Frage von Bademeister77, 96

Eltern arbeitslos, Kind muss für sie aufkommen?

kann es sein, dass wenn die Eltern arbeitslos sind und das Kind Geld verdient, dass Kind für die Eltern zahlen muss? bzw. Kann den Eltern Hartz 4 gekürzt werden wenn das Kind arbeitet?

Danke schon mal

Antwort
von geiermeier1, 67

den eltern wird kein geld gekürzt wenn es arbeiten geht. der bedarf des kindes wird gekürzt und fällt unter umständen ganz weg. dann fällt es aus der bg der eltern raus und kommt nur noch für sich selbst auf: sprich es zahlt an die eltern mietanteil, stromanteil und lebensmittel. den rest behält es für sich.

die eltern erhalten dann nur noch ihren eigenen regelsatz und mietanteile.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz 4, 42

Das deine Eltern dann weniger Leistungen bekommen ist korrekt,nur bezieht sich die Kürzung nur auf deinen Bedarf bzw.deine Leistungen,die deine Eltern bisher für dich bekommen !

Im SGB - ll bist du als Kind deinen Eltern nicht zum Unterhalt verpflichtet,solltest du soviel anrechenbares Einkommen haben,dass du deinen eigenen Bedarf decken kannst,dann fällst du automatisch aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Eltern raus.

Sie bekommen dann also für dich nichts mehr und du musst dann zumindest deinen Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und vom Abschlag an Haushaltsstrom an deine Eltern zahlen,dazu dann noch Kostgeld für deine Verpflegung oder du musst das dann selber machen.

Der Kopfanteil berechnet sich nach den Personen im Haushalt.

Antwort
von Schneefall222, 18

Wenn nahestehenden Verwandten Eltern, Kinder.... Ein Jahresgehalt von ÜBER 100.000 Euro haben dann ist das so. Alles was darunter ist musst du nicht zahlen. Bekommst du auch hartz4 dann werden deine Leistungen gekürzt.

Antwort
von SasciaJylle, 94

Da kommen einige Faktoren zsm: Wieviel verdient das Kind? Wie alt ist es? Wenn die Eltern Hartz4 bekommen muss das Kind nicht für die Eltern aufkommen, sie bekommen ja selber Geld.

Kommentar von geiermeier1 ,

da kommt nix zusammen

Antwort
von crazycatwoman, 55

wenn sie in einer sog "bedarfsgemeinschaft" leben, wird das einkommen des kindes mit eingerechnet. und kindern sind ihren eltern durchaus unterhaltsverpflichtet.

@raintager: da meine mutter noch lebt, bin ich, auch wenn ich die fünfzig bereits überschritten habe, trotzdem noch (ein) "kind"

Kommentar von geiermeier1 ,

diese antwort ist schlichtweg falsch. das einkommen des kindes wird von seinem bedarf abgezogen. wenn es bedarfsüberdeckend verdient, dann fällt es aus der bg der eltern. kinder sind im sgb2 für ihre eltern nicht unterhaltspflichtig.

mit 25 fallen sie komplett aus der bg raus und werden allein betrachtet, beziehen ihren eigenen ü25 regelsatz und miete.

Antwort
von Bambi201264, 84

Ja, im Prinzip ist es so.

Wenn Du das genau wissen möchtest, musst Du die Wälzer (SGB I - XVIII oder so...) mal lesen.

Kommentar von geiermeier1 ,

nein so ist es nicht, und DASS steht im sgb2 ff drinnen. nix anderes.

Kommentar von Bambi201264 ,

Soso. Ich bin das 51jährige Kind meines Vaters, der ist 77. Hätte er eine mickrige Rente, müsste ich für ihn aufkommen.

Hier mal ein Artikel vom Februar 2014:

http://www.welt.de/finanzen/article124912101/Kinder-haften-fuer-ihre-Eltern-aber...

Kommentar von geiermeier1 ,

das hat mit alg2 nix zu tun. unterhalt wäre nur dann interessant, wenn du genügend einkommen hast. der selbstbehalt dazu ist um einiges höher als kindesunterhalt. weiterhin kannst du das im alg2 nicht.

wenn er keine grundsicherung zu seiner mickrigen rente bezieht, dann wirst du auch garnicht gefragt. zudem musst du so ein einkommen erstmal verdienen.

Kommentar von Bambi201264 ,

Seine Rente ist ja zum Glück NICHT mickrig :)

Und mein Einkommen ist ziemlich gut (€ 3.000 netto/mtl.), da müsste ich wohl.

Kommentar von isomatte ,

Selbst bei 3000 € Netto müsstest du unter Umständen keinen Unterhalt an deinen Vater leisten !

Das zumindest solange er nicht in ein Heim müsste und noch Zuhause leben kann,denn dann würdest du erst Unterhaltspflichtig werden,wenn dein Jahres Bruttoeinkommen über 100 000 € liegen würde.

Erst wenn er in einem Heim untergebracht werden müsste und sein eigenes Einkommen / Vermögen / Pflegegeld die Kosten nicht decken würden,dann kämen die Unterhaltspflichtigen ins Spiel,denn dann müsste man Leistungen nach dem SGB - Xll vom Sozialamt beantragen.

Dann läge der derzeitige Selbstbehalt für ein Single bei 1800 € Netto,dazu können noch Aufwendungen für die Beschäftigung abgesetzt werden,eigene Beiträge für die Altersvorsorge,Ratenzahlungen / Tilgungen die schon vor der Antragstellung bestanden haben,eigene vorrangige Unterhaltszahlungen usw.

Würde dann noch etwas übrig sein,dann dürfte das Sozialamt max.50 % davon als Zuzahlung fordern.

Kommentar von Bambi201264 ,

Huh...

Zum Glück geht es meinem Vater ausgezeichnet. :)

Kommentar von isomatte ,

Dann hoffe ich für dich / euch das es auch noch lange so bleibt,dass kann ich bei meinen Eltern nicht mehr sagen,denn die sind leider verstorben !

Kommentar von Bambi201264 ,

Ich hoffe auch :) Immerhin ist meine Mutter leider schon mit 49 gestorben ;( (Lymphdrüsenkrebs)

Antwort
von Apfel2016, 68

wenn ihr in einer Bedarfsgemeinschaft lebt ja. Dann zählt das Familieneinkommen- ich gehe mal davon aus, dass das Kind schon Arbeiten darf....

Kommentar von geiermeier1 ,

nein es zählt nicht das familieneinkommen. der bedarf des kindes wird gekürzt, aber nicht der der eltern. wenn das kind bedarfsüberdeckend verdient, wird es aus dem leistungsbezug fallen. sein einkommen mindert aber zu keiner zeit den bedarf der eltern.

Kommentar von isomatte ,

,, sein einkommen mindert aber zu keiner zeit den bedarf der eltern "

Stimmt nicht ganz bzw.kann man so pauschal nicht sagen !

Denn wenn die Eltern für das Kind noch Kindergeld beziehen,dass Kind also z.B.  in Ausbildung wäre,dann würde das nicht mehr benötigte Kindergeld,welches das Kind dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würde,auf den Bedarf der restlichen BG - angerechnet und somit würde sich der Bedarf der Eltern verringern.

Das überschüssige Kindergeld ( max. also das volle Kindergeld) würde dann wieder Einkommen des Elternteils,welches das Kindergeld beantragt bzw.bekommt.

Hätte dieses Elternteil dann kein weiteres Einkommen,dann könnten davon dann die 30 € Versicherungspauschale geltend gemacht werden,es dürften dann also von angenommen 190 € Kindergeld nur 160 € als anrechenbares Einkommen angerechnet werden,so hätten die Eltern dann sogar 30 € mehr als vorher.

Antwort
von RainTager, 71

Kinderarbeit ist verboten !

Kommentar von SasciaJylle ,

schon mal was von Ausbildung gehört?!

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