Eltern haben kaum Eigeninitiative
Die Eltern (72 & 74 J.) leben alleine in eigener Wohnung - und haben zu wenig Eigeninitiative! Motto: Ich bin alt - ich bin krank - ich kann (oder vielleicht: will?) nicht mehr.
Altersbedingt haben sie ihre Wehwehchen. Doch im allgemeinen klappt's noch mit den Aktivitäten, obwohl's vielleicht etwas schwerer fällt. Nun das Problem: Steht ein notweniger Arztbesuch / Untersuchung an, muß man sie in den .... treten. Es könnte ja ein Krankenhausaufenthalt daraus werden. Müssen Papiere erledigt werden (Anträge ausfüllen, erledigte Rechnungen/Kontoauszüge abheften ...), werden sie in die Ecke gelegt. Müssen Einkäufe (Lebensmittel ...) erledigt werden - es kann mir ja jemand mitbringen. Muß draußen im Garten Rasen gemäht oder Winterdienst erledigt werden - "ich bin alt und kann nicht mehr". So geht's in allen Lebenslagen weiter. Stattdessen die liebsten Beschäftigungen: Fernsehen & hinterm Fenster sitzen ...
Ganz einfache Frage: Was mache ich? Muß denn wirklich alles bin ins kleinste Detail von anderen bzw. Angehörigen erledigt werden ???
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Wenn ein Mensch Mitte 70 ist - dann braucht er auch das Verständnis von uns Jüngeren, dass er vielleicht am liebsten einfach noch ein bisschen Ruhe und Beschaulichkeit möchte und in seinem Lebensabend keinen Trubel mehr einbauen möchte. Denn in diesem Alter ist man in dem Alter, wo es ratzfatz morgen schon vorbei sein kann. Anstatt Dich aufzuregen - betüddle sie lieber ein bisschen - denn wenn sie nicht mehr da sind, werden sie Dir ganz schön fehlen-:(
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Was du machen sollst. Die Sachen erledigen, die deinen Eltern schwer fallen. Und wenn es eben fast alles ist, musst du eben fast alles erledigen oder es so organisieren, das es erledigt wird. Sei froh, das es deinen Eltern noch soweit gut geht, das sie keine Dauerpflege benötigen. Manche Menschen bleiben bis ins hohe Alter aktiv und fit andere aber eben nicht. Dann sind die Kinder gefragt. Können diese nicht einspringen, sind sie zumindest in der Pflicht, den Alltag der Eltern beschwerdefrei zu organisieren.
Kommentar von vesparollervesparoller 04.12.2009Finde ich eigentlich eine sehr vernünftige / gute Meinung - Antwort
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Ja warum denn nich? hast du dir früher selber die Windeln gewechselt?
Kommentar von CrazyDaisyCrazyDaisy 04.12.2009So eine schöne Antwort!!! DH!
Kommentar von vesparollervesparoller 04.12.2009Du kannst Dinge erledigen, die sie nicht mehr erledigen können (körperlich schwerere Arbeiten ...). Doch wenn sie noch denken & überlegen können - warum muß alles (oder 90 % davon) von anderen erledigt werden? Windeln kann ich mir als Kleinkind bestimmt nicht wechseln ... Weil ich's einfach nicht konnte bzw. nicht überlegen/denken konnte
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ja, so ähnlich kenne ich das auch, und ich muß sagen es tut weh! Einerseits möchte man ja helfen andererseits ist es zum Teil ja nur Bequemlichkeit! Was man daran ändern kann? Ich denke nicht viel, es ist ihr Leben und du mußt es akzeptieren! Helfe so wie du kannst sei da für sie aber sie sollen , so gut wie möglich,schon noch alleine das leben meistern!
Kommentar von PanikgirlPanikgirl 04.12.2009Wally - genau so ist es !!! Es tut weh, wenn die Eltern älter werden - wenn man die Freude bei ihnen nicht mehr sehen kann. DH - nur manche verurteilen die alten Menschen und das tut noch viel weher
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Antwort von RobbieWittich 04.12.20092 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ich kenne dieses Problem. Mein Vater lebt alleine zu Hause. Und ihm wird mittlerweile alles zu viel. Er hat keine Kraft mehr, noch aus eigenem Antrieb dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen. Da sind die Kinder gefragt. Ich gehe für meinen Vater einkaufen, erledige Schreibarbeiten und vieles mehr. Und ich mach es gerne.
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Wenn sie sagen ich bin alt, dann brauchen sie sicherlich Deine Hilfe. Die gibt man doch als Kind eigentlich gerne, oder? Wenn sie sich beim Fernsehen zu hause wohlfühlen dann lass sie doch...
Kommentar von vesparollervesparoller 04.12.2009siehe oben
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Antwort von katzenfan62 04.12.20091 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hilfe ist gut und wichtig aber du mußt genau hinschauen und Grenzen setzen. Ich arbeite seit über 20 Jahren mit alten Menschen und es wird immer nach dem Motto gelehrt: soviel Hilfestellung wie nötig, sowenig wie Möglich!
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Naja,
eine gewisse depressive Grundstimmung, wobei man solche Verhaltensweisen auch durchaus von 20jährigen Hartz4.Empfängern kennt angeblich.
Auch wenn es auf Dauer schwerfällt - versucht halt die Eltenr zu aktivieren, nehmt sie zum Wochenendeinkauf mit, nehmt sie halt mit auf Spaziergänge (und sei es zum Grab von Tante Erna auf den Friedhof, angeblich lieben alte Leute sowas ;-), besucht sie uns bringt Kuchen mit damit auf der Terrasse gedeckt wird etc.
Alles erledigen ist Mist - Wunderdinge zu erwarten auch, aber aktivieren müsst ihr sie, zur Not halt mit nem Opernabo, VHS-Kurs, Mitgliedschaft im Senioerenverein was weiß ich.
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Ich glaube da ist viel bequemheit bei,man sollte zwar für die Eltern im Alter da sein aber einige Aufgaben sollten sie schon noch selber erledigen ,solange es geht!!!
Kommentar von PanikgirlPanikgirl 04.12.2009soso - Bequemlichkeit - warten wir mal ab, sollten wir in dieses Alter kommen. Manche haben ja schon als 20 - 30jähriger Mensch keine Power mehr heute - frage mich, wie die dann mit 70 sind;-)
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Nein das sollte es nicht.
Versuch deinen Eltern mal klar zu machen, dass sie geistig ganz schnell abbauen werden, wenn sie nichts mehr selber machen. Und wenn einer von den beiden stirbt (klopf auf Holz) dann wird der andere auch noch vereinsamen, weil keine Bekannten oder neuen Bekanntschaften mehr da sind. NAtürlich wärst du auch noch da, aber du kannst dich doch nicht um jedes kleine Detail im Leben deiner Eltern kümmern.
Kommentar von Koechlein1948Koechlein1948 04.12.2009das währe das gleiche wenn du einer dreijährigen erklärst warum du ihren lutscher in den Müll werfen möchtest
Kommentar von PuttchenPuttchen 04.12.2009Stimmt schon... Na dann sei mal 'böse' und kapp das Fehrnsehkabel. hrhrhrhr
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Ich würde mal ein ernstes, sachliches Wort mit beiden reden. Wer würde denn all die Pflichten übernehmen wenn niemand für sie da wäre?? Bestimmend, aber wie gesagt, ruhig würde ich es tun
Kommentar von vesparollervesparoller 04.12.2009Haben wir schon (zu mehreren Personen aus dem Familien- / Verwandtenkreis). Hilft nur kurzfristig.
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redet mal mit dem Hausarzt, es könnte auch eine Form von Altersdepression dahinter stecken. Ansonsten versucht weiter zu motivieren und sie am Leben teilhaben zu lassen. Die notwendige Unterstützung sollte auf möglichst mehrere Personen verteilt werden, sonst ist man schnell überlastet.
Kommentar von Koechlein1948Koechlein1948 04.12.2009und dann schnell ins Heim mit denen ! Gehts noch????????
Kommentar von bibi8888bibi8888 04.12.2009so ein Quatsch! Hab ich was vom Heim geschrieben?
Kommentar von VerweilerVerweiler 11.12.2009Das stimmt, daran habe ich auch gedacht. Wobei so eine Depression meistens durch fehlende Vitamine oder eine andere Krankheit ausgelöst werden können.
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Muß nicht, aber wenn sie es so gewohnt sind, dass die anderen für sie "springen" kann man sich natürlich erst recht "zurücklehnen" und wird noch träger, gerade im Alter ist es wichtig, die Dinge des Alltags selbst zu erledigen, dass hält "jung" und fit.
Wobei ich denke, mit Anfang 70 darf man auch ruhig etwas faul werden.
Ich kenne Pärchen, die sind mit 50 schon so drauf :(
Ich denke die schweren Arbeiten solltet ihr ihnen ruhig abnehmen, Rasen mähen und Winterdienst fällt mit dem Alter einfach schwerer und Rechnungen sortieren ist auch nicht mehr das Beste im Alter, alles andere können sie selbst erledigen.
Kommentar von PuttchenPuttchen 04.12.2009Ja, das habe ich auch schon oft mitbekommen :-(
Zum Glück ist meine Oma das genaue Gegenteil. Bevor sie 'ihren' Garten nicht in Ordnung gebracht hat, bekommt sie da keiner so leicht raus. AUch wenn sie Rückenschmerzen hat und das Knie mal wieder zwickt. Ich bin froh, dass sie mit über 80 noch so voller Leben ist.
Kommentar von moon73moon73 04.12.2009Ich bewundere die aktiven Omis und Opis ebenso, eben die , die noch voller Leben sind, die wandern und kegeln und reisen und Interessen haben - das ist echt toll :)
DH!!
Aufregen tue ich mich bestimmt nicht. Das Problem ist nur, daß ich einen 9-10 Std. Arbeitstag habe, ich 4.30 Uhr aufstehe und ich kaum vor 16,45 bis 17 Uhr im Heimatort ankomme. Dann hast Du ja auch noch selbst Dinge zu erledigen. So ist Deine Zeit eingeschränkt.