Frage von princessline, 53

Elternzeit beantragen ab 3. LM für den Vater?

Meine Sachverhalt ist folgender:

Am 22.7.2016 wird per geplantem Kaiserschnitt unser Kind geholt. Errechneter Geburtstermin war der 02.08.2016 (Meine Mutterschutzfrist endet demnach am 27.09.). Da ich nur 10 h arbeiten gehe, möchte ich keine Elternzeit nehmen, sondern direkt nach der Mutterschutzfrist wieder arbeiten gehen. Mein Freund möchte die Elternzeit von 12 monaten nehmen, dabei aber 20 Stunden in Teilzeit arbeiten. Wie sieht das aus? Können wir bei seinem Arbeitgeber die Elternzeit ab dem 3. Lebensmonat für die folgenden 12 Monate beantragen (Meiner Berechnung nach also vom 22.09.2016 bis zum 21.09.2017). Ist die Berechnung richtig? Dazu zu sagen ist, dass er in einer Schule arbeitet und bis zum 03.09. eh Ferien hat, wo er zu Hause ist. Daher würden wir auch nicht ab Geburt für ihn beantragen. Ich hoffe ihr versteht meine Berechnung, würde mich über Antworten freuen.

Antwort
von MenschMitPlan, 16

Ja, das ist möglich. Elterngeld erhält er aber nur für die Differenz aus Vollzeit zu Teilzeitgehalt.

Antwort
von sumsum076, 10

Achtung! Reicht dein Mutterschutz bis in den 3. Lebensmonat hinein, gilt der LM als von dir "verbraucht". Hat zur Folge, dass dein Freund nur noch die restlichen 11 Monate gebrauchen kann.
 Kläre das nochmal mit der Elterngeldstelle (es gab mal die Sache/Ausnahme, wenn Mutter danach Vollzeit arbeiten ging).

Antwort
von JuliaHutarm, 36

Hey,

Hier ein paar Anmerkungen:

1. Der Mutterschutz wird dem tatsächlichen Geburtstermin angepasst. Frühere Geburt = früheres Ende  MuSchu

2. Es gab da noch eine Einschränkungen bei den LM. Ich glaube, man kann nicht über 14 LM hinaus. Aber das wollt ihr auch nicht, wenn ich es richtig versteh. 

3. Das Gehalt für die 20h wird angerechnet. Ihr müsst da aufpassen, ob es sich finanziell lohnt, arbeiten zu gehen.

VG

Kommentar von princessline ,

vielen Dank erstmal für die Antwort. Punkt 1 ist allerdings nicht ganz korrekt. Die Mutterschutzfrist bleibt bestehen wie der errechnete Geburtstermin ist. Auch wenn das Kind früher kommt, endet es demnach an dem Tag wie beim errechneten GT.

Zu 3. die Anrechnung weiß ich, es lohnt sich allerdings nicht bei einem 10 h - Job Elterngeld zu beantragen, wir kommen sorum besser, deswegen würde mein Freund auch die Elternzeit nehmen. Die Frage ist nur ob meine Berechnung nach den Lebensmonaten so stimmt, dass ich dann ab dem 22.09. (Beginn 3. LM) Elternzeit für ihn beantrage.

Kommentar von princessline ,

Richtig, insgesamt 14 Wochen, heißt wenn es zeitiger kommt, verlängert sich die Zeit. Meine Mutterschutzfrist endet am 27.09. bei dem errechneten Geburtstermin (02.08.) Das Kind wird jetzt einige Tage eher geholt am 22.07., mutterschutzfrist endet ebenfalls am 27.09., nur die Wochen verschieben sich, hab dann vor der Geburt sozusagen weniger Mutterschutz, dafür aber nach GEburt mehr, insgesamt wieder 14 Wochen.

Im Fall einer vorzeitigen Entbindung (keine medizinische Frühgeburt)
verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Zeit, die
wegen der vorzeitigen Entbindung nicht in Anspruch genommen werden
konnte. Wird der geplante Geburtstermin überschritten, beträgt die
Schutzfrist ebenfalls acht bzw. zwölf Wochen nach der Geburt. Es erfolgt
keine Kürzung.

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Service/fragen-und-antworten.html?fra...

Kommentar von MenschMitPlan ,

1. Man hat immer mindestens 14 Wochen Mutterschutz, da wird nichts angepasst, sondern eher verlängert.

2. Durch das Elterngeld Plus ist ein Bezug von Elterngeld bis 28 Monate möglich.

3. Gehalt wird angerechnet, das stimmt. 300 €/150 € gibt es aber immer.

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