Frage von Claramaria145, 138

Endet das in einer Magersucht?

Hallo, Mal zu meiner Vorgeschichte: Vor 4 Jahren habe ich das erste mal versucht abzunehmen (177 cm 54 kg - Ich war eigentlich richtig dünn aber ich wollte unbedingt bei den Oberschenkeln abnehmen also so ca 2 kg) Ich habe einfach versucht so wenig wie möglich zu essen obwohl mir schon damals bewusst war, dass das auf Dauer nichts bringt.

Es kam wie es kommen musste und ich hatte Fressattacken ohne Ende. In den letzten 4 Jahren hab ich mich wirklich ungesund ernährt und jeden Tag Unmengen an Süßigkeiten in mich hineingestopft, das hat schon am Morgen angefangen. Am Tag kam ich so locker auf 5000 Kalorien und das über 4 Jahre hinweg. Durchzogen war das immer durch Abmagerungsphasen die ich aber nie länger als 2 Wochen durchgehalten habe. Jetzt wiege ich bei 178 ca 64 kg also gute 10 kg mehr.

Mach jetzt seit 2 Wochen eine Ernährungsumstellung die bis jetzt auch ganz gut funktioniert - mein Problem: Ich habe richtig Angst das falsche zu essen und zu viel zu essen. Wenn ich beispielsweise Haferbrei mache dann nehm ich immer 3/4 Wasser und nur 1/4 kalorienarme Milch, auf keinen Fall Zucker und auch keine Bananen damit die Kalorien nicht in die Höhe schießen. Abends trau ich mich auch nicht mehr ein Brot zu essen geschweige denn irgendwann mal ein Eis zwischendurch. Ich esse eigentlich gar nicht so wenige Kalorien (denke ich zumindest) also Mittagessen normal in der früh und am abend mach ich mir was selber.

Einerseits habe ich Angst zu wenig zu essen und dann kommt wieder das gleiche raus wie in den letzten Jahren andererseits habe ich Angst zu viel zu essen und nicht abzunehmen. Wie viel ich im Moment wiege weiß ich nicht, da ich mich nicht traue auf die Waage zu steigen denn wenn mehr als 64 kg auf der Waage steht dann weiß ich nicht was ich mache. Außerdem ist mir in letzter Zeit nach jeder Mahlzeit übel. Ich bin nicht magersüchtig da ich einen BMI von 20 habe aber ich habe Angst dass es irgendwann in Zukunft in einer Essstörung endet, was meint ihr? (Tut mir leid ist etwas lang geworden)

Antwort
von Slatkimeda, 27

Tut mir leid aber normal ist das BESTIMMT NICHT UND  ES IST EINE ESSSTÖRUNG! 

Ich verstehe nicht wie du bei deiner grösse und deinem Gewicht denkst das du dick bist und auf Kalorien wie Milch BANANE usw. achtest.

Das Gewicht ist vollkommen in Ordnung und ernähr dich Gesund das heisst Essen sobald du hunger hast und bitte nicht drauf achten Milch, Banane und und und wer Gesund isst kann essen so viel er will ohne zu zunehmen. 

Das was du dir und deinem Körper antust ist schlimm. Lebe dein Leben!!!! Schau dir die vielen Menschen an die ein Eis essen gehen oder im Restaurant sitzen und etwas leckeres und kalorienreiches essen und die sind auch nicht alle dick. Dick wird man wenn man eine Zeitlang viel isst dann eine zeitlang wenig dann wieder viel dann wenig du machst deinen Körper kaputt und der Stoffwechsel leidet auch. 

Das sich dein Leben und Essverhalten nur um dein Gewicht und Kalorien dreht ist nicht normal. Du hast gott sei dank ein normales Gewicht und anstatt dein Leben zu leben machst du dich selbst Fertig. Es gibt Menschen die 1,50m klein sind und 150 Kg wiegen und die WIRKLICH ein extrem Übergewicht haben, keine Klamotten finden und das ist wirklich übergewicht aber bei deiner Grösse und so einem Gewicht bist du total normal. Du solltest echt dich um 180 grad drehen denn wenn du das nicht in den Griff bekommst wirst du eines Tages unter- oder übergewichtig. 

Ernähr dich gesund viel und abwechslungsreich aber gesund manchmal kannst du auch mal eine Pizza beim italiener oder asiatisch essen gehen ... und lebe dein leben.

Antwort
von VeraVerena, 54

Hey :)

Es endet nicht in einer Essstörung, es ist bereits eine. Ich kenne das, ich hatte so etwas auch nur nicht ganz so schlimm.

Zu aller erst einmal: auch ich versuche Zucker und ähnliches wegzulassen oder durch gesundes zu ersetzten wo es geht. Ich fühle mich dann einfach besser und will meinen Körper nicht noch mehr schädlichem aussetzten.
ABER es ist wichtig, dass du bewusst isst. Das heißt, dass du manchmal ganz bewusst Zucker verwendest - und wenn es nur der gesunde Fruchtzucker ist, den Bananen enthalten.

Das Ding ist nämlich, du kannst dich noch so "gesund" ernähren, wenn du so weiter machst wirst du krank, weil deinem Körper gewisse Stoffe fehlen.
Daher auch die Essattacken und Lust auf Süßes - es ist der schnellste Weg an Energie zu kommen. Wenn du also wieder Lust auf etwas Süßes hast, weißt du dass du im Endeffekt wieder zu wenig an gewissen Nährstoffen zu dir nimmst. Der Körper sehnt sich dann nach schneller Zufuhr - iss stattdessen eine Banane oder Nüsse und du wirst sehen, dass der Heißhunger auf Süßes verschwindet.

Ich kann dir nur den Tipp geben, nicht denselben Fehler zu machen wie ich ... das heißt, zähle nicht jede Kalorien (wenn du was reduzieren willst, solltest du weniger auf Kalorien schauen und mehr auf Kohlenhydrate).
Im Endeffekt musst du selber rausfinden was du magst. Das dauert, aber es ist es wert.

Ich zum Beispiel fühle mich wesentlich besserer seit ich weniger Kohlenhydrate essen also eher auf Protein und gesunde Fette (seltener Nudeln, weniger Gebäck, Weissmehl meiden ..). KHs sättigen nicht so lang wie Protein, mich machen sie müde und träge, vorallem am Abend esse ich sie nicht - ich bin wacher und fühle mich fitter.
Auf Süßes verzichte ich nicht - nur anders. Ich backe (und koche) so oft es geht selber, so weiß ich was wirklich drinnen ist. auf Naschzeug verzichte ich so oft es geht, Schokolade nur dunkle Schoko fein geraspelt zb auf Bananen:)
Viel mit Gewürzen und Kräutern, etc. 
natürlich auch mal Schlemmern, hab aber festgestellt, wenn ich Lust auf Essen habe oder Süßes und ich mache mir was gesundes normales, ist der Heißhunger nachher weg und ich fühle mich besser, als wenn ich Ungesund gegessen hätte....
Mittlerweile hab ich ein sehr gutes Gefühl für meine Bedürfnisse, also passe ich sie an.

Wichtig: nur nicht zuu viel hineindenken, das macht verrückt. 
Wenn du Fragen bezüglich Sport und Ernährung hast, schreib mir ruhig eine Nachricht :)

Kommentar von Claramaria145 ,

Hey danke für die Antwort :)

Im Moment hab ich keine Fressattacken da ich ja eh eigentlich nicht so wenig esse. Ich esse auch zu Mittag immer ein Stück Bitterschokoloade nur hab ich dann Angst dass das dann zu viel war. Wie schon gesagt ich esse weil ich Angst habe zu wenig zu essen und habe gleichzeitig Angst zu viel zu essen (ich hoffe du weißt was ich meine)

Kalorienzählen hab ich früher mal gemacht aber das ist für mich das schlimmste was ich machen kann. Für mich wurde das dann eine richtige Challenge. Wenn ich beispielsweise 1200 Kalorien am Tag essen durfte um abzunehmen hab ich immer versucht so weit wie möglich unter dieser Linie zu bleiben, d.h. wenn ich eigentlich noch 400 Kalorien "frei" gehabt hätte dann hab ich nicht gesagt da geht sich noch ein Eis aus sondern eher dass ich sage wenn ich jetzt nichts mehr esse nehme ich noch mehr ab.

Jetzt zähle ich nicht direkt mehr meine Kalorien, obwohl ich natürlich alles im Kopf grob überschlage (Also vor allem beim Frühstück und Abendessen - Mittags kocht meine Mama und da kann ich das schlecht einschätzen :/

Kommentar von VeraVerena ,

Ich verstehe dich sehr gut, wenn ich nicht direkt dasselbe durchmachte, kann ich mich intuitiv sehr leicht in Menschen reinversetzten ...

Meiner Meinung nach ist es vorallem und gerade eben Kopfsache. Ich hab auch gefühlt ewig gebraucht bis ich mir eingestanden habe, dass das mist ist was ich tue und ich mir nicht länger einreden kann, dass zb mein Bauch straffer wird esse ich wenig und trainiere zu viel ... Auch Überwindung kostet es, Essen nicht als schlechtes anzusehen ...

Auf diese Weise habe ich wenn auch auf längerem Weg selbst gelernt wie mein Essverhalten ist und mittlerweile fühle ich mich nicht nur besser denn je, ich habe auch endlich Gefühl dafür was ,mir bekömmt und was ich in Maßen genieße oder wann (Milch zb nur warm, kalt auf keinen Fall abends ...)
Meine Trainingseinheiten auf 4-5x die Woche reduziert und wieder etwas Freizeit dazu gewonnen - abgenommen hab ich nicht, zugenommen auch nicht, Gewicht spielt aber auch wenig Rolle, wichtig ist wie du dich fühlst und ich muss sagen bis auf die geerbte Cellulite bin ich quasi wie vorher - nur mit besserem Gewissen!

Du musst dir eingestehen, dass dein Verhalten nichts ausbessert.
Auch, dass du nicht enorm zunimmst wenn du ordentlich isst.
Du musst dir im Klaren darüber sein, dass Essen nicht schlecht ist, sondern wichtig und lecker.
Finde die Vielfalt an Geschmack und Auswahl.
Koche selber, macht Spaß und Appetit. Finde heraus was dir gut unter wenig gut bekömmt und gönne dir ruhig immer wieder mal etwas gesundes ungesundes.

Anfangen wird alles mit einem starken Willen und den Mut laut zu sagen: "Es reicht!", "so kann und wird das nicht weiter gehen! Sehe ich eine VerBESSERung? Nein. Also hör auf so rumzuspinnen und benimm dich endlich!"
Hat bei mir Wunder gewirkt haha

Antwort
von Geralidina, 55

Meiner Meinung nach hast du jetzt schon eine gestörte Einstellung Lebensmitteln gegenüber. Dein Denken dreht sich nur noch um Kalorien und zu- oder abnehmen. Der Genuss beim Essen bleibt bei dir völlig aus der Strecke.

Noch bist du vielleicht nicht untergewichtig bzw. magersüchtig aber normal ist deine Beziehung zum Essen bzw. Lebensmitteln auf jeden Fall nicht mehr.

Löblich ist es auf jeden Fall das du es selbst bemerkst bzw. dir Gedanken machst. Versuche einen Mittelweg zu finden. Kein Hungern mehr und keine Völlerei.

Esse das worauf du Lust hast. Genieße dein Leben. Das Gewicht ist nur eine Zahl. Du musst dich in deinem Körper wohlfühlen. Wenn du merkst du schaffst es nicht einen Ausweg zu finden dann such dir auf jeden Fall Hilfe. Dein Essverhalten ist nicht mehr normal.

Kommentar von Claramaria145 ,

Hallo Geralidina, danke für die Antwort.

Bezüglich Hilfe holen: Mein Problem ist dass ich eben nicht typisch essgestört bin (damit meine ich jetzt BMI von 15 und gar nichts mehr essen bzw. nur noch super gesunde Sachen)

Bis vor 2 Wochen hab ich ja noch jeden Tag was Süßes gegessen und auch nicht wenig und deshalb denken meine Eltern schon die ganzen letzten Jahre dass nichts ist, was ihnen Sorgen bereiten sollte. Wenn der Arzt mich fragt seit wann ich weniger esse und ich 2 Wochen sage lacht er mich doch aus! Außerdem hungere ich ja nicht direkt ich esse 3 mal am Tag - ich habe einfach nur Angst vorm zunehmen bzw nicht abnehmen, und meine Gedanken kreisen ständig ums essen.

Ich will auch nicht zum Psychotherapeuten da es mir peinlich ist und zudem auch teuer :(

Antwort
von Alica04, 35

Du bist doch schon längst mehr als essgestört und definitiv ist es Magersucht! Die diagnostiziert sich nämlich nicht durch das Gewicht, sondern die Gedanken, das Verhalten. Wie oft gesagt, Untergewicht ist nur ein Symptom, aber das ist halt das Missverständnis in der Gesellschaft.

Du brauchst Hilfe und das schon lange, sonst wirds richtig übel!

Antwort
von ragglan, 43

Mäuschen, du steckst bereits seit Jahren mitten in einer ausgewachsenen Essstörung.

Begib dich bitte zu jemandem, der dir direkt vor Ort helfen kann. Ein Ernährungsberater, ein Therapeut, whatever ... tu dir den gefallen. Du Quälst dich bereits seit 4 Jahren rum, das ist eine lange Zeit.

 

Antwort
von DirectionFreak, 20

1,78 groß und 64kg.
Das ist perfekt was ist dein Problem kann mal jemand bitte mit seinem Körper so zufrieden sein wie er ist wenn man schon so eine tolle Figur hat?
Ich erzähle dir mal eine Story die dich vielleicht aufwecken wird:
Eine Freundin meiner Cousine (die ist schon über 30) war zwischen 16 und 20 Jahren richtig dünn auch so wie du und hat auch nicht viel gegessen.
Sie war mal am Bahnhof wo sie alleine war da waren nur noch zwei Männer und sie hat die gesehen und sich bisschen weiter weg von denen gestellt.
Daraufhin haben die männer auf türkisch geredet weil die dachten sie versteht das nicht aber sie kann türkisch.
Die haben gesagt:
Guck dir mal die an.
Stellt sich weiter weg von uns weil sie denkt wir wollen sie anmachen.
Wer will denn so ein klappergerüst haben frauen brauchen Kurven.
Das hat ihr daraufhin die Augen geöffnet ;)

Antwort
von AuroraRich, 48

Essstörung hast du jetzt schon.

Antwort
von Mignon4, 45

Ohne Absätze ist der Text wirklich sehr anstrengend zu lesen. Ich habe nach den ersten paar Zeilen aufgehört.

Kommentar von ragglan ,

Und wie ist es jetzt?

Kommentar von Mignon4 ,

Sehr gut! :-)

Kommentar von Mignon4 ,

Du brauchst gar nicht abzunehmen, weil du ein Idealgewicht hast. Offenbar hast du eine verzerrte Wahrnehmung deines Körpers, wenn du dich zu dick fühlst. Dein Essverhalten deutet auf eine massive Essstörung hin. Fressattacken und Jojo-Effekt sind Ergebnisse falscher und unzureichender Ernährung. Der Körper meldet sich aufgrund von Mangelerscheinungen.

Bleibe so, wie du bist und ernähre dich ganz normal. Oder willst du wie ein häßliches, dürres Klappergestell aussehen?

Wenn du dich zu einer normalen Ernährung nicht durchringen kannst, dann gehe wenigstens so schnell wie möglich zu einem Arzt und lasse deine Essstörung behandeln. Je früher, desto besser sind die Heilungschancen. Alleine wirst du die Essstörung vermutlich nicht mehr in den Griff bekommen. Das kann man daran sehen, dass du schon lange unter dieser psychischen Störung leidest und es dir nicht gelungen ist, deinen verzerrten Blick auf deinen Körper selbst zu korrigieren.

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