Frage von luzie00, 130

Wer kann mir einen guten, günstigen Sattel empfehlen?

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 57

Einen guten Gebrauchten, der passt. Besser ein qualitativ gutes altes Hündchen als einen neuen Billigsattel.

Antwort
von sukueh, 79

Geht nicht. Gut UND günstig ist ja schon schwer zu finden (egal bei was), gut und günstig UND Pferd ist so gut wie unmöglich ! 

Nen Sattel kauft man nicht einfach von der Stange. Dazu holt man sich einen kompetenten Sattler an den Stall, der den richtigen passenden Sattel für dein Pferd aussucht. Egal für welche Reitweise. 

Den Preisunterschied macht dann "nur" das Material des Sattels: Leder oder Synthetik. Hat man mehrere passende Sättel zur Auswahl, kann man sich hier je nach Geldbeutel und/oder Vorlieben, was das Material angeht, entscheiden.

Wenn du dich nach den Kosten für ein Pferd erkundigen willst, schau doch auch mal bei den Einstellern bei euch im Stall um und lass dir von denen ihre Ausrüstung zeigen. Vielleicht verraten sie dir auch, was sie dafür bezahlt haben. So schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: du lernst, wenn du Glück hast, unterschiedliche Qualität kennen und vielleicht auch gleich ein paar Bezugsquellen, wo du deine Ausrüstung einkaufen kannst.

Ich persönlich kaufe bei den beiden großen Reitsportanbietern allenfalls Bekleidung. Sattel habe ich natürlich beim Sattler meines Vertrauens gekauft und Zaumzeug habe ich woanders gekauft; da gefällt mir bei beiden Anbietern die Qualität nicht besonders. 

Expertenantwort
von MissDeathMetal, Community-Experte für Pferde, 86

Hallo luzie, offensichtlich möchtest du gerne ein Pferd haben und willst wissen, was dich das kosten würde. Aber die Tatsache, dass du nur nach möglichst billigen Sachen suchst lässt darauf schließen, dass du keine große Ahnung von Pferden hast. Nur mit Heu und Gras ist es oftmals nicht getan, ein 300€ Sattel-Zaum-und -Co Set von Krämer kann einfach weder passen noch lange halten und deinen Fragen nach möchtest du am liebsten nur rausfinden, dass ein Pferd nur 200€ im Monat und 500€ in der anschaffung kostet. 

Der Gedanke ist einfach falsch. Ein guter Sattel ist Gold wert, und Sättel von der Stange passen in den seltensten Fällen. Gebraucht findet man manchmal gute Sättel für 500€, die muss man aber i.d.R. noch aufpolstern lassen, also kommt man auf min. 600-700€ für einen gut sitzenden und passenden Sattel, der zu dir und dem Pferd passt. Und das muss ein Sattel, passen. Tut er es nicht bekommt dein Pferd starke Rückenschmerzen. Anscheinend berücksichtigst du das in deiner Annahme nicht wenn du ein gesamtes Set für 300€ kaufen willst. Auch das Zaumzeug wird dann von minderer Qualität und evtl Giftstoffe enthalten und auch das Gebiss kann nicht sehr haltbar und gesund sein wenn es für ein paar Euros eingekauft wird. 

Ich bin momentan im Pferdekauf, endlich, nach knapp 12 Jahren Reiterei auf Schulpferden und RBs. Anfangs denkt man vllt, das geht doch ganz billig, aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr wird man einsehen müssen, dass billig nicht billig ist. Es hält nicht und es macht oft krank. Für ein Pferd kannst du im Monat 400€ fest einplanen, daran lässt sich nichts rütteln. Schließlich soll das Pferd auch gut stehen? Oder willst du es beim Bauern in eine dunkle, stickige Box stecken? Ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber das, was du da vor hast ist sehr utopisch. Träumen darf jeder und das will ich dir gar nicht nehmen, aber mit der Billigplanung kommst du auf keinen grünen Zweig. 

Kommentar von luzie00 ,

Ich bin 15 und ich bin am überlegen ob ich bzw meine Eltern mir ein Pferd kaufen. Natürlich habe ich Erfahrung mit Pferden, ich reite schon seit 9 Jahren aber was Sättel und so angeht weiß ich leider nicht so viel. Das ich einen Sattler holen muss ist mir jetzt aber bewusst. Ich weis das Pferde in der Anschaffung nicht 500€ kosten sondern die "guten" erst ab 5000€. Und wegen dem Stall. Ich habe einen am Haus, sonst wäre das natürlich zu teuer für mich meine Eltern bezahlen ja nicht alles und ich kann mir keine 300€ im Monat leisten für einen guten Stall. Und da Pferde Herdentiere sind wird meine Freundin ihren Esel zu mir stellen der jetzt noch weiter weg steht. Futter habe ich gekuckt wegen den kosten das geht locker das sind die 50€ im Monat die ich sonst für den Springunterricht brauche den ich jetzt sein lassen werde. Das mit dem Set habe ich ja extra gefragt weil ich mir gedacht habe das das nicht so gut ist. Du siehst, ich habe mich schon um die anderen Sachen gekümmert. So das heißt Sattler kommen lassen aber eine Frage noch. Für die Trense / Reithalfter wie auch immer du es nennst muss man aber niemanden kommen lassen, oder ?

Kommentar von ponyfliege ,

hi, pferd am haus ist für jemand der keine erfahrung hat, ebenfalls utopisch.

ganz ehrlich: das schaffst du nicht.

du musst heu einkaufen, einstreu, dich um eine koppel und um einen auslauf kümmern. es muss täglich am besten zweimal abgeäppelt werden. du brauchst wasser, das auch vom pferd getrunken wird. leitungswasser für ein pferd musst du im normalfall abstehen lassen - zumindest im sommer ist das leitungswasser gechlort - gift fürs pferd.

pferd und esel zusammen - sorry - auch das ist nicht artgerecht. zur artgerechten haltung eines pferdes muss es mit mindestens einem andern PFERD zusammen gehalten werden. einfach nur ein equide reicht nicht. schon vom gesetz her.

wenn du ein pferd tatsächlich komplett ohne pferdegesellschaft halten willst, brauchst du ein tierärztliches verhaltens-gutachten - ich weiss nicht, ob nicht sogar ein amtstierärztliches - das bestätigt, dass dies pferd sich nicht mit jeglichen anderen pferden sozialisieren lässt. selbst dann benötigt es zumindest ständige weitere tiergesellschaft. wenn du das gutachten hast, kannst du die genehmigung zur alleinhaltung beantragen.

ausserdem brauchst du einen betonierten mistbunker zum grundwasserschutz, ein dauerhafter unterstand (der gesetzlich vorgeschrieben ist), muss ebenfalls zum schutz des grundwassers nach unten hin "versiegelt" sein.

und du musst den mist irgendwie losbringen.

ich denke, wenn das alles im vorfeld gelöst ist, kann man beginnen, über ausrüstung nachzudenken. eher nicht.

Kommentar von MissDeathMetal ,

Der Stall am eigenen Haus kostet schon im Bau mehrere tausend Euro, und der Unterhalt ist auch nicht billig. Dann geht mal ein Zaun kaputt, die Weide muss ordentlich gepflegt werden, dann brauchst du u.U. ein paar Tonnen Sand für den Paddock oder den Platz, dann ist ein Dach undicht, dann reißt das Pferd den Anbindering aus dem Balken, irgendwo funktioniert das Licht nicht, Fenster lassen sich nicht mehr schließen usw. 

Ein guter Stall mit Vollpension kostet i.d.R. 300€ im Monat. Hinzu kommt noch Zusatzfutter wie Kraft- Saft- oder Mineralfutter und weitere monatliche Ausgaben die man so tätigen muss. Dafür wird das Pferd aber auch voll versorgt, es wird auf die Weide gebracht, es wird gemistet und es wird gefüttert. Wenn du das alles selbst machen willst musst du am Tag allein für die Stallarbeit 2 Stunden rechnen. Und dann bleibt oftmals gar nicht mehr die Zeit zum Reiten. Ich habe einige im Freundeskreis die ihre Pferde in Eigenregie halten. Ihr Fazit: Einstellen wäre günstiger und angenehmer. Oftmals schaffen sie es nur 3-4x die Woche selbst aufs Pferd, weil sie so viel zu tun haben. Man plant einen Ausritt, freut sich, und dann gehen die Pferde durch den Zaun und man darf bei -8°C Zäune flicken. 

Noch hinzu kommt dass du von Pferdehaltung offenbar keine Ahnung hast. Hast du schonmal einen Zaun geflickt? Einen Pfosten in die Erde gerammt? Kannst du mit der Bohrmaschine umgehen? Weißt du wie man ein Dach abdeckt für die akute Zeit? Hast du allgemein eine Ahnung davon wie man gutes Futter erkennt, und ob das Pferd einen Mangel hat? Höchstwahrscheinlich nicht. Es mangelt am Basiswissen, was ich einem bisherigen Schulpferdereiter nicht mal so übel nehme kann. 

Ich versteh dich. Ein eigenes Pferd ist schon toll, ich freu mich ja auch drauf. aber ich rechne im Monat fix mit 400€-450€, wovon 300 für den Stall drauf gehen. Und das Pferd geht barhuf und mein Kumpel nimmt fürs bearbeiten 30€, wobei ich da generell 60€ einplane falls doch was ist. Noch dazu habe ich einige tausend Euro Reserve falls das Pferd mal krank wird. Mein Vater ist Kleintierarzt und näht dem Pferd auch mal ne Wunde zu, impft oder spritzt usw. Das ist ein großer Bonus. Und meine Mutter reitet auch, im Notfall kann die mal einen Tag einspringen. 

Allein dass du dich darauf verlässt dass deine Freundin ihren Esel bei dir einstellt und ihn da auch lässt, und dieser die einzige Gesellschaft für das Pferd ist zeigt, wie naiv du in dieser Hinsicht bist. Was ist, wenn der Esel stirbt? Dann steht dein Pferd alleine da. Oder wenn es zwischen dir und der Freundin Streit gibt? Du hast offensichtlich weder das Wissen noch das Geld um dir sowas zu leisten. Tu dir und dem Pferd den Gefallen und kaufe keines, sondern lerne erstmal woanders das Basiswissen rund ums Pferd, vom Sattel über die Fütterung bis hin zur Haltung. Das ist wichtig, egal ob Eigenhalter oder Einsteller. 

Ich kann meinen beiden Vorrednerinnen nur zustimmen, das schaffst du nicht. Und am Ende ist es das Pferd, das darunter leidet, wenn es falsch gehalten wird oder als Wanderpokal weitergegeben wird

Kommentar von Dahika ,

reiten hat nichts mit Pferdeerfahrung zu tun. Ich kannte einen vielfach siegreichen M Springreiter, der von Pferdehaltung keine Ahnung hatte.

Kommentar von ponyfliege ,

davon gibts genug. und es gibt auch genug gute pferdehalter, die von gymnastizierung von pferden keinen blassen schimmer haben.

wir hatten das pony auch selber stehen, plus bis zu 16 schafe. nicht am haus, sondern 2 kilometer ausserhalb auf einem streuobstgelände (meiner ging tatsächlich auf der koppel auf alles los, was wie ein pferd aussah, no way mit vergesellschaftung). mein vater hat das maximum an arbeit erledigt dort - aber ich bin auch oft genug bei minusgraden mit zwei vollen wassereimern am fahrrad rausgestrampelt zum tränken, zum stall machen, zum füttern, zaunkontrolle im schneidenden wind und im dunkeln und immer wenn man die funzula vulgaris (taschenlampe) wirklich brauchte, waren die batterien leer. du erledigst alles im dunkeln, irgendeins von den blöden schafen patscht in den vollen wassereimer und schmeisst ihn um - und dann darfst du nochmal los, neues wasser holen. wieder 4 kilometer. und ausserdem muss bei frost ja auch das nasse stroh raus und neues rein. reiss mal im winter ne matratzenstreu auf um nasses rauzuholen und füll es auf, ohne dass es ein loch gibt, in dem die tiere sich dei beine brechen... im dunkeln.

ein eigenes pferd auf eigenem gelände ist was tolles. mein dad ist sowieso tierverrückt und er hat es geschafft, mir 10 jahre lang täglich ein bad aus idealismus und durchhaltevermögen zu verpassen. und oft genug ne saftige abreibung, wenn ich die tiere betreffend irgendwas vergessen oder falsch gemacht hab.

ach ja - die reitstunden kamen noch dazu. da bin ich im reitstall geritten - gegen stallarbeit und pferdepflege, ausmisten, reithalle machen, beim heuen helfen.

zwischen 12 und 19 war jeder einezelne tag komplett durchstrukturiert mit schule, pferden, ehrenamtlicher arbeit in der gemeinde und 2 chören, in denen ich aktiv war. mit 17 hab ich gewusst, wie ich mich organisieren muss, um in knapp 2 stunden einen reitstall mit 30 pferden allein zu füttern, zu misten, zu streuen und alles wieder sauberzumachen.

Antwort
von beglo1705, 69

Das kann dir am besten dein Sattler sagen. Er schaut sich dein Pferd an, vermisst es und wenn du ihm dein Budget für den Sattel mitteilst, kann er etwas passendes finden für dich und dein Pferd.

Antwort
von Michel2015, 24

Also ich fange mal mit dem Klischee an: Reiter (w) und Technik. Pferd und Sattel gehören da eindeutig hin. Warum, werde ich nie herausfinden. Somit hilft Dir der Sattler über die Grundfragen immer weiter.

Gute und günstige Sättel bekommst Du von Euroriding, Jorge Canaves, Die Billigteile von Passier oder Stübben. Günstig bedeutet aber immer noch 1.200 bis 1.700 EUR. Einen Top gebrauchten Markensattel bekommst Du so ca. ab 700 bis 1000 EUR.

Lemetex hat leider Pleite gemacht, zurzeit bekommt man saubillig gebrauchte Lemetex zu kaufen.

Gibt aber noch unzählige Hersteller guter Qualität.

What ever, zum ersten Satz meiner Antwort. Kaufst Du einen Sattel selbst, dann solltest Du den Rücken des Pferdes einschätzen können und die Kammer herausfinden, so dass die grobe Richtung in der Konfektionsgröße stimmt.

Ein Sattler muss ihn Dir, bzw. dem Pferd in jedem Fall anpassen, mindestens aber überprüfen. Technikverständnis hin oder her.

Sonst kann ich nur sagen, auch ein Sattelkauf ist eine recht überschaubare Angelegenheit. Ich erwarte eigenlich von jedem der behauptet Reiten zu können, dass es einen Sattel einschätzen kann, das ist wichtiges Grundlagenwissen, denn jeder kann mal in die Verlegenheit kommen einen fremden Sattel zu benutzen.

Antwort
von Feivel93, 44

Hallo Luzie,

Am günstigsten kommt man an einen guten Sattel, wenn man sich für ein gebrauchtes Modell entscheidet. Am besten einen Sattler kommen lassen, der gebrauchte Sättel vertreibt. Das spart Lehrgeld...

Viel am Sattel kann man tatsächlich sparen, wenn man sich gleich beim Kauf des Pferdes ein Pferd mit sehr guter Sattellage und guter Bemuskelung aussucht.

Zur Haltung am Haus:

Ein Pferd ist ein Herdentier und brauch andere Pferde, keine Esel! Die sehen nur ähnlich aus, ersetzt aber keinen Partner. Du würdest ja auch keinen Pavian heiraten!

Futter für 50€ im Monat? Für ein Reitpferd? Nie im Leben! Wer überlegen muss, ob er die 300€ für einen Pensionsstall aufbringen kann, braucht über Haltung am Haus nicht nachdenken. Das ist Schönrechnerei! Von der Arbeit "drumherum" ganz zu schweigen...

LG - Feivel

Kommentar von MissDeathMetal ,

für 50€ bekommt man nicht mal ausreichend Heu, und das schon gar nicht in guter Qualität... am Ende hat das Pferd eine Stauballergie oder COB. Und das Geld für die Behandlung wäre auch nicht da, das Wissen um es frühzeitig zu erkennen vermutlich auch nicht. Ich komme bei meinem Futter mit Mineralfutter, Saftfutter, Sonnenblumenkernen und Reiskeimöl auf 40€. Heu ist ja in der VP... Da hat jemand wohl gar keine Ahnung und schustert sich im Internet die schönsten Preise zusammen... leider unrealistisch.

Antwort
von AnPaHeAn, 54

Spreche am besten einen Sattler an. Der kann erstens sehen ob ein Dattel wirklich passt und zweitens haben die meisten Sattler auch immer eine Auswahl gebrauchter, kostengünstiger Sättel dabei

Antwort
von taframara, 74

Ein guter günstiger Sattel ist schwierig, denn er kann zu Problemen führen. Lass dein Pferd ausmessen und besorge dir einen Sattel der dem Pferd passt. Dann sparst du dem Pferd jede Menge Schmerzen und dir jede Menge Tierarztkosten. Lieber in einen guten Sattel investieren.

Antwort
von Punkgirl512, 46

Das kommt ganz allein auf das Pferd an - hat das Pferd einen "einfachen" Rücken, kann man durchaus einen günstigeren Sattel drauf legen, sofern er passt und regelmäßig vom Sattler kontrolliert wird.

Das Wichtigste ist, dass der Sattel passt - und das sollte ein kompetenter (!!!) Sattler beurteilen. Dann darf es auch problemlos ein gebrauchter Sattel sein - die sind günstig und meistens noch sehr gut in Schuss.

Antwort
von HLinda, 25

Das ist ein Widerspruch in sich.

Antwort
von Spiky2008, 21

Ein vom Sattler angepasster

Antwort
von Hilaris, 24

Gibt es nicht!

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