Frage von Mickylein1 03.11.2012

Emotionale Störung des Jugendalters?

  • Hilfreichste Antwort von Mireilles 03.11.2012

    Bei psychischen Erkrankungen ist es häufig so, dass sich eine Diagnose schnell zur anderen gesellt. Umso länger man in Behandlung ist, umso mehr dieser Buchstaben-Nummern-Kombinationen kommen häufig dazu.

    Du hast jetzt also Anorexie, eine "sonstige emotionale Störung des Kindesalters" und von einer anderen Therapeutin noch Depressionen. Das alles schließt einander nicht aus. Wichtig ist aber auch: jeder kann sich irren und gerade bei psychischen Erkrankungen obliegt die Diagnose immer der subjektiven Sicht des einzelnen Diagnostikers. Was bei dem einen Depressionen sind, kann bei dem anderen eben eine emotionale Störung sein. Oder die Depressionen sind weg und was anderes ist hervorgekommen. Oder einer irrt sich.

    Das Problem an psychischen Erkrankungen ist, dass sie selten so eindeutig erkennbar sind wie es ein Beinbruch ist. Ganz plakativ gesprochen: beim Sport ungünstig gestürzt, Knochen guckt raus - ziemlich eindeutig Beinbruch. Und wenn kein Knochen rausguckt, dann weiß man nach einem Röntgenbild "Ziemlich eindeutig Beinbruch". So schön klar funktioniert das in der Psychologie leider nicht immer. Deswegen entstehen häufig viele einzelne Diagnosen, manchmal werden auch welche wieder zurückgenommen, manchmal schließen sich einzelne Diagnosen auch gegenseitig aus... Umso mehr Menschen man befragt, umso mehr Meinungen wird man bekommen.

    Borderline ist das was du da an Diagnosen bekommen hast aber zumindest noch nicht und das sollte dich durchaus freuen.

    Letztendlich ists aber auch so, dass diese ganzen Störungen im Endeffekt ähnlich behandelt werden. Natürlich nicht alle mit der gleichen Therapie - zwischen Schizophrenie und Depression wäre zum Beispiel schon ein deutlicher Unterschied. Aber alles was mit Gefühlsregulierung und Emotionen zu tun hat läuft am Ende auf eine Verhaltenstherapie sowie diverse ergänzende Therapien hinaus (Kunst, Musik, Sport usw.) und ggf. Medikamente.

    Von daher: Versuche den ganzen Diagnosen nicht zu viel Raum und Bedeutung einzuräumen. Konzentriere dich lieber auf die Therapie und damit deine Genesung. Schaue ob Symptome die du heute hast im Laufe der Zeit verschwinden.

  • Antwort von eiermaier 03.11.2012

    Die richtige Diagnose muss von einem Psychiater(Arzt) kommen. Therapeuten etc dürfen das gar nicht. Frag den Psychiater definitiv , was Du ganz genau hast ( mit WHO- Klassifizierung)!

  • Antwort von lennier101 03.11.2012

    Emotionale Störung bedeutet nix anderes als eine Störung der Gefühlslage, das ist lediglich ein ungenauer Oberbegriff.

  • Antwort von thefranzose 03.11.2012

    In gewisser weise schon

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