Frage von KreativesKind, 54

Einweisung gerechtfertigt?

Laut meiner Therapeutin habe ich mittelschwere Depressionen, die jetzt wieder schlimmer werden.

In den letzten 2 Monaten ging es mir immer schlechter. Sie meint, seit ca. einem Monat geht es steil bergab. Ich kann mich kaum konzentrieren, bin ectrem aggressiv und frustriert, habe täglich Selbstmord-und Mordfantasien und stehe, wie ich oft sage, kurz vorm Amoklauf.

Ich bin so überfordert von allem, dass ich wegen Dingen wie dem versehentlichen Unschmeißen der Futterschüssel meines Hundes einen Nervenzusammenbruch habe.

Ich würde mich gern Einweisen lassen, ohne den Anfang des nächsten Schuljahres zu verpassen, also in den Sommerferien in die Psychiatrie gehen.

"Reichen" meine Gründe für eine Einweisung? Es verschlimmert sich ja erst wieder so krass seit ein paar Wochen bzw einem Monat und ich hab von Leuten gelesen, die nach mehreren Monaten erst Hilfe holen. Funktioniert das mit der Schulzeit, dass ich dort nur in den Ferien hin gehe?

Antwort
von Tasha, 21

Meines Wissens darf jeder, der nicht eingewiesen wird, die Psychiatrie jederzeit auf eigenen Wunsch auch wieder verlassen. Die Frage ist nur, ob der Aufenthalt sinnvoll ist. Für einige Menschen ist das so, andere haben dort dermaßen Langeweile - sitzen gefühlt "nur" im Zimmer und starren Wände an, es gibt nichts zu tun - dass sie meinen, alleine außerhalb der Psychiatrie würde es ihnen auf jeden Fall besser gehen.

Ich würde mich mal nach Alternativen erkundigen. Vielleicht gibt es so etwas wie Kuren für Jugendliche? Möglicherweise würde eine 14tägiger Kuraufenthalt mit entsprechenden Angeboten (Therapien) auch wirken, zumindest um einen Anfang zu machen, eine Veränderung einzuläuten?

Antwort
von FckTheSystem, 22

Hey,

Bei mir wurde im Januar auch eine mittelschwere Depression diagnostiziert. Jedoch hab ich, bevor die Therapie began, den Kontakt zum Psychiater abgebrochen weil der mir einfach nur extrem unsympathisch war und ernst nehmen konnte ich ihn auch nicht .. Vor allem weil er mir schon nach dem ersten Gespräch Antidepressiva verschrieben hat. 

Aber was du beschreibst.. Das ist so viel krasser was ich fühle. Ich habe zwar keine Selbstmord Gedanken aber ich denke oft dass ich schlimme Krankheiten habe oder sie bald bekomme und daran sterben werde. 

Ich kiffe seit 4 Jahren und das hilft mir einfach.. Wenn ich länger als eine Woche nicht rauche, werde ich wieder extrem depressiv.. Räume nicht mehr auf, gehe nicht raus, habe kein appetit, Gedankenflut etc.

Und nein, meine Depressionen kommen nicht vom Gras. Ich hatte schon Depressionen bevor ich damit angefangen hab. 

Ich denke dass du dich mit jedem Grund freiwillig einweisen lassen kannst. Allein schon wenn du nur den Grund nennst dass du Mordgedanken hast reicht. Ich weiß nicht ob das so schnell geht aber ich denke schon. Informiere dich bei deiner Psychologin

Wünsche dir alles Gute für die Zukunft!

Antwort
von FelinasDemons, 19

Ich denke,das wäre keine schlechte Idee mit der Einweisung. Rede am besten mit deiner Therapeutin darüber.
Und wenn du in den Ferien einen Platz in der Klinik bekommen solltest,weiß ich nicht,was dagegen spricht. Hol dir die Hilfe,die du brauchst.
Viel Glück dabei:)

PS: Wie alt bist du denn,wenn ich fragen darf?

Kommentar von KreativesKind ,

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Kommentar von KreativesKind ,

Danke

Antwort
von Frooopy, 20

Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf?

Kommentar von KreativesKind ,

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Kommentar von Frooopy ,

Die Frage ist inwiefern dich deine Depression in deiner
Lebensqualität und derjenigen in deinem Umfeld beeinflusst. Wenn du täglich Suizitgedanken hast, wäre es schon wichtig sofort zu handeln. Wenn du andere mit deinen Anfällen belastest auch.

Wenn es dir nur in unterschiedlichen Abständen schlecht geht, dann kannst du den Zeitpunkt wann du mit der Therapie anfangen möchtest eventuell planen.

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