Frage von Ralsch, 37

Elternhaus(verkauf), finanzielle Belastung der Kinder durch mögliche Pflegefall - wer hat Erfahrungen?

Hallo, eigentlich ein Standardfall, juristische Beratung holen wir uns in 2 Wochen ein, aber wer hat ggf. Erfahrungen mit folgender Situation? Vater verstorben, Mutter möchte nun mit 80 Jahren das große Haus mit Garten verkaufen und in einen Wohnung ziehen die sie noch selbst in Schuß halten kann. Es gibt 3 Kinder mit recht unterschiedlichen Einkommen: 2x Nix, 1x Normalverdiener. Die Gretchenfrage: Was macht am meisten Sinn im Hinblick auf einen möglichen Pflegefall der Mutter und die damit verbundenen laufenden Kosten ? a) Haus verkaufen, möglichst viel Geld an die 3 Kinder abgeben? b) Oder das Geld auf die Bank legen und erst als Erbe verteilen? Im ersteren Fall sehe ich die Gefahr dass nach 5 Jahren zwei der drei Anteile (der Nicht-Verdiener) weg sind und der Normalverdiener für alle Kosten zur Kasse gebeten wird. Geht das so leicht, besteht die Gefahr? Kann der Staat direkt das Geld eintreiben? Im zweiten Fall (erst mal alles zusammenhalten) würde das gemeinsame Erbe durch die monatlichen Pflegekosten wegschmelzen bis zum versterben der Mutter - ggf. bis auf Null herunter? Ich denke hier ist auf jeden Fall der direkte Zugriff auf das Gesamte Geld gegeben. Gibt es Alternativen? Schenkungen, Geld irgendwo anlegen, Stiftung, etc.? Danke.

Antwort
von wilees, 19

Keine vorzeitige Auskehrung des Erbes.

Das potenzielle Erbe zu Lebzeiten der Mutter, auf verschiedenen Konten anlegen, dass zumindest keine Negativzinsen entstehen können.

Die Pflege der Mutter ist wirdschaftlich sicherzustellen - Sie könnte auch 100 Jahre alt werden. Die Eltern haben das Haus erwirtschaftet und ihnen - hier nur noch der Mutter steht der Ertrag zu.

Eine Schenkung kann m.W, nach bis zu 10 Jahre zurückgefordert werden, wenn Bedürftigkeit eintritt.

Es macht in jedem Fall Sinn eine Generalvollmacht erteilen zu lassen.

Antwort
von sassenach4u, 18

Wenn es Schenkungen gegeben hat, fordert ggf. das Sozialamt das Geld zurück, wenn die Kosten für das Heim nicht durch die Mutter selbst getragen werden können.

Wenn das Geld nach dem Verkauf an die Kinder verteilt wird, läuft er Normalverdiener Gefahr, zahlen zu dürfen- will er das? Ich würde an seiner Stelle darauf drängen, das Geld anzulegen, dann ist es eben weg, wenn die Mutter tot ist- aber doch besser, als als Einziger die Kosten stemmen zu müssen, oder?

Das Geld in eine Stiftung- was dann? Dann ist es weg.

 

Kommentar von Ralsch ,

Hallo,

danke für die Antwort, hatte ich mir schon so in der Art vorgestellt. Und, ja, richtig erkannt, ich bin der Normalverdiener ;-) Stiftung war nur ein Stichpunkt für das "was noch", ist klar dass das so keinen Sinn macht, da müssen dann schon andere Beträge zur Debatte stehen und dann die Stiftung auf den Bahamas oder so....

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