Frage von SoccerLife, 129

Eltern können Flüchtlinge nicht ab?

Hey Leute, in meiner Schule sind Flüchtlinge untergebracht worden. Das finde ich super, denn es sind Menschen wie wir und sie sollten genau so lernen dürfen wie wir. Ich finde sie sind auch ziemlich nett. Aber meine Eltern (und das ist mir auch peinlich) und ganz viele andere Leute haben etwas gegen Flüchtlinge.
Letztens auf der Straße hat eine geflüchtet Frau meine Mutter gefragt, wie sie zum HBG kommt und meine Mum lief einfach an ihr vorbei. Das war mir wirklich peinlich und ich fande es nicht gut. Ich weiß zwischen durch hört man etwas das mal was passiert ist durch Flüchtlinge, aber das passiert auch unter uns, dass Leute krank drauf sind und Mist bauen.
Was soll ich machen? Ich rede ungern mit meiner Mutter darüber, da sie sich immer rausredet. Meine Schwester denkt genauso. Ich hasse es, dass sie so dagegen sind. Die Leute können doch nichts dafür. Uns hätte es ja genauso passieren können und wir wären auch froh, irgendwo untergebracht zu sein. Was ist denn eure Meinung dazu und könnt ihr die Einstellung meiner Mum nachvollziehen? Ich verstehe es nicht.

Antwort
von PeterSchu, 39

Kompliment für deine Einstellung. Es macht einfach keinen Sinn, Menschen zu verurteilen, die man noch nichtmal persönlich kennt. Sowas nennt man Vorurteile. Und wenn es einfach an der Hautfarbe oder Herkunft liegt, ist es Dirskriminierung oder Rassismus. Das lässt sich auch nicht rechtfertigen mit dem Hinweis "Letztens hat ein Flüchtling eine Frau belästigt."

Wenn ein Friseur eine Frau belästigt, lehnt man ja auch nicht alls Friseure ab.

Ich kenne einen Fall, wo ein in Deutschland aufgewachsener dunkelhäutiger Mensch (mit deutscher Mutter und einem sehr anständgen Lebenswandel) eine Wohnung mit dem Hinweis auf seine Hautfarbe nicht bekommen hat.

Was du deinen Eltern entgegnen kannst? Schwer zu sagen. Das hängt davon ab, ob sie bereit sind, ihr Weltbild irgendwann mal zu überdenken. Und das ist das Schwierige. Es ist doch viel bequemer, bei seinem Weltbild zu bleiben, immer nur dem Aufmerksamkeit zu schenken, was in dieses Bild passt und alles Andere abzutun.

Wenn sie bereit dazu wären, würde ich empfehlen, dass sie sich mal den Film "blue eyed" anschauen. Wäre auch für dich interessant, auch wenn du die Lehren daraus offenbar schon kapiert hast.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blau%C3%A4ugig_(1996)

Kommentar von SoccerLife ,

Danke :)

Kommentar von tanztrainer1 ,

Das kenne ich sogar so, das ein Bekannter von mir, der einen polnischen Nachnamen hat, nur sehr schwer eine Wohnung fand. Und diese Familie lebt mindestens schon über 200 Jahre in Deutschland, ist also total integriert. Das war in den 90ern. 

Antwort
von TheRedBird, 25

Das ist schon komisch.. ^^ Einerseits kann ich verstehen, dass sie Flüchtlinge nicht mag (wen sie mag ist nämlich ihre Sache) andererseits ist es schon ziemlich dreist und krass, dass sie Flüchtlinge offensichtlich verachtet.

Wenn sie etwas gegen Flüchtlinge hat, mein Gott.. ist doch egal. Solange sie denen nichts tut. Trotzdem kannst du mal versuchen ihr ein bisschen deine Sicht zu erläutern, also was du von Flüchtlingen hälst und warum, es ist nämlich oft so, dass solche Leute, wie deine Mutter, nur so denken, weil ihnen das Wissen/Die Bildung fehlt. Wenn das nichts bringt.. lass dich nicht irritieren. 

Versuch realistisch zu denken. Vielleicht ist es gar nicht so, wie du denkst. Nur weil momentan alle als rassistisch abstempeln, die mal sagen, dass "Wir" nicht alle aufnehmen können oder auch nur annähernd etwas gegen Flüchtlinge sagen, musst du das nicht auch tun. Denk nochmal an die Situation zurück und vllt. merkst du ja, dass du was falsch verstanden hast.

Falls sie allerdings doch rassistisch ist, braucht dir das nicht peinlich zu sein. Warum auch? Es ist die Meinung deiner Mutter. Nicht deine. Wenn es Leute gibt, die dich nun nicht "mehr" mögen, wegen deiner Mutter, scheiß drauf. Die standen von Anfang nicht zu dir. Sowas brauchst du gar nicht beachten.

Wenn deine Mutter "Hassparolen" gegen Flüchtlinge, in der Öffentlichkeit schiebt, versuch sie zu stoppen und/oder geh einfach. Später erklärst du ihr warum, dann wird sie sicherlich damit aufhören :)

Kommentar von SoccerLife ,

Danke, super Antwort:)

Kommentar von TheRedBird ,

Danke :)

Antwort
von MickyFinn, 25

Ich kann deine Mutter schon was verstehen (den Weg zum HBG hätte sie schon erklären sollen... hätte ich jedenfalls gemacht bzw. mache ich ständig). Weshalb Deine Mutter so reagiert, hat seine Gründe. Ich nehme an, sie verfügt über erheblich mehr Lebenserfahrung als Du.

Allgemein sehen Leute der älteren Generation vieles realistischer als die heutige Jugend. Man sah damals wirklich wie das Leben ist und wie die gesellschaftlichen Strukturen sind. Die neue Generation (inzwischen eher Linksgrün, Genderverliebt, Arbeitsscheu) sieht die Welt durch ein Fenster, welches sich ,,Monitor" nennt. Durch dieses Fenster sehen sie, was sie sehen wollen.. daher ist deren Betrachtung eher Friede, Freude, Eierkuchen und vollkommen an der Realität vorbei.

Zudem ist die jüngere Generation anfällig für Lügen und Instrumentalisierung... während die ältere G sich eher auf Lebenserfahrung, Hinterfragung und allgemein selbstständigen Denken verlässt. Warum Deine Mutter wahrscheinlich so tickt, sollte man eigentlich nachvollziehen können (wenn man die Dinge objektiv betrachtet).

Wenn man die einfachen Fakten berücksichtig, wie z.B. Ausbau der Parallelgesellschaft/en, erhöhte Kriminalität & Terrorgefahr, Finanzierung von Wirtschaftsflüchtlingen und Übernahme der Kosten für deren Abschiebung etc. etc. bis hin zu den Medienlügen (z.B. ,,Die meisten Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind sehr gebildet"... ,,unter den geflüchteten befinden sich keine Terroristen"....)

Ja.. nicht alle soll man in eine Schublade stecken und pauschalisieren.. meiner Meinung nach (und auch vieler anderer), ist dies kein europäisches Problem. Wenn der Islam so brüderlich und barmherzig ist, dann können diese Länder es nun beweisen (Platz und Geld ist genug da... der Irrglaube, sie hätten zu wenig, stimmt nicht).

Kommentar von SoccerLife ,

Aber du sagtest die Jugend sieht den Monitor, aber meine Mutter denkt ja teils nur so wegen dem was im Internet steht (wo ja auch schlecht geredet wird)

Kommentar von MickyFinn ,

Aber sie klebte nicht in ihrem jungen Jahren bis zum erwachsenwerden vor dem PC. Weshalb sie vermutlich jetzt vor dem Computer sitzt, ist es die Bestätigung dafür einzuholen, was man vermutete bzw. kommen sah.

Ich brauchte auch keine Nachrichten zu schauen um zu wissen, wie sich unser Land durch die unkontrollierte Zuwanderung verändern würde... genau wie ich schon lange wusste, das nicht jeder von denen aus dem Kriegsgebiet kommt, nicht jeder Ingenieur oder Arzt ist, das mehr als ,,nur" 800.000 in 2015 zu uns kommen werden, die Beiträge zur KV steigen werden, sich der Staat (aus Geldmangel) am Gesundheitsfond (!!) bedient und frech behauptet ,,wir schaffen das", ohne die Steuerzahler zu belasten, sich Parallelgesellschaften bilden, das Bildungsniveau sinken wird... etc.

.... ich meine.. das sieht doch ein Blinder und das alles konnte man mit ein wenig Weitsichtigkeit und realistischem Denken spätestens im Sommer 2015 kommen sehen.

Ich finde auch nicht, das Flüchtlinge allein daran Schuld sind... es gehen mir nur jene gegen den Strich, die aus wirtschaftlichen Gründen bei uns sind (und das sind sehr sehr viele). Viel eher trifft die Schuld unsere Regierung.

Antwort
von SimonEugenJosef, 55

Ich finde man sollte die Meinung anderer respektieren da deine Mutter mit Flüchtlingen nichts zu tun haben möchte lass sie einfach, du kannst den Leuten ja trotzdem helfen

Kommentar von SoccerLife ,

Aber sie regt sich dann über mich auf und das möchte ich nicht

Kommentar von SimonEugenJosef ,

Dann setz Priorotäten ob du Flüchtlingen helfen willst oder deiner Mutter schön tun willst,

Antwort
von eyrehead2016, 59

Deine Mutter kann man nachvollziehen. Sicher, es sind nicht alle gleich. Trotzdem nutzen Sie Deutschland aus, stellen Ansprüche, bekommen viel viel mehr als ein deutscher. Also irgendwann ist ja mal Schluss mit dem "Flüchtlingen". Und hätte keiner aufgenommen.

Kommentar von adabei ,

Dass Asylbewerber mehr bekommen als Deutsche, ist eine durch nichts zu belegende Behauptung.

Kommentar von PeterSchu ,

Eine Antwort voller Vorurteile.

Kommentar von TheRedBird ,

Sie bekommen mehr als arbeitende Deutsche, das ist gewisserweise richtig. Aber auch nur, weil sie nichts haben. Man kann ja auch nicht alle nackt auf der Straße hungern lassen. Deutsche die kein Geld, keine Wohnung, kein Essen etc. haben, bekommen auch Hilfe vom Staat.

Kommentar von eyrehead2016 ,

Die nehmen keine "normalen" Klamotten. Das muss alles von Marken sein. Die tragen viel teurere Kleidung, als sich ein normal Verdiener Leisten kann...
Überlegt mal, wo das noch hin führen soll. Ich könnte hier noch vieles auf zählen.

Kommentar von tanztrainer1 ,

Das sind wieder Behauptungen, die durch nichts zu belegen sind.

Klar gab es auch Leute, die gute Kleidung gespendet hatten.

In unserem Sozialkaufhaus gibt es eine Abteilung mit einfacher, aber guter Kleidung (weil eben aus der Mode gekommen usw.), wo man sich drei Kleidungsstücke für 1 € aussuchen kann. Und das ist jetzt wahrlich keine Markenkleidung.

Und dort kaufen sich die Asylbewerber, die bei uns am Ort leben, ihre Kleidung. Und im Winter haben die zum Beispiel nur darauf geachtet, dass die Sachen warm genug sind, nicht ob da irgend ein angesagtes Label drauf war.

Plapperst Du da nur was nach, oder hast Du selbst so etwas erlebt? Ich glaub es nicht!

Kommentar von eyrehead2016 ,

Ich seh es tagtäglich in der Schule, im Dorf und in der Stadt.

Kommentar von Zicke52 ,

@eyrehead2016: "Uns" hätte keiner aufgenommen? Wieviele Deutsche sind denn vor den Nazis in die Schweiz, nach England, USA usw. geflüchtet? Wurden die dort nicht aufgenommen?

Kommentar von eyrehead2016 ,

Wir leben in 2016 und nicht in 1945

Kommentar von Zicke52 ,

@eyrehead: Na und? Woher nimmst du die Sicherheit, "man" würde uns heute nicht mehr aufnehmen, wo "man" es damals doch getan hat? Dabei gab es damals, im Gegensatz zu heute, noch gar keine Verpflichtung, es zu tun. Die Genfer Flüchtlingskonvention wurde nämlich erst nach dem II. WK gegründet.

Kommentar von eyrehead2016 ,

Sieh dir die anderen Länder an. Keiner nimmt mehr "Flüchtlinge" auf, was auch voll verständlich ist.

Antwort
von ManuViernheim, 12

Warum manche Flüchtlinge nicht mögen, liegt daran, dass es wie in den Wald reinschallt, wieder rausschallt.

Die Flüchtlinge müssen was dafür tun, dass man sie "mag".

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