Frage von Fragtag, 92

Elektroniker Betriebstechnik. Kann man Abschlussprüfung bzw. Arbeitsauftrag noch retten?

Grüsse Allerseits....

Mein Sohn macht gerade vorzeitige Abschlussprüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik.

Beim Arbeitsauftrag (Variante 1) ist einiges schief gelaufen:

Material spät geliefert. Ausbilder in Urlaub. Ort des Arbeitsauftrages auch nicht immer zugänglich. Und vor allem hat er selbst auch nicht richtig nachgehakt und sich auf TelfonAnruf wg. Material verlassen. Material war schon ne Woche da usw. Alles suboptimal. Er hats verschludert, und Ausbildungsbetrieb, naja anderes Thema, auf alle Fälle würd ich nicht nochmal nen Lehrvertrag bei diesem Konzern unterzeichnen.

Nun hat er notgedrungen eine Dokumentation des Arbeitsauftrags eingereicht (ohne Messprotokoll). Den Arbeitsauftrag kann er nächste Woche dann endlich im Nachhinein machen.

Natürlich hätte erst die Arbeit und dazu die Dokumentation gemacht werden sollen. Er ist sich jetzt total unsicher und wir überlegen was die beste Vorgehensweise ist.

Kann sein dass er jetzt dann bei der Arbeit am Auftrag Fehler seiner Doku findet usw. Verzwickte Sache Alles.....

Das Fachgespräch zu dem Arbeitsauftrag findet am 18. Juli statt....

Nun die entscheidenden Fragen:

Macht die nachträgliche Durchführung d. Arbeitsauftrag überhaupt noch Sinn ?

  • Wenn Ja, und seine bereits abgegebene Doku ist gut, soll er Messprotokoll noch unverzüglich nachreichen oder mitbringen zum Fachgespräch ?

  • Wenn Ja, und seine bereits abgegebene Doku ist Mist, hilft´s dann eine komplette neue Doku nachzureichen.

Danke schonmal für Antworten und Tipps

Antwort
von Fishmeaker, 59

Ich kenne die genauen Regeln der Prüfer dahingehend leider auch nicht. Angedacht ist es jedenfalls nicht!

Selbst wenn er damit durch kommt stellt sich die Frage, wie gut das gewertet wird. Ein grottiger Abschluss ist immerhin auch nicht das Gelbe vom Ei.

Das mit dem Nachreichen ist auch so eine Sache. Denn das ist von IHK zu IHK etwas unterschiedlich. Die einen möchten nur eine digitale Dokumentation auf ihrer Webseite eingereicht haben. Welche man bis zur Deadline immer wieder überschreiben kann. Die zuletzt eingereichte gilt dann. Andere wollen es in schriftlicher und digitaler Form und akzeptieren keine Nachreichnungen sobald die schriftliche Version eingegangen ist. Da am besten bei der zuständigen IHK mal anrufen und nachfragen. (Das sollte sein Sohn übrigens selbst machen und nicht du für ihn!)

Versuchen kann man es ja mal. Meiner Meinung nach wäre es vielleicht sinnvoll die Ausbildung zu verlängern. Heißt die Prüfung ein halbes oder ganzes Jahr später ablegen.

Meiner Ansicht nach trägt übrigens nicht der Konzern in erster Linie die Schuld an dieser Situation. Dein Sohn kann nicht erwarten, dass man ihn alles hinterher trägt. Schon gar nicht für seine eigene Arbeit! Er sollte lernen da selbst hinterher zu sein und nicht derartig herumzuschludern! Spätestens im richtigen Arbeitsleben wird er damit noch richtig große Probleme bekommen. Da ist einmal Durchfallen vielleicht noch die harmlosere Lektion.

Kommentar von Fragtag ,

Danke, seine Lektion wird er lernen und seine Fehler auch selber ausbaden. Halbes Jahr länger ist kein Problem, ausser das er vll. BufDi Stelle absagen muss....

Dem Konzern gebe ich keinesfalls die Alleinschuld. Da ich aber selbst schon mehrere Lehrlinge ausgebildet habe kenne ich die Pflichten eines Ausbildungsbetriebes und Ausbilder genau. Wundert mich eh wie er bei seiner Ausbildungsstätte eine Ausbildung zum Elektroniker machen konnte, Gott sei Dank gibt es noch überbetriebliche Stätten.
Wie gesagt anderes Thema....da hab ich gute Kontakte bei IHK, und das werde ich dann nach der Ausbildung vll. ansprechen.

Kommentar von Fishmeaker ,

Natürlich trifft ihren Sohn nicht die Alleinschuld. Dennoch muss man in derartigen Situationen lernen, selbst die Initiative zu ergreifen.

Wie gesagt, es hängt an der IHK und an dem Ausbildungsberuf. Wenn es eine Sommer- und eine Winterprüfung gibt kann er die Prüfung in einem halben Jahr sicherlich "wiederholen". Ansonsten wird er ein ganzes Jahr warten müssen. "Nachschreibeprüfungen" gibt es meines Wissens nicht. Allerdings heist das natürlich auch, dass eine vollkommen neue Arbeit und Dokumentation gemacht werden muss.

Ich bin der Ansicht, dass da mit offenen Karten zu spielen die beste Lösung ist. Vielleicht ist es auch so möglich, dass der den Ausbildungsbetrieb für diese Zeit wechseln kann.

Jedenfalls viel Glück und Erfolg!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community