Frage von FolwerGirl, 67

Empfehlenswerte Spiegelreflexkamera für anfänger?

hey,

ich fotografiere gerne und nun reichen mir meine 14 MP meiner Handyamera einfach nicht mehr aus. Da ich meine Bilder gerne etwas profisioneller machen will möchte ich mir eine Spiegelreflexkamera zulegen.

Da ich noch keinerlei erfahungen mit spiegelreflexkameras habe würde ich mich über Empfehlungen, Tipps... freuen?!

Könnt ihr mir ein möglichst günstiges Modell (300-500 euro) empfehlen?

LG FlowerGirl

Antwort
von Airbus380, 32

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von Ahzmandius, 3

Und schon ist da ein Denkfehler:

Mehr Megapixel heißt nicht zwingend bessere Bilder oder höher Qualität.

Bei Kameras kommt es vor allem auf den Bildsensor und bei DSLR auf die gewählten Objektive(da man sie ja wechseln kann)

Objektive sind eh viel Wichtiger.

Antwort
von TheQ86, 44

Okay, bevor ich dir jetzt ein Modell rate: Was hast du denn für Anforderungen an eine Kamera? Was willst du fotografieren? Ich meine, wenn dir 14 Megapixel nicht reichen kauf dir ne Kamera mit 16 MP ... 

Versteh mich nicht falsch, aber man muss erst mal wissen was man genau tun möchte. Dann kann man schauen was für ein Typ Kamera brauche ich usw. Warum willst du Spiegelreflex? usw.

Kommentar von FoxundFixy ,

Schon mal ganz gut.Die wenigsten brauchen wirklich eine Spiegelreflexkamera und sind auch nicht bereit sich das fotografische und technische Wissen anzueignen.Zumal man nicht automatisch damit tolle Bilder macht.Besonders nicht, wenn man im Automatikmodus unterwegs ist. Auch sollten die Fotos bearbeitet werden um das letzte aus den Bildern herauszuholen,wozu auch nicht jeder Lust und Muße hat.

Man sollte bei sowas auch nicht beim untersten Ende anfangen,bei dem Preis kann man keine Wunder erwarten.Allein ein vernünftiges Objektiv würde dein Limit schon übersteigen

Kommentar von TheQ86 ,

Den letzten Satz würde ich jetzt nicht ganz unterschreiben. Kommt eben dann auch drauf an wie professionell man es will. Eine 50mm Festbrennweite mit f1.8 kostet auch nicht mehr die Welt (200-250) und ist für einen Anfänger auch schon ausreichend. Wenn man nen Zoom braucht kommt man für den Anfang auch mit dem Kit klar, auch wenn man im Bereich Unschärfe da nicht so viel erwarten darf.

Aber Fragen die man beachten sollte:

Muss es eine Wechselobjektivkamera sein?

Mit Spiegel oder ohne? (weil kompakter)

Wie "manuell" brauche ich es?

Ist es nur für Schnappschüsse, oder will ich wirklich kreativ fotografieren?

usw.

Kommentar von nextreme ,

Mit verlaub, immer wenn ich "es geht ja auch erstmal das Kitobjektiv" höre oder lese und an die Tamron, Sigma 17-50f2,8 denke, die ja auch nicht die Welt kosten, kehrt sich die Peristaltik meines Ösophagus um und ich mag mein Essen kaum mehr bei mir behalten.

Antwort
von GanMar, 35

Auch 14 Megapixel reichen für semiprofessionelle Fotografie aus. Es ist nicht die Menge der Pixel, die die Qualität eines Bildes ausmacht.

Kommentar von FolwerGirl ,

du kennst bestimmt die Qualität von Smartphone-Kameras?!

Kommentar von nextreme ,

Die kennt er/sie sicher. Nur liegt es nicht an den Megapixeln, sondern an dem winzigen Sensor auf dem die alle Platznehmen müssen. Der Sensor einer Spiegelreflex und einiger Systemkameras haben die Größe einer Briefmarke, der im Handy ist nicht größer als das o auf einer PC-Tastatur.

Das wissen auch alle Hersteller, nur die Kunden wollens nicht wahr haben. Dehalb gibts immer mehr und mehr Megapixel in denn Smartphones, nur die Bilder werden nicht besser, nur größer.

Antwort
von BurkeUndCo, 6

Wer heute - als echter Anfänger - noch eine Spiegelreflexkamera kauft, der ist selber schuld.

Ivch habe eine - warum? Weil ich schon dafür passende Objektive hatte.

Ansonsten kauf man heute eibne spiegellose Systemkamera, die all das kkann, was auch eine Spiegelreflexkamera kann, aber zusätzlich noch besser ist beim Videosaufnehmen, kompakter ist und bessere Weitwinkelaufnahmen ermöglicht.

Wenn Du die perfekte Technik willst, dann kauf Dir eine Kamera vom Sony A7-System. Aber das sind profigeräte in der Profi-Preisklasse.

Für einen Anfänger würde ich eher die Geräte des MFT-Systems (Mikro Four Third) von Olympus und Panasonic/Lumix empfehlen. Die sind immeer noch sehr gut, aber deutlich günstiger (aber eben mit edeutlich kleinerem Kamerchip, dafür aber auch kleinere Objektive).

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