Frage von Mickylein1,

Emotionale Störung des Jugendalters?

Hallo Ich habe mal eine Frage und zwar ich bin in einer Klinik und meine Diagnose lautet Anorexia Nervosa und Emotionale Störung des Jugendalters. Allerdings wurde mir bei meiner Therapeutin Depressionen diagnostiziert. Ich habe meine Ärztin auch mal gefragt was das ist mit dieser Emotionalen Störung und sie meinte das bei mir die Probleme mich unsicher und traurig machen. Aber ist diese Störung borderline oder wird unter dem Begriff auch der Begriff Depression mit einbegriffen? Lg

Hilfreichste Antwort von Mireilles,

Bei psychischen Erkrankungen ist es häufig so, dass sich eine Diagnose schnell zur anderen gesellt. Umso länger man in Behandlung ist, umso mehr dieser Buchstaben-Nummern-Kombinationen kommen häufig dazu.

Du hast jetzt also Anorexie, eine "sonstige emotionale Störung des Kindesalters" und von einer anderen Therapeutin noch Depressionen. Das alles schließt einander nicht aus. Wichtig ist aber auch: jeder kann sich irren und gerade bei psychischen Erkrankungen obliegt die Diagnose immer der subjektiven Sicht des einzelnen Diagnostikers. Was bei dem einen Depressionen sind, kann bei dem anderen eben eine emotionale Störung sein. Oder die Depressionen sind weg und was anderes ist hervorgekommen. Oder einer irrt sich.

Das Problem an psychischen Erkrankungen ist, dass sie selten so eindeutig erkennbar sind wie es ein Beinbruch ist. Ganz plakativ gesprochen: beim Sport ungünstig gestürzt, Knochen guckt raus - ziemlich eindeutig Beinbruch. Und wenn kein Knochen rausguckt, dann weiß man nach einem Röntgenbild "Ziemlich eindeutig Beinbruch". So schön klar funktioniert das in der Psychologie leider nicht immer. Deswegen entstehen häufig viele einzelne Diagnosen, manchmal werden auch welche wieder zurückgenommen, manchmal schließen sich einzelne Diagnosen auch gegenseitig aus... Umso mehr Menschen man befragt, umso mehr Meinungen wird man bekommen.

Borderline ist das was du da an Diagnosen bekommen hast aber zumindest noch nicht und das sollte dich durchaus freuen.

Letztendlich ists aber auch so, dass diese ganzen Störungen im Endeffekt ähnlich behandelt werden. Natürlich nicht alle mit der gleichen Therapie - zwischen Schizophrenie und Depression wäre zum Beispiel schon ein deutlicher Unterschied. Aber alles was mit Gefühlsregulierung und Emotionen zu tun hat läuft am Ende auf eine Verhaltenstherapie sowie diverse ergänzende Therapien hinaus (Kunst, Musik, Sport usw.) und ggf. Medikamente.

Von daher: Versuche den ganzen Diagnosen nicht zu viel Raum und Bedeutung einzuräumen. Konzentriere dich lieber auf die Therapie und damit deine Genesung. Schaue ob Symptome die du heute hast im Laufe der Zeit verschwinden.

Antwort von eiermaier,

Die richtige Diagnose muss von einem Psychiater(Arzt) kommen. Therapeuten etc dürfen das gar nicht. Frag den Psychiater definitiv , was Du ganz genau hast ( mit WHO- Klassifizierung)!

Kommentar von Mickylein1,

Also als Code stand dahinter ICD- F 93,8

Kommentar von eiermaier,

Dann gib das bei Google etc ein und lies.

Antwort von lennier101,

Emotionale Störung bedeutet nix anderes als eine Störung der Gefühlslage, das ist lediglich ein ungenauer Oberbegriff.

Antwort von thefranzose,

In gewisser weise schon

Kommentar von lennier101,

bisschen weit her geholt :-)

Kommentar von Mickylein1,

Was ist weit her geholt?

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