Eltern setzen Kind vor den Fernseher. Sozialisation oder Erziehung ?
Hey Leute,
Oben steht die Frage.
Unterschied zwischen den beiden: sozialisation geschieht unbewusst im sozialen umfeld also durch andere personen im alltag, beispielsweise wenn du böse angeguckt wirst, wenn du vor einem kind über eine rote ampel gehst.
erziehung hingegen setzt eine person mit wissensvorsprung voraus, die eine andere erzieht und somit verantwortung gegenüber dieser person hat. also z.b. deine eltern, die dich warnen als kind nicht auf eine heiße kochplatte zu fassen.
Danke :)
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6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Das ist eine Unsitte, die ich zutiefst verachte - die aber leider in der heutigen Zeit Gang und Gäbe ist.
Warum schaffen sich Eltern dann erst Kinder an, wenn sie sie dann doch nur vor dem Fernseher "parken"?
Für mich gab es nichts Schöneres, als mich mit meinen Kindern zu beschäftigen. Nur so können sie spielerisch lerenen. Der Fernseher ist da der absolut falsche Weg. - Meine Kinder durften auch fernsehen - aber nur ausgewählte Sendungen. Und die Zeit wurde altersgemäß begrenzt.
Im Gegenteil: Sie werden mit Reizen überflutet. Können sie nicht richtig einordnen. Und bekommen Konzentrationsstörungen.
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2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ein Kind vor der Flimmerkiste parken hat weder was mit Sozialisation noch mit Erziehung zu tun. Je nach Alter führt dies zu schweren neuronalen Schäden welche sich nachweisen lassen. Aus diesen heraus erwachsen dann Sozialisationsstörungen und / oder die Sozialisationssatörungen ergeben sich durch Entbehrung realer Möglichkeiten am Leben teilhaben zu können.
Es gibt massenhaft wissenschaftliche Literatur zur Thematik. Mehr als eine Studie die nennenswert ist belegt meine Kurzdarstellung.
Tatsächlich handelt es sich um Folter.
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Antwort von KeyboardCat 26.04.20122 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
... Kinder vor den Fernsehen setzen? Weder Sozialisation noch Erziehung, sondern einfach nur verantwortungslos.
Kinder werden durch die Gesellschaft sozialisiert, nicht durch Fernsehen. Kinder werden von Bezugspersonen erzogen, nicht durch Fernsehen.
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das fernsehen kann durchaus bildend sein, wenn es verantwortungsbewußt eingesetzt wird: kinder ohne aufsicht vor den affenkasten zu setzen und die inhalte unkommentiert konsumieren zu lassen, hat was verbrecherisches.
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Es gehört zur Sozialisation. Erziehung ist eher das, was bewußt geschieht. Fernsehinhalte sind sozusagen " heimliche Erzieher". Wobei ich nicht gegen die neuen Medien bin; auch ein guter Umgang mit dem Fernsehen kann das Kind lernen und es gibt tolle Kindersendungen- und Spielfilme.
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Für mich Erziehung: denn höchstens kleine, "pflegeleichte" Kinder lassen sich vor den Fernseher setzen.
Wenn Kinder Alternativen zum Fernseher haben, spielen sie (alleine oder mit anderen) oder machen andere Dinge, die zur Sozialisierung zu tun haben.
Was das "vor der heißen Herdplatte warnen" betrifft: Begriffe wie "heiß" und "kalt" sind erstmal abstrakt fürs Kind - also nicht "greifbar" und Kinder müssen greifen, um etwas BEgreifen zu können. Indem Fall bringt es mehr, die Hand des Kindes in die Nähe der Herdplatte zu bringen, damit es die Hitze, die von ihr ausstrahlt, spüren kann. Es reicht vollkommen, die Hand ein paar Zentimeter darüber zu halten.
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Mir stellt sich garade die Grage, ob Erziehung und Sozialisation überhaupt zu trennen sind. Erziehung ist Teil der Sozialisation. Das Fernsehen so wie du es beschreibst, würde ich als Erziehung bezeichnen. Das Kind wird von den Eltern vor den Fernseher gesetzt. Es lernt von den Eltern, in einer bestimmten Situation ( z.B. Langeweile) vor den Fernseher gesetzt zu werden. Das ist ganz klar eine gezielte Handlung der Eltern. Sozialisation wiederum wäre, wenn die Eltern ( oder andere Personen im Umfeld) aus Z. B. Langeweile Fernsehen und das Kind diese Tat verinnerlicht. Das Kind lernt also indirekt durch die Umwelt, was bei Langeweile zu tun ist. [ob das Fernsehen aus pädagogischer Sicht für Kinder angemessen ist, wage ich zu bezweifeln, aber das ist eine andere Diskussion]
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Tja, gute Frage .. schwere Antwort ... oder wie soll ich schreiben ...
Es ist natürlich überhaupt nicht gut, wenn das Kind den ganzen Tag vor der Glotze geparkt wird .. sich hinterher mit Trickfilmen besser auskennt als die anderen Menschen ... aber leider gar nicht weiß, wie schön es ist,auch mal im Dreck zu spielen .. (Vielleicht wäscht Mama nicht so gerne .. und beim Fernsehen bleibt das Kind in der Regel sauber .... ich kenne leider so ein Kind).
Als Erziehung würde es es ansehen, wenn sich die Eltern samt Kind vor den Fernseher setzen .. für eine kleine Zeit .. und sich z. B. gemeinsam die Sendung mit der Maus angucken ... (weiß gar nicht, ob das heute noch läuft ... aber ansonsten so etwas in dieser Machart)
und es kommt natürlich auch immer auf das Alter des Kindes an ... ab 3 - 4 Jahre, ganz wenig Fernsehen, halt wie oben beschrieben, danach kann es schon mal etwas mehr sein ..
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naja, "eher" sozialisation.....erziehung heiißt ja auch, dass man sich was dabei denkt (also, das kind in eine bestimmte richtung formen möchte) und das tut man beim abschieben vor den tv sicher nicht!
Andererseits lernen Kinder, die selbst entscheiden können, ob Fernseher oder nicht, einen vernünftigen Umgang mit den Medien.
Na das wär ja mal neu. Zumal das Kinder jeden Alters auch völlig vernünftig entscheiden können, ist klar.