Frage von Purri, 59

Einweisung in die Psychiatrie auf freiwilliger Basis?

Ich habe schon seit langem ziemlich niedermachende Probleme: Stimmen im Kopf, Familienprobleme und evtl. noch Depressionen (steht nicht 100 prozentig fest, aber ich habe einen Psychologen und die Stimmen habe ich schon immer). 

Im Januar habe ich versucht mir das Leben zu nehmen (was äußerst dumm war. Ich weiß und ich bin auch froh, dass es nicht geklappt hat).
Nach diesem Ereignis musste ich auch schon in die Psychiatrie, aber durch flunkern und meinen starken Willen nicht da sein zu wollen, war ich nach 2 Tagen wieder raus.Ich habe dann sogar mit dem Selbstverletzten aufgehört und alles schien eigentlich ok, auch wenn nur aufgrund von Verdrängung.

Diese Woche habe ich ein Familienmitglied verloren, aber nicht durch den Tot, sondern durch Uneinsicht und Ignoranz (ich habe versucht ein Familienthema zu besprechen und so wurde aus einer Person meiner engsten Familie eine Person, die mich nicht mal mehr sehen will...). Das hat rein gehauen und ich kriege sowieso schon seit Januar nichts richtig auf die Reihe innerlich und das Verletzten hat wieder angefangen, was sehr dumm war.

Jetzt habe ich überlegt vielleicht freiwillig in eine Psychiatrie zu gehen, um meine Lebensfreude wieder auf zu puschen, um meine Stimmen besser in den Griff zu bekommen und die Heulattacken nachts (und es könnte sein, dass ich eine Essstörung habe). 

Meine Mutter steht bei jeder Entscheidung, die ich fälle, zwar hinter mir, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass dann alle denken, dass ich nur Aufmerksamkeit will, wenn ich diesen Schritt wage. Ich habe echt keine Ahnung was ich tun soll.

Hat sich einer von euch schon einmal auf freiwilliger Basis in eine Psychiatrie einweisen lassen? Und wenn ja, wie war es?

MFG PURRI (19 Jahre)

Antwort
von einfachichseinn, 13

Geh zum Arzt und lasse dir eine Einweisung ausstellen. 

Damit kannst du in die Psychiatrie gehen, die für dich zuständig ist. Meistens können Patienten sich die Kliniken nicht aussuchen, sondern müssen in eine Klinik gehen, die standortbezogen ist. Welche Klinik zuständig ist, kannst du deinen Arzt fragen. Dort angekommen, wirst du vermutlich erst einmal ein Gespräch führen, um zu klären auf welche Station du kommen kannst. 

Dann wird ein Termin mit den Mitarbeitern der entsprechenden Station für ein Vorgespräch ausgemacht und du kommst auf die Warteliste. 

Antwort
von Jurius, 33

Wie soll es sein? Es ist so, wie Du es kennst (warst ja schon mal da). Du kannst zu Deinem Hausarzt gehen und Dir eine sog. "Einweisung" holen. Damit gehst Du dann zur Psychiatrie. Du kannst Dich auch schon im Vorfeld (im Internet) über eine passende Klinik oder eine passende Station in einer bestimmten Klinik informieren.

Antwort
von Ostsee1982, 11


Jetzt habe ich überlegt vielleicht freiwillig in eine Psychiatrie zu gehen, um meine Lebensfreude wieder auf zu puschen

Für mich ist hier einiges unklar: Du sprichst davon einen Psychologen zu haben. Ich nehme an du redest von einem Psychotherapeuten? Mit dem solltest du auch deine Themen besprechen, dafür ist es da und kann das auch weit besser beurteilen als wir. Wenn es dir so schlecht geht dann solltest du in der Psychiatrieambulanz vorstellig werden wo der diensthabende Psychiater mit dir bespricht wie es weitergeht.

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