Frage von zobsi2903, 111

Endstufe 12 Volt über Graupner Netzteil (40A) mit incl. 1 Farad Power Cap betreiben?

Hallo liebe Community! Habe in den nächsten Tagen ein "kleines Projekt" zu bewältigen...

Ich baue mir nämlich für Grillpartys etc. selbst ein Verstärkermodul, bestehend aus PA Endstufe, Autoendstufe (Monoblock 1x1200 Watt RMS), Powercap und natürlich ein Netzteil (13,8V 40A) um die Versorgung der Autoendstufe und des Kondensators (12V) zu gewährleisten. Das ganze wird in ein selbstgebautes Holz-Rack gebaut worin alles fix verkabelt werden soll und bei welchem an der Außenseite lediglich 3 Boxenanschlüsse (2 für die Tops (Magnat Soundforce 1300) und 1 für den Subwoofer (2x 15 Zoll Kicker mit 2x 750 Watt RMS) sowie ein Stromanschluss (230 Volt) für das Netzteil + PA Endstufe ersichtlich ist. Nun zu den eigentlichen Fragen: 1. Würdet ihr zwischen Netzteil und Autoendstufe eine Sicherung wie sie bei Autos im Plus Kabel verwendet wird (glaube 30A - träge) benutzen? 2. Wie würdet ihr das gesamte "Projekt" absichern bzw dimensionieren? 3. Würdet ihr den Eingangspegel für die Autoendstufe (doppel Chinch Eingang) von den Ausgangspegeln der PA-Endstufe "abzapfen" oder sie mittels eines Chinch-Verteilers direkt vom Wiedergabegerät (Laptop) über den Klinkenstecker auffassen? 4. Würdet ihr überhaupt den Powercap in das System integrieren?

Würde mich sehr über schlaue Antworten freuen! Lg

Antwort
von f1atlux, 65

Das ganze nochmal überdenken.

Solange du nicht irgendwo auf 12V festgenagelt bist, macht das wenig Sinn.

  1. Die Watt-Angaben sind dazu da, dass sich das Zeug beim Blödmarkt besser verkauft. Ohne Messung sind das nur irgendwelche Hausnummern.
  2. Die Endstufe wandelt intern die 12V in eine deutlich höhere Spannung um (z.B. 50V), damit die Ströme beherrschbar bleiben. Das gibt es natürlich nicht umsonst, sondern nur mit Verlustleistung (Wärme).
  3. Für ein ordentliches 230V->12V Schaltnetzteil musst du schon ein paar Scheine hinlegen. Die Firma hier http://www.manson.com.hk/ produziert noch die preiswerteren.
  4. Insgesamt brauchst du große, dicke und teure Kupferkabel für die Stromverorgung

Für eine mobile, batteriebetriebene Beschallungsanlage würde ich einen normalen Verstärker zweckentfremden und (wenn er mit 50V arbeitet) die Versorgungsspannung durch 4 Bleibatterien in Serie (~ca.48V) bereitstellen.

-> Hoher Wirkungsgrad, minimaler Aufwand.

Kommentar von zobsi2903 ,

Vueken Dank für die Antwort, leider hast du meine Frage zum Teil falsch verstanden. In gewisser Hinsicht bin ich auf den Autoverstärker (12Volt) festgenagelt, da ein gscheides Netzteil um WELTEN kostengünstiger ist, als ein PA Verstärker welcher die Leistung für die 2 Kicker bringt. Des weiteren ist bei dem Monoblock eine klanglich hervorragende Freauenzweiche bereits inkludiert, welche ich bei einem PA Verstärker noch mal extra kaufen müsste.

Batterien klingen für eine mobile Anlage recht plausibel, mein Projekt soll aber trotzdem Strom über eine normale 230Volt Steckdose ziehen können, deshalb brauch ich ja auch das Netzteil mit 12 Volt.

Kommentar von f1atlux ,

Ich glaube, du baust dir hier eine teure Heizung.

Also bevor du hier groß Geld für ein überdimensioniertes Netzteil ausgibst, hänge das ganze Gespann bei genehmer Lautstärke an eine Autobatterie und miss den Durchschnittsstrom. Das ist dann deine Dimensionsgröße für das Netzteil. Den  Spitzenstrom kannst du mit einem Kondensatorblock puffern. Auch die Sicherung kannst du so grob dimensionieren.

Kommentar von zobsi2903 ,

Klingt soweit ganz gut mit der Dimensionierung. Bei angenehmer Lautstärke zieht die Endstufe ca 25A 

Ich denke dann dass mein Netzteil mit 40A plus Kondensator auch höhere Pegel verkraftet. 

Würdest du den Input (Chinch) für die Endstufe nun direkt vom AUX Anschluss des Wiedergabegerätes nehmen oder das Signal (Pegel) aus den Speakon Kabeln welche aus dem PA Verstärker kommen nehmen? 

Antwort
von darkhouse, 65

40 A sind zu wenig. Bei 13,8 V wäre das wohl noch weniger, weil die Netzteile sich an 12 V orientieren. Bei geschätzten über 1.500 W RMS und der angeschlossenen Bestückung definitiv zu viel. 40x12=480 W (max. RMS). In der Konstellation würde ich es nicht bauen. Reine 220-V-PA ist hier sicherlich der geeignetere und auch sicherere Weg.

Kommentar von zobsi2903 ,

Ich glaube dass das Netzteil mit 40 Ampere ausreicht. Beim Monoblock sind auch 2x40A sicherungen verbaut (es handelt sich übrigens um eine "Audio System Radion") habe diese beim herumexperimentieren mal kurzzeitig an ein konventionelles Batterie Ladegerät mit 16 Ampere angschlossen und die Endstufe hat bereits enormen Druck gemacht. Dh glaube ich dass 40A, auch wenn die Formel P=U x I   nicht ganz gerechtfertigt wird ausreichen , solange ich die Subs nicht durchgehend vollaufgedreht befeuer.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten