Frage von QikaShpis, 135

Eltern sind gegen die DKMS Typisierung!?

Hallo Leute,

ich bin 17. Gestern gab es auf der Schule eine Aktion von der DKMS bei der ich auch mitgemacht habe. Heute haben es erst meine Eltern erfahren und sie sind sehr sauer deswegen.

Ich hatte am Anfang auch nicht vor mich zu typisieren ich hab die ganze zeit gedacht ja oder nein. ich hatte natürlich auch angst- aber dann dachte ich am meine Religion dem Islam und dort heisst es Sure 5, Vers 32

(...) Wenn jemand einen Menschen tötet (...), so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so ist es, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten.

Deswegen habe ich es gemacht und ich will auch gutes tun. Was soll ich nun machen meine Eltern sagen ich soll das wieder weg machen ich weiss nicht mal ob das geht aber wenn ich jemals ausgewählt werde dann werden die mich nicht lassen das zu machen. Und nein leute bei uns gibt es kein "ich bin jetzt 18 ich mach was ich will" wir sind aus Kosovo und wenn ich jemals erwähnen würde ich bin 18 blablabla dann gäbe es richtig stress ausserdem finde ich das selber etwas respektlos den eltern gegenüber.

Ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll bzw wie ich ihnen erklären soll warum ich es machte. Wenn ich denen sage wegen dem islam habe ich anst mich auszulachen, meine familie ist nicht sehr religiös..

bitte um rat

Antwort
von Marakowsky, 72

Erstmal find ich gut, dass du das gemacht hast. Ich selbst bin auch seit Jahren in der Datenbank. Vielleicht hilft dir das: bevor du überhaupt als Spender "eingesetzt" wirst, gibt es noch weitere Tests, da müssen noch viele Dinge abgeglichen werden, bevor es wirklich zur Spende kommt. Es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass man für jemanden passt, deshalb brauch die Dkms ja so viele, die sich typisieren lassen. Folgendes kannst du deinen Eltern sagen: 1. du kannst die Spende immernoch ablehnen, sollte es mal soweit kommen. Und 2.: wenn du oder einer deiner angehörigen von einer Krankheit betroffen wären, dann würden deine Eltern doch auch alles tun und alles machen, damit es sich bessert!

Kommentar von Kleckerfrau ,

Ich glaube die Eltern denken gar nicht so weit, dass es ihnen auch helfen könnte.

Kommentar von Marakowsky ,

Dann sollte man sie vielleicht darauf bringen. Also ich musste damals und zu der Zeit hat die Dkms noch keine Plakat- und Fernsehwerbung gemacht, auch erklären, was das bedeutet. Und die Spende, sollte sie denn kommen ist ja freiwillig.
Da das Knochenmark ja, nicht wie eine Niere oder so, sich nach einer Spende reproduziert, ist es so als würde man selbst was "verlieren". Teilweise genügt ja auch eine Blutspende.

Antwort
von aribaole, 54

Versuche ihnen zu Erklären wie es wäre, wenn einer aus der engen Familie auf eine Spende angewiesen sein sollte. Was du gemacht hast, finde ich TOLL. Sollte es viel mehr von geben!

Antwort
von XHeadshotX, 76

Ob sie wohl auch so denken würden, wenn du Betroffener wärst, es gäbe jemand passenden, es ist so ziemlich die einzige Chance die du noch hast und dann heiß es nein, kommt nicht in Frage?

Kommentar von XHeadshotX ,

Zitat von dkms.de FAQ

Kann ein potenzieller Spender seine zugesagte Spende zurücknehmen?

Es gibt persönliche und andere Gründe, sich kurzfristig doch noch von einer Spende zurückzuziehen. Sie sollten daher wissen, dass wir Ihre Entscheidung in jedem Fall respektieren. Wenn Sie die Zusage jedoch kurz vor der eigentlichen Transplantation erteilen, leiten die Ärzte die Vorbereitungsphase des Patienten für die Stammzelltransplantation ein. Ab diesem Zeitpunkt kann der Patient ohne nachfolgende Übertragung Ihrer Stammzellen nicht überleben.

Was passiert, wenn kein passender Spender gefunden wird?

In diesem Fall versuchen die Ärzte, dem Patienten durch andere Formen der Behandlung zu helfen. Je nach Art der individuellen Erkrankung werden vor allem Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt. Bei vielen Patienten ist jedoch die Stammzelltransplantation die einzige Behandlungsmethode mit Aussicht auf Heilung.

Antwort
von Kleckerfrau, 59

Sind deine Eltern denn darüber überhaupt aufgeklärt ? Wissen sie denn nicht, dass es auch ihnen zu Gute kommen könnte, wenn sie mal Krebs bekommen würden ?

Kommentar von QikaShpis ,

Ich denke die wissen nicht mal was wie und warum nur das es halt darum geht dass man etwas spendet, die wollen sich das aber nicht mal anhören. Habe eben mit meiner Mutter telefoniert ich meinte zu ihr Stell dir vor du bist krank usw. du wärst doch auch froh um eine Spende.. sie hat aber nix gesagt. Die wollen nix darüber wissen- ich weiss nicht wieso die sind schon immer seeeehr achtsam mit uns kinder gewesen de haben immer angst um uns wir dürfen nicht mal zu freunden ohne das die name und adresse wissen- wir dürfen nicht mal durch das dorf ohne handy 

Kommentar von Goodnight ,

Das ist nicht achtsam, das ist Kontrollsucht.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Es gibt vielleicht Infomaterial in eurer Sprache. Versuche so etwas zu bekommen und leg es ihnen auf den Tisch. Und dann frag die mal, ob sie nicht froh wären, das auch für dich die Möglichkeit einer Spende besteht, wenn du mal Krebs bekommen würdest. Was wir ja alle nicht hoffen wollen. Ich finde deine Eltern sehr rückständig,

Antwort
von Goodnight, 53

Du lebst in Deutschland, so gelten auch Deutsche Gesetze und natürlich gilt, ab 18 entscheidest du. Wieder mal ein Beispiel missglückter Integration.

Kommentar von QikaShpis ,

Das hat nichts mit missglückter Integration zu tun. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Man kann das nicht so leicht erklären.. Wenn ich eine wichtie entscheidung mache will und meine Eltern sind dagegen und ich mache es wegen meiner "ich bin 18" einstellung sowieso, dann gäbe es echt streit und bei grossen entscheidungen könnte ich von der familie verstoßen werden weil das als respektlos gilt nicht das zu tun was eltern sagen.

Ich finds auch nicht so geil, ne

Kommentar von Goodnight ,

Doch gerade mit diesem Text beschreibst du wieder die schlechte Integration. Ihr respektiert und anerkennt nicht die Gesetze in dem Land in dem ihr lebt. Deine Eltern dürfen dir ab 18 nichts mehr befehlen. Es gibt kein Parallelrecht für ignorante Ausländer.

Kommentar von QikaShpis ,

Natürlich fragen mich meine Eltern nach meiner Meinung und lassen manchmal nach weil sie sehen es bringt nix ich mein so mega streng sind die auch nicht das es heisst "so wirds gemacht oder du gehst" aber ich denke mann kann auch eine andere Lösung finden mit der beide zufrieden sind.z.B. in diesem Fall werde ich halt einfach versuchen es Ihnen zu verdeutlichen um was es geht-Ich mein klar das ist Sch*** aber wenn ich weiss wie es bei anderen Familien geendet hat dann will ich doch nicht freiwillig auch in die lage kommen dass mich aus der Familie jeder hasst. Ich bin da natürlich zwischen 2 Stühlen- ich bin mir bewusst das ich machen kann was ich will nur auf der anderen Seite ist die Familie das ist nicht sehr leicht zu kombinieren.

Kommentar von QikaShpis ,

aribaole hat da schon recht, meine Eltern und deren Eltern das ist toal unterschiedlich als meine Einstellung- auch was Toleranz usw angeht-die sind dort aufgewachsen das ist alles bei denen so im Kopf die können hier vieles nicht verstehen was Jugendliche so machen. Für meine Eltern ist es ja schon fast respektlos wenn man sie nach der Arbeit nicht fragt wie es ihnen geht und ein glas wasser bringt

Kommentar von Marakowsky ,

Sorry, das hat nichts mit befehlen zu tun. Es geht um Respekt und die Anerkennung der Eltern als weise Menschen. Dass es da Konflikte gibt ist klar.

Kommentar von Goodnight ,

Boah..! Sie beweisen dir doch gerade, dass sie keine weisen Menschen sind und die Gesetze in dem Land in dem sie Wohnen nicht respektieren.

Kommentar von aribaole ,

@Goodnight ... im Prinzip hast du ja Recht, doch man kann nicht die Struktur einer Familie innerhalb einer Generation ändern. Die Familie, im Besonderen die Eltern, wird dort noch ganz hoch gehalten. Ganz schlimm ist es bei denen, die aus der Provinz kommen. Der Umbruch hier ist ja schon gegeben.

Kommentar von Goodnight ,

Doch das kann man, wenn man nur will..

Antwort
von steffenOREO, 35

DKMS nimmt dich zwar in die Datenbank auf, als Spender kommen aber nur Volljährige in Betracht, wenn es wirklich zum Spendenfall kommen sollte.

Kommentar von QikaShpis ,

Wurde gestern auch gesagt aber ich werde im April schon 18 

Kommentar von steffenOREO ,

Na, dann mal los. Ich bin seit 28 Jahren registriert und hatte noch nie eine Anfrage. Meine Blutgruppe ist einfach zu selten.

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