Frage von eulenspiegel91, 37

Empfehlungen für Gitarrenamps?

Hallo!

Ich möchte mir einen neuen Gitarrenamp (auch für Gigs) kaufen. Mein Budget beträgt €500 Euro. MIr wird natürlich ständig gesagt, ich soll mir eine Röhre kaufen - wie seht ihr das? Ich bin eigentlich was Röhre oder Sonst angeht, recht offen.

(die hab ich mir zum Beispiel angeschaut: https://www.thomann.de/at/bugera_v55_infinium.htm)

Danke für eure Tipps und Empfehlungen!

Antwort
von hoermirzu, 7

der Bugera hat einig nicht so tolle Beurteilungen. Das kann eine Art Snobismus -was nix kostet is nix wert- sein, den Amp selber mit der eigenen Gitarre anzuspielen, und das auch noch im direkten Vergleich zu anderen, ist bestimmt kein Fehler.

Nimm Dir die Zeit! einen Verstärker kauft man als "nicht Spitzenverdiener" nicht jeden Tag. Es lohnt sich auch eine Reise zu Thomann, Session, Music Store oder Kirstein.

Antwort
von OnkelSchorsch, 22

Ob Röhre oder nicht, ist eine Glaubensfrage und in der Regel fernab jeder Sachdiskussion.

Ich weiß noch, dass wir damals in den 70er Jahren, genervt vom ewigen Röhrenwechsel, von Amp-Ausfällen bei Gigs, vom Zwang, für Sound unsere Amps aufdrehen zu müssen etc, total happy waren, als modernere Verstärker auf den Markt kamen, die ohne Röhren guten Sound lieferten.

Für bis zu 500€ gibt es eine riesige Anzahl von Verstärkern. Da jetzt einen rauszusuchen, geht nicht. Dabei spielt auch eine Rolle, was für eine Musik du spielst. Für cleane Jazz-Sounds wirst du einen anderen Verstärker bevorzugen als für Death-Metal.

Grundsätzlich ist man heutzutage mit einem Modeler gut bedient. Die Dinger sind super flexibel und für jeden Einsatzzweck zu gebrauchen. Deshalb ist einer meiner Amps ein Fender Mustang, damit kann ich bei Bedarf alles abdecken. Ein Modeler von einem der Mitbewerber ist aber keinen Deut schlechter. Mir ging es beim Mustang darum, dass der klassische Fender-Amps sehr gut abbildet, was ich für Jazz und für Country-Rock nutze. Für Rock und für die meisten anderen Zwecke nutze ich zwei Vox-Combos, die ich miteinander gekoppelt habe.

Wie du siehst, ist das recht speziell - weil es eben das ist, was ich so am besten gebrauchen kann.

Wenn es dir möglich ist, gehe am besten mal in einen Gitarrenladen, nimm dabei deine Gitarre mit und teste die dort vorhandenen Amps innerhalb deines Budgets mal aus.


Kommentar von eulenspiegel91 ,

Hallo! Danke für deine Antwort - ja auf den Fender Mustang bin ich schon aufmerksam geworden. Soundmäßig befinde ich mich im Indierock (also doch mit Distortion aber nicht so wie bei Hard Rock oder Metal) und auch oft cleane Sounds usw.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Ja, machste nix falsch mit.  Wenn wir mal was von YES spielen, nimm ich meine ES 175, den Mustang und stelle den auf Twin-Reverb und habe den Steve-Howe-Sound.

Aber guck mal, was es gerade Feines bei eBay Italien gibt:

http://www.ebay.de/itm/Line-6-Vetta-II-Combo-2x12-Amp-150W-/252570661335?hash=it...

Bissl über deinem Budget, aber geht noch.

Kommentar von eulenspiegel91 ,

danke für den Tipp! ja ich schau mal .... aber tendier am ehesten zum Mustang (wieviel Watt hat deine? bin ja beeindruckt, die 100W Mustang kostet ja nur 279 EUR!

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Ich habe den alten Mustang 1. Mit 20 Watt (sind aber mehr).

Die Wattzahl ist an sich ziemlich unbedeutend. Ob 20, 30, 50 oder 100, das macht nicht viel Unterschied. Für Sound und auch für Schalldruck sind eher vernünftige Lautsprecher entscheidend. Der Mustang III hat einen Zwölfzöller, einen Celestion, das ist schon ein guter Speaker. Der Mustang IV hat dann wie der Bugera-Mitbewerber, den du erwähntest, 2x12 SPeaker, das ist dann schon richtig gut.

Aber lass dich nicht von Watt-Zahlen beirren.

Ich habe auch einen kleinen 5-Watt-Verstärker, ein Topteil, der mit einer 2x12-Box enormen Schalldruck erzeugt.

Kommentar von Pustefixx09 ,

Halt dich fern von Fender Mustang und Line6. 

Den Mustang 3 hatte ich mal, und insbesondere der Distortioneffekt war echt schlecht. 

Von Line6 will ich mal gar nicht erst reden...

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Halt dich fern von Fender Mustang und Line6. Den Mustang 3 hatte ich mal, und insbesondere der Distortioneffekt war echt schlecht.

Bitte entschuldige, aber das ist Unfuig, was du da schreibst. Es mag ja sein, dass der Amp dir persönlich nicht gefällt, aber es ist de facto ein sehr guter Verstärker. Allein schon wenn du von "dem Distortioneffekt" redest, wird deutlich, dass du offenbar gar nicht weißt, wie der Verstärker funktioniert.

Insofern möchte ich hier mal ganz deutlich feststellen, dass der Kommentar von "Pustefixx09" nicht wirklich von Sachkenntnis zeugt.



Kommentar von hoermirzu ,

Ich mag Modeller nicht so gern. Manchmal, wenn es passt, nehme ich den 5wattigen Vollröhrer mit der 2X12" Eminence Box, dann wieder den kleinen 60W Fame GX60R, der mein Kreuz schont und trotzdem über den "Cannabis Rex" sauber oder auch an-, vollgezerrt, viel Schalldruck unter das Auditorium wirft.

Antwort
von eulenspiegel91, 23

was haltet ihr von dem:

Fender Mustang III V.2

Kommentar von Pustefixx09 ,

NEIN!!! Ich finde den echt schlecht. Klingt, insbesondere was Verzerrung angeht, echt schlecht. Clean war er ganz akzeptabel. 

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