Frage von Xyzundsoweiter, 38

Elektromagnetischer Schwingkreis?

Moin,

mein Definition davon einmal bitte überprüfen:

Kondesator (geladen) lässt Elektronen auf die +geladene Kondensator Platte über die Spule bewegen. Elektronen erzeugen ein Magnetfeld, was sich mit zunehmenden "Elektronen-Ausgleich" verändert. Dadurch wird (über die Lorentzkraft) eine Strom der seiner Ursache entgegenwirkt, induziert (Lenzsche Regel). Das soll angeblich bedeuten, dass der Strom in die "ursprünglich" Richtung des Kondensatorstroms fließt - dass heißt, jetzt kann wieder Strom fließen, sodass sich der den Plattenkondensator umpolt (dort wo - war ist jetzt +)....

Was genau ist mit Ursache gemeint bei der lenzschen Regel? Was wäre in dem Fall die Ursache???

Antwort
von Wechselfreund, 30

Durch die Lenz'sche Regel erklärt man sich, dass der Entladestrom, der ein wachsendes Magnetfeld bewirkt, über Induktion gehemmt wird. Ist der Kondensator entladen, wird der Strom aufrechterhalten, da das Magnetfeld in der Spule sich verringert. So wird der Kondensator entgegengesetzt aufgeladen.

Es wird eine Spannung erzeugt. die der Ursache entgegenwirkt (im Draht gibt es keine Elektronen als Geisterfahrer)

Antwort
von Gehilfling, 31

Der Strom, der ein Magnetfeld erzeugt, induziert eine Spannung, keinen Strom. Und diese erzeugte Spannung wirkt der Uhrsache des Stromflusses entgegen.

Kommentar von Xyzundsoweiter ,

Ich habe immer noch den Wurm drin. 
Spannungsquelle A lässt Strom fließen. Der Strom induziert eine Spannung in der Spule. Jetzt besagt die lenzsche Regel, dass wir durch die Ursache des Stromflusses (Spannungsquelle A -Pol) eine Spannung haben, die der Spannungsquelle A entgegenwirkt. 
Das heißt doch, dass die "neue" Spannungsquelle den Strom Richtung Spannungsquelle A (-Pol) fließen lässt?! 

Kommentar von Gehilfling ,

Jein. Diese induzierte Spannung hemmt lediglich den Stromfluss, da die Spannung dem Wachstum des Magnetfeldes entgegenwirkt ("Entgegen der Ursache"). Sonst würde der Schwingkreis einen Kurzschluss der Kondensatorplatten darstellen und einen theoretisch unendlich hohen Strom hervorrufen.

Kommentar von Wechselfreund ,

Die induzierte Spannung setzt (zu Beginn) die von außen durch den Kondensator bewirkte Spannung herunter.

Kommentar von Xyzundsoweiter ,

Ich habe dich jetzt (glaube ich) verstanden. Ich will nur noch mal sicher gehen, diese Aussage hier ist falsch: 

https://www.abiweb.de/physik-elektromagnetismus/elektromagnetische-schwingungen/...

"Der Strom beginnt nachzulassen, wodurch sich auch der magnetische Fluss in der Spule verringert. Nach der Lenzschen Regel fließt ein Induktionsstrom, welcher der Ursache entgegenwirkt. Das heißt, dass dieser Induktionsstrom noch eine Weile in die gleiche Richtung fließt wie der anfängliche Strom. Der Strom- und damit Ladungsfluss bewirkt, dass der Kondensator nun mit umgehrter Polung aufgeladen wird"

Kommentar von Gehilfling ,

Genau, das stimmt nicht. Der Ursache entgegen wirkt die selbstinduzierte Spannung, die den anfänglichen Strom begrenzt. Sobald der Kondensator umgeladen ist, fließt der Strom aus dem Magnetfeld aber weiter in die Richtung, wie er während des Umladens geflossen ist. Dadurch lädt sich der Kondensator und schwächt durch die zunehmende Spannung diesen Stromfluss. Gemäß Energieerhaltung ist der Kondensator komplett geladen, wenn das magnetische Feld vollständig abgebaut wurde. Der Stromfluss ist dann I = 0.

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