Frage von mathes79,

elektroherd anschliessen aber verschiedene farben :-(

hallo zusammen, ich stehe gerade in der küche (umzug) und habe das problem, die farben beim elektroherd sind andere wie in der wand...

Herd: 2x schwarz , braun, blau, grün/gelb

Wand: 1x schwarz, rot, blau, weiss(grau), gelb

was gehört wo dran??

Antwort von Sorbas48,
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nach der alten Schweizer Norm Alt SEV/Ancienne ASE galten für fest verlegte Adern im Drehstromnetz folgende Farben:

PE = gn/ge

N = bl

L1 = sw

L2 = rt

L3 = ws

manchmal war weiß auch grau und gelb/grün auch mal nur grün oder gelb, aber darauf kann und darf man sich nicht verlassen. Einzig messen gibt eine brauchbare Antwort.

Die neue Schweizer HD 308 S2 entspricht der DIN VDE 0293-308 (VDE 0293 Teil 308):2003-01 Allerdings legt die DIN VDE 0293-308 die Farben für Phasen-Leiter aber keine verbindliche Zuordnung der Farben zu den einzelnen Phasen fest.

Empfehlungen/Forderungen über die Zuordnung von Farben – soweit es Festlegungen gibt, sind in DIN VDE 0100-510 (VDE 0100 Teil 510) enthalten, jedoch hat es bisher weder eine Festlegung noch eine Empfehlung in dieser Norm gegeben, welche Farbe welcher Leiterkennzeichnung (L1, L2, L3) zuzuordnen ist. Und es ist auch nicht vorgesehen, diesbezüglich Festlegungen in einer Norm zu treffen.

Die zwischenzeitig allgemein anerkannte Empfehlung für Phasenleiter lautet:

L1 = braun

L2 = schwarz

L3 = grau

Als Zwischenstand der Normung galten für sehr lange Zeit die Farben braun, schwarz, schwarz als Phasenfarben. Aus dieser Zeit dürfte auch die Verdrahtung des Ofens stammen.

Demnach gelte folgende Farben für die Phasenfolge nach aktuellen Standards:

PE = gn/ge

N = bl

L1 = bn

L2 = sw

L3 = gr (früher auch sw)

Ungeachtet dessen ist der Anschluss eines Gerätes, das nicht an eine Steckdose angeschlossen werden kann - der Elektrofachkraft vorbehalten (in Deutschland zusätzlich aus einem Betrieb der beim zuständigen Energieversorger eingetragen ist!)

Kommentar von Commodore64,

Korrekt, aber beim E-Herd ist das Drehfeld egal, also sind die identischen Farben der Phasen egal.

Kommentar von Sorbas48,

Das ist völlig richtig, ich habe die Phasenfolge zur Verdeutlichung der Unterschiede der einzelnen Farben hier gleich ganz bewußt mit angeführt.

Für einen Ofen ist das natürlich egal, weil es ein ohmscher Verbraucher ist und ohnehin auf Stern geschalten ist.

Für Motoren wäre das natürlich von Bedeutung und eine elektrische Anlage in sich sollte immer vollständig in gleicher Phasenfolge für die ganze Anlage ausgeführt sein, gleichgültig was irgend wo einmal angeschlossen wird.

Antwort von Kutscher,
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Laß blos die Finger davon und beauftrage ne Fachfirma!

Antwort von snoopy154,
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Da würde ich lieber einen Elektriker dran lassen, es sind womöglich noch am Ende alle Herdplatten unter strom ! Der gefahr würde ich mich nicht aussetzten! der Elektriker ist vom Fach Du nicht! Auuserdem kann es sein , das Du einen Fehler beim Anschluss machst!Lebensgefahr!

Antwort von frischling,
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das wird dir hoffentlich der Eletriker den du rufen musst, falls du keiner bist , erklären...

Antwort von Unerwartet,
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Als ich eben die Frage las, dachte ich daran, dass es wirklich keine gute Idee ist, dass nicht von einem Fachmann erledigen zu lassen. (Das antwortet dir zwar nicht auf deine Frage, rettet dir aber möglicherweise das Leben.)

Antwort von englerth,

Hallo, nach den Aderfarben die du beschreibst ist das vermutlich eine Altanlage. Ferndiagnose ist da nicht möglich. Und selbst wenn das möglich wäre sind bei Gute Frage mindestens 50% der Antworten absolut falsch. Jeder 2. schreibt hier was rein und hat 0 Ahnung davon.

Antwort von Papa09,

Machst Du es selbst, erlischt im Falle eines vom Herd verursachten Brandes sowohl Deine Haftpflichtversicherung als auch die Hausrat, ganz abgesehen von der Feuerversicherung (in der Regel vom Vermieter). Genau aus dem Grund steht in den meisten Mietverträgen auch explizit drin, dass solche Arbeiten von einer Fachkraft ausgeführt werden MÜSSEN. Der Vermieter wird Dir also den Kopf abreißen, wenn er mitbekommt dass Du das selbst machst.

Ich schließe meinen Herd auch selbst an, obwohl ich keine "Fachkraft" im Sinne der Definition bin (schlimmer noch: ein Studierter...). Allerdings muss ich auch nicht solche Fragen stellen...

Hol Dir einen Elektriker. Das kostet nicht die Welt, fördert ein lokales Handwerksunternehmen und der braucht dafür vielleicht 5 Minuten und alles ist einwandfrei.

Antwort von Haeuslenutzer,

Die Antworten auf diese Frage sind ja teilweise lustig, aber lasse wirklich lieber nen Elektriker ran, denn der kann die Leitung auch prüfen. Normen - alles schön und gut, aber was ist, wenn die Drähte vertauscht sind. Vertauschst Du die Phasen, ist das dem Herd egal, aber N und PE müssen schon korrekt angeschlosssen sein. Außerdem müssen die Drähte richtig in den Klemmen sitzen und angezogen werden, sonst kann es bei den Strömen eines Herdes schon mal ganz schön bruzzeln. Aber Du kannst jeden normalen Elektriker fragen. Herde anschließen ist sein tägliches Geschäft :)

Antwort von mixchris,

Lass es von einem Elektriker machen, wenn du dich nicht auskennst.

Weil die Farbbelegung (besonders die der Phasen) ist nicht unbedingt einheitlich, je nachdem wann das gemmacht wurde usw. kann das durchaus anders sein als es z.B. heute gemacht wird.

Das einzigste was stimmen sollte ist das du blau mit blau (N, Neutralleiter) verbinden kannst.

Den Rest würde ich jetzt so einfach übers Internet mal nicht sagen, kommt ganz drauf an wie das "aussieht"...

Kommentar von Helpy1990,

Mit der Aussage dass blau nur für Neutralleiter verwendet wird liegst du falsch. Früher wurde es auch für eine Phase verwendet. Und heute wird blau oft am Lichtschalter verwendet für die Leitung zur Lampe. Da darf man sich nie drauf verlassen. Aus Gründen der Sicherheit empfehle auch ich, dass du einen Fachmann zur Hilfe nimmst.

Kommentar von Sorbas48,

Die neue DIN VDE 0293-308 (VDE 0293 Teil 308):2003-01 legt die neuen Farben fest. Die in der Tabelle für vieradrige Kabel/Leitungen bzw. für dreiadrige Kabel/Leitungen enthaltene Fußnote i „Nur für bestimmte Anwendungsfälle“ bezieht sich auf DIN VDE 0198 (VDE 0198):1999-10, wo festgelegt ist, dass die blauer Ader als Außenleiter verwendet werden darf, wenn kein Neutralleiter in diesem Stromkreis benötigt wird.

Achtung die Ausnahme gilt nicht in Österreich, wo festgelegt ist, dass die blaue Ader grundsätzlich nur als Neutralleiter verwendet werden darf.

Laut Norm darf also (in Deutschland) die blaue Ader nur dann für was andere wie den Nulleiter verwendet werden, wenn im betroffenen Stromkreis kein Null-Leiter vorkommt. In einer 230 Volt Haushaltsinstallation kenne ich allerdings kaum einen Stromkreis, der ohne Null-Leiter auskommt. Ungeachtet dessen halten sich allerdings viele Installateure nicht daran und verwenden den blauen Draht für alles mögliche und Altbestand ist ohnehin eine eigene Wissenschaft.

Antwort von miboki,

Du weißt aber schon, dass Elektroherde nicht mal von einem normalen Elektriker angeschlossen werden dürfen? Das darf nur ein Starkstromelektriker machen. Also lass die Finger davon. Mal davon abgesehen, dass das lebensgefährlich ist, verlierst Du auch jeglichen Versicherungsschutz!

Kommentar von fuchsi1970,

normalen Elektriker versus Starkstromelektriker

Wo hast Du denn diese Weisheit her?

Kommentar von mixchris,

Das kann eigentlich schon jeder Elektriker machen, "Starkstromelektriker" haben mit viel höheren Spannung (ab ca. 1kV) zu tun. Für die ist so ein Herdanschluss eher ein Witz...

Kommentar von miboki,

Mein Mann ist Starkstromelektriker!

Kommentar von Helpy1990,

Ein Elektroherd arbeitet mit 230 Volt bis 400 Volt Spannung und bis max. 20 Ampere Strom. (Haushaltsherd) Das sind Spannungen und Ströme, mit denen jeder normale Elektriker täglich arbeitet. Dazu muss er keine Starkstromausbildung haben sondern nur seinen normalen Gesellenbrief in dem ihm bestätigt wird dass er eine Elektrofachkraft ist. Starkstromelektriker sind die Menschen, die dort arbeiten wo Spannungen größer als 10.000 Volt auftreten (z.B. an Hochspannungsleitungen, in Kraftwerken oder Umspannwerken)

Frag mal deinen Mann, er wird dir das bestätigen

Kommentar von Sorbas48,

das sind zwei verschieden Begriffe!

Starkstrom ist alles was über Kleinspannung hinausgeht. Bis 1000 Volt fällt es in die Kategorie Niederspannung die weitgehend im Normenkreis DIN VDE 0100 abgehandelt wird und das Berufsbild für den gängigen (Starkstrom-)Elektriker (Elektro-Fachkraft) ausmacht. Auch die 230 Volt im Haushalt sind Starkstrom (Niederspannung).

Was über 1000 Volt hinaus geht ist Mittelspannung, Hochspannung oder Höchstspannung und das sind andere Ausbildungszweige „im Starkstrombereich“.

Der Begriff Starkstromanlage ist in der DIN VDE 0100-200 2006-06 unter NC.1.1 festgelegt und lautet:

elektrische Anlagen mit Betriebsmitteln zum Erzeugen, Umwandeln, Speichern, Fortleiten, Verteilen und Verbrauchen elektrischer Energie mit dem Zweck der Verrichtung von Arbeit- z.B. in Form von mechanischer Arbeit, zur Wärme- und Lichterzeugung oder bei elektrochemischen Vorgängen.

ANMERKUNG: Starkstromanlagen können gegen elektrische Anlagen anderer Art nicht immer eindeutig abgegrenzt werden. Die Werte von Spannung, Strom und Leistung sind dabei alleine keine ausreichenden Unterscheidungsmerkmale.

Kommentar von englerth,

Die Berufsbezeichnung Starkstromelektriker ist schon (sehr sehr sehr ) lange veraltet. Starkstrom hat auch nichts mit hoher Spannung zu tun. Ebenfalls veraltet ist die Berufsbezeichnung Elektroinstallateuer (wird seit 2004 nicht mehr ausgebildet) die Berufsbezeichnung wurde durch Elektroniker - Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik ersetzt.

Sie arbeiten mit Stark- und Schwachstrom, in der Regel bei Niederspannung bis zu 1000 Volt. Für Arbeiten an Mittel- und Hochspannungsanlagen wird eine gesonderte Qualifikation benötigt.

Elektroherde arbeiten grundsätzlich mit 230 V Spannung auch wenn die Verbraucher auf verschiedene Außenleiter aufgeteilt sind.

Kommentar von Sorbas48,

Das Gegenteil von Starkstrom ist Schwachstrom zum Beispiel Fernmeldetechnik und der Fernmeldetechniker darf tatsächlich keinen E-Herd anschließen.

Unter dem Begriff Elektriker versteht man allerdings schon den gängigigen Elektriker für Starkstromanlagen im Niederspannungsbereich bis 1000 Volt.

Antwort von Ankiii,

ACHTUNG, das ist STARKSTROM!!!!

Bitte gehe nicht selber dabei, es ist absolut lebensgefährlich, als Laie mit Starkstrom zu hantieren - das mußt Du auf jedem Fall einem Fachmann überlassen!

Kommentar von Szintilator,

Erkläre mal jetzt, was Starkstrom ist, das hast Du ja fett geschrieben!

Kommentar von Ankiii,

Hä? Weil ich es fett schreibe, muß ich es erklären können?

Was ist ist denn das für eine Logik?!?!

Es reicht, daß ich weiß, daß man als Laie unter allen Umständen die Finger davon lassen sollte.

Aber wenn Du drauf bestehst: Als Dreiphasenwechselstrom, je nach Bezug auch als Dreiphasenwechselspannung bezeichnet, wird in der Elektrotechnik eine Form von Drehstrom benannt, umgangssprachlich auch Kraftstrom oder Starkstrom genannt, die aus drei einzelnen Wechselströmen oder Wechselspannungen gleicher Frequenz besteht, welche zueinander eine feste Phasenverschiebung von 120° aufweisen.

Antwort von Oralphabet,

Bitte: Finger weg von der Elektroinstallation! Das ist einfach zu gefährlich, wenn was passiert, hast Du mehr Ärger am Hals, als man glaubt, ganz besonders wenn man nicht weiss was man da tut.

Herd anschließen kostet auch nicht die Welt.

Antwort von heckler,

Ein Schwarzer ist L1, der braune L2 und der schwarze zwischen grün/gelb und blau ist L3. grün/gelb gehört auf grün, blau auf blau. Schau dir mal die Dose genau an, an den Ecken wo die Schrauben sind, steht eigentlich immer dran, L1,L2,L3,N und PE (grün/gelb) oder ein Schutzleitersymbol. Btw, Blau ist N.

Kommentar von mixchris,

Achtung, zwischen Himmel (blau, N-Neutralleiter) und Erde (grün/gelb, PE) ist der L1!

Kommentar von englerth,

dort kann er sein muss aber nicht...

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