Frage von sinari, 33

Endlager Atomrmüll-eine endlose Frage.Natürlich müssen wir diesen radioaktiven Risikofaktor direkt vor unserer "Haustür" endlagern.?

Es gibt ja auf der ganzen Welt kaum andere Möglichkeiten?Zum Beispiel sind menschenleere Orte dieser Welt zwar vorhanden,aber als Endlager nicht geeignet?Das Gerangel um einen geeigneten Platz und um eine Sicherung für kommende Generationen spielt sich "außerhalb" von BER ab.Sprich-es werden Flugzeuge auf dem BER landen,aber die Landung von Atommüll verzögert sich um weitere Jahrzehnte.Man merke:heute ist der 28.06.2016.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo sinari,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Radioaktivitaet

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ocin1, 14

Es gibt sehr wohl gute Möglichkeiten für die Endlagerung, ob nun die chemische oder die nukleare. In der BRD gibt es neben 16 chemischen 2 nukleare (Morsleben und die Asse).

".. in Russland ab 1957 an drei Standorten (Krasnojarsk-26, Tomsk-7,
Dimitrovgrad) insgesamt 50 Millionen Kubikmeter an schwach-, mittel- und
sogar hochradioaktiven flüssigen Abfällen in Sandstein zwischen
Tonschichten injiziert, in Tiefen von 400 bis 1400 Metern " eingelagert [de.nucleopedia.org/wiki/Endlagerung]

6 chemische Endlager in der BRD sind in alten Salzbergwerken
eingerichtet, wie die ASSE

Man bedenke, dass es in der BRD 16 chemische Endlager (im
politisch Sprech "4 Untertagedeponien" 12
„Versatzbergwerke“) gibt, die schon seit langem betrieben werden.
Interessanter Weise sind 6 chemischen Endlager in Salzgesteinen, wie
auch das nukleare "Endlager" Morsleben und die ASSE.

1. Herfa Neurode /Hesen (altes Kalisalz-Bergwerk)

2.Heilbronn / Baden-Württenberg (altes Salzbergwerk)

3. Zielitz/Sachsen-Anhalt (altes Kalisalz-Bergwerk)

4. Borht-Niederreihn/ Nordreihn-Westfalen (altes
Salzbergwerk)

5. Riedel /Niedersachsen (altes Salzbergwerk)

6. Sondershausen /Thüringen (altes Kalisalz-Bergwerk)

Es stellt sich nun die objektive Frage,wenn die Endlagerung in
Salz "ganz klar gefährlich sei",so wie es von unseren
Medien und unserer Politik am Beispiel der ASSE gerne verdeutlicht
wird, warum gibt es dann über die 6 chemischen Endlager, welche auch
in Salzgestein liegen, keine vergleichbare Medienpräsenz?

Hier kann es eigentlich nur 3 logische Antworten geben:

1- Die Probleme der ASSE werden aus politischen Gründen maßlos
übertrieben und restlos einseitig behandelt.

2- Über die Probleme der 6 chemischen Endlager wird mit Absicht
nicht in Medien und Politik berichtet. Die Endlagerung wäre dann
keine Besonderheit der Kernenergie, was sie ja auch nicht ist. Das
bedeutet aber, dass die Deutschen seit Jahren von den Medien und der
Politik belogen werden.

3- Die Probleme der ASSE sind auf die ASSE selbst begrenzt und
stellen somit das Endlagerkonzept in Salzgestein nicht in Frage. Die
6 chemischen Endlager in Salzgestein sind ein praktischer Beleg für
die gut Umsetzbarkeit.

Das größte chem. Endlager weltweit (Fläche Münchens inklusive
Autobahnring) in Herfa Neurode wurde vom damaligen hessischen
Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet [ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Resümee: Jede Energietechnik verursacht endzulagernde Abfälle!
Die Frage sollte besser nach der Technik lauten, welche die geringste
Müllmenge pro generierte kWh Strom erzeugt.

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Endlager
,de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung,
ww.sueddeutsche.de/wissen/untertagedeponie-herfa-neurode-das-giftgrab-1.910158,
ww1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/sbmuelldiegiftigstenortedeutschlands102.html,
ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html,
ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html
,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,
ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx
,ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336,ww.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/natur-umweltschutz/artikel/sondermuell_aus-den-augen-aus-dem-sinn/,ww.deutschlandfunk.de/im-fegefeuer-der-konsumgesellschaft.740.de.html?dram:article_id=111876,ww.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Reste-von-Chemiewaffen-aus-Syrien-landen-in-Kalischacht-in-Sondershausen-1582229580

Kommentar von sinari ,

Danke für deinen wirklich sehr ausführlichen Beitrag.Ich nehme nur zu einer einzigen,am Anfang stehenden Behauptung Stellung: Es gibt sehr wohl gute Möglichkeiten für eine Endlagerung. Warum dauert es dann ca 30-40 Jahre,bis diese Eindeutigkeit erkannt werden?

Kommentar von ocin1 ,

@sinari: Tja diese Frage kann ich Dir nicht beantworten. Aus Sicht der Technik/ Naturwissenschaft steht dem nichts im Wege. Im Bereich der chemischen Endlagerung wird es ja auch schon so gemacht. Die deutsche Problematik mit der nuklearen Endlagerung ist aus meiner Sicht eine rein politisch/ kulturelle.

Ich erkläre mir dieses kulturell/ politische Verhalten mit falschen Vorstellungen über die real existierende Technik gepaart gezielter politischer Verblendung, zur Generation von politischen Daseinsberechtigungen. Das ist jedoch nur meine Sichtweise ...

Antwort
von Infomercial, 23

Ein Salzstock ist schon mal keine schlechte Idee, man müßte nur etwas mehr Aufwand betreiben. Ordentlichen wasserdichten Beton für Bunker verwenden, vernünftige Behälter für den Müll... ist technisch alles kein Problem. Den Stock darin hindern, mit Grundwasser vollzulaufen.

Oder wir schießen den Mist auf den Mond oder in die Sonne. Kostet viel Geld, ist aber machbar.

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