Frage von halloleaguelol, 12

Elternsprechtag und Weiterleitung von Problemen / Defizite in der Schule?

Hallo, Ich bin volljährig und gehe auf ein Berufskolleg.

Ich darf mich selbst entschuldigen, soweit ich kein Attestpflicht habe. Ich darf meine Noten selbst unterschreiben. usw.

Jetzt habe ich ein Schreiben bekommen, das ich Probleme / Defizite in 4 Fächern hätte, da ich in den ersten Arbeiten in diesen Fächern schlechte Noten geschrieben habe. Außerdem sollen meine Eltern doch zum Elternsprechtag kommen.

Nun soll ich dieses Schreiben meine Eltern geben und sie sollen Unterschreiben. Wenn sie Nein angeben, will meine Lehrerin meine Eltern anrufen und nochmal nach einen Gespräch suchen.

Frage: Muss ich meine Eltern das Schreiben unterschreiben lassen? Da wo die Unterschrift hin soll steht in Klammer (Unterschrift der Erziehungsberechtigten) Das wäre ich?

Kann ich meine Lehrerin es verbieten, "mich zu verpetzen"? Wenn ich nicht einwillige darf Sie doch nicht meine Daten an meine Eltern weiterreichen?

Laut § 120 (Fn 22) Schutz der Daten von Schülerinnen und Schülern und Eltern

(7) Nur Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler sind berechtigt, Einsicht in die sie betreffenden Unterlagen zu nehmen und Auskunft über die sie betreffenden Daten und die Stellen zu erhalten, an die Daten übermittelt worden sind. Das Recht auf Einsichtnahme umfasst auch das Recht zur Anfertigung oder Aushändigung von Kopien; die Erstattung von Auslagen kann verlangt werden. Dieses Recht ist ausgeschlossen, soweit dadurch berechtigte Geheimhaltungsinteressen Dritter beeinträchtigt würden; in diesen Fällen ist eine Auskunft über die verarbeiteten Daten zu erteilen. Zwischenbewertungen des Lernverhaltens in der Schule sowie persönliche Aufzeichnungen der Lehrkräfte über Schülerinnen und Schüler und deren Eltern sind von dem Recht auf Einsichtnahme und Auskunft ausgenommen.

(8) Die Schule kann Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler über wichtige schulische Angelegenheiten wie

  1. die Nichtversetzung,

  2. die Nichtzulassung oder das Nichtbestehen einer Abschlussprüfung,

  3. den vorübergehenden Ausschluss vom Unterricht über eine Woche hinaus,

  4. die Entlassung von der Schule oder deren Androhung und

  5. die Verweisung von allen öffentlichen Schulen oder deren Androhung

und über sonstige schwerwiegende Sachverhalte informieren, die das Schulverhältnis wesentlich beeinträchtigen. Die Schülerinnen und Schüler sind von den beabsichtigten Auskünften vorab in Kenntnis zu setzen.

Also ich sehe nichts von schlechten Noten weiterreichen?

Wollte nur sicher gehen bevor ich mich mit der anlege. :P^^

Grüße :)

Antwort
von djNightgroove, 3

Für Nichtversetzzung ist es eigentlich zu früh im Schuljahr, wäre aber das einzige, was Sinn ergeben würde neben Nichtzulasung zur Prüfung. Wenn davon nichts zutrifft, kann deine Lehrerin eigentlich keine Unterschrift verlangen. Allerdings will sie sicher nur helfen, dass du die Schule doch noch schaffst und da kann die Einbeziehung der Eltern sinnvoll sein. Wenn du jetzt einen Kleinkrieg startest, weil du deine Noten vor deinen Eltern geheimhalten willst, wirst du dadurch sicher keine Vorteile haben. Rede doch erst mal mit deinen Eltern darüber, eventuell können sie dir Nachhilfestunden bezahlen, damit wäre dir am besten geholfen.

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