Frage von Bubblegumfruit, 52

Elternzeit auf 2 Jahre beantragt aber Arbeitgeber stellt erst später ein, Anspruch auf Unterstützung?

Antwort
von BarbaraAndree, 38

Bei diesem Link kannst du alles nachlesen:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/rechtlich-wissenswertes-zur-elternzeit_021388.h...

Kommentar von Bubblegumfruit ,

Vielen Dank für den Link. Leider gestattet der Arbeitgeber keine Nebenbeschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber. Das genannte Ablehnungsschreiben erhielt ich bereits mit dem Vermerk, dass es ein "Interessenkonflikt" sei bei der Konkurrenz zu arbeiten. Die Situation ist demnach schwierig für mich. 

Kommentar von BarbaraAndree ,

Bietet dein AG dir denn nicht in eine Möglichkeit an? Bei meiner Firma ist das kein Problem, wenn Kolleginnen während der Elternzeit einige Stunden (teilweise sogar 30 Stunden) arbeiten.

Kommentar von Bubblegumfruit ,

Hallo Barbara, ich erhielt die Möglichkeit eine Vollzeitstelle ab Januar 2016 anzunehmen, das ging aber nicht, da ich nicht Vollzeit arbeiten kann (2 Kinder unter 3 Jahren und keine Kinderbetreuung. Außerden habe ich von Anfang an 10 Stunden beantragt, welche ich auch ausbauen kann sobald die Kinderbetreuung gut läuft. 

Ich habe auch jetzt nachdem der Antrag abgelehnt wurde nochmals nach einer Teilzeitbeschäftigung gefragt, leider ohne Erfolg.

Kommentar von BarbaraAndree ,

Lies doch einmal diesen Link - vielleicht hilft er dir:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/102239-teilzeitansprueche-n...

Ich bin immer wieder entsetzt über die starre Haltung mancher AG. Immer wieder werden Familien Steine in den Weg gelegt. Wundert man sich dann noch, warum es in Deutschland weniger Kinder gibt, als in anderen Ländern?

Antwort
von Allyluna, 36

Ein paar mehr Hintergundinformationen wären hilfreich...

Kommentar von Bubblegumfruit ,

Hallo, vielen Dank für die schnellen Antworten. Welche genauen Hintergundinformationen werden benötigt? Die Elternzeit wurde auf 2 Jahre beantragt mit dem Vermerk ab April 2016 mit einer Stundenzahl von 10 Wochenstunden eingestellt zu werden. Der Arbeitgeber lehnte dies jedoch aufgrund des bis dahin vorangeschrittenen Schuljahrs ab (es gäbe keine Möglichkeit mich zu diesem Zeitpunkt zu integrieren). Nun fragte ich an, ob es mir möglich ist während dieser Zeit eine Anstellung nachzugehen, damit wir unser Einkommen aufstocken, da das Elterngeld im April endet. Dies wirde jedoch abgelehnt. Nun stehe ich ohne Einkommen von April bis September da. Gibt es Möglichkeiten dies zu umgehen? 

Kommentar von Allyluna ,

O.k. so wird die Situation ein wenig klarer...

Handelt es sich jetzt hierbei um eine neue Anstellung oder um eine Weiterbeschäftigung - nur jetzt in Teilzeit? Und die Einstellung für April ist auch schriftlich fixiert? Dann kann sich Dein Arbeitgeber da nicht so leicht herauswinden - schließlich habt Ihr eine gültige schriftliche Vereinbarung.

Falls er sich weiterhin weigert, würde ich folgenden Zug versuchen: Verlängerung der Elternzeit bis zum tatsächlich möglichen Weiterbeschäftigungsdatum. Und dann trotzdem der Nebentätigkeit nachgehen. Der muss der Arbeitgeber nämlich dann zustimmen - in der Elternzeit darf die der Arbeitgeber nämlich nur dann verweigern, wenn ihm konkreter Schaden dadurch entstehen würde. Bloßer "Interessenkonflikt" reicht als Ablehnungsgrund nicht aus!

Siehe hier, S. 76.

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/PRM-14503-Lei...

Kommentar von Bubblegumfruit ,

Vielen Dank. Es ist eine sehr verzwickte Situation. Ich habe mit 17 Wochenstunden angefangen. Wurde dann schwanger, habe Elternzeit auf 2 Jahre beantragt und möchte als Wiedereinstieg mit 10 Stunden beginnen. Ich möchte lediglich unser Einkommen aufrecht erhalten. Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass mein Antrag auf Nebenbeschäftigung abgelehnt wird. Ich gehe stark davon aus, dass sie möchten das ich Vollzeit wieder einsteige. Als Pädagogin die Übergangszeit in einer anderen Einrichrung zu arbeiten schadet dem Unternehmen laut Vorgesetzten.

Kommentar von Allyluna ,

Also waren die 10 Stunden ab April nicht vorher schriftlich fixiert, sondern "nur" der Zeitpunkt des Wiedereinstiegs? Sonst könntest Du ja schlicht auf die Einhaltung der Vereinbarung pochen. Dass die 10 Stunden innerhalb eines Schuljahres schwer umsetzbar sind, hätte dann auch davor schon klar sein müssen.

Dein Vorgesetzter muss im Zweifel irgendwie nachweisen, dass er dadurch tatsächlich einen materiellen Schaden hat und wie hoch der zu beziffern ist. Behauptungen lassen sich leicht aufstellen... und mich würde wirklich interessieren, wo er den sehen würde.

Ich drücke Dir jedenfalls alle Daumen! So ein Sch***, dass man in diesem Fall um seine Rechte immer noch so kämpfen muss. :-(

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