Ich bin selbst darüber gestoplert. Für die Energiekosten ist er ja komplett selbst verantwortlich da es ja um ein komplettes Haus geht. Er hat meinen HEizoelbestand gekauft zum letzten Tankpreis (2015).

Ich rechne ja nur noch Müll,Wasser und Versicherungen usw. mit Ihm ab.

Kommentar von PoisonArrow ,

E-Ausweis muss normal bereits bei Publikmachen der Vermietabsicht (Annonce, Aushang, Makler...) vorliegen.

Wie gesagt, die größere Aussagekraft hat eine detaillierte Aufstellung der Umlagen / Kosten.

Die Zahl, die nachher beim Ausweis rauskommt (z.B. 2,3) soll dem Interessenten Auskunft geben über den vorherrschenden Standard der Heiztechnik, Dämmung usw. und den daraus resultierenden Energie-Aufwand - im Verhältnis zu anderen Gebäuden, bzw. der festgelegten Norm.

Was diese Zahl konkret für diesen Mieter für dieses Gebäude und somit für seinen Geldbeutel aussagt, ist gar nichts.

Wenn Dein Mieter also bereits den Energie-Verbrauch abgenickt und Dir den Ölvorrat abgekauft hat, gibt es ja im Nachhinein keine Offenbahrung mehr, oder?

By the way:

Der Schornsteinfeger erzählt gerne etwas über die "noch sehr guten Werte" einer Altanlage. Daran verdient er auch mehr als an einem neuen Brennwertkessel.

Ein 22 Jahre alter Ölkessel  ist gemäß EnEV noch nicht zum Zwangstausch verpflichtet, aber effizient arbeiten (aus heutiger Sicht der Technik) kann so ein Gerät definitiv nicht mehr.

Grüße, ----->

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